Amalie Winter
Ein Poltern im zugestellten Kamin unterbricht das Spiel. Fünf kleine Mädchen wollen gerade eine Wickelpuppe taufen, Lisi hat sich als Pastor einen schwarzen Shawl umgelegt, da liegt hinter der Klappe ein kaum vierzehn Tage altes Cypernkätzchen. So kommt der Kater Rosaurus in das Leben der sechsjährigen Prinzessin Marie, die eine Puppenstube besitzt, in der drei Kinder Platz finden, und einen Hund namens Joly, der mit am Kanapee sitzt und Chocolade trinkt.
»Leben und Schicksale des Katers Rosaurus, oder die kleine Prinzessin und ihre Katze« erschien 1851 in Leipzig bei Baumgärtners Buchhandlung, angekündigt als unterhaltendes Lese- und Bilderbuch für Kinder, mit einem schwarzen und fünf colorirten Stahlstichen aus der Kunst- und geographischen Anstalt von Serz & Cie. Jedes Kapitel beginnt mit einem kleinen Gedicht. Das zweite erklärt, wie das Kätzchen überhaupt in den Schornstein geriet, und macht daraus eine Lehrstunde über Tiere: Die Hofkatze Mies Mies muss ihre Jungen vor dem Hofkater Murr verstecken, weil er sie sonst frisst.
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