Alfred Köppen

Eine Doktorarbeit über den Teufel: 1895 nahm die philosophische Fakultät der Universität Jena auf Antrag von Professor Gaedechens die Inaugural-Dissertation von Alfred Köppen aus Berlin an, gedruckt bei B. Berkowitz in Berlin. Ihr Thema ist ikonographisch, also die Frage, wie der Teufel und die Hölle in der Kunst dargestellt wurden, von den Anfängen bis zum Zeitalter Dantes und Giottos. Im Vorwort hält Köppen fest, dass die Kunstgeschichte diesen Stoff bis dahin liegen gelassen habe, während Theologie und Literaturgeschichte ihn längst bearbeiteten: über die Hölle fehle jede Arbeit. Er beginnt deshalb bei den Texten, bei Bibel, Apokalypse und Kirchenvätern, und geht dann chronologisch durch Skulpturen, Erzwerke, Elfenbeinarbeiten, Miniaturen, Mosaiken und Fresken. Vor dem achten Jahrhundert, stellt er fest, sei keine bildliche Darstellung nachweisbar. Sein Buch versteht sich ausdrücklich als grundlegende Vorarbeit, nicht als abschließende Darstellung.

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