
Der blonde Eckbert
von Ludwig Tieck

Sechs Autorinnen und Autoren prüfen ein Wort, das sich leicht sagt und schwer leben lässt. Cecilia eröffnet mit Befreiendes und Einigendes und beschreibt dann im Schmalen Grat der Vernunft einen Berg namens Toleranz, dessen Gipfel nie bezwungen wird. Helga gesteht, mit sich selbst unerbittlich zu sein, und stolpert über den Nachbarn mit dem neuen Auto und über einen Vater, der seinen Sohn nicht so annehmen will, wie er ist. Signe steuert dreimal einhundert Wörter bei: Obdachlose in der europäischen Kälte, die Frage Wo liegt Aserbaidschan und Anwohner in einem guten Hamburger Viertel, die gegen ein Hospiz Sturm laufen. Am Ende bleibt die Frage nach den Grenzen offen.