
Macht des Mondes
von Angélique

Ein Poem in Reden und Chören, erschienen im Kurt Wolff Verlag in Leipzig als Band 51 der Bücherei Der jüngste Tag, gedruckt bei Dietsch & Brückner in Weimar. Inmitten eines leeren Platzes steht nachts ein jugendlicher Mann und hält der Stadt vor, was sie aus den Menschen macht: Stahlschrank, Zahlenbuch, Börsenschicksal, Warenhäuser, in denen in jede Sache gezeugt wird, was die Sache braucht. Aus den Fenstern der Schlafesstadt schweben die Wünsche der Träumenden herab wie bleiche Hände, doch statt ihrer tritt aus dem Prachtbau ein Chor in Gehrock und Bart: die Partei der Stehenden, die Partei der Schreitenden, der Zeit zu Geld wird, und die Partei der Rennenden. Alle wollen dasselbe, reich gemacht werden.