Herr Adam und Frau Eva

Alexander Engel · Kapitel 4 von 6

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Herr Adam und Frau Eva

Ringelspiel im Paradies

 

Den Ausnahmen ihres Geschlechtes,

also allen Frauen,

in tiefer Verehrung.

Wenn der Teufel keine Zeit hat, irgendwo zu erscheinen, schickt er eine Frau

als seine Stellvertreterin. Und sie macht die Sache besser.

 

Märchen. Eine häßliche, taube Frau gewann plötzlich eines Tages wieder ihr

Gehör. Ein Jüngling hatte ihr ein Kompliment gemacht.

 

Melancholische Frauen sind kostspieliger als die lustigen – sie setzen sich

über die Nichtigkeiten des Daseins nur hinweg, indem sie sie genießen.

 

Siegt eine Frau, so triumphiert sie laut – wird sie besiegt, triumphiert sie im

stillen.

 

Am gefährlichsten sind die sogenannten ungefährlichen Frauen.

 

Die Liebe ist das Talent der Frau, aber auch hier gibt es verkannte Talente.

 

Königinnen haben das Schaffott stets in schönster Toilette bestiegen. Wenn

sie schon den Kopf verlieren, mußte ihre Frisur in Ordnung sein.

 

Die Frauen bieten uns das Paradies, um uns vergessen zu machen, daß wir es

ihretwegen verloren haben.

 

Manche Frau schwört mehr Treue, als zehn Männer halten können.

 

Es gibt nur wenig Frauen, die bis – dreißig zählen können.

 

Die erste Liebe hat nur Erinnerungswert.

 

Es gibt unter den Frauen verschlossene Naturen, die sich tief dekolletieren.

Memoiren einer Schauspielerin: Sie erinnert sich, wie oft sie sich vergessen

hat.

 

Wenn Frauen hie und da aufrichtig sind, so verstellen sie sich nur.

 

Eine Liebe, die an das Ende denkt, hat nie angefangen.

 

Zwei »Gefühlchen« spielen oft miteinander Liebe.

 

Die Koketterie ist eine spanische Wand, hinter der sich die Eitelkeit amüsiert.

 

Frauentugend: Viele Frauen verdanken ihre Tugend nicht der öffentlichen

Moral, sondern der heimlichen Trägheit.

 

Eine Liebe, die von Komplimenten lebt, stirbt an der ersten Wahrheit.

 

Wieviel Frauen haben schon Karrièren begründet, aber wieviel Karrièren

wurden auch schon durch Frauen zerstört.

 

Frauenfreundschaft ist eine Kulissenwand, sie fällt um, wenn man sich an sie

lehnt.

 

Tugend und Laster, Treue, Untreue, Anständigkeit, Unanständigkeit. Wie oft

bei den Frauen nur Stimmungssache, oder Laune der Nerven.

 

Eher bewundert eine Frau zehn Männer, als eine einzige Frau.

 

Jede schöne Frau ist ein Paradies, das man jeden Augenblick – verlieren

kann.

Koketterie ist bei vielen Frauen – Kampf ums Dasein.

 

Inszenierung: Frauen sind die geschicktesten Regisseure des Zufalls.

 

Selbst in ihrer Liebe fragt eine Frau: »Wie kleidet mich das Glück?«

 

Wer sich in der Liebe einmal die Finger verbrannt hat, sucht immer wieder

das Feuer.

 

Sport: Die Frauen spielen am liebsten Tennis, Bridge und Liebe.

 

Naturam, si expellas .. Die Frauen sind seit dem Paradies die gleichen

geblieben, sie haben nicht den Charakter gewechselt, nur die – Toilette.

 

Wenn eine Frau keine Kaprizen hat, so ist das ihre letzte – Kaprize.

 

Man soll die Frauen nehmen wie sie sind, oder gar nicht.

 

Eine Frau von dreißig Jahren verzeiht der Zwanzigjährigen alles, nur nicht

die zehn Jahre.

 

Impulsive Frauen. »Wo es mir paßt, bin ich impulsiv« – sagte eine Frau.

 

Es gibt nur eine Frauenfrage und die heißt: »Liebst du mich?«

 

Die Grundsätze einer Frau? Fromme Gäule, die eines Tages wie wilde

Rennpferde die Flucht ergreifen.

 

Frauen bauen Labyrinthe, die mit allem Komfort ausgestattet sind.

Spielzeug. Die Lieblingspuppen der Frauen sind: Freundschaft und Liebe.

Sie spielen so lange mit ihnen, bis sie sie ruiniert haben.

 

Wenn eine Frau einmal nicht eitel ist, so ist sie eitel darauf.

 

Von der Hoffnung und von den Frauen läßt man sich immer wieder gerne

betrügen.

 

In der Liebe suchen die Frauen stets einen Meister, um ihn zu übertreffen.

 

Die Liebe ist blind, oder sie drückt ein Auge zu.

 

Frauen haben zwei Seelen, eine Wochentags- und eine Sonntagsseele.

 

Zuerst spielen die Frauen mit der Liebe, später spielt die Liebe mit den

Frauen.