Mensch und Erde, Skizzen von den Wechselbeziehungen zwischen beiden

VII. Deutschland und sein Volk.

VII.

 

Deutschland und sein Volk.

 

Zwischen Dänemark und Italien, Frankreich im Westen, Rußland und

Ungarn im Osten liegt das Herzland Europas. Man könnte diesen ungefähr

quadratischen Raum noch heute Deutschland nennen, denn deutsch ist die

Hauptmasse seiner Bevölkerung, aus dem Schoß des mittelalterlichen Deutschen

Reichs sind seine Staaten herausgewachsen. Weil aber seit 1871 dem jüngsten

dieser Staaten, unserem neuen Deutschen Reich, schon durch seine

Verfassungsurkunde der traulicher, geographischer klingende Name

„Deutschland“ als gleichbedeutender zweiter Name beigelegt wurde, so

empfiehlt es sich wohl, jenes Herzland unseres Erdteils nur als Mitteleuropa zu

bezeichnen.

 

Nicht die geometrische, aber die morphologische Mitte Europas ist es ganz

und gar. Jedes andere Glied des europäischen Körpers könnten wir wegdenken,

es bliebe immer noch ein verstümmeltes Europa übrig. Stoßen wir dagegen

Mitteleuropa aus dem Reigen der europäischen Länder aus, so haben wir bloß

noch peripherische Glieder ohne Zusammenhang vor uns. Auch darin offenbart

sich die Centrumsnatur Mitteleuropas, daß allein hier die drei

Hauptvölkergruppen unseres Erdteils sich berühren, die germanische, slawische

und romanische.

 

Physisch-geographisch dürfen wir Mitteleuropa kennzeichnen als die

Abdachung vom westöstlich verlaufenden Hauptwall der Alpen zur Nord- und

Ostsee, als ein Gebiet, dem Europas Adelszüge, Einheit in der Mannigfaltigkeit

und Maßhalten ganz besonders zuteil geworden sind. Alle Bodenformen

vereinigen sich hier in zonenweiser Lagerung: wir steigen von den firnbedeckten

Zackenkämmen der Alpen hernieder auf die Hochflächen des Alpenvorlands, wo

die Gewässer wie in den Alpen im Westen schon dem Rhonegebiet, im Osten

dem der Donau angehören, treten dann ein in die vielgestaltige Welt der Mittelgebirgslandschaften mit Wasserabfluß nach allen Seiten, indessen doch

zusammengehalten durch Zubehör ihres ganzen Flußnetzes allein zur Nord- und

Ostsee, schließlich durchmessen wir das weite Tiefland mit seinen schiffbaren

Strömen, unter denen der aus Gletscherwassern sich entspinnende Rhein der

einzige ist, der alle vier Zonenstreifen miteinander verklammert, dem Westen

Mitteleuropas eine ungleich bessere Verknüpfung spendend, als sie dem Osten

nachgerühmt werden kann, wo außer der schmalen Elbpforte kein Strom

Bresche gelegt hat in den Gebirgszug vom Fichtelgebirge bis zu den Karpaten,

die Donau aber den geschichtlich so verhängnisvoll gewordenen Weg gen Osten

weist.

 

Die Abstufung des Bodens in der Richtung von den Alpen zur Küste gleicht

die Temperatur von Süd und Nord aus; München z. B. hat eine Juliwärme gleich

der von Königsberg. Im allgemeinen nimmt die Wärme wie in Europa überhaupt

vielmehr von Südwest nach Nordost ab. Die europäische Frostlinie des Januar

zieht aus der Gegend der Elbmündung im Bogenlauf quer über den Main und die

süddeutsche Donau nach Bosnien. Nur im Osten dieser Grenzscheide hat man

also anhaltenden Winterfrost, bleibende Schneedecke auch außerhalb der

Gebirge. Am längsten und meisten wird der Boden in der Südwesthälfte

Mitteleuropas erwärmt; dort finden wir neben Weizen- und Spelt- schon

Maisbau; Schwalben und Störche treffen zuerst durch die burgundische Pforte in

der oberrheinischen Tiefebene ein; an Rhein und Neckar, Mosel und Main sehen

wir unsere besten Weinlagen verteilt. In Ostpreußen verkürzt sich dagegen die

warme Jahreszeit bereits so sehr, daß die Rotbuche wie aus dem nämlichen

Grund in Rußland nicht mehr fortkommt. Glücklich beschirmt durch das

südliche Hochgebirge gegen die nordafrikanisch heißtrockenen Sommer des

Mittelmeerbeckens, wohnen wir auch den atlantischen Hauptquellen des

europäischen Regens fern genug, um nicht eine Überfülle von Niederschlag zu

empfangen wie die Westseite der britischen Inseln, und doch auch jenen

wiederum nahe genug, um frei zu sein von der Steppendürre Südosteuropas.

Mitteleuropa entrollt uns somit auch landschaftlich wie in seinem

Wirtschaftsleben echt europäische Mannigfaltigkeit in seinen grünen Bergen und

Thälern, auf seinen ebenen Fluren voll saftiger Weiden, fruchtbarer oder

wenigstens den Bauernfleiß zur Genüge lohnender Felder, umfangreicher Laub-

und Nadelholzwaldung. An Ertrag vom Getreidebau wie von der Viehzucht wird

Europas Mittelland innerhalb unseres Erdteils allein durch Rußland ob seiner

Raumgröße übertroffen, in Wein- und Obstsegen nähert es sich Frankreich und

den sonnigen Südlanden, in seiner industriellen Bethätigung steht es bloß noch

hinter England zurück, seitdem es im 19. Jahrhundert mit immer gesteigerter Energie den Vorzug gründlicher ausbeuten lernte, daß es bei Anteilschaft an

allen geologischen Formationen verfügt über gewaltige Rohstoffmassen an

Metall, Kohlen und Salzen; seine Küstenlinie mit trefflichen Häfen, namentlich

den fast gänzlich eisfreien Nordseehäfen, sichert ihm die Osteuropa versagten

ununterbrochenen Welthandelsbeziehungen durch Schiffahrt auf allen Ozeanen

bis zu den fernsten Erdenwinkeln.

 

Als ostfränkisches Reich löste sich Mitteleuropa staatlich aus dem Verband

der Monarchie Karls des Großen heraus, die es so eng mit Frankreich verknüpft

hatte. Seine Osthälfte war freilich nach der Völkerwanderung an die

nachrückenden Slawen verloren gegangen, wurde jedoch nachmals durch

Zurückfluten des Deutschtums nach Osten zum größten Teil wiedergewonnen.

Einem losen Bund der das westliche Mitteleuropa bewohnenden deutschen

Stämme glich unser altes Reich, da es vom Sachsenherzog Heinrich nach dem

Aussterben der Karolinger aus den ostfränkischen Trümmern organisiert ward.

Es gliederte sich durchaus ethnographisch: dem niedersächsischen Kernstamm

im Norden schlossen sich an die Thüringer und Hessen, die im Herzogtum

Lothringen vereinigten Franken des nördlichen Rhein- und des Scheldegebiets,

also die Bewohner der heutigen Rheinprovinz, Luxemburgs, Belgiens und der

Niederlande, ferner die Mainfranken samt den wesentlich fränkischen Pfälzern,

die Schwaben und die Bayern.

 

Aber es ist eine bisher zu wenig beachtete Thatsache, daß die staatliche

Weiterentwicklung sich nicht im Rahmen dieser Stammesgebiete vollzogen hat,

sondern je länger je mehr hierbei Leitmotive zu Tage traten, die dem

Zusammenwohnen in physisch geschlossenen Verkehrsprovinzen erwuchsen.

