Luthers Glaube: Briefe an einen Freund
Kapitel XXIV
Du hast mir strenger geschrieben, als ich ertragen kann, und ich glaube auch, als ich verdiene. Du sagst, ich hätte mit unheiligen Händen das Heilige zerfleischt, ich hätte getan wie ein Kind, das sein Spielzeug entzwei macht, um zu sehn, wie es inwendig aussieht; dann starrt es entsetzt auf seine leeren Hände und die Fetzen. Ja, es ist wahr, ich habe häßliche Verstandesarbeit getan; aber ich tat sie doch für dich. Erinnere dich, daß du mir schriebest, ich solle dir Gott beweisen; du tatest es wohl nur so leichthin, und doch können wir uns nicht verhehlen, daß wir beide an der Krankheit unseres Zeitalters teilhaben, und selbst wenn wir unserem Herzen trauen – was die allerwenigsten tun –, denken wollen, was wir glauben. Gott ist ja auch kein Spielzeug, überhaupt kein Ding, dem ich etwas anhaben könnte; habe ich das je vergessen? Zurück können wir nicht; da wir einmal angefangen haben, das Wort von der Lippe abzulösen und Menschenworte, grundlose, unfruchtbare, in der Luft schwebende und darum endlose Gedanken daraus zu machen, müssen wir bis zur Verzweiflung weiterdenken: darin waren sich alle Reformatoren einig, daß der Glaube beginnt, wenn wir an uns selbst verzweifeln. Ich meine, die Verzweiflung durchbricht schon das laute Pochen auf die eigene Kraft. Jetzt müßte ein Johannes kommen, der predigte: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen! Wie schön ist dieses „denn“! Wäre das Himmelreich nicht nah, so verzweifelten wir auch nicht, die Gnade begegnet schon der Buße.
Auch Luther wirfst du eine gewisse Zweideutigkeit vor; er habe einem den alten, weihnachtlichen Gottvater im Himmel geraubt, zugleich aber geahnt, was er den Menschen damit nehme, und darum das letzte Wort zurückbehalten. Mir scheint, er war nicht zweideutig, sondern zweiseitig: er stand auf einer schmalen Grenzscheide zwischen dem Reich der Phantasie und des Glaubens und dem der Wissenschaft und des Denkens, in das seine Zeitgenossen sich begierig ergossen. Er faßte das Unsichtbare und das Sichtbare noch einmal gewaltig zusammen; das aber konnte er freilich nicht ändern, daß es eine natürliche Einheit für ihn auch nicht mehr war. Er konnte und mußte denken wie alle Gebildeten seiner Zeit; aber er konnte auch glauben und lieben und aus Liebe handeln, was die andern nicht konnten. Daß hier und da eine Ritze klaffte, das ihm vorzuwerfen, sollte die Ehrfurcht vor seiner Größe und Güte verbieten.
Im Anfange seiner Laufbahn disputierte Luther einmal über Sätze der Platonischen Philosophie und gab sich auch Mühe, die Heilige Schrift mit der scholastischen Philosophie in Einklang zu bringen. Nach seiner eigenen Aussage gab er es auf, weil es zu schwer sei, die „mehr als tartarische Verwirrung“ zu lösen, die daraus hervorgeht, daß gleiche Ausdrücke für ganz verschiedene Begriffe gebraucht werden. Die Neigung, den Ideengehalt der Religion wissenschaftlich zu begründen, das Sein zu beweisen, welches doch eine bloße Fiktion des Gedankens ist, blieb trotzdem mächtig in ihm und tobte sich in Anfechtungen aus, da er sie möglichst unterdrückte. Mit Bezug auf seine gelegentlichen Versuche, von göttlichen Dingen wissenschaftlich zu reden, haben ihm sogar begeisterte Anhänger vorgeworfen, er tue zuweilen dasselbe, wofür er die Scholastiker gescholten habe, daß sie von Gott sprächen wie der Schuster vom Leder.
Wie hätte er das aber ändern können? Seine Gemeinde bestand aus „rohen Bauern und einfältiger Jugend“ und Männern, die überwiegend mit Verstand begabt waren, Verstand, der nur trennen und deshalb Gott, der gerade im Zusammenhang ist, gar nicht begreifen kann. Er kannte die Zudringlichkeit und Indiskretion solcher Menschen, die erst das Geistige, das Hörbare, vom Sichtbaren trennen, und es dann, weil es unsichtbar ist, für ein Loch halten, durch das sie eindringen und alles zerstören und zerkleinern zu können meinen, was sich ihrer Fassungskraft entzieht. Darum war er ängstlich, das Denken an die göttlichen Dinge herankommen zu lassen, und beim Abendmahlstreit brach es aus ihm heraus: „Das weiß Gott, ich schreibe solche hohe Dinge sehr ungern, weil es muß unter solche Hunde und Säue kommen.“
Hast du die Erfahrung nicht auch schon gemacht, daß die Kritik sich am dreistesten an die höchsten Dinge macht, weil sie ja sie am wenigsten versteht und deswegen am meisten haßt?
