The Memories of You 2

Amel A. · Kapitel 1 von 1 · Teil 2/3

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The Memories of You 2

The Memories of You 2

Dieses Kapitel ist lang und deshalb in 3 Teile geteilt.

Die Vordertür öffnete sich und Stella rannte ihr entgegen. ,, Ist das Stella?" fragte mich Johnny, als er mich am Arm packte und zu sich zog.

Da ich schneller gelaufen war, prallte ich an seine Brust und er fing mich auf ,ehe ich ihn mit zu Boden riss. Wir blickten uns in die Augen. Er beugte sich zu mir runter.

,, Johnny! Meine Eltern.." kicherte ich und schloß dennoch die Augen.

Mit einem Schlag waren für einen Moment alle Bedenken und Sorgen wie weggewischt.

Ich war nur noch eine Frau in den Armen des Mannes den sie liebte. ,,HAYLEY!" Die Stimme meiner Mutter riss mich aus dem Kuss und ich lief auf sie zu.

Wir umarmten uns und ich spürte wie Johnny hinter mich trat. Als meine Mutter ihn sah , fielen ihr fast die Augen aus. ,, Oh!" Mehr sagte sie nicht.

Stella und Clatry kreischten vergnügt und umarmten sich fest. Raphael trat ebenfalls aus dem Haus und hinter ihm mein Vater. Als mein Bruder und mein Vater Johnny sahen, sahen sie wahrscheinlich Rot, denn sie liefen auf ihn zu und schlugen ihn zu Boden.

,, RAPHAEL! DAD! Was ist den los mit euch? SPINNT IHR? Er ist Clarys Vater!" Ich bückte mich und versicherte mich das es Johnny gut ging.

Clary ließ Stella los und rannte zu ihrem Vater. ,,Daddy! Alles okay?"

Johnny blinzelte einige Male, rieb sich den Kiefer und holte tief Luft. ,, Das war ein Kinnhaken" murmelte er leise und rappelte sich ,mit meiner Hilfe, wieder auf. Raphael und mein Vater schauten mich an. ,, Hayley hast du Vergessen was du wegen ihm durch gemacht hast?" fragte Raphael und ich sah wie sehr er sich anstrengen musste um Johnny nicht nocheinmal zu schlagen. Ich seufzte. Natürlich hatte ich das nicht Vergessen und es schmerzte daran zu denken. ,, Mr. Montgomery" sagte Johnny an meinen Vater gerichtet. ,, Es tut mir unendlich leid, das ich Hayley in ihrem Zustand alleine ließ. Mir bot sich eine einmalige Chance und mir war nicht bewusst das Hayley immernoch Schwanger war. Natürlich hätte ich mich in den letzten 4 Jahren melden sollen, doch ich hatte Angst Hayley hätte kein Interesse an mir. Es tut mir wirklich leid". Nachdem Johnny geendet hatte , blickten alle ihn stumm an. Langsam ging mein Vater auf ihn zu und streckte ihm die Hand entgegen.

,, Genau auf die Antwort habe ich gewartet..." murmelte er und schloss Johnny in seine Arme. Raphael blickte zu mir und formte ein Bist du glücklich?

.

Ich nickte und hob die Hand. Raphael sowie meine Mutter sahen den Ring.

,, Oh" sagte meine Mutter wieder nur und lehnte sich hilfesuchend an Raphael.

,, Mama? Alles okay?" fragte ich besorgt und brachte sie ,mit der Hilfe Raphaels ,ins Haus. Johnny , mein Vater, Stella und Clary folgten uns besorgt.

,,Ja, Ja. Ich muss mich nur mal kurz setzten, das ist eine Menge auf einmal."

Erleichtert atmete ich aus. Gut das es nur das war.

 

,, Wie wärs mit einem Glas Wasser, Mama?" fragte ich und füllte ein Glas mit Leitungswasser. Dankbar trank meine Mutter daas Glas leer und betrachtete dann den Ring an meinen Finger. Ich wurde rot. ,, Also hast du ihm verziehen?" fragte Sie leise. Johnny trug Clary im Arm und schaute nervös von mir zu meiner Mutter.

Schon immer hatte Johnny meine Mutter gemocht und sie ihn. ,, Ja, so wie ich dir damals." antwortete Ich und ging zu Clary und Johnny.

Meine Mutter sagte nichts mehr und ich wusste ihr fehlten die Worte. Unbewusst legte Johnny einen Arm um mich und küsste Clary auf die Stirn.

,, Oma? Ich hab Daddy auch verziehen. Können wir alle glücklich sein? Ja?"

Meine Mutter lächelte. ,, Ich werd es versuchen ma petite." Langsam stand meine Mutter auf , ging auf Johnny zu und umarmte ihn und Clary leicht.

,, Willkommen zurück, Johnny!".

,, Danke Lorelai." flüsterte er ihr ins Ohr.

Meine Mutter lachte und ging gemeinsam mit meinem Vater ins Wohnzimmer.

Clary ließ sich von Johnny auf die Füße setzten und rannte zu Stella die ebenfalls im Wohnzimmer war. Raphael warf Johnny Todesblicke zu.

,, Nenn mir einen guten Grund weshalb ich dir verzeihen sollte, was du meiner kleinen Schwester angetan hast!". ,,Raphael" sagte ich bestimmt. ,, Lass das!". Johnny zog mich erneut an sich. Ich lächelte ihn an. ,, Raphael , Ich liebe deine Schwester und Ich werde sie nie wieder verlassen, sie ist mein Leben, mein Ein und Alles. Ebenso Clarissa." Raphael schwieg, dachte über die Worte nach. ,, Von mir aus..." murmelte er. ,, Aber pass auf beide gut auf, okay?" ,, Das werde ich. Versprochen".

Mir wurde warm ums Herz , als ich das hörte. Ich küsste Johnny leidenschaftlich.

,, Ich liebe dich."

,, Ich liebe dich auch".

Johnny nahm meine Hand und zog mich ins Wohnzimmer. Wir setzten uns und langsam begannen die Gespräche. Kelly war wie ich hörte, beim Arzt. Sie hatte wohl wieder Probleme mit ihrem Magen. In Raphaels Gesicht sah ich trauer. Er wünschte sich ein Kind. Das wusste ich. Kelly und er hatten vor in 3 Monaten zu heiraten und immernoch konnte ich es nicht glauben: Mein Bruder und Kelly! Nach 4 Jahren schien es mir immernoch zu unwirklich, aber ich war glücklich für ihn. Raphael bemerkte meinen Blick und zog eine Grimasse.

