Hugo von Hofmannsthal

Hugo von Hofmannsthal wurde 1874 in Wien geboren und war schon als Gymnasiast berühmt: unter dem Namen Loris veröffentlichte er mit sechzehn Verse, die den Wiener Literatenkreisen die Sprache verschlugen, und mit achtzehn schrieb er Der Tod des Tizian und Der Tor und der Tod. Um 1902 brach das ab. In dem erfundenen Brief des Lord Chandos beschrieb er, wie ihm die abstrakten Wörter im Munde zerfielen wie modrige Pilze. Danach schrieb er kaum noch Gedichte und fast nur noch für die Bühne: Elektra, Jedermann, Das Salzburger große Welttheater, Der Schwierige, Der Turm. Mit Richard Strauss verband ihn eine Arbeitsgemeinschaft von über zwanzig Jahren, aus der Elektra, Der Rosenkavalier, Ariadne auf Naxos und Die Frau ohne Schatten hervorgingen. 1920 gründete er zusammen mit Max Reinhardt die Salzburger Festspiele, bei denen Jedermann bis heute vor dem Dom gespielt wird. Er starb 1929 in Rodaun bei Wien, zwei Tage nach dem Tod seines Sohnes.

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