Daß Luther Deutschland vom Papste losriß und das Recht der freien Forschung verkündete, das begriffen seine Zeitgenossen, und Theologen, Soziologen, Juristen und Politiker zogen ihre Folgerungen daraus; daß er die Hand auf die Bibel legte, um die zentrifugalen Kräfte durch das geoffenbarte Wort an den Mittelpunkt zu binden, das übersahen sie geflissentlich oder legten es buchstäblich aus. In seiner liebevollen Sorge um die Menschen, als deren Genius er sich fühlte, entrollte er sein großes Göttergemälde wie einen Vorhang, der nicht Gott vor ihrer Dreistigkeit, aber sie vor dem Schicksal derer behüten sollte, die sich erkühnen, die Majestät mit unheiligen Fingern zu berühren.
Auf die Ausbildung einer Art Geheimlehre gänzlich verzichtend, erklärte sich Luther einverstanden mit der Art der Behandlung des Christentums, die Melanchthon in seinen loci communes ausarbeitete: danach sollte über die göttliche Majestät, Dreieinigkeit, Schöpfung, Menschwerdung nicht spekuliert werden, sondern man sollte sich an Christus allein halten und mit den Forderungen des Gesetzes und Verheißungen des Evangeliums begnügen. Luther, der Gläubige und Wissende, konnte das tun; für die Menge aber hieß das, aus dem Göttlichen eine Historie machen; man schnitt Christus und sein Wort ab von seiner mystischen Verbindung mit dem Unsichtbaren, wodurch er immer blutleerer, flacher und fader wurde. Es hätte nicht aus der Religion Moral werden können, wenn man das Geheimnis nicht zugedeckt hätte. Das Evangelium, der Ausdruck des Gottbewußtseins, rauschte nicht mehr wie ein Strom durch die Welt, sondern lag wie ein erratischer Block darin, losgelöst von Gott, und der Welt nicht einverleibt. Nicht Luthers Schuld war das, sondern die seiner Zeitgenossen, die, wie Zwingli, es für geboten hielten, die beiden Naturen, die göttliche und menschliche, zu trennen, und damit Gott aus der Welt schafften.
Diese Trennung zu vermeiden, gebot Luther, man solle Gott nur in seinem Wort und Werk suchen. „Gott ist entweder sichtlich oder unsichtlich. Sichtlich ist er in seinem Wort und Werk; wo aber sein Wort und Werk nicht ist, da soll man ihn nicht haben wollen, denn er läßt sich anderswo nicht finden, denn wie er sich offenbart hat. Sie aber wollen Gott mit ihrem Spekulieren ergreifen, da wird nichts aus; ergreifen den leidigen Teufel dafür, der will auch Gott sein.“
Hier sehe ich einen einzigen Fehler darin, daß Luther hätte sagen müssen: sichtlich ist er in seinem Werk und unsichtlich in seinem Wort.
Unter Spekulieren verstand Luther die Beschäftigung mit einem von der Erscheinung losgelösten Gott, dem Ding an sich, ein Hantieren mit Begriffen oder ein angebliches Philosophieren, das nichts als ein Ausspinnen eigener, willkürlicher Gedanken ist. Daß er gegen ein vernunftmäßiges, das heißt mit der Idee zusammenhängendes Denken nichts hatte, geht unter anderem aus folgender Briefstelle hervor; sie ist der Antwort auf die Frage eines adligen Herrn entnommen, ob der Mensch auch ohne Glauben selig werden könne.
