Briefe an eine Freundin

Wilhelm von Humboldt · Kapitel 20 von 132

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Briefe an eine Freundin

Berlin, den 12. April 1823.

B e r l i n , den 12. April 1823.

 

 

I

ch danke Ihnen recht herzlich für Ihre wenigen Zeilen, welche Ihnen Ihre

liebevollen Gesinnungen eingaben. Ihre Worte: »Nehmen Sie dem gepreßten Herzen die Worte nicht genau, so wenig als den Kleinmut, der Folge schwerer Verhängnisse ist« – diese Worte haben mich tief gerührt. Niemals werden Sie in meinen Gesinnungen den leisesten Wandel erkennen. – Ihrem nächsten Briefe sehe ich nun mit großem Verlangen entgegen; aus einigen Äußerungen möchte ich schließen, daß ich Ihnen eine angenehmere Aussicht eröffnet habe. – – – H.