
Kabale und Liebe
von Friedrich Schiller

M. ist siebenundzwanzig, als sie beginnt aufzuschreiben, was sie mit ihrer Mutter erlebt hat. Den Anstoß gab ein Fachbuch, Borderline-Mütter und ihre Kinder, in dem sie ihre eigene Kindheit wiederfand, obwohl es nie eine Diagnose gegeben hat. Das Kapitel Nebel der Kindheit sammelt die wenigen Bilder, die geblieben sind: das dicke Märchenbuch auf dem Schoß im Auto, der Moment, in dem sie zum ersten Mal laut liest, und der Satz der Mutter dazu, Das Kind kann lesen. Danach kommen Grundschule, stundenlange Kreuzverhöre und die Frage, die alles entwertet: Glaubst du das auch noch wirklich. Ein Bericht aus erster Hand über das Aufwachsen mit einem psychisch kranken Elternteil.