„Denn da muß der Natur Auge ganz ausgerissen sein und lauter Glaube da sein. Es gehet sonst ohne gräuliche fährliche Ärgernis nicht ab, und wo hierein fallen (wie denn gemeiniglich geschieht, daß jedermann am höchsten will anfahen), die noch jung und ungeübt im Glauben sind und mit der Natur Licht dies ansehn wollen, die stehen gar nahe dabei, daß sie einen großen Sturz und Fall nehmen, und in heimlich Widerwillen und Haß auf Gott geraten, dem darnach schwerlich zu raten ist. Deshalb ihnen zu raten ist, daß sie mit Gottes Gerichten unverworren bleiben, bis sie baß im Glauben erwachsen, und dieweil, wie S. Petrus sagt, der Milch sich nähren und soliden, starken Wein sparen, sich in den Leiden und der Menschheit Christi üben, und sein leiblich Leben und Wandel ansehn; sonst wird ihnen geschehen nach dem Spruch Salomonis: Quis scrutator est Majestatis opprimetur a gloria. Wer nach der Majestät forschet, den wird die Herrlichkeit verdrucken. Sind es Naturvernünftige, hohe, verständige Leute, so meiden sie nur bald diese Frage; sind es aber einfältige, tiefe, geistliche und versuchte Menschen im Glauben, mit denen kann man nichts Nützlichers denn solichs handeln. Denn wie der stark Wein den Kindern der Tod ist, also ist er der Alten Erquickung des Lebens. – Wer nicht glaubt, der ist schon gericht.“
Du siehst, unter naturvernünftigen, hohen, verständigen Leuten versteht Luther solche, die nur kritisch denken und infolgedessen nur einzelnes erfassen können; einfältige, tiefe, geistliche, im Glauben versuchte Menschen sind ihm die, welche das Ganze ergreifen und in der Erscheinung das ewige Sein sehen können. Jene können sich nur einen außerweltlichen Gott denken, also etwas, was eigentlich gar nicht ist, etwas Erdichtetes, womit sie sich gegenseitig täuschen; diese, daß Gott lebt, und Leben ist Wirken, Wirken der Kraft auf den Stoff, also gerade die Einheit von beidem. Der kritische Verstand betritt den heiligen Bezirk Gottes ohne Nutzen, höchstens zu seinem Schaden; aber „der Geist erforschet alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit“, wie es in den Korintherbriefen heißt. „Der natürliche Mensch vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit und kann es nicht erkennen, denn es muß geistig gerichtet sein. Der geistige aber richtet alles und wird von niemand gerichtet.“
Wovor Luther besonders warnte, war das Spekulieren über die Absichten Gottes in der Führung der Menschen; warum es einem Guten schlecht ginge, warum einem Bösen gut, warum überhaupt der Mensch so viel leiden müsse, warum der eine die Gnade habe, der andere nicht. Man sieht aus der Häufigkeit derartiger Fragestellungen, wie weit entfernt die Zeitgenossen Luthers davon waren, was Gott überhaupt sei, zu begreifen. Sie sahen im Grunde doch alle einen gutbürgerlichen Vater in ihm, der die Pflicht hat, für ein standesgemäßes, das heißt wohlhabendes Auftreten seiner Kinder zu sorgen und ihnen ein reichliche Zinsen abwerfendes Vermögen zu hinterlassen. Er war der Gott des großen Haufens, der für Erhaltung jedes einzelnen und Erhaltung der Art aufzukommen hat. Es ist rührend, zu sehen, wie Luther diese einseitige Auffassung zu berichtigen suchte voll Besorgnis, sie könnten dann von Gott gar nichts mehr wissen wollen. Es war ihm lächerlich, daß die Leute Gott und den Heiligen beständig mit den allerweltlichsten Gebeten in den Ohren lagen, und er stellte ihnen vor, daß ihm diese Angelegenheiten unmöglich so wichtig sein könnten; aber er unterließ nicht, freundlich hinzuzufügen, daß er das alles wohl auch noch überflüssig dazu gebe. Er erinnerte daran, daß schon Sokrates, der Heide, gesagt habe, man solle die Gottheit nicht um bestimmte Dinge bitten, sondern daß sie einem das gebe, wovon sie wisse, daß es einem gut und dienlich sei; aber er wußte, daß die „verkehrte Art“ Wunder und Zeichen verlangte, durch die Gott seine Gottheit beweise, und, wenn er sagte, daß der Allwissende schon alles zuvor versehen habe, einwandten, Gott müsse doch den Weltlauf ändern können, wenn er allmächtig sei. Er erklärte, wenn geschrieben stehe, daß Gott die Niedrigen erhebe, sei das nicht so zu verstehen, als ob er die Hoffärtigen absetze und die Niedrigen auf ihre Plätze stelle; sondern es sei ein Erheben in Gott gemeint, wodurch sie innerlich und im Geiste über die Hohen der Welt erhoben würden. Er suchte stets die Logik des Geschehens nachzuweisen, durch die Gott sich dartue; aber zugleich glaubte er und wollte geglaubt haben, daß das Folgerichtige gut sei. Er wich deshalb niemals davon ab, von Gott als von einer persönlich menschlichen Kraft zu sprechen, nicht etwa vom Schicksal oder von der Weltseele, nicht einmal von der Vorsehung. Davon war die Folge bei anderen eine Vermenschlichung der Idee Gottes, die ihn selbst immer wieder in Staunen und Schrecken setzte. „Darum“, sagte er, „wenn wir der Gottheit gedenken, so müssen wir Ort und Zeit aus den Augen tun, denn unser Herrgott und Schöpfer muß etwas Höheres sein denn Ort, Zeit und Raum.“ Immer wieder stieß er sich an seinen Zeitgenossen, die Gott entweder grobsinnlich sich vorstellten oder ihn in leere Begriffe auflösten.