Das geographische Moment erwies sich mithin machtvoller als die

Stämmegliederung. Das Stammland der Sachsen blieb zwar bis zum territorialen

Zerfall des spätmittelalterlichen Deutschland überhaupt noch längere Zeit eine

politische Einheit, befaßte es doch bis auf den ins rheinische Schiefergebirge

reichenden Südzipfel, den heutigen Regierungsbezirk Arnsberg, das gut geeinte

Stück Tiefebene von Holstein bis gegen den Niederrhein. Ihm schlossen sich die

wahlverwandten ostelbischen Slawenlande zum guten Teil an, die durch ihr

Plattdeutsch noch zur Stunde die Macht der niedersächsischen Kolonisation

verkünden. Auch Hessen und Thüringen gaben in der so ungeographischen,

meist rein dynastisch bedingten Herausschälung kleiner und kleinster

Sondergebiete ihre Landeseinheit noch einigermaßen zu erkennen. Indessen der

im Bodenbau gar nicht wurzelnde Grenzzug des lothringischen Herzogtums

verschwand gar bald, auch die Pfalz schied sich von Mainfranken, das

Schwabenland zertrennte sich in seine geographischen Elemente, die fast ausschließlich von den Bayern besiedelten deutsch-österreichischen Lande, die

darum ursprünglich nur Marken unter der Oberhoheit des bayrischen

Stammesherzogtums ausmachten, verselbständigten sich als alpine Wohnräume

dieses Stammes, nur durch den Donaustrom verknüpft mit dem nunmehr auf das

Alpenvorland nebst den ihm durch Isar und Iller angeschlossenen Randgliedern

der nördlichen Kalkalpen beschränkten Herzogtum, dem fortan allein der

Bayernname verblieb.

 

Die Entfaltung des mitteleuropäischen Staatensystems unserer Tage hat gar

nichts gemein mit der Grenzabsonderung der Teilstämme unserer Nation.

Bruchstückweise sind letztere an die fünf Staaten aufgeteilt. In den

Niederlanden, Flämisch-Belgien und Luxemburg wohnen außer den friesischen

Strandleuten Niedersachsen und Franken, in der Schweiz, mit Romanen unter

einem Dach, Schwaben, in Österreich mit Slawen in friedloser Ehe Bayern. Nur

die innerdeutschen Stämme der Thüringer und Hessen sind dem im neuen

Deutschland zusammengefaßten Hauptrest Mitteleuropas ganz treu geblieben.

Unser heutiges Deutsches Reich ist der Inbegriff sämtlicher Stämme unserer

Nation, soweit sie nicht ausgerankt sind in die peripherisch abgegliederten

mitteleuropäischen Staaten oder hinausgezogen nach Großbritannien,

Siebenbürgen, Rußland und in transozeanische Fernen.

 

Wohl haben einstmals Stammesinteressen der politischen Einung unseres

Volkes widerstrebt, als es noch keine mitteleuropäische Pentarchie gab. Der

Sachsenstamm trägt noch immer seinen Widukind im Herzen, der ihm Freiheit

und Glauben gegen den mächtigen Frankenkönig verteidigen half. Im Süden

waren es die Bayern, die besonders gern der Centralgewalt des Reichs Widerpart

leisteten, ja bis ins achtzehnte Jahrhundert traten bayrische Sympathien mit dem

stammes- und glaubensverwandten habsburgischen Nachbarstaat so stark hervor,

daß ein Anfall Bayerns an Österreich nicht ganz ausgeschlossen schien. In letzter

Stunde siegten aber doch die realen Interessen, wie sie schon vor der Gründung

des neuen Reichs im preußischen Zollverein, 1866 in der Zollvereinigung des

norddeutschen Bundes mit den süddeutschen Staaten zum Ausdruck kam. Ganz

deutlich verrät sich die Bedeutung von natürlich gegebenen Verkehrsbezirken für

Vereinheitlichung der gesamten Lebensziele ihrer Bewohner, folglich für die

allergesundeste Anbahnung staatlichen Zusammenschlusses darin, daß die

beiden großen Verkehrshälften Mitteleuropas, die wir im antiquierten

großdeutschen Sinn die norddeutsche und die süddeutsche nennen mögen, sich

abspiegeln in der Staatengeschichte durch alle Jahrhunderte von Armins und

Marbods Tagen her. Die für die Staatenkarte der Gegenwart entscheidende

Losgliederung der Niederlande und Belgiens einerseits, der Schweiz und Deutsch-Österreichs andererseits vollzog sich eben deshalb als eine rein

norddeutsche, bezüglich rein süddeutsche, weil es überhaupt bei Ausbildung der

Teilstaaten Mitteleuropas nie eine dauernde Überschreitung der nord-

süddeutschen Wende gegeben hat, die sich längs der Sudeten und des

Erzgebirges zur Mainquelle hinzieht, um dann auf der Wasserscheide zwischen

Main- und Wesergebiet sich dem Rhein zu nähern, die Pfalz Süddeutschland

zuzuweisen. Auch der in unserem Reich am meisten fühlbare Gegensatz ist der

zwischen der nord- und süddeutschen Staatengruppe.

 

Zum Glück ist er nicht so wesentlich verursacht durch die leise an Rassenhaß

gemahnende wechselseitige Abneigung verschieden begabter Stämme, wie fast

allgemein geglaubt wird. Zwar sind Schwaben und Bayern fast ausnahmslos nur

in Süddeutschland heimisch, Franken dagegen wohnen vom preußischen

Rheinland bis in die Pfalz, ja sie siedeln seit mehr als tausend Jahren sowohl an

der lothringischen Mosel wie im gesegneten Mainland. Nein, der Abstand

unseres Deutschtums in Süd und Nord wurzelt wahrlich nicht in

Blutsfeindschaft. Sind doch die Germanen der Südhälfte Mitteleuropas allesamt

erst aus Norddeutschland als echte Brüder der blondhaarigen Norddeutschen

eingewandert! Mit einer Menge kleiner Absonderlichkeiten in Mundart und

Gebräuchen hat sich allerdings auch ein gewisser Antagonismus gegen

norddeutsches Wesen dort im Süden allmählich festgewurzelt; im näheren

Verkehr mit Schwaben und Bayern als mit Norddeutschen sind auch die

Mainfranken, so zweifellos sie ihrer Herkunft nach dem norddeutschen

Frankenstamm angehören, zu Süddeutschen geworden. Aber ist es nicht ein

bedeutungsvoller Zug im Leben unserer Nation, daß am meisten längs den Ufern

des Rheinstroms die Grenze süd- und norddeutscher Volkstümlichkeit sich

verwischt? Süddeutsches „le“ für die Verkleinerungssilbe „chen“ hört man

ebenso gut am norddeutschen Rhein, „nit“ statt „nicht“ weit über Köln hinaus.

Der Rhein bildet das wertvollste Einheitsband für den Westen unseres Reichs, ja

er ist dessen eigentliches Rückgrat. Indem der Vater Rhein so leibhaftig uns alle

Tage vor Augen hält, was der Verkehr auf seinen grünen Fluten, auf den

Schienenwegen zu seinen beiden Seiten für den Austausch von Süd und Nord

leistet, erbringt er uns den besten Beweis, daß die Einheitskraft unseres Reiches

um so sicherer partikularistische Strebungen besiegen wird, je mehr die

Schranken der alten Zeit mit ihrem schläfrigen Verkehr, meist nur im engen

Bezirk, fallen, je mehr Güter- und Personenbewegung den Gesichtskreis der

Deutschen über ganz Deutschland erweitert und sie alle begreifen lehrt, daß die

Stärkung der gesamten Reichskraft jedem, auch dem kleinsten Teil des

Reichskörpers zu gute kommt, während die Insassen eines solchen in seiner Vereinzelung höchst ohnmächtig ihre Freiheitshymnen singen würden.