,, Also Johnny wirst du jetzt hier leben oder ist dein Besuch von kurzer Dauer?".

Mein Vater blickte Johnny fragend und vorsichtig, vielleicht auch leicht wütend an.

Johnny räusperte sich und wackelte auf dem Sessel rum. Das wunderte mich. Er benahm sich sonst nur so , wenn ihm etwas unangenehm war.

,,Nun, ich bin ersteinmal für 6 Monate hier. Dann muss ich für weitere 6 Monate nach Deutschland , ehe ich dauerhaft hier sein kann." gestand Johnny schließlich.

Mir klappte der Mund auf. Das hatte er nie erwähnt. Mit keinem Wort.

Ich stand auf. Johnny tat es mir gleich.

,,Hayley...." fing Johnny an ,doch ich unterbrach ihn. ,, Mom, Dad, Raphael, Stella? Es war schön auch wieder zusehen. Wir sehen uns bestimmt bald wieder, aber jetzt müssen wir gehen." Ich hob Clary hoch und lief vorraus.

Es dämmerte bereits und die Tränen verschleierten meinen Blick. ,, HAYLEY! WARTE" schrie Johnny und lief mir nach. ,, Du hast nichts erwähnt. Warum hast du mir nicht gesagt, dass du gehst? Und das für 6 MONATE? Warum? " fragte ich schreiend und presste Clary an mich. Diese hielt sich die Ohren zu. ,, Ich wollte dich nicht traurig machen, außerdem hättest du dann gedacht ich würde für immer gehen und hättest meinen Antrag nicht angenommen."

Es blieb kurz still und ich drehte mich zu ihm um. ,, Weißt du was? Du hast Recht."

Johnny atmete die Luft langsam ein und aus. ,, Soll ich heute Nacht woanders schlafen?". ,, Ich denke das wäre besser. Am besten gleich für ein paar Tage, Ich muss nachdenken."

,, Okay."

Wir liefen zurück, Johnny packte einige Sachen und ging. Als sich die Tür hinter ihm schloss, ließ ich meinen Tränen freien Lauf.

Johnny war bereites seit 3 Tagen nicht zurück gekehrt und die Zeit hatte ich genutzt um nachzudenken. Mir war bewusst er wartete darauf , das ich etwas sagte , aber ich wusste nicht was ich sagen sollte. Wie sollte ich 6 Monate ohne ihn verkraften nachdem ich ihn gerade erst wieder bekommen hatte? Natürlich , Ich hatte es für 4 ganze Jahre geschafft, aber ein 2.Mal könnte ich das wahrscheinlich nicht. Mein Herz wollte das nicht mit machen. Und aus irgendeinem unbestimmbaren Grund schien es mir so, als ob Johnny das wusste.

Clary litt unter der Trennung von Johnny sehr. Sie sperrte sich in ihrem Zimmer ein und kam nur raus zum Essen, zum auf Toillete gehen und zum Duschen.

Sie wollte bei ihrem Vater sein und ich verstand sie, aber es ging nicht.

Langsam lief ich in Clarys Zimmer.

,, Ma petite, willst du nicht rauskommen und mit mir einen Film schauen?".

,, Nein, Mama. Tut mir leid" Ihre Stimme wurde immer leise, aber sie war fest.

Sie weinte nicht , das war gut.

Seufzend lief ich in mein Zimmer und suchte mein Handy, als ich es fand schrieb ich Johnny eine kurze SMS.

Johnny,

Du kannst zurück kommen wenn du magst. Clary vermisst dich und möchte das du zurück kommst. Hayley.

 

Nachdem Ich auf Senden gedrückt hatte, warf ich mich aufs Bett und spielte mit einer meiner Haarsträhnen. Langsam wurde mein Haar wieder länger und ich überlegte ob ich es abschneiden sollte. Ein Piepen unterbrach meine sinnlosen Gedanken.

Ich vermisse sie auch.

Kannst du ihr das sagen?

Morgen komme ich zurück.

Johnny.

Kein Ich liebe dich. Das war normalerweise einer seiner Entschuldigungfloskeln. Was wohl bedeutete seine Entscheidung tat ihm nicht leid, wahrscheinlich war es ihm Egal. Tränen traten mir in die Augen. Vor ein paar Tagen schien alles noch perfekt und jetzt? Jetzt war alles anders. Langsam beschlich mich die Angst, die Hochzeit könnte ausfallen. Welch Absurder Gedanken, denn trotz dieser Aktion wolllte ich Johnny heiraten. Aus einem unerklärlichen Grund gehörte er in mein und Clarys Leben. Natürlich war ein wichtiger Faktor das er Clarys Vater war und meine große Liebe, aber da steckte mehr dahinter. Mehr als das man es mit Worten erklären könnte.

Er wollte noch nicht zurück kommen. Das versetzte meinem Herz einen Stich, und das obwohl ich die jenige war die wollte das er ging. Ich vermisste ihn, ich wollte ihn neben mir spüren. ,,Mama?Kommt Daddy bald zurück?"

Clary legte sich neben mich und strich mir übers Gesicht. ,, Ja , morgen ma petite. Er hat gesagt er vermisst dich." Clary lächelte leicht , doch dann kamen die Tränen. Es zerbrach mir das Herz.

,, Clarissa Lauren Kelly Montgomery alles wird gut, okay?" Clary schniefte und putzte sich die Nase mit einem Taschentuch, das ich ihr reichte.

,, Warum habe ich eigentlich nicht Daddys Nachnamen?" fragte sie um zertreuung zu finden.

Ich dachte kurz nach.

,, Weil dein Daddy und ich nicht verheiratet sind mein Schatz. Wären wirs , hättest du seinen Nachnamen."

Clary seufzte. Sie wollte unbedingt , das Johnny und ich verheiratete waren, obwohl sie nicht wusste was für eine Verantwortung das wäre.