Gott als Person erfassen kann nur ein phantasievolles Kind oder ein Mann, in dessen kraftvollem Ich das göttliche Ich sich spiegelt. Deshalb ist in kraftvollen Zeiten, wo der Mann männlich und deshalb die Frau weiblich und das Kind kindlich ist, der Glaube an Gott selbstverständlich: der Mann erkennt ihn in seinem eigenen Selbst, Frauen und Kinder ergreifen ihn mit der Phantasie. Das ändert sich in den Zeiten des Alterns, wo die Kraft sich in Denken auflöst. Wenn Luther sagte, daß Gott in jedem Menschen sei, so erregte das grobe Mißverständnisse, und man warf ihm vor, er wolle, wie man sich ausdrückte, die Kreatur zum Schöpfer machen. Die Verbindung des einzelnen mit Gott fühlt der, den sie betrifft; mit Gottlosen davon zu sprechen ist gefährlich.
Erst unsere Klassiker haben das inzwischen vorgerückte Weltbewußtsein wieder mit dem Gottesbewußtsein zu vereinigen gesucht; aber, besonders Schiller, doch im Geiste ihrer Zeit vom Gedanken ausgehend. Schiller sagte: „Welche Religion ich bekenne? Keine von allen, die du mir nennst. – Und warum keine? Aus Religion.“ Goethe empfand zwar viel einheitlicher, doch war auch seine Überzeugung: „Wer darf ihn nennen? Und wer bekennen: ich glaub ihn? Gefühl ist alles; Name ist Schall und Rauch, umnebelnd Himmelsglut.“ Das ist durch und durch antilutherisch. Wenn das Brot überkommt das Nennen von Gott, dann wird es der Leib Christi. Dadurch, daß Gott die Welt nannte, ward sie. Ich hasse die Flattergeister, sagte Luther mit David, und liebe deine Gesetze. Gott ist nicht im Unsichtbaren und nicht im Sichtbaren, sondern in der Wirkung des Unsichtbaren auf das Sichtbare, woraus Form, Tat oder Wort entsteht. Was nicht Form, Tat oder Wort geworden ist, das ist im Werden, aber nicht im Sein. In der bildenden Kunst muß die Kraft Form werden, in der Liebe Tat, in der Erkenntnis Wort, in der Religion Kult. Luther wußte, daß dem wahren Christen jeder Tag und jede Erscheinung göttlich und darum heilig ist; trotzdem wollte er den Glauben an das Abendmahl gebunden haben, weil Gott sein Wort eben mit diesem Zeichen verbunden hatte. Der einzelne kann Gott immer und überall anbeten; aber die Gemeinde soll es in dem von Gott gestifteten Kult tun, und jeder einzelne ist ein Teil der Gemeinde.
Übrigens hat Goethe, dessen Wesensart Luther von den Späteren doch am nächsten stand, das Fehlen einer Kirche begriffen und tief beklagt. In seinem Märchen hat er von den drei Bildern der Weisheit, der Schönheit und der Kraft gesprochen, die aus der Liebe hervorgehen: der göttlichen Dreieinigkeit, die in der Liebe eins ist. „Ach! warum steht der Tempel nicht am Flusse!“ Wenn es aber an der Zeit ist, wird er aus der Tiefe an das Licht des Tages auftauchen.
Ich habe vorhin eins nicht erwähnt, was es Luther erschwerte, das Innere am Äußeren zu demonstrieren; das war nämlich die geringe Kenntnis der Natur zu seiner Zeit. Die einseitige Richtung auf das Äußere, die den Glauben aufhob, mag notwendig gewesen sein, damit der Glauben ins Schauen übergehen könnte. Die Idee, Gott in seiner Majestät, wird immer im heiligen Dunkel bleiben; aber die Schöpfung, in der die Idee sich offenbart, ihr mannigfaches Kleid, das ist der Forschung zugänglich, und je besser man das erkennt, desto besser erkennt man Gott, der es trägt. Da die Form, in der eine Idee sich ausprägt, diese Idee selbst ist, nur von außen gesehen, so muß man durch die Form die Idee selbst erkennen, und zwar ohne sie zu betasten und zu entweihen. Durch die Erkenntnis der Natur nähert man sich Gott mit dem Verstande und den Sinnen, den Luther fast nur intuitiv durch das Herz und die Sinne begreifen konnte; insofern haben vielleicht die Jahrhunderte der Naturwissenschaft der tieferen Gottesverehrung den Weg bereitet.
