
Der Untertan
von Heinrich Mann

Fünf Erzählungen. Die erste beginnt beim Nachtisch: die Mutter berichtet vom Schlaganfall der Tante Ida und von Kusine Vera, die den Hausstand schon auflöst, und schickt den Sohn ins Dachgeschoss zu einer Bücherkiste. Zwischen Walter Flex und Ernst Wiechert findet er einen Tom Jones und einen Nietzsche, während die Mutter einen Schuhkarton voller Fotos durchsieht: Cousin Hans Imbusch vor der alten Flussbrücke, später vor dem Frankfurter Bahnhof, zuletzt mit seiner Verlobten Gerda auf dem Hamburger Rathausmarkt. Beide Vettern starben 1944, Hans in der Ukraine, Karlheinz am Monte Cassino. Es folgen Winterreise, Immer diese Sonntage, Zeugnistage und Die Extraktionen.