
Das Urteil
von Franz Kafka

Um 0:34 klingelt es an Shadys Haustür. Zwei Polizisten halten einen Mann mit Dreitagebart und zerrissener Jeans fest und fragen, ob er zu ihr gehört. Sie sagt zuerst Nein, dann Ja, und damit beginnt Anytinz ihre Geschichte. Der Fremde nennt sich Martin, behauptet, nur ein Graffiti gesprüht zu haben, und bleibt einfach da. Shadys Mann ist geschäftlich unterwegs, das Haus ist leer, und während sie oben im Schlafzimmer das Licht brennen lässt, sieht Martin unten ihre Bücherregale durch und beschließt, sämtliche Telefone abzuschalten. Die Erzählstimme springt zwischen Shady und den Männern, die über ihren Alltag bestimmen. Später kommt John dazu, und ein gewisser Riley wird gesucht.