Ann-Christin am Ende

Nebel über London, Scotland Yard in Stellung auf einem Museumsdach, und mittendrin eine Diebin in Weiß, die sich nicht fassen lässt: so setzt The Phantom of Moonlight ein. Die Zeitungen nennen sie Phantom of Night oder Lady in White, sie selbst hält sich für eine Art Bank, weil sie den Reichen nimmt und den Bedürftigen gibt. Der Blaue Wittelsbacher ist als Falle ausgestellt, sie holt ihn sich trotzdem, vor den Augen von Kommissar Triton, und löst sich danach buchstäblich in Luft auf. Der Satz, der die Szene kippt, kommt später: die Diebin ist acht Jahre alt und heißt Alice Vermount.

Von da an verschränkt der Text die eigene Figur mit dem Personal der japanischen Reihen um Kaito Kid und Shinichi Kudo. Kaito Kid, der sich als Toichi Kuroba vorstellt, betäubt Alices Butler James und nimmt ihr den blauen Stein ab. Acht Jahre später stirbt James und hinterlässt ihr drei Sätze: folge der weißen Sonne, finde die Unsterblichkeit, zerstöre die menschliche Gier. Mit siebzehn fliegt Alice nach Tokio, geht dort in eine ganz normale Klasse, und die Lehrerin stellt ihr ausgerechnet Shinichi Kudo zur Seite. Kapiteltitel wie Der Trick, der keiner ist oder Die Nachteile einer 17-Jährigen geben den Ton an: dialogreich, schnell geschnitten, dicht an der Vorlage.

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