
Der Schimmelreiter
von Theodor Storm

Auf dem Ultraschallbild liegt der Embryo gekrümmt wie ein Lurch, und Henry Hayden sieht in die Zukunft. Betty, seine Geliebte, sitzt rauchend am Steuer des grünen Subaru über den Klippen und hält seine Tränen für Tränen der Freude. Zu Hause wartet Martha, seine Frau, der er mittags Lasagne gekocht hat. Henry verspricht Betty, ihr nun alles zu sagen, und meint kein Wort davon, während im Gras neben dem Wagen ein Stein liegt. Vorangestellt ist ein Satz von Rilke über das Schreckliche, das im tiefsten Grunde hilflos ist. Sascha Arango führt von den Klippen zurück zu einem vernagelten Haus mit der Nummer 25 und zu einer sehr schmalen Treppe. Erschienen bei C. Bertelsmann, München.