Geschichte vom braven Kasperl und dem schönen Annerl
Im Lager
Schlummerstille herrscht im Lager,
Ohne Regung ruht das Heer,
Einsam spähend sieht die Wache
Auch nicht einen Feind umher;
Kein Geräusch von keiner Seite,
Friedensstille rings um mich;
In der lang ergoßnen Weite
Reget keine Waffe sich.
Schon rührt sich die Trommel,
Schon lockt die Trompete,
Da hebt sich der Streiter,
Da rasselt der Krieg,
Da spielen die Winde
In flatternden Fahnen,
Geschwinde! Geschwinde!
Auf blutigen Bahnen
Aurora und Eifer,
Gewalt, Mut und Sieg!
Husarenlied
Ah bassa manelki teremtete,
So bläst der Trompeter, so wünschet ein jeder,
Auf daß es nun endlich recht drauf und dran geh!
Man streicht sich den Schnurrbart und gibt ihm den Zwick
Und wiegt in dem Säbel des Feindes Geschick.
C h o r : Schlechte Reiter
Sind nichts weiter
Als sechsbeinige Bärenhäuter.
Ah bassa manelki teremtete!
Wir fahren auf Rossen zusammen gegossen
Wie die Wetterwolken in himmlischer Höh,
Es schmettern wie Blitze die Säbel hervor,
Wer fest nicht im Sitze, der kriegt eins ans Ohr.
C h o r : Schlechte Reiter
Sind nichts weiter
Als sechsbeinige Bärenhäuter.
Ah bassa manelki teremtete!
Wir ungrischen Husaren, wir haben erfahren,
Daß der Feind nicht gern in die Augen uns seh,
Sein schlechtes Gewissen verträgt kein Gericht,
Ins Gras oft gebissen hat vor uns der Wicht.
C h o r : Schlechte Reiter
Sind nichts weiter
Als sechsbeinige Bärenhäuter.
Ah bassa manelki teremtete!
Mein Säbel, der treue, den Kampf nun erneue,
Daß noster Franciscus Justitiam seh.
Wir Ungern wir schlagen mit dem Säbel auf 'n Tisch,
Protestor wir sagen, dann geht es von frisch.
C h o r : Schlechte Reiter
Sind nichts weiter
Als sechsbeinige Bärenhäuter.
Ah bassa manelki teremtete!
Heraus, ihr Neuntöter, Pariser Dekreter,
Auf daß man euch a bißl die Kundschaft nachseh,
Und wer nicht kapabel mit Füß und mit Hand,
Dem schreibet mein Sabel mit Blut aufs Patent:
C h o r : Schlechte Reiter
Sind nichts weiter
Als sechsbeinige Bärenhäuter.
Ah bassa manelki teremtete!
Wie riecht ihr neubacken, die russ'schen Kosacken,
Die suchen euch wahrlich recht gründlich die Flöh.
Gespickt mit der Nadel, gespießt und rotiert,
Heraus mit dem Bratel, nun wird es transchiert.
C h o r : Schlechte Reiter
Sind nichts weiter
Als sechsbeinige Bärenhäuter.
Ah bassa manelki teremtete!
Pariser Husaren, die öfters schon waren,
Wo seid ihr? Da grunzet ein Schwein in die Höh:
Vor Magdeburg hieben die Preußen sie klein,
Was übrig geblieben, das fraß ich allein.
C h o r : Schlechte Reiter
Sind nichts weiter
Als sechsbeinige Bärenhäuter.
Ah bassa manelki teremtete!
Die Sau sah der Unger, sie schwankte vor Hunger,
Er sprach: Halt dich immer nur bei der Armee.
Ich mäst dich mit Garden, mit lauter Offizier,
Die ich mit deiner Schwarten an die Stiefel mir schmier.
C h o r : Schlechte Reiter
Sind nichts weiter
Als sechsbeinige Bärenhäuter.
Ah bassa manelki teremtete!
Der lügt wie gedrucket, der die Achseln noch zucket,
Daß er nicht gehaun noch gestochen euch sah.
Dort ließt ihrs im Stiche, hier kriegt ihrs im Hieb,
Mit ungrischer Küche nehmt halters vorlieb.
C h o r : Schlechte Reiter
Sind nichts weiter
Als sechsbeinige Bärenhäuter.
Ah bassa manelki teremtete!
Heraus, was noch übrig, ihr seid ja ganz fiebrig,
Heraus nur, ich koch euch 'nen ungrischen Tee.
Was nackete Pferschen, potz Himmel und Erd!
Ihr habt untern Märschen nur Wölf und kein Pferd.