Kavalier ohne Rosen, Ein Tagebuch

Alexandra Heinrich · Kapitel 2 von 2

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Kavalier ohne Rosen, Ein Tagebuch

Epilog

 

"Du musst unsere gemeinsame Zeit genießen! Ich weiß nicht,

wie ich es dir noch zeigen kann. Ich habe keine Schmerzen,

wenn wir zusammen sind. Genieße doch die Zeit..."

(Nugget, Frühjahr 2015)

 

Nuggets großer Wunsch ging in Erfüllung:

Statt Anna kam im Januar 2012 Jule in sein Leben...

 

Ja, er hätte noch eine Menge "schreiben" können, aber vielleicht war es aus einem ganz bestimmten Grund für ihn gar nicht mehr wichtig. Es erfüllte sich nämlich ein weiterer Wunsch: Seine Menschen-Freundin traf auf jemanden, der ihr zeigte wie Gedankenübertragung und damit der Austausch mit tierischen Lebewesen funktioniert. Heute eher etwas ungenau als "Tierkommunikation" betitelt, ist es viel mehr...

In dieser Art der Kommunikation mit Menschen konnte er auch den Rest seiner alten Erlebnisse erzählen und verarbeiten... seine letzten beiden Lebensjahre waren somit wohl die ruhigsten, gelassensten und damit auch die schönsten.

Nugget war einerseits ein großartiger Vertreter seiner Rasse. Gerade durch ihn habe ich diese Windhundrasse leben gelernt.

Aber sein Vermächtnis reicht viel, viel weiter. Er wurde für mich zum Lehrer, durch ihn entdeckte ich die uralte Möglichkeit aller Lebewesen, sich in Gedanken zu verständigen, in mir. Er erreichte und wandelte mein Herz und mein Denken auf vielerlei Weise. Er lehrte mich, dass Äußerlichkeiten viel weniger zu bewerten seien, als Menschen sie bewerten. Er lehrte mich unermüdlich, ich hätte doch den Augenblick zu genießen! Vor allem dann, wenn wir zusammen draussen unterwegs waren. Er hinterließ mir Worte von großer Weisheit... Vor allem erklärte er (und zwischenzeitlich nicht nur er), dass es keine Unterschiede zwischen den Seelen gäbe. Es gäbe nicht "Tierseelen" die über die "Regenbogenbrücke" gingen und "Menschenseelen", die in "den Himmel" kämen.

Es gäbe Seelen. Und sie gingen nach dem der Körper gestorben sei, in die Seelenheimat zurück, um von dort wieder zu kehren in ein weiteres Leben, aus welchen Gründen auch immer.

 

Zwei verschiedene Tierkommmunikatorinnen berichteten mir unabhängig voneinander seine Gedanken zum Leben und zum Sterben. Über ein Jahr vor seinem Weggang wusste ich so bereits, dass er "bald" gehen würde. Er bereitete mich auf einzigartige Weise in dieser Zeit darauf vor. So unvorstellbar, dass ich es bis heute nicht wirklich fassen kann. Nur annehmen.

Denn in letzter Konsequenz hat er mir als erster unter den Tieren wahrhaftig die Ängste um dieses "danach" genommen. In unglaublicher Selbstbestimmtheit verbrachte er seinen letzten Tage mit uns allen, er wies mir einen "Nachfolger" zu, "es wird einer kommen, der mit dir geht!" und nahm am 26. Dezember 2015 die Seelenflügel für den Weg in die Seelenheimat. ER war der erste meiner tierischen Begleiter, der nicht eine abgründige Traurigkeit hinterließ - sondern eine erfürchtige Stille und Ruhe in mir, für viele Tage.

Genau dieses Gefühl überkommt mich noch heute und ich fühle förmlich, wie er "weiter mit mir geht", bis er eines Tages vielleicht neu in mein Leben tritt.

In seinem Tagebuch über sein erstes Jahr mit uns "legte" ich ihm noch Worte und Gedanken eines Hundes in den Mund, quasi. Aber mit einem Augenzwinkern musste ich mir schon sagen lassen: "Ihr Menschen denkt niemals allein. Euere Gedanken kommen nie von Euch allein, immer denken viele mit".

 

Danke an einen großen alten Seelenfreund in meinem Leben!

Texte: Alexandra Heinrich

Bildmaterialien: Alexandra Heinrich

Lektorat: Überarbeitet im August/September 2016

Alle Rechte vorbehalten.

Tag der Veröffentlichung: 23.10.2016

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