 

Sein Vaterland kennen lernen ist unerläßliche Vorbedingung dafür, es richtig

zu würdigen. Es fällt indessen bei Deutschland und seinem Volk nicht eben

leicht, jene Vorbedingung zu erfüllen, da uns von Gau zu Gau stark individuelles

Gepräge aufstößt. Versuchen wir in flüchtiger Wanderskizze zu zeigen, wie

vielfach dieser reizvolle Wechsel von Landschaft und Volkstum auf der

gegenseitigen Beeinflussung beider beruht.

 

Im Allgäu an den Quellbächen der Iller und weiter östlich in den bayrischen

Alpen erhebt sich der Boden unseres Reichs wie nirgends sonst bis über die

Schneegrenze. Hier allein jagt man die Gemse, wohnen halbnomadisch die

Sennhirten in wettergebräuntem Blockhaus nur sommersüber auf der grünen

Alpmatte, die sich einschaltet zwischen die schneebedeckten Zinnen des

Hochgebirgsgrates und die tannendunkle Zone der unteren Gehängestufe. Auch

letztere wird häufig unterbrochen vom lichteren Grün der Weideländerei,

während Feldfluren ganz zurücktreten im Landschaftsbild, beschränkt

gewöhnlich auf die Thalsohle in der Umgebung der Dorfschaften. Tiefer

Naturfrieden lagert über dem Ganzen. Rinderzucht nebst Waldwirtschaft ernährt

eine spärliche Anzahl genügsamer Menschen. Gleichviel ob Schwaben im

Westen, Bayern im Osten, — die Alpennatur drückt den Bewohnern ganz

gleichartigen Stempel auf. Gesundheit und Kraft spricht ihnen aus dem Antlitz,

aus dem rüstigen Gang selbst auf schwindelndem Pfad an jäher Felswand. Stets

von Gefahr bedroht durch übermenschliche Mächte, ist der Älpler ein aufrichtig

frommer Mensch, nur kein Kopfhänger. Das erhebende Bewußtsein des

Gelingens, der Überwindung von Gefahren ist hier mehr als anderwärts in

Deutschland mit den einfachsten Arbeiten verbunden, mit dem Niederbringen

einer Kötze Heu, dem Holzflößen, dem Botenweg. Das stimmt zur Fröhlichkeit,

die sich im Echo weckenden Juchzer und Jodler Luft macht, genährt von der

körperlichen Frische in dieser herrlichen, Gesundheit spendenden Natur.

 

Noch eine Strecke weit erfreuen uns ins nicht mehr hochgebirgige

Vorgelände hinaus, soweit es noch wesentlich von alpenhaftem Klima beherrscht

wird, die dem letzteren angepaßten Lebensformen: die Zerstreutheit der

Einzelgehöfte in noch vorwiegend für Viehhaltung verwendeter Flur, ihr

Holzbau mit dem weitvorspringenden, gegen den Sturm steinbeschwerten Dach,

unter dem auf zierlicher Holzgallerie die vom Regen so oft benetzten

Kleidungsstücke trocknen, der Tiroler Kremphut bei beiden Geschlechtern, das

Lodenwams, der kurze, das Ausschreiten nicht hemmende Frauenrock, der feste

Bergschuh. Dann aber wird die Landschaft eben, das Klima minder niederschlagsreich, je mehr wir uns längs den rauschenden Alpenflüssen Iller,

Lech und Inn der Donau nähern. Da wohnt ein ackerbauendes, bierbrauendes

Volk in geschlossenen Siedelungen. Inmitten ihrer Felderflur liegen ansehnliche

Dörfer mit hohen roten Ziegeldächern, und manche altberühmte Stadt mit

ehrwürdigen, hochragenden Gotteshäusern erinnert an eine große Vergangenheit.

Regensburg und Augsburg erzählen schon durch ihren Namensklang, wie hier

der Germane einst römische Städte nach seiner Weise ausbaute. Die Blüte von

Augsburg und dem münstergekrönten Ulm wurzelte in der vormaligen

Bedeutung der süddeutschen Donauhochfläche für den Handel zwischen den

Mittelmeerhäfen und dem viel früher als Ostdeutschland kulturmächtigen

rheinischen Westen. Augsburg verrät durch den modernen Aufschwung seiner

Webeindustrie den regeren Sinn für gewerblichen Fortschritt, der die Schwaben

vom Lech westwärts überhaupt vor den behäbigeren Bayern auszeichnet.

 

Über alle Städte des Alpenvorlands aber kam München empor, dieses

glänzende Zyklopenauge auf der breiten Stirnfläche unseres Südens, das

lebensvolle Verkehrscentrum dieser Ebene, die stets berufen war zwischen Nord

und Süd, Ost und West zu vermitteln, der große Getreidemarkt für die

getreidearmen Alpengaue, die erste Bierbraustadt der Welt.

 

Bloß das Donauthal über Passau hinaus verbindet die süddeutsche

Hochfläche mit Österreich, eine Vielzahl bequemer Thalwege hingegen, die

durch den Jura führen, verklammern mit dem übrigen Deutschland. Sie führen

uns ins südwestdeutsche Becken, ganz eingesponnen ins süddeutsche

Rheinsystem, mit dem Rheinstrom von Basel bis Mainz in seiner tiefsten Rinne.

Im Maingebiet wohnen die nach ihm benannten südöstlichsten Franken. Sie

haben auf dem mageren Keupersandboden inmitten des Regnitzlandes unter dem

Schutz der noch heute die Stadt auf steilem Felsen überragenden alten

Kaiserburg ihr Nürnberg gegründet, die einzige Stadt des Reichs, die durch das

erfindungsreiche Schaffen ihrer Bürger die Blüte seiner mannigfachen, durchaus

nicht bodenständigen Gewerbe seit dem Mittelalter bis zur Gegenwart bewahrt

hat. Sonst ist der Mainfranke werkthätiger im Anbau seines fruchtbaren

Triasbodens. In der Bamberger Gegend bis gegen Schweinfurt hin bilden

Hopfenberge eine Landschaftszierde, im wärmeren Unterland, so um die alte

Bischofsstadt Würzburg, Weinberge. Im lieblichen Neckarland haben die

Nachkommen schwäbischer Juthungen ihre Heimat zu einer Stätte harmonischer

Durchdringung von Anbau und Gewerbefleiß umgeschaffen. Der Ackersegen

der Felder, der glänzende Obst- und Weinertrag der Bodenabstufung bis zu den

Thalsohlen des Neckargeflechts ist es nicht allein, was die Menschenfülle des

Ländchens ernährt; überall sehen wir das starke Flußgefälle zu industriellen Anlagen verwertet und die Steinkohlen vom norddeutschen Rheinland auf

Schienen- wie Wasserweg heranfahren zum maschinellen Großbetrieb.

 

Mehr gesondert nach den Bodenformen erweist sich Anbau und Gewerbe auf

der süddeutschen Rheinebene gegenüber ihren beiderseitigen Einschlußgebirgen.

Jene hat sich von jeher den Namen „Deutschlands Garten“ verdient bei ihrem

ertragreichen Boden, ihrem milden Klima. Bis zur Pfalz hin hält der hier noch

für Bootfahrt etwas zu ungestüme Rhein die Uferlande im Ost und West

auseinander; deshalb waren sie trotz gleichartiger Wirtschaftsweise ihrer

Bewohner staatlich immer getrennt, erst die Pfalz vermählt auch politisch die

beiden Uferseiten.

