Alexander Heilmann
Über die Notdurft und die Verlegenheiten, die sie schafft, wird selten geschrieben; „Schmutzgebiete“ macht genau daraus seine Anekdoten. Alle Stücke sind in der Ich-Form erzählt und im Rheinland verankert. „Eine Polonaise“ spielt am Rosenmontag in einer engen Kölner Innenstadtstraße, wo der Erzähler mit seinem zehnjährigen Bruder im Gedränge feststeckt und die Suche nach einer Toilette an der Schlange vor der Tankstelle scheitert. „Onkel Mattsches Erdbeeren“ führt nach Arnoldsweiler bei Düren, in ein Dorf ohne Wasserleitung, mit Handpumpe im Hauseingang und einem Häuschen mit Herzchentür im Hinterhof; nebenbei erklärt der Text, wie aus dem französischen „visitez ma tente“ der kölsche Ausdruck Fisematentchen wurde. „Das Chinaklo“ vergleicht die Bauarten von Land zu Land, von den Erdlochklos Südeuropas über die offenen Kabinen in den USA bis zu einer Reise am Jangtse. Der Humor ist trocken und nimmt den Erzähler selbst nicht aus. Ein Impressum oder ein Vorwort, das etwas über den Verfasser sagen würde, enthält der Text nicht.
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