Alexandra Heinrich

Ein Hund führt Tagebuch: In „Kavalier ohne Rosen“ erzählt ein polnischer Windhund selbst, wie er am 21. August 2010 zu einer Frau kommt, die er nie zuvor gesehen hat, nach Zwinger, Wald und mehreren Zwischenstationen. Er tritt ihr in die Sandalen, schnappt nach ihrem Arm, bringt sie beim Anblick einer Katze mitsamt Leine zu Fall und wundert sich über Sofas, Treppen und Autos. Die Widmung dankt „Nugget, meinem Großen Polen“ und richtet sich an alle, die an eine Verbindung zwischen Mensch und Tier glauben. Im Haus lebt außerdem die weiße Hündin Gina. „Norwegen? Nein!“ ist ein Reisebericht der anderen Sorte. Die Erzählerin wollte gar nicht dorthin, ihre Tochter arbeitet aber in einem Dorf bei Trondheim, in dem Menschen mit Behinderung in Hausgemeinschaften mit Schafen, Webstube und Buchbinderei leben. Also fliegt sie im Mai über Amsterdam, zum ersten Mal seit ihrem dreizehnten Lebensjahr und zum ersten Mal ganz allein, mit wenig Geld, Strickzeug und zwei gekochten Eiern in einem leeren Honigglas, das am Sicherheitscheck für Rückfragen sorgt. Beide Bücher leben von genauer Selbstbeobachtung und trockenem Spott.

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2
Genre
Humor

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