Der Fall Deruga
Verlag Ullstein & Co, Berlin-Wien
Der Stein der Weisen
von Max Geißler
Die letzten fünfundzwanzig Jahre deutschen Lebens umfaßt Max Geißlers neuer Roman, der ganz eingesponnen ist in den Frieden des Bergwaldes. Durchs Wettertal fährt im Juli 1890 der Doktor Valerius Degenhart aus Frankfurt am Main, der Träumer, der aus der zerrüttenden Berufsarbeit sich nach der großen Stille sehnt. Im Wettertal läßt er, als seine unmoderne Reisekutsche verunglückt, zu dauernder Rast sich nieder. Zwischen Himmel und Erde, vor einer Natur von unsagbarer Schönheit baut er sich sein Haus, die Streitburg. Wenig Äußeres geschieht in diesem Buch. Doch es hat eine Melodie tiefinnerster Seligkeit, die im Herzen nachklingt wie der Glanz endloser Sommertage.
Die Arche
von Werner Scheff
In diesem utopischen Roman eines neuen Autors ist die stolzeste Tat vorhergeahnt, die im Weltkrieg der Geist der deutschen Technik verwirklichte, und mit schöpferischer Phantasie übertragen auf ferne Zukunft. Noch wußten nur die Eingeweihten vom Bau der »Deutschland«, als Werner Scheff seine »Arche« schrieb, die mit der Taufe des großen Untersee-Passagierbotes, der »Gloria«, im August 1947 beginnt. Hammerhart, voll nüchternen Zweckbewußtseins, bis in die letzten Dinge der Konstruktion durchdacht ist seine Gestaltung des kühnen Ingenieurtraums. Mit ungeheuersten Möglichkeiten des Weltenschicksals, mit einem Weltuntergang, ist sie verbunden. Aber rein und trostvoll in ihrem milden Glauben an die Ewigkeit der Kultur ist die Stimmung des Schlusses.