Neues Altes
Portrait d’une jeune femme
Margeritten im hohen Grase. Alles blüht und atmet Frieden! Auf dem Boden leben aber und sterben lautlos hunderttausend Insekten. Nur der Mensch erhebt seine Stimme und beklagt sein Schicksal. Kann er es ändern?! Ja. Er kann wenigstens weinen und schreien. Und falls er es nicht kann, tun es für ihn liebevoll die Dichter!
Manche Frauen würden nicht elende »Treuebrecherinnen«, »Ehebrecherinnen« werden, wenn sie stets imstande wären, an den Schätzen der friedevollen mysteriösen Natur ihre zerfahrenen Seelen wieder und immer wieder aufzurichten!
Natur und Frau sollten in gleicher Weise wirken, uns zu adeligen, all-verstehenden, sanftmütigen Weltgeschöpfen zu transformieren! Einer Frau diese geniale Aufgabe als süße Pflicht beibringen, heißt: sie glücklich machen!
Sahst du nach dem Gewitterregen den Wald?!?
Alles rastet, blinkt und ist schöner als zuvor — —.
Siehe, Fraue, auch du brauchst Gewitterregen!
Portrait d’une jeune femme
»Je suis venue pour donner — — — prenez, prenez, prenez!!«
Cléo de Mérode
Unzerstörbares Antlitz; Zeit und Erlebnis versuchen es vergebens, in deinem edlen Erz sich einzugraben — — —!
Prinzessin Ruprecht von Bayern
»Und dein Antlitz ist die ›Materie gewordene‹ Seele selbst!!«
Kronprinzessin
Geboren, einem Kaiser Kinder zu gebären und zu Fürstlichkeiten zu erziehen im Leben! Aber der Dichter erschaut in dir dennoch nur die einfache Vollkommenheit ohne Zweck und Ziel!