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Über dieses Buch
Namen auf einer Liste werden für Tschitschikow zum Anlass, sich Lebensläufe und mögliche Schicksale auszumalen. Dabei wechseln spöttische Bemerkungen mit Überlegungen zum Wert der verzeichneten Menschen. Diese Szene aus „Die toten Seelen“ zeigt, wie Gogol gesellschaftliche Verhältnisse durch Sprache, Typen und alltägliche Einzelheiten sichtbar macht. Der erste Band seiner „Sämmtlichen Werke“ enthält den Roman in der Übertragung von Otto Buek und stellt ihn mit einer Vorrede sowie einer Einführung von Nestor Kotljarewski vor.
Im Mittelpunkt der einleitenden Betrachtungen stehen Besitzstreben, Korruption und die Darstellung der russischen Gesellschaft. Die Einführung erläutert den Übergang von einer stark persönlichen Dichtung zu einer Literatur, die ihre Umwelt genau untersucht. Der erzählerische Ausschnitt führt diese Aufmerksamkeit im Kleinen vor: Tschitschikow prüft Namen, entdeckt einen fragwürdigen Eintrag und denkt über Berufe, Abhängigkeiten und behördliche Kontrollen nach. Der Band eignet sich damit sowohl für die Beschäftigung mit gesellschaftlicher Satire als auch für einen Blick auf die damalige Deutung von Gogols Schreiben.
Inhalt
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Angaben zum Buch
- Lesezeit
- Etwa 9 Stunden
- Seiten
- 257
- Sprache
- Deutsch
- Genre
- Humor
- Formate
- PDF, EPUB, Online lesen