,, Daddy wird für 6. Monate weg sein, oder Mama?" Nun blickte Clary mir mit ihren wunderschönen Augen ins Gesicht. Die Gold-grüne Iris leuchtete in unterschiedlichen Grün- und Goldnuancen. ,, Ja. Aber dann will er für immer zurück kommen, nicht wahr? " Darauf wusste ich keine Antwort , denn man kann vieles sagen ,aber was anderes Meinen.

Clary schien zu wissen , das ich ihr diese Frage nicht beantworten konnte, also schwieg sie und kuschelte sich nur an mich. Ich küsste sie auf die Stirn.

Wir blieben eine ganze Weile so liegen, solange bis plötzlich mein Handy klingelte.

Ich löste mich von Clary, die mittlerweile eingeschlafen war, und runzelte die Stirn.

,, Damon? Alles in Ordnung?" fragte ich als ich abnahm. Es wunderte mich das er mich anrief. Das hatte er zuletzt getan um mich daran zu erinnern im Büro aufzutauchen. ,, Hayley? Könnte ich vorbeikommen? Bitte?Ich muss unbedingt mit jemanden reden und du bist die einzige mit der das geht!" Mein Herz klopfte wild. Er wollte herkommen. Mein Gewissen antwortete vor meinem Herzen. ,, Natürlich, kannst du kommen!"

Piep.

Die Verbindung war tot und kurz darauf klingelte es. Ich sprang aus dem Bett und lief zu Tür.

Kaum öffnete ich diese , legten sich starke Arme um mich und ein Mund presste sich auf den meinen. Automatisch schloss ich die Augen, bis ich realisierte was geschah.

,, Johnny?"

Johnny schob uns ins Haus und fing an meinen Hals zu küssen. Ich war überrascht das er doch heute zurückkam , aber ebenso besorgt.

Was würde er dazu sagen , dass ich Damon zu einen Treffen zugesagt hatte?

,, Hayley Es tut mir leid. Alles! "

,, Ich weiß ,aber ich dachte du wolltest erst morgen kommen?" fragte ich leicht verunsichert.

Johnny schob mich zur Couch, hob mich hoch und setzte sich hin. Ich saß rittling auf ihm drauf und versuchte nicht auf seine Lippen zu achten.

,, Ich konnte nicht warten, Mon Ange".

Mir wurde ganz Heiß und ich versuchte nicht aus Johnnys Verführungskünste einzugehen.

,, Johnny, geh doch zu Clary. Sie hat dich so schrecklich vermisst" Rasch stand Ich auf und entzog mich somit Johnnys gierigen Fingern.

,, Okay. Aber später gehörst du mir, Halyey Knight." Für einen kurzen Moment blieb ich regungslos stehen, das war das allerste Mal das Johnny mich mit seinem

Nachnamen angesprochen hatte.

,, Oh Johnny! Du hast mich das allerste Mal mit deinem Nachnamen angesprochen!!"

Schnell küsste ich ihn und dann schob ich ihn zu Clary ins Zimmer. Zeitgleich klopfte es leise an der Tür. Schnell öffnete ich sie und trat hinaus zu Damon.

,, Damon was ist passiert?" fragte ich ihn besorgt. Damon wirkte völlig verwirrt. er wirkte ängstlich und lehnte sich hilfesuchend an mich.

,, Hayley, Ich hab einen Fehler gemacht. Etwas was sich nie wieder rein wäschen lässt. Oh Gott Hayley, was soll ich nur tun?" Damon schlug mit der Faust gegen den Türrahmen und ich wisch zurück.

,,Damon was hast du getan?Damon?".

,, An meinen Händen klebt Blut , Hayley. Ich war Mittäter. Ich wusste nicht , dass die Leute mit denen ich zusammen arbeitete auch dazufähig wären jemanden zu töten! Wirklich, aber als sie es dann tat, wusste ich nicht was ich machen sollte. Ich fuhr so schnell weg wie ich konnte und dann rief ich dich an und ich weiß , ich habe kein Recht dazu aber ich brauchte dich, Hayley." Geschockt blickte Ich ihn an. Damon hatte bei einem Mord geholfen?

Zitternd vor Angst ging ich einige Schritte zurück. Damon kam immer näher und vor lauter Angst, traten mir Tränen in die Augen.

,,Verlass das Grundstück, sofort! Stelle dich der Polizei und ruf mich nie wieder an!" sagte ich mit zitternder Stimme, die Angst schnürte mir die Kehle zu und ich hoffte Johnny wurde schon misstrauisch und würde nach rufen.

Damon hob die Hand und automatisch fing ich an zu schreien. Es war mehr ein Reflex.

Die Tür ging auf und Johnny trat zu mir.

,, Was ist passiert? Hayley? Was macht Damon hier?" Johnny schob mich hinter sich.

,, Johnny, Ich wollte nur mit ihr Reden, wirklich. Bitte denk nichts falsches."

Johnny betrachtete zuerst Damon dann mich. ,, Stimmt das?" Ich nickte hölzern. Langsam gaben meine Knie nach und ich klammerte mich an Johnny.

,, Damon du gehst jetzt besser" sagte dieser, als er sah wie schlecht es mir ging.

Damon betrachtete mich und seufzte traurig. ,,Auf wiedersehen ihr Beiden."

Er machte auf den Absatz kehrt und lief zu seinem Auto, dann stieg er ein und fuhr hinaus in die Nacht.

Johnny zog mich ins Haus und kochte mir einen Kakao. ,, Was wollte Damon hier?" fragte er und setzte sich neben mich. Ich trank einen Schluck vom Kakao.

,, Reden, nur über etwas Reden."

Ich bemerkte wie mein Blick glasig wurde. Diese ganze Geschichte hatte mich verstört.

 

Kapitel 6: Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit

 

Hayleys Blick wurde glasig. Mitleid regte sich in mir. ,, Hayley , schatz. Willst du darüber reden?" Sie schüttelte den Kopf. ,, Nimm mich einfach nur in den Arm" flüsterte sie.

Ich tat wie geheißen. ,, Ich bin immer für dich da, ja?" Sie nickte an meiner Brust.,, Ja ich weiß, genau deshalb liebe ich dich auch so sehr".

Ich nahm sie etwas fester in den Arm , vor allem als ich spürte wie sie leise anfing zu weinen. Es tat weh sie so zu sehen und ich wollte das sie vergaß ,was sie da gehört hatte.

Sie schluchzte, stand auf und zog mich ins Schlafzimmer. Verwundert lief ich ihr nach.

