Briefe an eine Freundin

Wilhelm von Humboldt · Kapitel 81 von 132

PDF-Seiten

Briefe an eine Freundin

Berlin, März 1829.

B e r l i n , März 1829.

 

I

hr Brief hat mich in einer Zeit gefunden, die ich zu den traurigsten meines

Lebens rechnen kann. Mit meiner Frau geht es zwar etwas leidlicher, allein der Zustand ist von einem Tage zum andern immer mehr von der Art, daß er über den endlichen Ausgang keinen Zweifel übrig läßt.

In solchen Momenten, die zu den ernstesten des Lebens gehören, bedarf man es, sich in sich zurückzuziehen und die Fassung da zu suchen, wo die Quelle aller Stärke und aller inneren Ausgleichung mit dem Schicksal ist.