 

Getrennt entfaltete sich die wie immer von so vielen Zufälligkeiten

abhängige Geschichte des Gewerbes in den schön bewaldeten

Umrahmungsgebirgen: der Schwarzwald wählte sich die Holzschnitzerei, aus der

sich dann Uhrenmanufaktur und Herstellung von Musikinstrumenten, selbst

kostbarer Orchestrien entwickelte, der Wasgau die Baumwollweberei, deren

Hauptsitz jedoch Mülhausen blieb, wo das Vorbild der Textilindustrie der

Schweiz, der Mülhausen früher angehörte, noch heute nachwirkt.

 

Die von Saarbrücken und Aachen bis nach Sachsen und Oberschlesien

verbreiteten Steinkohlenlager bewirkten es aber, daß die moderne Großindustrie

Deutschlands doch eine ganz vorwiegend norddeutsche wurde. Süddeutschland

ist auch hierin dem Norden nur dort mehr angeglichen, wo der Kohlenbezug aus

dem norddeutschen Rheinbezirk, zumal aus dem für den Wasservertrieb so

günstig gelegenen Ruhrkohlenbecken nicht zu teuer ist. Darum sind im

südwestdeutschen Becken so jugendliche Städte wie Mannheim, Ludwigshafen

norddeutsch rasch gewachsen, Landstädtchen des Donaugebiets wie Straubing

oder Amberg in der Oberpfalz dörflich klein geblieben.

 

Krupps weltberühmte Gußstahlwerke in Essen holen sich ihr Eisen aus Nähe

und Ferne, selbst aus Spanien, jedoch durch ihren Kohlenbedarf sind sie an die

Ruhrgegend gefesselt; verschlingen doch die Kruppschen Maschinenöfen

jährlich 1¼ Millionen Tonnen Steinkohle. Älterer Bedeutung für gewerbliche

Anregung der Bewohner unseres rheinischen Schiefergebirges sind allerdings die

Erzvorkommen gewesen. Die Schwertfegerei von Solingen ist so alt wie die

Bleicherei und Weberei an der Wupper, aus der jene gewaltige Industrie der

Doppelstadt Elberfeld-Barmen mit dreimal Hunderttausend Einwohnern

hervorging. Überhaupt haben die drei Faktoren, Kohlenreichtum, großer Vorrat

an Eisen-, Zink- und Bleierz nebst angeerbter Neigung des Volks zu

gewerblichem Verdienst, dort am Nordsaum des Schiefergebirges und ins bergisch-märkische Land hinein an der Hand der Großindustrie die größte

Massenverdichtung der Deutschen gezeitigt.

 

Das gefeiertste Stück des Rheinthals von Bonn aufwärts bis Bingen entrollt

uns das lebensvolle Bild der verjüngten Schaffensthätigkeit unseres Volkes auf

fast allen Gebieten. Eng aneinander reihen sich um den verkehrsreichen Strom

die schiefergedeckten Städte und Dörfer, letztere oft nur in einer einzigen

Häuserzeile eingeklemmt zwischen dem grünen Rhein und den nicht hohen, aber

steilen Felsen seines gewundenen Thales, deren düsteres Grau von Rebengrün

und stellenweise von Eichenwald verhüllt wird. Alles atmet Frohsinn und

fortschreitenden Wohlstand; hier und da schaut noch ein römischer Wachtturm

ins frisch pulsierende Leben der Gegenwart, neben Bergruinen aus dem

Mittelalter grüßen vornehme Landsitze, schmucke Schlösser von den Höhen. Es

ist das rechte Heim des weinfröhlichen Franken, der hier seit zwei Jahrtausenden

haust und seinerseits dieser gottgesegneten Thalung den Stempel seiner

energischen Schaffenslust aufgeprägt hat. Doch dieselben Rheinfranken wohnen

doch auch auf den plattigen Flächen zur Seite von Rhein, Mosel und Lahn;

indessen wie zurückgeblieben, wie weltabgeschieden und arm, wo der naßkalte

Fels- oder Thonboden der Eifel, des Hunsrücks, des Westerwalds, über den der

Nordwest Regenschauer und Schneewehen treibt, die Aussaat so kümmerlich

lohnt!

 

Ostwärts folgt das hessische Bergland, das seit alters ein fleißiges, tapferes

Bauernvolk ernährt, ohne Steinkohlen- und Erzschätze im grellen Gegensatz

zum Rheinland bis ins 13. Jahrhundert völlig der Städte entbehrte, auf seinen

anmutigen, aussichtsreichen Basaltkuppen, wie dem Petersberg bei Fulda, der

Milseburg, dem Kreuzberg der Rhön, aber alte Andachtsstätten besitzt zum

Beleg des nur scheinbar barocken Satzes „Basalt macht fromm“.

 

Wo in den noch weiter östlichen Gliedern unseres Mittelgebirgsraumes, dem

thüringischen, dem sächsischen, dem schlesischen, für den Ackerbau gut

geeigneter Niederungsboden rauheren Höhen benachbart liegt, da meldet

meistens schon das Fichtengrün der letzteren und die falbe Flur mit den

langgezogenen Rechtecken der Äcker zu ihren Füßen, wie die Bodenerhebung

die Beschäftigung der Menschen regelt. Besonders schön aber kann man eben

dort bei den Bergbewohnern die Wahrheit des Satzes kennen lernen: „Not ist die

Mutter der Künste!“ Läge da fetteres Erdreich, das die Waldrodung zum Feldbau

lohnte, und wäre der Winter dort nicht zu lang und zu rauh, so würden die armen

Leute auf dem Harz, dem Erzgebirge nicht so emsig in den lichtlosen

Erdenschoß eingedrungen sein, um mit Lebensgefahr Metalladern anzuschlagen in immer höher gesteigerter Kunst, wodurch diese Gebirge zu Musterschulen des

Berg- und Hüttenwesens für die ganze Welt geworden sind; es würde ebenso

wenig jene großartige Fülle hausgewerblicher Industriezweige erwachsen sein,

die Kunst der Glasfabrikation eine so hohe Vervollkommnung erreicht haben wie

es der Fall ist vom Thüringerwald bis in die Waldgründe der Sudeten. Die Regel,

daß die Volkszahl nach den höheren Gebirgsstufen sich mindert, ist durch den

Bienenfleiß und die mit Kunstsinn gepaarte hochgradige Geschicklichkeit dieser

Gebirgsbewohner mehrfach ins Gegenteil verkehrt worden. So leben die

Erzgebirgler auf der fast keine Feldfrucht neben der Kartoffel tragenden

Kammhöhe ihres Gebirges in dichteren Scharen, volkreicheren Dörfern als unten

die Bauern auf dem fruchtbaren Löß des ebenen Vorlandes an der Pleiße, Mulde

und Elbe. Ihre Vorfahren kamen als Bergleute auf die luftigen Höhen; als dann

die Erzschätze allzubald versiegten, blieben die Nachgeborenen mit

leidenschaftlicher Heimatsliebe auf der armen Gneisscholle, suchten und fanden

Verdienst durch Schnitzerei, Tischlerei, Spitzenklöppeln und Feinstickerei, so

daß sie mit fast chinesischer Anspruchslosigkeit bei Kartoffelkost und

Blümchenkaffee ein zahlreiches, auskömmlich lebendes, sangeslustig fröhliches

Völkchen wurden.