Sie begann mein Hemd zu öffnen und küsste mich zärtlich. ,, Hayley, lass das. Komm wir legen uns hin, kuscheln und reden. " ,, Nein Johnny, ich brauche das jetzt. Bitte, frag nicht warum." ,, Morgen wirst du es bereuen, Mon Ange!" versuchte ich noch sie umzustimmen.

Sie blickte mich an, schüttelte dann den Kopf und warf mich aufs Bett.

Sie setzte sich auf mich und eroberte meinen Mund mit feuchten Küssen.

,, Ich brauche Liebe, Johnny. Reine Liebe, Heiße Leidenschaft und das kannst nur du mir schenken. Nimm mir diese kalten Gedanken, lass mich vergessen."

Ich schaute ihr tief in die blauen Augen und sah wie ernst es ihr war. Mein Mund berührte den ihren erneut und ich flüsterte leise: ,, Auf ewig der deine".

 

Leise Schritte, Geflüster und leises Gelächter. Langsam schlug ich die Augen auf.

Hayley saß an ihrem Frisierkommode und redete auf Französisch mit Clary.

,, Maman? Je veux avoir le nom de famille du père.( Ich will den Nachnamen vom Papa haben)." Clary stellte sich auf die Zehenspitzen und stibitzte sich Hayley Lippenstift. Hayley lachte. Es freute mich das sie nach gestern wieder lächeln konnte.

,, Je sais ma petite. Aber das geht erst wenn dein Vater und ich verheiratet sind. Und das dauert noch ne Weile". ,, Solange bis ich wieder aus Deutschland zurück komme. Und dann kriegste ein Geschwisterchen Clarissa." sagte ich. Beide drehten sich zu mir um und lachten als ich wie ein Casanova mit den Augenbrauen wackelte.

,, Clarissa , geh du doch schon mal bitte Frühstücken. Dein Vater und ich haben etwas zu bereden." sagte Hayley mit einem zweideutigen Lächeln auf dem Gesicht.

Clary nickte und lief in die Küche. Hayley stand auf, löste den Knoten ihres Morgenmantels und legte sich zu mir ins Bett. Ich schnurrte leise und küsste Hayley leidenschaftlich. Sie lachte und ihre Finger krallten sich in mein Haar. ,, Können wir einen Weddingplaner einstellen?" fragte sie mich leise und gab mir noch einen sanften Kuss. Ich drehte mich auf sie drauf und fuhr mit den Lippen über ihre Brust.

,, Natürlich, alles was du willst."

Hayley zog meinen Kopf nach oben und betrachtete mich belustigt. ,, Johnny? Ich meine das ernst. Ich will endlich anfangen unsere Hochzeit zu planen. Und das bevor du wieder nach Deutschland musst." Jetzt mischte sich Trauer in ihre Stimme. Ich stützte mich mithilfe meiner Ellenbogen links und Rechts von Hayley Kopf ab und streichelte ihr übers Gesicht. ,, Alles was du willst , Hales."

Sie lächelte mich träge an. ,, Dafür kriegst du eine süße Belohnung". Ihre Zähne knabberten an meinem Ohr und mir gefiel was sie da tat. Eine halbe Stunde später gesellten wir uns zu Clary. Clary schaute uns böse an. ,, Wo wart ihr? Und warum hat das so lange gedauert?"

Überrascht blickte ich meine Tochter an. Hayley fing an zu lachen. Clary stemmte ihre süßen Hände in die Hüfte und sah auf einmal aus wie Hayley wenn diese wütend war.

,, Du regst dich exakt genauso auf wie deine Mutter. Unglaublich!" Jetzt hörte Halyey auf zu lachen und stellte sich neben Clary. Ohne das beide es bemerkten nahmen sie genau dieselbe Position ein,als sie sagten:,,Aha!"

Mist, wo hatte mich da jetzt reinmanövriert? ,, Ich muss lernen wie ich richtig mit Frauen rede!" sagte ich resigniert und seufzte.

Hayley lachte. ,, Oh ja, dass solltest du wirklich lernen!" Sie lief in die Küche und begann Frühstück zu machen. In der Zwischenzeit setzten Clary und ich uns auf die Couch. Sie fragte mich , wie mein Leben ohne sie war.

,, Nun, ich war 17 und schrecklich nervös als ich das erste Mal in Deutschland ankam. Doch dann kam mir ein Gedanken, schließlich gab es einen Grund weshalb ich nach Deutschland ging: Deine Mutter. Deine Mutter Clary war alles was ich brauchte um diese Jahre zu überstehen." Ich dachte einen Moment nach. Deutschland war atemberaubend gewesen und ich wollte nichts von der Zeit und den Menschen dort missen.

,, Aber ich war noch jung, unerfahren und ein ziemlicher Idiot. Ich rief deine Mutter zwar oft an , aber nicht oft genug. Irgendwann hörte ich ganz auf sie anzurufen. Ich begann mit anderen Dingen zu widmen, unter anderem auch um neue Beziehungen. In Deutschland lernte ich Maria kennen, sie war ein unglaublich tolles Mädchen und ich mochte sie auf anhieb, denn sie hatte mich stets an deine Mutter erinnert. Sie war lustig, willensstark und liebevoll, deshalb ging ich eine Beziehung mit ihr ein.Die Beziehung endete kurz bevor ich den Brief deiner Mutter bekam."

,, Moment mal!" ertönte Hayleys Stimme aus der Küche. Sie kam ins Wohnzimmer gelaufen und ich konnte bereits sehen wie sauer sie war.

,, Was ist den Mama?" fragte Clarissa verwirrt. ,, Das heißt deine "kurzlebige" Beziehung mit Maria dauert fast 4 Jahre

?"

Jetzt erst dachte ich über meine Worte nach. Mist, immer musste ich mich verplappern.

Hayley kam näher und setzte sich zu Clary und mir. ,, Clarissa ma chérie. Würdest du uns für einen Moment entschuldigen?"

,, Niemals." sagte Clary , jetzt extrem neugierig und hing beinahe an unseren Lippen.

,, Und? Wie lang war eure Beziehung jetzt wirklich?" fragte Hayley weniger wütend als Traurig.

