Albrecht Thoma

Eine Lücke war der Anlass. Das Vorwort hält fest, dass eine eigentliche Lebensgeschichte von Luthers Frau bis dahin nicht erschienen sei, nicht einmal zu ihrem vierhundertsten Geburtstag, und dass ältere Arbeiten entweder Skizzen blieben, wie die von Beste und Hofmann, oder von Gegnern stammten. Katharina von Bora. Geschichtliches Lebensbild kam 1900 bei Georg Reimer in Berlin heraus. Das Titelblatt nennt den Verfasser D. Albrecht Thoma, das Bild davor zeigt das Cranach-Porträt aus dem Museum zu Schwerin.

Neunzehn Kapitel folgen Katharina vom meißnischen Geschlecht derer von Bora über das Kloster Nimbschen und die Flucht mit Leonhard Koppe bis zur Heirat, dann durch den Alltag im Schwarzen Kloster: Kinder, Gesinde, Tischgäste, Landwirtschaft, die wunderliche Rechnung zwischen D. Martin und Käthe, Krankheit und Pest. Die letzten Kapitel handeln von Luthers Tod, dem Streit um sein Testament, der Flucht vor dem Schmalkaldischen Krieg, vom Witwenstand und von ihrem eigenen Ende. Belege, Bemerkungen und ein Register schließen den Band ab. Der Verfasser begründet das Unternehmen damit, dass dem Lebensbild des Reformators ohne seine Käthe das menschlich Anziehende fehlte.

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