Wenn ich sagte tiefere Gottesverehrung, so meinte ich das nicht in bezug auf Luther. Ein genialer Mensch, ein solcher, dessen großes Herz Geist und Natur zusammenbinden kann, hat immer das allertiefste Gottesbewußtsein, weil Gott in ihm ist; er erkennt unmittelbar und weiß, daß der mittelbare Zusammenhang da ist. Für die Allgemeinheit mußte die Möglichkeit dieses mittelbaren Zusammenhanges erst erobert werden, bevor sie sich dem Glauben wieder hingeben konnte. Die Menschen scheinen jetzt aus dem unterirdischen Gange, den sie sich gegraben haben, wieder ans Licht zu wollen; vom umgekehrten Standpunkte aus gesehen, sehnen sie sich aus dem Vorhofe wieder ins Dunkel des Allerheiligsten. Wer wohl, wenn die Kirche neu, siebenmal geglüht aus der feurigen Tiefe steigt, Haushalter über den göttlichen Geheimnissen, Diener am Wort und Sakrament sein wird? Kein Geistlicher, sondern ein Geistmensch.
Die Kirche als Gebäude hat sich vom Dunkel zur Helligkeit entwickelt: in dem vorchristlichen Tempel verhüllte Finsternis die Götterbilder, und die altchristliche Kirche war im Innern der Erde, woran die Krypta der romanischen Kirche noch erinnerte. Noch in der gotischen Kathedrale, wenn sie auch farbig gebrochenes Licht durch hohe Fenster einließ, die ihre Mauern auflösten, wogte es chaotisch; erst die Kirchen der Renaissance, des Barock und Rokoko ließen das Licht ganz einströmen und das Allerheiligste in einen Festsaal verwandeln. Wo die sinnliche Schönheit fehlte, wie in der reformierten Kirche, herrschte statt der Weltfreudigkeit die schamlose Nüchternheit des bloßen Verstandes. Nun gibt es nur zwei Wege, die zum Berge der Seligkeiten, wo der Herr die Freiheit der Liebe verkündete, das ist außerhalb der sichtbaren Kirche, oder zurück in das Dunkel heiliger Mauern. Man muß sich klar sein, daß nicht beides zusammenfallen kann, daß „die wahren Göttersöhne“ unter den Sternen anbeten, daß die sichtbare Kirche begrenzt ist. Was hatte Luther im tiefsten Grunde mit Konfessionen zu tun! Er schrieb einmal einen wundervollen Brief an den bayrischen Hofmusiker Ludwig Senfel, in dem er um die Komposition des Psalms bat, den er vor allen liebte. „Obwohl mein Name verhaßt ist, so daß ich fürchten muß, daß dieser Brief, den ich dir schreibe, liebster Ludwig, nicht sicher von dir empfangen und gelesen werden kann, so hat doch meine Liebe zur Musik, mit der ich dich von meinem Gott begabt und geschmückt sehe, diese Furcht überwunden. Diese Liebe gibt mir auch Hoffnung, daß dir dieser Brief nicht Gefahr bringt: denn wer außer in der Türkei würde es tadeln, wenn einer die Kunst liebt und den Künstler rühmt? Lobe ich doch auch deine bayrischen Herzöge sehr, obwohl sie mir gar nicht gnädig sind, und verehre sie vor andern, weil sie die Musik so schützen und ehren. Denn es ist kein Zweifel, daß viel Samen des Guten in den Gemütern ist, die die Musik lieben; die sie aber nicht lieben, halte ich Stümpfen und Steinen für ähnlich.“ So dachte und sprach Luther in seiner unsichtbaren Kirche, da, wo er heimisch war. Das Reich des Geistes ist jenseit von Katholizismus und Protestantismus; aber gerade weil es unsichtbar ist, kann es in der Welt nie verkörpert und umgrenzt sein. In jeder sichtbaren Kirche oder Akademie oder was für eine Korporation es sonst sei, wird der Geist immer nur Gast sein, die schwebende Taube, das Feuer, das in Flocken tropft wann und wohin es will.
Folgt aber daraus, daß keine sichtbare Kirche sein könnte? Mir scheint, nur das, daß die eine, allgemeine, sichtbare Kirche sich mächtig auf die Erde gründen, mit der Spitze aber in den Himmel ragen sollte, Menschen ihre Diener, Christus ihr Haupt.