,, Okay sie dauert fast 4 Jahre , aber Hayley es war nur eine Zeitverschwendung. Ich hab sie nicht so geliebt wie ich dich liebe..." ,, Aber dennoch hast du sie geliebt Johnny. Du darfst jetzt bitte nicht so tuen als ob die Frau dir nichts bedeutet hat. " unterbrach sie mich. Ich blickte sie an.

,,Was willst du hören Hayley? Das ich sie geliebt habe? Das es mir gut ging wenn ich mit ihr zusammen war? Das die Beziehung mit viel bedeutet hat? Wolltest du das hören?"

Hayley blickte mich an. Sie schien mit den Tränen zu kämpfen. ,, Ich will nur das du ehrlich zu mir bist Johnny und wie es mir scheint hatten du und Maria doch Sex miteinander!" ,,Natürlich, Ich meine sowas passiert in einer Beziehung Hayley..." Ich verstummte.

Mist! Ich hatte Hayley immer versichert Maria und ich waren uns nie so

nahe gekommen.

Verletzt stand Hayley auf und lief ins Badezimmer, in welches sie sich einschloss.

Ich lief ihr eilig nach.

,, Hayley bitte! Lass uns darüber reden."

,, Du hast bereits alles gesagt" flüsterte sie und ich hörte Wasser rauschen.

,, Hayley , Okay ich hatte vielleicht ein paar Mal Sex mit Maria , aber wie ich dir immer versichert habe , HABE ich sie nie so sehr geliebt wie dich Hayley. Bitte komm raus und lass uns darüber reden. Ich will mich nicht streiten. Nicht wegen etwas aus der Vergangenheit." Das Wasser rauschen hörte auf. Angespannt lauschte ich. Die Tür öffnetet sich und eine verheulte Hayley schaute mich traurig an.

,, DU warst länger mit ihr zusammen als du es mit mir warst Johnny. Ich meine hätte ich dir beispielsweise den Brief nicht geschrieben, wer weiß ob du zurück gekommen wärst? Was wenn du in Deutschland geblieben wärst? Dann wärst du jetzt vielleicht mit Maria verlobt!"

Sie lief an mir vorbei und hob Clary hoch, die ihr entgegen kam. Ich dachte einen Moment über ihre Worte nach. ,, Hayley Ich wäre trotz allem zurück gekommen. Selbst wenn es Clary nicht geben würde, wäre ich zurück gekommen allein schon um zu wissen wie es dir geht , um zu wissen was aus dir geworden ist und ob es jemand anderen in deinem Leben gibt. Sieh doch mal, was wäre wenn du und Damon jetzt zusammen wärt und zusammen leben würdet? Das hätte auch passieren können, lass uns bitte nicht mehr über die Vergangenheit grübeln oder über das was hätte sein können. Okay? Denn Ich bin glücklich das du und ich wieder vereint sind. Das wir ein neues Leben beginnen gemeinsam mit unserer Tochter. Mehr wollte ich nie."

,, Mama? Papa liebt dich, reicht das denn nicht?" Clary schaute ihre Mutter an.

Hayley strich Clary eine Haarsträhne aus dem Gesicht, dann schaute sie mich an.

,, Ich denke es reicht , mon Ange." Hayley lächelte Clary an und gab ihr einen sanften Kuss. Und plötzlich wurde ich traurig, dass was Hayley und Clary waren, hatte ich nie miterlebt. Ich hatte nie miterlebt wie sie zu den Menschen geworden waren, die sie heute sind. Doch wie es schien musste ich das nicht erlebt haben, denn sie hatten mich ohne Fragen aufgenommen. Mich in ihre Familie gelassen, obwohl ich Mitbegründer war.

Das tat mir mehr als gut zu wissen , dass die beiden wichtigsten Frauen in meinem Leben mich ohne wenn und aber liebten. Ich lächelte beide Strahlend an und nahm sie fest in den Arm. Hayley küsste meinen Hals , während Clary mit meinem Haar spielte. ,,Ich bin so froh , dass es euch gibt!"

Hayley lachte , ebenso Clary.

,, Ich bin froh, dass du jetzt bei uns bist Papa!" Clary küsste mich leicht auf den Mund.

Hayley setzte Clary ab und bat sie ihre Jacke zu holen.Clary tat wie geheißen und lief in ihr Zimmer. Hayley zog sich ihre Jeansjacke über und lächelte.

,, Wohin geht die Reise Hales?" fragte ich mich während auch ich meine Jacke anzog.

,, Wir gehen an unseren Ort." Hayley Augen leuchteten. ,, Den gibt es immer noch?" fragte ich ungläubig. Hayley nickte. ,, Ich war hin und wieder dort, aber noch nie mit Clary. Wenn sie älter war , wollte ich sie an den Ort bringen , wo bei mir alles begannen hatte. Naja lieber zu früh als zu spät".

Nachdem wir fertig waren , stiegen wir ins Auto und fuhren los. Der kleine Ausflug tat meinen Nerven mehr als gut und ich genoss die Zeit.

Ich wollte nicht an meine Rückkehr nach Deutschland denken, wollte nicht an die Monate denken , die ich ohne sie leben müsste. Als wir ankamen, trug Hayley Clary zu unserem Ort. Der Spielplatz war noch genauso wie vor 7 Jahren hatten Hayley und ich uns hier zum Ersten Mal geküsst.

,,Mama, warum sind wir hier?" fragte Clary neugierig und beobachtete den Spielplatz argwöhnisch. Ihre vollen rosa Lippen waren leicht geöffnet und zu einem kleinem Lächeln verzogen. Ihre Grün-goldbraunen Augen leuchteten und betonten ihr Braunes langes Haar welches einen an Alpenmilchschokolade erinnerte. ,, Nun ja Clarissa an diesem Ort haben deine Mutter und ich uns zum ersten Mal geküsst. Dieser Ort war der erste Ort an dem wir unsere Liebe entdeckt hatten. Nun ja abgesehen von dem Moment in meinem Zimmer vor 4 Jahren indem deine Mutter wirklich zügellos war..."

,, Was dein Vater damit sagen will Clary ist" unterbrach Hayley mich rasch.,, Dass dieser Ort uns ziemlich wichtig ist. An diesem Ort sind wir uns zum ersten Mal nahe gekommen." Hayley lächelte unsere Tochter glückselig an. Ihr langes schwarzes Haar floss in wunderschönen Locken über ihr Rücken und ihre Saphirblauen Augen leuchteten wie von der Sonne geküsst.

