Final Fantasy, Alternativstory

Alexa Winter · Kapitel 1 von 3

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Final Fantasy, Alternativstory

Abschied von Nibelheim

 

Diese Geschichte beginnt in Nibelheim, einer kleinen Stadt, die umgeben von Bergen, westlich der Großmetropole Midgar liegt.Der Abend war bereits herein gebrochen und erste Sterne, erschienen am Himmel. Cloud saß am Fenster und sah zu ihnen hinauf.Es wurde langsam Zeit. Tifa würde bestimmt schon am Brunnen auf ihn warten. Er lächelte wehmütig. Tifa...wie würde sie es aufnehmen? Wie würde sie reagieren wenn er ihr sagte, dass er weggehen würde. Tifa war seine einzige Freundin. Der Mensch, dem er am meisten vertraute.Heute Abend wollte er ihr sagen dass er gehen musste um Soldat zu werden. Er wusste, sie würde ihn verstehen aber er wusste auch, dass er ihr damit sehr weh tun würde. Es half nichts wenn er jetzt darüber nachdachte, denn sein Entschluss stand ohnehin fest. Also sprang Cloud, mit einem Satz von der Fensterbank in den Garten seines Elternhauses und machte sich, auf den Weg zum vereinbarten Treffpunkt. Inzwischen war es beinahe ganz dunkel geworden und die Sterne glitzerten am Firmament. Als Cloud am Brunnen ankam, fand er diesen verlassen vor. Von Tifa weit und breit keine Spur. Er beschloss eine Weile zu warten und die Zeit zu nutzen, um seine Gefühle unter Kontrolle zu bringen. Auch ihm fiel es nicht leicht aber, er wollte ihr auch beweisen, dass mehr in ihm steckte als das, was alle in ihm sahen. Hier in Niebelheim hatte er keine Zukunft. Als Bergarbeiter taugte er nicht und da er stehts, mit Gleichaltrigen aneckte , weil sie ihn einfach nicht verstanden, hatte er dazu noch den Ruf eines Unruhestifters. Nein, hier würde er es zu nichts gescheitem bringen. Er setzte sich auf den Rand und ließ die Beine baumeln. ,, Wenn ich in jede von deine Sorgenfalten eine Perle legen würde, wärst du bald steinreich'' erklang es, gefolgt von einem leisen Kichern hinter ihm. Tifa hatte sich angeschlichen, ihn heimlich beobachtet. Ihr empfindsames Herz hatte längst gespürt, dass Cloud weggehen würde. Sie kannte ihn so gut. Dachte er denn wirklich, sie würde es nicht merken, wenn er so wie jetzt grübelte. Sicher, er gab sich stets die größte Mühe, sich nichts anmerken zu lassen, aber Sie, Tifa Lockheart war kein Idiot. Clouds Gedanken waren kein Geheimnis für sie. Um sich selbst, und ihm den Abschied nicht zu schwer zu machen, hatte sie beschlossen zu lächeln. Denn einer, musste ja stark sein. Tifa legte Cloud von hinten die Arme um den Hals. ,, Zieh ein anderes Gesicht '' flüsterte sie ihm ins Ohr. Cloud grinste schief und stand auf. Als er sich zu ihr herum drehte und sie ansah, hätte er ihr am liebsten gesagt , dass sie sich keine Sorgen machen müsse und das alles gut werden würde. Cloud war jedoch kein Lügner und ein guter schon gar nicht. Tifa hätte ihn sofort durchschaut. Also strich er ihr eine Strähne ihres langen schwarzen Haares aus der Stirn und küsste sie sanft auf die Stirn. Er wusste das Worte jetzt überflüssig waren und das Tifa längst ahnte was ihn bedrückte.,, Ich werde zurück kommen'',sagte er, ,,Ich verspreche, ich werde zu dir zurück kommen.'' Tifa senkte den Kopf . Wenn Cloud jetzt sah, das ihr Augen sich mit Tränen füllten, würde er bleiben. Er würde seinen Traum aufgeben, und wegen ihr hierbleiben. Mit diesem Gfeühl könnte sie jedoch nie leben, also zwang sie sich wieder zu lächeln. Als sie dann den Kopf hob und ihm in seine blauen Augen sah, las sie darin, dass sie Recht hatte. Um seines Willen wollte sie stark sein. ,,Ich möchte dass du mir nur eines versprichst Cloud Strife, hörst du? Nur ein einziges Versprechen. Sollte ich jemals in Schwierigkeiten stecken, dann kommst du und rettest mich. Denn wenn du schon fortgehen willst dann komm als Held zu mir zurück.Sie lächelte bei diesen Worten und Cloud nickte. ,,Ich verspreche es'' , sagte er heiser und drückte Tifa an sich. Eine Weile standen sie einfach nur da. Die Welt stand für diesen Moment still, als wollte sie den unvermeidlichen Augenblick hinauszögern so lange es nur irgendwie möglich war. Als sich Tifa und Cloud dann schließlich voneinander lösten, wussten sie noch nicht, dass sie sich für sehr lange Zeit nicht wiedersehen würden.Nach einer traumlosen Nacht, brach Cloud sehr zeitig auf und verließ seine Heimatstadt ohne sich noch einmal umzudrehen in Richtung Costa del Sol.Dort nahm er das nächstbeste Schiff nach Junon. Von dort aus musste er zu Fuß weiter und entschlossen marschierte er los.Es dauerte nicht lange bis er von weitem den Condorfelsen sah, welcher sein nächster Wegpunkt sein sollte.