Eben fällt aus dem Allerheiligsten der Nacht von dem Götterbild, das sie verbirgt, ein Glänzen in den erschaudernden Raum. Der Augenblick der Schöpfung ist bald da, der zugleich ein Augenblick des Scheidens ist. Es bleibt noch so viel Zeit übrig, auf die letzte und heikelste Bemerkung zu antworten, die du mir in deinem Briefe machtest. Du schreibst, die Nutzanwendung meiner Fabeln lasse sich in dem Verse Goethes zusammenfassen:
Nur wo du bist, sei alles, immer kindlich,
So bist du alles, bist unüberwindlich.
Nun hätte ich aber selbst gesagt, nichts schlage so sehr in ein häßliches Gegenteil um, wenn man es bewußt sein oder ausüben wolle, als Kindlichkeit, Naivität. Ich müßte, wenn ich folgerichtig wäre, eher dazu tun, daß alles geschriebene und gedruckte Wort verbrannt würde, als seine Masse vermehren. Das wäre wohl richtig, wenn meine Worte etwas anderes sein wollten, als Wegweiser zum Worte von Gott. An dich richtete ich überhaupt nur die Fabeln, nicht die Nutzanwendung, da ich nicht denke, daß du ihrer bedarfst; ich schreibe an einen Wissenden, sie sollten dir nicht mehr als ein Spiegel sein, in dem man sich zur Kurzweil einmal betrachtet. Läse sie sonst jemand, sollten sie ihm nur Mut machen, den Adlerweg des Glaubens zu betreten, der, pfeilerlos und geländerlos, doch der sicherste zum Ziel ist.
In meiner Ausgabe der Märchen von Tausendundeine Nacht gibt es ein Titelbild, wo zu sehen ist, wie der Sultan der vor ihm knienden Scheherazade verzeiht. Darüber mußte ich immer lachen, denn es schien mir, als hätte er ihr vielmehr für die schönen Geschichten zu danken, die sie ihm erzählt hatte. Märchen indessen haben immer recht, und so bittet denn auch dich, nun der unerbittliche Luzifer, mit dem Schwerte trennend, ihr den redseligen Mund endgültig schließt, Scheherazade um Verzeihung. Es ist die Flutzeit des Lichtes, schon donnert es an den Strand der Erde, und die summenden Sterne verlieren sich; nun rede du, nein, vielmehr nun handle du!
Sie haben Luthers Glaube: Briefe an einen Freund zu Ende gelesen
Ricarda Huch
Bücher wie dieses
-
Katharina von Bora, Geschichtliches Lebensbild
-
Briefe an eine Freundin
-
Goethe und Werther: Briefe Goethe's, meistens aus seiner Jugendzeit
-
Goethe
-
Das Abendmahl im Zusammenhang mit dem Leben Jesu, Erstes Heft, Das Abendmahlsproblem
-
Der Dichter Lenz und Friedericke von Sesenheim
Nach dem Buch
Seiten, die zu dieser Ausgabe gehören, hier zum Nachschlagen.
Hinweis von Project Gutenberg
***END OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK LUTHERS GLAUBE***
******* This file should be named 39430-h.txt or 39430-h.zip *******
This and all associated files of various formats will be found in:
http://www.gutenberg.org/3/9/4/3/39430
Updated editions will replace the previous one--the old editions will be renamed.
Creating the works from public domain print editions means that no one owns a United States copyright in these works, so the Foundation (and you!) can copy and distribute it in the United States without permission and without paying copyright royalties. Special rules, set forth in the General Terms of Use part of this license, apply to copying and distributing Project Gutenberg-tm electronic works to protect the PROJECT GUTENBERG-tm concept and trademark. Project Gutenberg is a registered trademark, and may not be used if you charge for the eBooks, unless you receive specific permission. If you do not charge anything for copies of this eBook, complying with the rules is very easy. You may use this eBook for nearly any purpose such as creation of derivative works, reports, performances and research. They may be modified and printed and given away--you may do practically ANYTHING with public domain eBooks. Redistribution is subject to the trademark license, especially commercial redistribution.
*** START: FULL LICENSE ***
THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE
PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free distribution of electronic works, by using or distributing this work (or any other work associated in any way with the phrase "Project Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full Project Gutenberg-tm License (available with this file or online at
http://www.gutenberg.org/license).
Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project Gutenberg-tm electronic works
1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to and accept all the terms of this license and intellectual property (trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all the terms of this agreement, you must cease using and return or destroy all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your possession. If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a Project Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound by the terms of this agreement, you may obtain a refund from the person or entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph 1.E.8. 1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be used on or associated in any way with an electronic work by people who agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works even without complying with the full terms of this agreement. See paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this agreement and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm electronic works. See paragraph 1.E below.