Sie war die schönste Frau die ich je gesehen hatte. Clary sah sich jetzt grinsend um. ,, Habt ihr mich hier gemacht?" Hayley brach in schallendem Gelächter aus, während ich leicht rot wurde.

,, Nein Clarissa, hier haben wir dich nicht gemacht." versicherte ich meiner Tochter.

Diese schaute enttäuscht zu Boden , was auch mich zum Lachen brachte.

Sie war ein Geschenk des Himmels, die perfekte Mischung aus Hayley und mir.

,,Mama? Alles ok?"

Ich schaute zu Hayley. Diese beugte sich über einen Mülleimer und übergab sich heftig.

,,Hayley??" Ich lief auf sie zu und hielt ihr Haar. Sie würgte ein letztes Mal , ehe sie sich aufrichtete. Clary stand neben ihr und streichelte ihrer Mutter über den Bauch.

,, Mama, hast du aua im Bauch?"

Hayley stöhnte, als Clary etwas fester zu griff. ,, Schätzchen ich liebe dich ,aber bitte fass meinen Bauch nicht an. Sonst..." Hayley wurde grün im Gesicht und beugte sich erneut über den Mülleimer. Was war nur los mit ihr?

,, Soll ich dich zum Arzt fahren?"

Hayley schüttelte den Kopf. ,, Nein, nein. Ich muss mich nur etwas hinlegen. Können wir wieder nachhause fahren?" Schnell liefen wir zu unserem Auto und fuhren nach Hause. Kaum hielt ich an ,sah ich Hayley mit einer Hand vor dem Mund rein rennen.

Ich holte Clary und trug sie rein.

,, Zieh dich um Clarissa. Ich mach dir einen Kakao und deiner Mama einen Tee."

Clary nickte und hüpfte in ihr Zimmer. Sofort lief ich in die Küche und kochte Tee für Hayley und Kakao für Clary. Letztere kam ins Wohnzimmer gerannt und warf sich mitsamt ihrer Schmuse decke auf die Couch. Ich stellte ihr den Kakao auf den Couchtisch. ,, Willst du einen Film mit mir schauen Papa?" fragte Clary. Ich lächelte sie an. ,, Natürlich. Such du schon mal einen aus, ich bringe deiner mutter den Tee."

Ich lief ins Bad und sah Hayley würgen. Sie strich sich die Haare aus dem Gesicht und verfluchte sämtliche Lebensmittel. ,, Was ist den los? Hast du was falsches gegessen?" fragte ich sie und reichte ihr den Tee. Sie schüttelte den Kopf. ,, Nein, ich weiß auch noch was los ist."

Plötzlich versteiften wir beide uns. Wir schauten uns einen Moment an.

,,Denkst du..?" begann ich.

,, ..das was ich gerade denke?" beendete Hayley meine halb ausgesprochene Frage.

Sie schüttelte den Kopf. Ich stand auf und lief auf und ab. ,, Ich kann unmöglich wieder Schwanger sein! Ich nehme die Pille." ,, Das dachten wir beim letzten Mal auch. Soll ich dich nicht lieber zum Arzt fahren?"

Hayley stand auf, wusch sich das Gesicht und zog ihren Lippenstift nach.

,, Ich fahre zur Drogerie. Wenn er negativ ist dann ist es egal." ,, Was ist wenn er positiv ist? Willst du überhaupt jetzt schon ein zweites Kind?"

Sie schaute mich einen Moment lang an. ,, Wenn ich schwanger bin, dann ist es eben so.Wenn nicht dann nicht." mit diesen Worten verließ sie das Bad und ich hörte wie sich auch die Haustür öffnete und schloss. Ich ging ins Wohnzimmer und sah wie Hayley Wagen langsam weg fuhr. Clary lag immer noch auf der Couch und wartete auf mich.

,, Daddy?"

,, Ja mon Ange?"

,,Gucken wir jetzt den Film?"

Ich nickte ihr zu und wir schauten uns >> Die drei Musketiere<< an. Wir mussten wohl eingeschlafen sein, denn als ich die Augen wieder öffnete war es draußen bereits dunkel. Ich hob Clary hoch und legte sie in ihr Bett. Dann schaute ich nach ob Hayley zurück war. Als ich ihr Auto in der Einfahrt sah, lief ins Bad.

Hayley saß auf dem Fußboden und schaute auf den Schwangerschafts Test.

Sie sah nicht auf , als ich rein kam. Ich kniete mich zu ihr runter. ,, Und?"

Sie hielt mir den Test vors Gesicht.

,,Negativ" flüsterte Ich. Sie nickte und stand auf, um sich zu strecken.

Ich schaute mir weiterhin den Test an. Irgendwie war ich traurig. ,, Warum guckst du denn so Niedergeschlagen?" fragte Hayley mich. ,, Ich weiß auch nicht. Ich finde es irgendwie Schade, du nicht? Hayley schaute mich an. ,, Ehrlich? Nein. Es ist besser so. Vielleicht in ein zwei Jahren, aber jetzt ist kein guter Zeitpunkt. Du gehst nach Deutschland, ich plane unsere Hochzeit und Clary kommt in 3 Monaten in die Schule. Wir sind doch ein eingespieltes Team. So sollte es erstmal bleiben." Hayley lief aus dem Bad und ich folgte ihr leise.

Sie zog sich ihr Oberteil aus und seufzte kurz. Ich stellte mich hinter sie und bedeckte ihren Hals mit kleinen Küssen.

,, Was machst du da?" fragte sie mich belustigt. ,, Ach ich lebe etwas in wilder Ehe.Stört es dich?" Sie drehte sich zu mir herum, sprang an mir hoch und schlang ihre Beine um meine Hüfte. ,, Nein ganz im Gegenteil. Mir gefällt es sehr!" Wir küssten uns Leidenschaftlich und ich ließ mich mit ihr aufs Bett fallen.

Auch wenn ich es offen nicht gestanden hätte, war ich etwas enttäuschend das Hayley nicht wieder Schwanger war. Irgendwie wünschte ich mir ein zweites Kind. Vielleicht nach der Hochzeit? Doch daran wollte ich jetzt nicht denken, nicht solange Hayley unter mir lag und mich so verführerisch küsste , dass ich beinahe alles vergaß.