 

Großartiger freilich offenbart uns zu guterletzt das norddeutsche Tiefland

den Sieg unserer Nation über eine von Haus aus kargende Natur. Wie hat es der

Deutsche verstanden, selbst dem dürftigsten Diluvialsand in steigenden Mengen

Nahrungsmittel abzugewinnen, sogar in den Mooren sich ein sauber wohnliches

Obdach, ja Wohlstand zu schaffen. Eben bei der harten Arbeit, die sich Jahr um

Jahr erneuert, wenn hier der Landmann sich und den Seinen das Dasein fristen

will, ist der harte Menschenschlag groß geworden, der in Treue und Tüchtigkeit,

Ausdauer und Kraft den Kern des preußischen Staates ausgestalten, mithin die

Grundlage unseres Reiches legen half. Die Wegsamkeit der Ebene schon als

solcher, die Schiffbarkeit ihrer Ströme, die Zwischenlage zwischen den Gebirgen

mit ihren der Niederung versagten Kohlen und Metallen auf der einen, dem

Meer auf der andern Seite erzeugte eine Entfaltung von Handel und Industrie,

die im Zeitalter des Dampfer- und Eisenbahnverkehrs eine vordem ungeahnte

Höhe erklomm. „Arbeit schafft Wohlstand und Macht“, das lehrt uns das

Emporkommen gerade dieses Nordens unseres Vaterlandes aus den früheren

ärmlichen Zuständen besonders vernehmlich. Dem Wirtschaftsfortschritt dieses

Raumes vor allem, gar nicht bloß der politischen Vorrangstellung Preußens ist es

beizumessen, daß das Schwergewicht des neudeutschen Reiches im Nordosten

liegt. Bis tief ins Mittelalter koncentrierte sich das geistige Leben, das

Aufblühen größerer Gemeinwesen hauptsächlich auf den Südwesten Deutschlands. Nunmehr ist die Pflege von Kunst und Wissenschaft bis in unsere

östlichsten Grenzmarken vorgedrungen, und große wie mittlere Städte sind über

unser ganzes Tiefland verteilt. Sie ordnen sich namentlich in drei Reihen. Eine

verfolgen wir von Aachen über Leipzig bis ins Vorland der Sudeten; sie hält sich

in der Nähe des Gebirgsfußes, wo der Boden der Niederung thonhaltiger,

deshalb fruchtbarer ist, und nutzt den Marktvorteil aus, wie er sich überall

darbietet durch den Erzeugungsgegensatz zwischen Gebirge und Ebene. Eine

zweite fällt in die große mittlere Verkehrsaxe, die zugleich ein Stück der

gesamteuropäischen von Paris über Moskau ausmacht: sie besteht vorzugsweise

aus Brückenorten wie das steinalte, doch ewig jugendfrische Köln, Hannover,

Magdeburg, das natürliche Hauptcentrum des Verkehrs der Nordostniederung

Berlin, ferner Frankfurt a. O., Posen. Die dritte befaßt die Küstenstädte, die erst

durch den Kaiser Wilhelm-Kanal an einen einheitlichen, rein deutschen

Schiffahrtsweg gelangten. Sie waren zum guten Teil schon zur Hansezeit

Deutschlands Stolz als Organe seines Überseehandels nach England,

Skandinavien, Rußland. Bei vorzugsweiser Richtung dieses Seeverkehrs über

das baltische Meer mußte Lübeck das Venedig des Hansebundes werden. Nun

schaut unser weltumspannend gewordener Handel naturgemäß zumeist gen

Nordwest, wo in der innersten Nische des einzigen Weltmeergolfes mit

deutschem Küstenanteil das deutsche London durch seine thatkräftige

Bürgerschaft zum ersten Handelshafen des europäischen Festlandes entwickelt

ward. Was wäre Deutschland ohne Hamburg! Aber wir dürfen hinzufügen: Was

wäre Hamburg ohne Deutschland mit seiner riesenhaften Arbeitsleistung, mit

seinem machtvollen Reichsschutz!

 

Wir Deutsche im Reich gehören eben zusammen nicht bloß durch uralte oder

erst auf diesem Boden geknüpfte Verwandtschaftsbande und eine mehr denn

tausendjährige gemeinsame Geschichte, nein vor allem durch unser Vaterland.

Das haben wir zu Nutz und Frommen friedlichen Schaffens gemeinsam zu

schirmen durch unser starkes Heer, und an der allertreusten unserer Grenzen, an

der Küste, durch unsere endlich erlangte, der Kauffahrerflotte unter schwarz-

weiß-roter Flagge auf allen Meeren der Welt als Schild dienende herrliche

Kriegsflotte. Aber dies Vaterland fordert nicht bloß unser einmütiges

Zusammenhalten als die nötige Schutzfeste unseres Daseins. Es heischt auch

unsere Dankbarkeit. Ihm danken wir über alle kleinen Stammessonderungen

hinaus die ernste Zucht zu Arbeit, Sparsamkeit und guter Sitte, den

gemeinsamen Pulsschlag eines treuen Herzens.

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Abbildungen im Text. Geh. M. 1.—, geschmackv. geb. M. 1.25.

Vermag zu einem besseren Verständnis unserer Umgebung, unserer Freunde in Haus und

Hof, in Feld und Wald zu führen.

 

Schrift- und Buchwesen in alter und neuer Zeit. Von Prof. Dr.

O . W e i s e. Reich illustr. Geh. M. 1.—, geschmackv. geb. M. 1.25.

Verfolgt durch mehr als vier Jahrtausende Schrift-, Brief- und Zeitungswesen, Buchhandel

und Bibliotheken.

 

Palästina und seine Geschichte. Sechs volkstümliche Vorträge

von Prof. Dr. v o n S o d e n. Mit zwei Karten und einem Plan von

Jerusalem. Geh. M. 1.—, geschmackvoll geb. M. 1.25.

Ein Bild nicht nur des Landes selbst, sondern auch alles dessen, was aus ihm hervor- oder

über es hingegangen ist im Laufe der Jahrhunderte.

 

Luft, Wasser, Licht und Wärme. Acht Vorträge aus der

Experimental-Chemie. Von Prof. Dr. R . B l o c h m a n n. Mit 103

Abbildungen im Text. Geh. M. 1.—, geschmackvoll geb. M. 1.25.

Führt unter besonderer Berücksichtigung der alltäglichen Erscheinungen des praktischen

Lebens in das Verständnis der chemischen Erscheinungen ein.

 

Deutsche Baukunst im Mittelalter. Von Prof. Dr. A . M a t t h a e i.

Mit zahlr. Abb. i. T. Geh. M. 1.—, geschmackv. geb. M. 1.25.

Will mit der Darstellung der Entwicklung der deutschen Baukunst des Mittelalters zugleich

über das Wesen der Baukunst als Kunst aufklären.

 

Das deutsche Volkslied. Über Wesen und Werden des deutschen

Volksgesanges. Von Privatdozent Dr. J . W . B r u i n i e r. Geh. M. 1.—,

geschmackvoll geb. M. 1.25.

Einer der wichtigsten Erscheinungen deutschen Volkslebens gewidmet, nicht zu steifer

akademischer Erörterung, sondern zu herzlich warmer Schilderung.

 

Neuere Fortschritte auf dem Gebiete der Elektrizität. Von

Prof. Dr. R i c h a r z . Mit 94 Abbildungen im Text. Geh. M. 1.—,

geschmackvoll geb. M. 1.25.

Behandelt leicht verständlich, zugleich aber für jeden Fachmann interessant, die neuesten

vielbesprochenen Fortschritte auf elektrischem Gebiete.

 

Unsere wichtigsten Kulturpflanzen. Von Privatdozent Dr.

G i e s e n h a g e n in München. Mit zahlreichen Abbildungen im Text.

Geh. M. 1.—, geschmackvoll geb. M. 1.25.

Vermittelt durch die Schilderung der wichtigsten Kultur der Getreidepflanzen zugleich in

anschaulicher Form allgemeine botanische Kenntnisse.