1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the Foundation" or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection of Project Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual works in the collection are in the public domain in the United States. If an individual work is in the public domain in the United States and you are located in the United States, we do not claim a right to prevent you from copying, distributing, performing, displaying or creating derivative works based on the work as long as all references to Project Gutenberg are removed. Of course, we hope that you will support the Project Gutenberg-tm mission of promoting free access to electronic works by freely sharing Project Gutenberg-tm works in compliance with the terms of this agreement for keeping the Project Gutenberg-tm name associated with the work. You can easily comply with the terms of this agreement by keeping this work in the same format with its attached full Project Gutenberg-tm License when you share it without charge with others. 1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern what you can do with this work. Copyright laws in most countries are in a constant state of change. If you are outside the United States, check the laws of your country in addition to the terms of this agreement before downloading, copying, displaying, performing, distributing or creating derivative works based on this work or any other Project Gutenberg-tm work. The Foundation makes no representations concerning the copyright status of any work in any country outside the United States.
1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg: 1.E.1. The following sentence, with active links to, or other immediate access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear prominently whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work on which the phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the phrase "Project Gutenberg" is associated) is accessed, displayed, performed, viewed, copied or distributed:
This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included with this eBook or online at www.gutenberg.org
1.E.2. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is derived from the public domain (does not contain a notice indicating that it is posted with permission of the copyright holder), the work can be copied and distributed to anyone in the United States without paying any fees or charges. If you are redistributing or providing access to a work with the phrase "Project Gutenberg" associated with or appearing on the work, you must comply either with the requirements of paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 or obtain permission for the use of the work and the Project Gutenberg-tm trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or 1.E.9.
1.E.3. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted with the permission of the copyright holder, your use and distribution must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any additional terms imposed by the copyright holder. Additional terms will be linked to the Project Gutenberg-tm License for all works posted with the permission of the copyright holder found at the beginning of this work. 1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm License terms from this work, or any files containing a part of this work or any other work associated with Project Gutenberg-tm. 1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this electronic work, or any part of this electronic work, without prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with active links or immediate access to the full terms of the Project Gutenberg-tm License.
1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary, compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including any word processing or hypertext form. However, if you provide access to or distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format other than "Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official version posted on the official Project Gutenberg-tm web site (www.gutenberg.org), you must, at no additional cost, fee or expense to the user, provide a copy, a means of exporting a copy, or a means of obtaining a copy upon request, of the work in its original "Plain Vanilla ASCII" or other form. Any alternate format must include the full Project Gutenberg-tm License as specified in paragraph 1.E.1.
1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying, performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9.
1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works provided that
- You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from
the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method
you already use to calculate your applicable taxes. The fee is
owed to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he
has agreed to donate royalties under this paragraph to the
Project Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments
must be paid within 60 days following each date on which you
prepare (or are legally required to prepare) your periodic tax
returns. Royalty payments should be clearly marked as such and
sent to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation at the
address specified in Section 4, "Information about donations to
the Project Gutenberg Literary Archive Foundation."- You provide a full refund of any money paid by a user who notifies
you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he
does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm
License. You must require such a user to return or
destroy all copies of the works possessed in a physical medium
and discontinue all use of and all access to other copies of
Project Gutenberg-tm works.
- You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of any
money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the
electronic work is discovered and reported to you within 90 days
of receipt of the work.
- You comply with all other terms of this agreement for free
distribution of Project Gutenberg-tm works.
1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project Gutenberg-tm electronic work or group of works on different terms than are set forth in this agreement, you must obtain permission in writing from both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and Michael Hart, the owner of the Project Gutenberg-tm trademark. Contact the Foundation as set forth in Section 3 below.
1.F.
1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread public domain works in creating the Project Gutenberg-tm collection. Despite these efforts, Project Gutenberg-tm electronic works, and the medium on which they may be stored, may contain "Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate or corrupt data, transcription errors, a copyright or other intellectual property infringement, a defective or damaged disk or other medium, a computer virus, or computer codes that damage or cannot be read by your equipment.
1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all liability to you for damages, costs and expenses, including legal fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE PROVIDED IN PARAGRAPH 1.F.3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH DAMAGE.
1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a written explanation to the person you received the work from. If you received the work on a physical medium, you must return the medium with your written explanation. The person or entity that provided you with the defective work may elect to provide a replacement copy in lieu of a refund. If you received the work electronically, the person or entity providing it to you may choose to give you a second opportunity to receive the work electronically in lieu of a refund. If the second copy is also defective, you may demand a refund in writing without further opportunities to fix the problem.
