
Rikulum Sare, Eine Religion erobert die Welt
von Anke Bierbrauer

Claudio sitzt allein am Fenster seines Studierzimmers, das im Empiregeschmack eingerichtet ist: Glaskästen mit Altertümern an den Pfeilern, altertümliche Musikinstrumente an der Wand, darunter eine dunkle geschnitzte Truhe und ein fast schwarz gedunkeltes Bild eines italienischen Meisters. Draußen liegen die letzten Berge im Glanz, und zuhöchst schwebt ein Alabasterwolkenkranz mit grauen Schatten und Goldrand, so wie die Meister von den frühen Tagen die Wolken malen, welche die Madonna tragen. Claudio hat viel gesammelt und wenig gelebt. Dann tritt der Tod ein, und mit ihm kommen die Mutter, die Geliebte und der Jugendfreund noch einmal herein.