 

Das deutsche Handwerk in seiner kulturgeschichtlichen

Entwicklung. Von Dr. E d . O t t o. Mit 27 Abbildungen auf 8

Tafeln. Geh. M. 1.—, geschmackvoll geb. M. 1.25.

Eine Darstellung der historischen Entwicklung und der kulturgeschichtlichen Bedeutung des

deutschen Handwerks von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart.

 

Das Theater. Von Privatdozent Dr. B o r i n s k i in München. Mit 8

Bildnissen großer dramatischer Dichter. Geh. M. 1.—,

geschmackvoll geb. M. 1.25.

Läßt bei der Vorführung der dramatischen Gattungen die dramatischen Muster der Völker

und Zeiten thunlichst selbst reden.

 

Die Leibesübungen und ihre Bedeutung für die Gesundheit.

Von Prof. Dr. R . Z a n d e r. Mit 19 Abbildungen im Text und auf 2

Tafeln. Geh. M. 1.—, geschmackvoll geb. M. 1.25.

Will darüber aufklären, weshalb und unter welchen Umständen die Leibesübungen

segensreich wirken, indem es ihr Wesen, andererseits die in Betracht kommenden Organe

bespricht.

 

Verkehrsentwicklung in Deutschland. 1800–1900. Sechs

volkstümliche Vorträge über Deutschlands Eisenbahnen und

Binnenwasserstraßen, ihre Entwicklung und Verwaltung, sowie ihre

Bedeutung für die heutige Volkswirtschaft von Prof. Dr. W a l t h e r

L o t z . Geh. M. 1.—, geschmackvoll geb. M. 1.25.

Erörtert nach einer Geschichte des Eisenbahnwesens insbesondere Tarifwesen,

Binnenwasserstraßen und Wirkungen der modernen Verkehrsmittel.

 

Die deutschen Volksstämme und Landschaften. Von Prof. Dr.

O . W e i s e. Mit 26 Abbildungen. Geh. M. 1.—, geschmackv. geb. M.

1.25.

Schildert, durch eine gute Auswahl von Städte-, Landschafts- und anderen Bildern

unterstützt, die Eigenart der deutschen Gaue und Stämme.

 

Ernährung und Volksnahrungsmittel. Sechs Vorträge gehalten

von Prof. Dr. J o h a n n e s F r e n t z e l. Mit 6 Abbildungen im Text und

2 Tafeln. Geh. M. 1.—, geschmackvoll geb. M. 1.25.

Behandelt die Ernährungslehre, den Verdauungsapparat und die Zubereitung der

Nahrungsmittel, die einzeln ausführliche Besprechung erfahren.

 

Aufgaben und Ziele des Menschenlebens. Von Dr. J . U n o l d in

München. Geh. M. 1.—, geschmackvoll geb. M. 1.25.

Beantwortet die Frage: Giebt es keine bindenden Regeln des menschlichen Handelns? in

zuversichtlich bejahender, zugleich wohlbegründeter Weise.

 

Der Kampf zwischen Mensch und Tier. Von Prof. Dr. K a r l

E c k s t e i n . Mit 31 Abbild. i. T. Geh. M. 1.—, geschmackv. geb. M.

1.25.

Der hohe wirtschaftliche Bedeutung beanspruchende Kampf erhält eine eingehende, ebenso

interessante wie lehrreiche Darstellung.

 

Am sausenden Webstuhl der Zeit. Übersicht der Wirkungen der

Entwicklung der Naturwissenschaften u. der Technik. Von

L a u n h a r d t , Geh. Reg.-Rat, Prof. a. d. Techn. Hochschule zu

Hannover. Mit vielen Abbild. Geh. M. 1.—, geschmackvoll geb. M.

1.25.

Heute, wo wir in den N a t u r w i s s e n s c h a f t e n u n d d e r Te c h n i k einen alle

vergangenen Zeiten weit überragenden Standpunkt einnehmen, ist e i n R ü c k b l i c k a u f

i h r e E n t w i c k l u n g , wie sie das vorliegende Bändchen in geistreichen Ausführungen

giebt, gewiß vielen willkommen. Indem er sie den Weltwundern der Alten gegenüberstellt, weiß

der Verfasser treffend das Wesen d e r W u n d e r u n s e r e r Z e i t klar zu stellen.

Vorbereitet durch naturwissenschaftliche Entdeckungen, die d i e S i n n e v e r s c h ä r f e n

u n d v e r v o l l k o m m n e n, haben diese Erfindungen unsere H e r r s c h a f t ü b e r d e n

R a u m in ungeahnter Weise ausgebreitet, die modernen Schußwaffen wie die Fernrohre, die

Eisenbahnen, die Dampfschiffe und die Luftschiffe. Eine eingehende Darstellung erfährt

insbesondere d i e E n t w i c k l u n g d e s E i s e n b a h n w e s e n s. Im letzten der

Vorträge werden die meistens zu entgegengesetzten Erscheinungen führenden W i r k u n g e n

d e r V e r k e h r s v e r v o l l k o m m n u n g dargestellt.

 

Das Eisenhüttenwesen erläutert in acht Vorträgen von Prof. Dr. H .

W e d d i n g . Mit 12 Figuren im Text. Geh. M. 1.—, geschmackvoll

geb. M. 1.25.

Das Eisen ist das u n e n t b e h r l i c h s t e M e t a l l, ohne dessen Gebrauch das

gegenwärtige Leben gebildeter Völker nicht zu denken ist. Wie von jedem gebildeten Menschen

erwartet werden darf, daß er weiß, auf welche Weise Brot hergestellt wird, so sollte auch von

jedem e i n e w e n i g s t e n s a l l g e m e i n e K e n n t n i s d e r V o r g ä n g e

v o r a u s g e s e t z t w e r d e n d ü r f e n , v e r m i t t e l s t d e r e r E i s e n e r z e u g t

u n d i n s e i n e G e b r a u c h s f o r m e n g e b r a c h t w i r d. Das ist der Gegenstand

der Eisenhüttenkunde. In den vorliegenden acht Vorträgen wird das Eisenhüttenwesen in

gemeinfaßlicher Weise von einem der bedeutendsten Fachmänner erörtert.

 

Die ständischen und sozialen Kämpfe in der römischen

Republik. Von L e o B l o c h. Geh. M. 1.—, geschmackv. geb. M.

1.25.

Es giebt schwerlich einen gleich interessanten und gleich bedeutungsvollen Vorgang in der

Weltgeschichte wie die E n t w i c k l u n g d e r r ö m i s c h e n W e l t m a c h t. D i e

s o z i a l e n E r s c h e i n u n g e n , d i e i n n e r e n Kämpfe der Stände, unter denen sich

die Entwicklung vollzieht und die in erster Linie a g r a r i s c h e n Charakter tragen, haben aber

für uns heute besonderes Interesse, und so ist eine — von allem philologischen Detail absehende

gemeinverständliche Darstellung dieser Kämpfe wohlberechtigt, wie sie das vorliegende

Bändchen giebt.

 

Einführung in die Theorie und den Bau der neueren

Wärmekraftmaschinen. Von Ingenieur R i c h a r d V a t e r. Mit

zahlreichen Abbildungen. Geh. M. 1.—, geschmackv. geb. M. 1.25.