1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS,' WITH NO OTHER WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT LIMITED TO WARRANTIES OF MERCHANTIBILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE. 1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied warranties or the exclusion or limitation of certain types of damages. If any disclaimer or limitation set forth in this agreement violates the law of the state applicable to this agreement, the agreement shall be interpreted to make the maximum disclaimer or limitation permitted by the applicable state law. The invalidity or unenforceability of any provision of this agreement shall not void the remaining provisions. 1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in accordance with this agreement, and any volunteers associated with the production, promotion and distribution of Project Gutenberg-tm electronic works, harmless from all liability, costs and expenses, including legal fees, that arise directly or indirectly from any of the following which you do or cause to occur: (a) distribution of this or any Project Gutenberg-tm work, (b) alteration, modification, or additions or deletions to any Project Gutenberg-tm work, and (c) any Defect you cause.
Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of electronic works in formats readable by the widest variety of computers including obsolete, old, middle-aged and new computers. It exists because of the efforts of hundreds of volunteers and donations from people in all walks of life.
Volunteers and financial support to provide volunteers with the assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg-tm's goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will remain freely available for generations to come. In 2001, the Project Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure and permanent future for Project Gutenberg-tm and future generations. To learn more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and how your efforts and donations can help, see Sections 3 and 4 and the Foundation web page at http://www.gutenberg.org/fundraising/pglaf.
Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation
The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit 501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification number is 64-6221541. Contributions to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation are tax deductible to the full extent permitted by U.S. federal laws and your state's laws.
The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr. S. Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered throughout numerous locations. Its business office is located at 809 North 1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887, email business@pglaf.org. Email contact links and up to date contact information can be found at the Foundation's web site and official page at http://www.gutenberg.org/about/contact
For additional contact information:
Dr. Gregory B. Newby
Chief Executive and Director
gbnewby@pglaf.org
Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation
Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide spread public support and donations to carry out its mission of increasing the number of public domain and licensed works that can be freely distributed in machine readable form accessible by the widest array of equipment including outdated equipment. Many small donations ($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt status with the IRS.
The Foundation is committed to complying with the laws regulating charities and charitable donations in all 50 states of the United States. Compliance requirements are not uniform and it takes a considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up with these requirements. We do not solicit donations in locations where we have not received written confirmation of compliance. To SEND DONATIONS or determine the status of compliance for any particular state visit http://www.gutenberg.org/fundraising/pglaf While we cannot and do not solicit contributions from states where we have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition against accepting unsolicited donations from donors in such states who approach us with offers to donate.
International donations are gratefully accepted, but we cannot make any statements concerning tax treatment of donations received from outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff. Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation methods and addresses. Donations are accepted in a number of other ways including checks, online payments and credit card donations. To donate, please visit: http://www.gutenberg.org/fundraising/donate
Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic works.
Professor Michael S. Hart is the originator of the Project Gutenberg-tm concept of a library of electronic works that could be freely shared with anyone. For thirty years, he produced and distributed Project Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of volunteer support. Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed editions, all of which are confirmed as Public Domain in the U.S. unless a copyright notice is included. Thus, we do not necessarily keep eBooks in compliance with any particular paper edition. Each eBook is in a subdirectory of the same number as the eBook's eBook number, often in several formats including plain vanilla ASCII, compressed (zipped), HTML and others.
Corrected EDITIONS of our eBooks replace the old file and take over the old filename and etext number. The replaced older file is renamed. VERSIONS based on separate sources are treated as new eBooks receiving new filenames and etext numbers.
Most people start at our Web site which has the main PG search facility:
http://www.gutenberg.org
This Web site includes information about Project Gutenberg-tm, including how to make donations to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks. EBooks posted prior to November 2003, with eBook numbers BELOW #10000, are filed in directories based on their release date. If you want to download any of these eBooks directly, rather than using the regular search system you may utilize the following addresses and just download by the etext year.
http://www.gutenberg.org/dirs/etext06/
(Or /etext 05, 04, 03, 02, 01, 00, 99,
98, 97, 96, 95, 94, 93, 92, 92, 91 or 90)
EBooks posted since November 2003, with etext numbers OVER #10000, are filed in a different way. The year of a release date is no longer part of the directory path. The path is based on the etext number (which is identical to the filename). The path to the file is made up of single digits corresponding to all but the last digit in the filename. For example an eBook of filename 10234 would be found at:
http://www.gutenberg.org/dirs/1/0/2/3/10234
or filename 24689 would be found at:
http://www.gutenberg.org/dirs/2/4/6/8/24689
An alternative method of locating eBooks:
http://www.gutenberg.org/dirs/GUTINDEX.ALL
*** END: FULL LICENSE ***