,, Johnny? Ich liebe dich." sagte Hayley leise. Ich lächelte zu ihr runter.

,,Glaubst du mir das ich dich auch Liebe?" Sie lächelte und küsste mich erneut.

Wenige Zeit später wachte ich von dem lauten Lachen eines Mannes auf.

Müde rieb ich mir die Augen und lief in die Küche. Dort fand ich Hayley einen Mann umarmend da stehend. Meine Müdigkeit war mit einem Mal verflogen, als ich sah wen Hayley da umarmte. ,, Jake?" Mir klappte der Mund auf. Jake drehte sich um und kam auf mich zu.

,, Kleiner Bruder!" Er nahm mich in seine Arme und drückte mich an sich.

Ich erwiderte seine Umarmung und sah wie Clary praktisch an seiner Hose hing.

,,Onkel Jake ist gekommen. Ich bin so glücklich." Sagte Clary. Ich schmunzelte und ließ Jake los.

,, Was führt dich hierher?" fragte ich.

,, Nun Ja..." begann Jake. ,, Ich bin hier um dich mit nach Deutschland zu nehmen. Onkel Stefan braucht dich ab Montag." Geschockt ließ Hayley diese Nachricht auf sich wirken. Ich sah wie sie sich setzte und Clary in die Arme nahm. Ich konnte kaum Atmen. ,, Er hat aber gesagt ich könnte noch einen Monat bleiben. Wieso hat er seine Meinung geändert?" fauchte ich. Hayley schloss die Augen;den tränen nahe.

,, Es gab wohl einige Schwierigkeiten du weißt doch wie die deutschen Ingenieure sind. Die sind gut wenn es um ihren Teilbereich geht, kommt es zum Papierkram werden sie Schlampig." Ich setzte mich neben Hayley. Diese konnte mich nicht anschauen. ,, Ich kann aber nicht SOFORT gehen. Ich muss doch erst einmal alles klären, was ich hier habe und..."

,,Geh."

Ich blickte Clary an.

,, Geh, Papa. Mama und ich können warten." Sie lächelte mich an. Hayley seufzte. ,, Clarissa hat Recht. Geh, Johnny.Geh." Hayley sagte es eine Nuance trauriger als Clary.

,, Aber...!" begann ich zu protestieren.

,, Kein Aber.!" sagte Jake und hob Clary von Hayleys Schoß. ,, Pack deine Sachen wir fliegen noch heute Abend." Ich schüttelte den Kopf.

Hayley stand auf und lief ins Schlafzimmer. Ich blickte Jake an und bat ihn sich kurz um Clary zu kümmern, dann lief ich zu Hayley. Sie lag auf dem Bett und weinte stumm in ihr Kissen. ,,Hayley...." flüsterte ich und legte mich zu ihr. Ich nahm sie in die Arme und küsste ihre Stirn. Sie kuschelte sich an mich. ,, Ich dachte wir hätten noch etwas Zeit bevor du wieder solange weg sein wirst." flüsterte sie. Ich schloss die Augen. Konnte nichts sagen. Was sollte ich auch sagen? Mir fehlten die Worte. Wie sollte ich ihr sagen , dass es mich umbringt sie zu verlassen. Wie sollte ich ihr sagen , dass ich gerade dies tun musste?

 

Kapitel 7: Der Abschied oder etwa nicht?

 

Als ich meine Augen aufschlug, sah ich das Johnny neben mir noch schlief. Vorsichtig stand ich auf und streckte mich. Ich lief in die Küche und kochte Kaffee, bis ich von Clary gestört wurde. ,, Ma chérie, willst du was essen?"

Clary nahm sich eine Schüssel und Cornflakes. ,, Ich mach schon Mama."

Ich musste lächeln. Sie war wirklich zuckersüß. Nachdenklich setzte ich mich mit meiner Kaffetasse zu Clary an den Tisch. Johnny würde gehen. Ich konnte es kaum glauben, natürlich war mir klar gewesen das er gehen müsste aber ich hätte nicht gedacht das es sobald sein würde. Ich dachte an unsere Pläne für die Zukunft. Mein blick fiel auf Clary. Sie wünschte sich bestimmt ein Geschwisterchen, aber wann wäre der richtige Zeitpunkt? Und dann müssten wir nach einem größeren Haus ausschau halten. So viel zu beachten. Und all das ohne die Hochzeitsvorbereitungen. Mein Blick wanderte zu dem Verlobungsring, den Johnny mir angesteckt hatte. Ich wusste er hatte seiner Großmutter gehört, er hatte seine Großmutter so unendlich geliebt. Während ich an Johnnys Familie dachte, fiel mir ein das seine Eltern ihre Enkelin noch nie gesehen hatten. Das war unentschuldbar. Sie mussten Clary kennen lernen. Ich hatte vorher nie darüber nachgedacht, weil ich andauernd dachte ich müsste Clary ohne Johnny groß ziehen, und auch weil meine Eltern andauernd da waren. Nie hatte ich daran gedacht dass Johnnys Familie dasselbe Recht auf Clary hat wie die meine. Sie würden sie erst in 6. Monaten kennen lernen. Wenn die Hochzeit wäre. Die Hochzeit. Wieder musste ich daran denken dass ich bald Johnnys Frau sein könnte. Musste daran denken, dass ich in einem weißen Kleid vor ihm stehen würde, mit unserer Tochter als Blumenmädchen. Ich wollte all das. Die Hochzeit, das Kleid, Johnny. Aber je mehr ich daran dachte, desto größer wurde meine Angst all das genauso schnell wieder zu verlieren.

Ich fragte mich , warum ich immer solche Angst hatte alles wieder zu verlieren. Es lag natürlich an meiner Vergangenheit. Es war schwer für mich Vertrauen zu fassen. Ich vertraute Johnny, aber trotzdem ich würde immer zweifel haben. Ich war so verunsichert von allem , meinen Gefühlen, der Vergangenheit und der Gegenwart. Wie sollte ich mich auf meine Zukunft einlassen, wenn ich die Vergangenheit noch nicht verarbeitet hatte?

,, Mama?"

Clarys Stimme riss mich aus meinen Gedanken und ich widmete mich ihr.

,, Ja mein Engel?"