Das Verständnis der immer wichtiger werdenden n e u e r e n

W ä r m e k r a f t m a s c h i n e n , d a s h e i ß t d e r G a s - , P e t r o l e u m - u n d

B e n z i n m a s c h i n e n , will dies Bändchen einem weiteren Kreise zugänglich machen,

sowohl dem Nichtfachmanne, wie demjenigen, der mit geringerer Vorbildung in engere oder

losere Berührung mit den Maschinen gelangte, Interesse und Verständnis für die Sache

erwecken. Der Zweck des Bändchens ist somit nicht ein rein technischer, sondern zugleich ein

allgemein bildender. Nach einer Gegenüberstellung der ä l t e r e n und n e u e r e n

W ä r m e k r a f t m a s c h i n e n wird zunächst die G a s m a s c h i n e behandelt, dann die

P e t r o l e u m - u n d B e n z i n m a s c h i n e n; zum Schlusse wird auf die neueste

Wärmekraftmaschine, auf die M a s c h i n e v o n D i e s e l, etwas näher eingegangen.

 

Das Licht und die Farben. Sechs Vorträge, gehalten im

Volkshochschulverein München. Von Professor Dr. L . G r a e t z. Mit

113 Abbildungen. Geh. M. 1.—, geschmackvoll geb. M. 1.25.

Die Vorträge gehen von den im Druck durch die Abbildungen ersetzten w i c h t i g s t e n

o p t i s c h e n E r s c h e i n u n g e n aus, aus denen sie die G e s e t z e d e s L i c h t e s

herauszuziehen und dadurch, schrittweise vom Einfacheren zum Komplizierteren fortschreitend,

immer tiefer in das Wesen des Lichtes einzudringen suchen. Ausgehend zunächst von den

einfachsten Erscheinungen der scheinbar g e r a d l i n i g e n A u s b r e i t u n g ,

Z u r ü c k w e r f u n g u n d B r e c h u n g d e s L i c h t e s wird dann das W e s e n d e r

F a r b e n behandelt. Die Frage nach der Natur der Seifenblasenfarben leitet zur Einführung in

die W e l l e n n a t u r d e s L i c h t e s. Danach wendet sich die Darstellung der

P h o t o g r a p h i e zu. Die letzte Vorlesung endlich macht die E i n s i c h t e n i n d i e

N a t u r d e s L i c h t e s p r ä z i s e r , indem sie das Licht als eine spezielle elektrische

Erscheinung anschließt an das große Gebiet der E l e k t r i z i t ä t .

 

Der Bau des Weltalls. Von Prof. Dr. J . S c h e i n e r. Mit zahlreichen

Abbildungen. Geh. M. 1.—, geschmackv. geb. M. 1.25.

Dieses Bändchen beabsichtigt, in allgemeinverständlicher Darstellung in das Hauptproblem

der Astronomie, das auf lebhaftestes Interesse bei einem jeden Menschen rechnen darf, d i e

E r k e n n t n i s d e s W e l t a l l s, einzuführen. Das erste Kapitel ist der Aufgabe gewidmet,

den Leser an die w i r k l i c h e n V e r h ä l t n i s s e v o n R a u m u n d Z e i t i m

W e l t a l l zu gewöhnen, ihm hierüber eine klare Anschauung zu ermöglichen, die unbedingt

zum Verständnis des Ganzen erforderlich ist. Das zweite Kapitel lehrt, wie d a s W e l t a l l

v o n d e r E r d e a u s e r s c h e i n t; die drei folgenden Kapitel sind dem i n n e r e n

B a u d e s W e l t a l l s gewidmet, d. h. in ihnen ist die Struktur der s e l b s t ä n d i g e n

H i m m e l s k ö r p e r mit Hilfe der Spektralanalyse auseinandergesetzt. Das letzte Kapitel giebt

als Schlußstein eine Lösung der Frage über die ä u ß e r e K o n s t i t u t i o n der Fixsternwelt.

 

Die Metalle. Von Prof. Dr. K . S c h e i d. Reich illustriert. Geh. M. 1.—,

geschmackvoll geb. M. 1.25.

Das Bändchen will, ohne daß irgend welche Kenntnisse der Chemie und Gesteinkunde

vorausgesetzt werden, eine Erklärung geben, wie die M e t a l l e i n d e r E r d e sich als Erze

abgelagert haben mögen und wie die Erze sich in d a s r e i n e M e t a l l umwandeln lassen;

wie die Metalle auf den H ü t t e n w e r k e n dargestellt werden, ist unter Beigabe von

Abbildungen erklärt. In den letzten Abschnitten werden sodann die Metalle hinsichtlich ihrer

E i g e n s c h a f t e n v e r g l i c h e n und das A l l g e m e i n e ü b e r D a r s t e l l u n g

u n d V e r a r b e i t u n g zusammenfassend erklärt.

 

Meeresforschung und Meeresleben. Von Dr. J a n s o n . Geh. M. 1.

—, geschmackvoll geb. M. 1.25.

Gerade jetzt, zu einer Zeit, wo unser deutsches Volk seine Blicke weit hinaus in die Ferne

richtet, erschien eine den Absichten der Sammlung entsprechend im engsten Rahmen gehaltene

Zusammenfassung der hauptsächlichen Erfolge und der zunächst ins Auge genommenen Ziele

der m o d e r n e n s y s t e m a t i s c h e n M e e r e s u n t e r s u c h u n g. — Einer kurzen

Darstellung der E n t w i c k l u n g s g e s c h i c h t e der modernen Meeresforschung und ihrer

Ziele folgt eine Betrachtung der V e r t e i l u n g v o n W a s s e r u n d L a n d auf der Erde,

der T i e f e n d e s M e e r e s, der E r h e b u n g e n seines Bodens und der ihn bedeckenden

A b l a g e r u n g e n . Daran schließt sich eine Behandlung der physikalischen und chemischen

Verhältnisse des M e e r w a s s e r s an. Den Schluß bildet eine kurze Beschreibung der

w i c h t i g s t e n O r g a n i s m e n d e s M e e r e s, der Pflanzen und Tiere, der Werkzeuge

und Methoden ihres F a n g e s und ihrer A n p a s s u n g s e r s c h e i n u n g e n an die so

eigenartigen Lebensverhältnisse der Ozeane.

 

Die moderne Heilwissenschaft. Wesen und Grenzen des ärztlichen

Wissens. Von Dr. E . B i e r n a c k i. Deutsch von Dr. S . E b e l, Badearzt

in Gräfenberg. Geh. M. 1.—, geschmackv. geb. M. 1.25.

Die Abhandlung bezweckt, in den Inhalt des ärztlichen Wissens und Könnens von einem

allgemeineren Standpunkte aus einzuführen. Sie behandelt die g e s c h i c h t l i c h e

E n t w i c k l u n g d e r m e d i z i n i s c h e n G r u n d b e g r i f f e , d i e

L e i s t u n g s f ä h i g k e i t u n d d i e F o r t s c h r i t t e d e r m o d e r n e n

H e i l k u n s t , d i e B e z i e h u n g e n z w i s c h e n d e r D i a g n o s e u n d d e r

B e h a n d l u n g d e r K r a n k h e i t , s o w i e d i e G r e n z e n d e r m o d e r n e n

D i a g n o s t i k i n a l l g e m e i n v e r s t ä n d l i c h e r W e i s e. Eine ausführliche

Besprechung erfährt insbesondere auch das kulturgeschichtlich so interessante

m e d i z i n i s c h e S e k t e n w e s e n (Homöopathie, Volksmedizin u. Naturheilkunde

u. s. w.).

 

Das Zeitalter der Entdeckungen. Von Prof. Dr. S . G ü n t h e r in

München. Mit einer Weltkarte. Geh. M. 1.—, geschmackvoll geb. M.

1.25.

