Amalie Schoppe

Als das Vorwort zu »Robinson in Australien« im October 1842 entstand, schrieb die Verfasserin nicht mehr in Hamburg, sondern in Jena, dem »freundlichen Orte zwischen den Bergen«: Der große Brand hatte die Hansestadt im Mai desselben Jahres zu weiten Teilen zerstört. Amalie Schoppe, geborene Weise, kam 1791 auf Fehmarn zur Welt, arbeitete jahrzehntelang in Hamburg als Schriftstellerin und Redakteurin und veröffentlichte weit über hundert Bände, überwiegend für junge Leser. Bekannt ist sie auch als frühe Förderin Friedrich Hebbels, den sie 1835 nach Hamburg holte und dem sie den Weg zur Ausbildung ebnete. 1851 folgte sie ihren Söhnen in die Vereinigten Staaten, wo sie 1858 in Schenectady im Staat New York starb.

Das Buch erschien 1843 bei Joseph Engelmann in Heidelberg, auf dem Titelblatt in der Namensform Amalia Schoppe. Es erzählt von William, dem Sohn einer verwitweten Kapitänsfrau, die mit ihm in einer Hamburger Kellerwohnung lebt, seit die »Fortuna« mit dem Vater an Bord verschollen ist. Den Zweck benennt Schoppe im Vorwort selbst: unterhalten und zugleich belehren. Australien, damals der zuletzt entdeckte und kaum erforschte Erdteil, soll den Kindern nach Clima, Boden, Pflanzen und Thieren vertraut werden.

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