,, Daddy ruft dich."

Schnell lief ich zu Johnny. Er war am Packen und schien hektisch nach allem zu suchen.

,, Weißt du wo meine Hemden sind?" fragt er unruhig. Ich musste lachen. ,, Im Schrank natürlich." Ich gab sie ihm und verstaute sie in seinem Koffer. Traurig blickte ich mich im Zimmer um. Es schien leerer ohne Johnnys Chaos von Socken und Unterhosen. Ich biss mir auf die Unterlippe. Johnny sah meinen Gesichtsausdruck und kam auf mich zu.

,, Hey.." Er küsste mich innig.

,, Mir geht es gut." flüsterte ich und er legte seine Stirn an meine. ,, Bist du dir sicher?" fragte er.

Ich nickte leicht und küsste ihn erneut. Langsam drückte ich seinen Körper aufs Bett und hörte nicht auf ihn zu küssen. Er sagte nichts;erwiderte nur meine Küsse. Ich wollte ihn nicht gehen lassen.

,,Hayley?" murmelte er als ich anstallten machte mich auszuziehen. Ich blickte ihn mit Tränen in den Augen an. ,, Ich wollte mich verabschieden.." sagte ich ironisch lächelnd. Er lächelte und streichelte mir übers Gesicht. ,, Ich weiß, aber ich muss mich beeilen. Jake wird jeden Moment hier sein und ich darf den Flieger nicht verpassen." Er küsste mich ein letztes Mal und stand dann mit mir in seinen Armen auf. Langsam setzte er mich an. Unsere Körper rieben aneinander und ich sah wie gerne er weiter machen würde. ,, Wo ist Clary?" fragte er zerstreut, wahrscheinlich um nicht über mich herzufallen.

,,In der Küche. Ich geh mal gucken ob sie sich schon langweilt." Ich ging in die Küche und fand dort Clary mit ihrem Onkel Jake spielen. Jake lächelte als er mich sah und umarmte mich sanft. Ich presste mich an ihn. Gott, ich hatte ihn vermisst. Er war eine tolle Stütze gewesen und ich vermisste die Gespräche mit ihm. Er drückte mich ebenfalls enger an sich und küsste mich dann auf die Stirn.

,, Wie geht es dir?" fragte er und ließ mich los. ,, Gut, keine Sorge. Nur bitte bring ihn schnell zu mir zurück Ja?" Jake lachte. ,, Natürlich. Mach dir keinen Kopf, er wird so schnell wie möglich wieder kommen."

Wir lächelten uns an.

Clary gesellte sich zu uns und Jake hob sie hoch. Sie legte einen Arm um Jakes und einen Arm um meinen Hals ehe sie unsere Köpfe aneinander drückte. ,, ich liebe euch." sagte sie leise und Jake und ich lächelten uns an. Johnny kam dazu und fragte: ;, Was ist mit mir?". Clary lachte und Johnny nahm Jake Clary ab. ,, Dich liebe ich sowieso Daddy."

Clary küsste ihren Vater auf die Stirn und mir blieb beinahe das Herz stehen , als ich sah wie glücklich er darüber war. Ich ließ die drei einen Moment alleine und ging ins Bad. Ich stieg unter die Dusche und versuchte meine Gedanken zu ordnen. Es würde so schwer sein , ohne Johnny. Ich wusste ich würde das nicht lange aushalten. Der einzige Gedanke der mich davon abhielt zu schreien und zu Boden zu gehen war Clarissa. Ohne sie wäre ich niemals der Mensch geworden der ich jetzt war. Mein ganzes Leben war ihr gewidmet und ich bereute keinen einzigen Tag seit dem Tag an dem ich entschieden hatte sie zu bekommen. Sie war mein ein und alles. Abgesehen von Johnny natürlich. Und da kam mir plötzlich die Idee. Ob das gut gehen könnte? Schnell stieg ich aus der dusche , zog mich an und föhnte mir dann das Haar trocken. Als ich zurück ins Wohnzimmer kam, sah ich das Clary auf dem Sofa saß und Jake und Johnny draußen die Koffer ins Auto luden. Ich rannte zu den beiden.

,, Johnny? Ich hab die Idee."

Johnny drehte sich zu mir. ,, Was denn für eine?" ,, Wie wäre es wenn Clary und ich für ein , zwei Monate mit nach Deutschland kommen? Dann wäre es nicht so schwer für uns beide."

Johnny blickte Jake an.

,, Denkst du das wäre möglich?" fragte er ihn. Jake lächelte und nickte.

,, Bestimmt, ich guck mal was sich machen lässt" sagte Jake und verschwand im Haus.

Johnny umarmte mich fest und küsste meine Stirn. ,, Ich liebe dich." sagte Johnny und blickte mich lächelnd an. Ich schaute zu ihm auf und sah all die Liebe die er für mich empfand. Mir blieb die Luft weg. Johnny hatte diesen einen Blick , bei dem mir jedes Mal schwummrig wird.

,, Ich liebe dich auch. Sehr sogar."

Wir küssten uns einen Moment lang, ehe wir von Jake unterbrochen wurden.

Gespannt schauten wir ihn an. Sein Gesichtsausdruck verriet uns nichts.

,, Jake..?" fragte ich verunsichert.

,, Keine Sorge. Es hat geklappt. Du und Clary werdet für einen Monat in Deutschland sein."

Freudig sprang ich Jake an die Brust. Ich war noch nie so glücklich gewesen solch eine Nachricht zu hören.

,, Das wird großartig. " sagte Johnny und küsste mich. Ich lachte. ,, Das will ich doch hoffen. Und dann wenn Clary und ich zurück kommen, will ich unsere Hochzeit planen. Was hältst du von dem Plan?".

Er nickte nur zustimmend.

,, Okay ,aber beeilt euch. Der Flieger geht in ein paar Stunden." Ich lief ins Haus und bat Clary alles einzupacken was sie am liebsten mochte, nebenbei packte ich selber wie eine verrückte. Schnell checkte ich ob Clary wirklich wichtige Dinge eingepackt hatte und verfrachtete dann unsere Koffer ins Auto. Auf dem Weg zum Flughafen rief ich bei der Arbeit und Clarys Kindergarten an. Beide hatten Verständnis für die überstürzte Reise. Nichts konnte mein Glück trüben.

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