Wenig Zeitalter dürfen heute, wo kühne Forschungsreisen unsere Teilnahme und

Bewunderung immer aufs neue erwecken, wir immer lebhafteren Anteil an der Nutzbarmachung

neuer Entdeckungen nehmen, wohl in weiteren Kreisen auf so lebhaftes Interesse rechnen, wie

das Entdeckungszeitalter. Von einer Ü b e r s i c h t ü b e r d e n g e o g r a p h i s c h e n

W i s s e n s s t a n d d e s A l t e r t u m s u n d M i t t e l a l t e r s ausgehend, behandelt der

Verfasser dann das Entdeckungszeitalter im engeren Sinne, von dem Auftreten H e i n r i c h s

d e s S e e f a h r e r s , des ersten zielbewußten Organisators der Entdeckungsarbeit, bis zu den

Bestrebungen der germanischen Völker, um Asien oder Amerika herum einen neuen S e e w e g

n a c h I n d i e n zu finden; die Auffindung des Weges um das K a p d e r g u t e n

H o f f n u n g und die Begründung der p o r t u g i e s i s c h e n K o l o n i a l h e r r s c h a f t in

Asien, sodann die Fahrten des C o l u m b u s , die Erdumsegelung von M a g a l h a ẽ s , die

Entdeckungen und Eroberungen der S p a n i e r i n S ü d - , M i t t e l - u n d

N o r d a m e r i k a und endlich das Hervortreten der f r a n z ö s i s c h e n , b r i t i s c h e n

u n d h o l l ä n d i s c h e n S e e f a h r e r.

 

Schöpfungen der Ingenieurtechnik der Neuzeit. Von

Bauinspektor C u r t M e r c k e l. Mit zahlr. Abbild. Geh. M. 1.—,

geschmackvoll geb. M. 1.25.

Die „Schöpfungen der Ingenieurtechnik der Neuzeit“ dürfen heute auf ein weites Interesse

rechnen. Das vorliegende Bändchen führt eine Reihe von h e r v o r r a g e n d e n

I n g e n i e u r b a u t e n a u s d e m G e b i e t e d e s V e r k e h r s vor; die

G e b i r g s b a h n e n , die B e r g b a h n e n , die t r a n s k a s p i s c h e u n d

t r a n s s i b i r i s c h e E i s e n b a h n , sowie die c h i n e s i s c h e n E i s e n b a h n e n

gelangen zur Besprechung; die Vorläufer der Gebirgsbahnen, die bedeutenden

G e b i r g s s t r a ß e n d e r S c h w e i z u n d T i r o l s, anderseits die großen in A s i e n

bereits entstandenen oder in der Ausführung begriffenen und projektierten

E i s e n b a h n v e r b i n d u n g e n werden eingehend geschildert, endlich in kurzen Zügen die

m o d e r n e n K a n a l - u n d H a f e n b a u t e n mit den bereits zur Ausführung

gekommenen Neuerungen oder den im Entwicklungsstadium befindlichen Umgestaltungen

behandelt.

 

Die fünf Sinne des Menschen. Von Dr. J o s . C l e m . K r e i b i g in

Wien. Mit 29 Abbild. im Text. Geh. M. 1.—, geschmackvoll geb. M.

1.25.

Der Verfasser sucht die Fragen über die B e d e u t u n g , A n z a h l , B e n e n n u n g

u n d L e i s t u n g e n d e r S i n n e in gemeinfaßlicher Weise zu beantworten. Nach einer

kurzen allgemeinen Charakteristik des einzelnen Sinnesgebietes bringt er zunächst d a s

O r g a n u n d s e i n e F u n k t i o n s w e i s e, dann die a l s R e i z w i r k e n d e n

ä u ß e r e n U r s a c h e n und zuletzt den I n h a l t , d i e S t ä r k e , d a s r ä u m l i c h e

u n d z e i t l i c h e M e r k m a l d e r E m p f i n d u n g e n zur Besprechung. Am

ausführlichsten behandelt er den G e h ö r - u n d G e s i c h t s s i n n, insbesondere die

Gebiete der T ö n e u n d F a r b e n. Überall verwertet er maßvoll und selbständig die

n e u e s t e n E r g e b n i s s e d e r W i s s e n s c h a f t.

 

 Weitere Bändchen befinden sich in Vorbereitung. 

Sie haben Mensch und Erde, Skizzen von den Wechselbeziehungen zwischen beiden zu Ende gelesen

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* You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of any money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the electronic work is discovered and reported to you within 90 days of receipt of the work.

* You comply with all other terms of this agreement for free distribution of Project Gutenberg-tm works.

1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project Gutenberg-tm electronic work or group of works on different terms than are set forth in this agreement, you must obtain permission in writing from both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and The Project Gutenberg Trademark LLC, the owner of the Project Gutenberg-tm trademark. Contact the Foundation as set forth in Section 3 below.

1.F.

1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread works not protected by U.S. copyright law in creating the Project Gutenberg-tm collection. Despite these efforts, Project Gutenberg-tm electronic works, and the medium on which they may be stored, may contain "Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate or corrupt data, transcription errors, a copyright or other intellectual property infringement, a defective or damaged disk or other medium, a computer virus, or computer codes that damage or cannot be read by your equipment.

1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all liability to you for damages, costs and expenses, including legal fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE PROVIDED IN PARAGRAPH 1.F.3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH DAMAGE.

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1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied warranties or the exclusion or limitation of certain types of damages. If any disclaimer or limitation set forth in this agreement violates the law of the state applicable to this agreement, the agreement shall be interpreted to make the maximum disclaimer or limitation permitted by the applicable state law. The invalidity or unenforceability of any provision of this agreement shall not void the remaining provisions.

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Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm

Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of electronic works in formats readable by the widest variety of computers including obsolete, old, middle-aged and new computers. It exists because of the efforts of hundreds of volunteers and donations from people in all walks of life.

Volunteers and financial support to provide volunteers with the assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg-tm's goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will remain freely available for generations to come. In 2001, the Project Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure and permanent future for Project Gutenberg-tm and future generations. To learn more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and how your efforts and donations can help, see Sections 3 and 4 and the Foundation information page at www.gutenberg.org Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation

The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit 501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification number is 64-6221541. Contributions to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation are tax deductible to the full extent permitted by U.S. federal laws and your state's laws.

The Foundation's principal office is in Fairbanks, Alaska, with the mailing address: PO Box 750175, Fairbanks, AK 99775, but its volunteers and employees are scattered throughout numerous locations. Its business office is located at 809 North 1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887. Email contact links and up to date contact information can be found at the Foundation's web site and official page at www.gutenberg.org/contact

For additional contact information:

Dr. Gregory B. Newby

Chief Executive and Director

gbnewby@pglaf.org

Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation

Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide spread public support and donations to carry out its mission of increasing the number of public domain and licensed works that can be freely distributed in machine readable form accessible by the widest array of equipment including outdated equipment. Many small donations ($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt status with the IRS.

The Foundation is committed to complying with the laws regulating charities and charitable donations in all 50 states of the United States. Compliance requirements are not uniform and it takes a considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up with these requirements. We do not solicit donations in locations where we have not received written confirmation of compliance. To SEND DONATIONS or determine the status of compliance for any particular state visit www.gutenberg.org/donate

While we cannot and do not solicit contributions from states where we have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition against accepting unsolicited donations from donors in such states who approach us with offers to donate.

International donations are gratefully accepted, but we cannot make any statements concerning tax treatment of donations received from outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff.

Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation methods and addresses. Donations are accepted in a number of other ways including checks, online payments and credit card donations. To donate, please visit: www.gutenberg.org/donate

Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic works.

Professor Michael S. Hart was the originator of the Project Gutenberg-tm concept of a library of electronic works that could be freely shared with anyone. For forty years, he produced and distributed Project Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of volunteer support.

Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed editions, all of which are confirmed as not protected by copyright in the U.S. unless a copyright notice is included. Thus, we do not necessarily keep eBooks in compliance with any particular paper edition.

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