Our Stars, Die Geschichte einer Halbvampirin und eines Werwolfs

Anna Schneiderbauer · Kapitel 1 von 1 · Teil 1/3

PDF-Seiten

Our Stars, Die Geschichte einer Halbvampirin und eines Werwolfs

Our Stars

Dieses Kapitel ist lang und deshalb in 3 Teile geteilt.

Kapitel 1

"Anna, hilf mir mal den Karton runtertragen", schrie Sue. Wir ziehen nämlich schon wieder um, da mein Vater ein Vampir ist und ich ein Halbvampir, fällt das logischerweise nach einiger Zeit auf, wenn wir nicht altern. Meine Mutter Sophie starb nach meiner Geburt. Wir kommen ursprünglich aus Australien und waren schon so ziemlich in allen Ländern. Nun hat sich mein Vater verliebt. In Sue Clearwater, in La Push, eigentlich der perfekte Ort für Vampire. Die Stadt mit den höchsten Niederschlagsrate und wenigsten Sonnentagen im Jahr.

Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen wir endlich an. Vor dem Haus standen schon Sue, Seth und Leah(Ihre Kinder). Seth kam gleich auf mich zugerannt und während er mich umarmte wirbelte er mich im Kreis herum. Ich bin zwei Jahre älter als er. Offiziell. Nun kam auch Leah zu mir und umarmte mich freudig."Ich freue mich schon auf unser Zusammenleben!" sagte Sue während sie mich umarmte."Seth! Kannst du mir mal helfen die Kartons rein zutragen?" schrie Sue, die meinem Vater gerade half. "Klaro", sagte Seth und nahm mit Leichtigkeit den 20kg schweren Karton."Wo soll der hin?", fragte Seth mit einem Grinsen im Gesicht. Nachdem wir alle Umzugskartons in den richtigen Raum gebracht haben gings ans auspacken. Seth und Leah halfen mir dabei. Wir unterhielten uns über alles Mögliche, auch über ihre Freunde. Ich wusste, dass sie Gestaltwandler waren und ich fand das irgendwie cool. Leah und Seth meine beiden Werwolfgeschwister. Nachdem Leah über alle etwas erzählt hatte, sagte sie, ich solle jetzt schlafen, morgen ist ja mein erster Schultag. Nachdem sich Seth und Leah aus meinem Zimmer verschwunden waren, schaute ich auf die Uhr. Mist, schon 23Uhr. Jetzt aber schlafen.

Mitten in der Nacht wachte ich auf. Ich hörte draußen Jungs lachen aber verkniff es mir aus dem Fenster zu schauen. Wahrscheinlich Seth und Leas Freunde. Ich begutachtete mein Zimmer. Es war relativ groß, mit meinem Himmelbett, dass sozusagen ein Stockwerk höher war. Links neben der Tür war an der Wand ein Flachbildfernseher und davor ein Sofa in rot, da eine Wand von mir rot gestrichen war. ich hatte auch einen riesigen begehbaren Kleiderschrank in einem Extrazimmer. Gegenüber von meinem Bett an der Wand war ein großes Bücher-und Filmregal und daneben ein Sessel. Links von meinem Bett war ein Schreibtisch mit einem Stuhl, direkt vor dem Fenster. Ach ja, ich hatte auch noch einen Balkon.

Doch meine Augen wurden von der Anstrengung im dunklen zu sehen wieder schwer und fielen letztendlich zu.

 

Kapitel 2

Seth kam in mein Zimmer gestürmt, sprang auf mein Bett und schrie "Aufwachen Schwesterchen! Erster Schultag! Heute lernst du meine Freunde kennen!"-"Oh Mann, Seth! Du Idiotie!" schrie ich in einer Mischung aus lachen und Verzweiflung. Als er wieder hinausging zog ich mir meinen Bademantel über und ging ins Bad. Ich putzte mir dir Zähne, trug ein bisschen Makeup auf und machte meine schwarzen Haare mit blauen Spitzen zu einem Hohen Pferdeschwanz zusammen. Meine Mutter schrie von unten:"Anna, willst du noch Frühstück?" -"Nein!" schrie ich nach unten. Ich ging in mein Zimmer, zog eine dunkelblaue Jeans an, ein weißes kurz arm Sweatshirt und schwarze Boots mit Absätzen. "na, wie seh ich aus?", fragte ich Seth als ich unten angekommen war. " So kannst du dich mit uns blicken lassen", antwortete er mit einem schiefen Grinsen. Leah umarmte mich und sagte:" Da machen sicher alle Augen“.

Als ich in der Schule im Reservat ankam staunte ich nicht schlecht. Ich´ dachte immer die ist klein und alt. Im Gegenteil. sie war riesig, ich hatte gar nicht gewusst, dass so viele im Reservat in die Schule gehen."Viel Spaß an der neuen Schule, Schwesterchen!" sagte Leah mit ein bisschen Ironie."Von wem soll ich mich den fernhalten?", fragt ich Seth."Ich will dir ja nichts vorschreiben aber ich rate dir dich von Jessica und ihrer Gang Fernzuhalten. Schau, do drüben ist sie, die mit dem pinken Pullover." Wow, sah die arrogant aus. Plötzlich wurde ich durch lautes Gelächter aus meinen Gedanken gerissen."Darf ich Vorstellen, dass ist Anna, meine neues Schwesterchen!" Ich sah fünf braun gebrannte, gutaussehende, riesige Jungs vor mir. Alle mit einem unglaublichen Grinsen. Sie stellten sich vor und umarmten mich. Sie hießen, wie Seth schon sagte, Jacob, Embry, Quil, Jared und Paul. Sam geht nicht mehr zur Schule aber den lerne ich später noch kennen. Sie machten natürlich Witze wobei Jake sagte;" Ich hätte nicht gedacht, dass du so eine neue heiße Schwester abkriegst!"-Hinter sich räusperte sich ein Mädchen. Ungefähr so groß wie ich, braune leicht lockige Haare die im Licht ein bisschen rötlich glitzerten."Aber niemand ist so schön wie du, Renesmee!" Er umarmte sie und küsste sie, wobei Jared pfiff."Hallo, ich bin Renesmee", sagte sie und umarmte mich. "Ich glaube wir werden gute Freundinnen. Ich hab dir schon deinen Stundenplan geholt. Du hast jetzt mit Embry Physik"."Cool", sagte ich und lächelte Embry an. Erst jetzt bemerkte ich, dass Paul mich die ganze Zeit anschaut, aber ich schaute schnell wieder weg. Renesmee gab mir meinen Stundenplan und Embry begleitete mich zum Physiksaal. man hörte die Klasse schon von weiten. Embry musste noch schnell weg also ging ich schon mal in die Klasse. Sofort war es still und alle starrten mich an. Nach einer gefühlten Ewigkeit wurde es wieder laut. Plötzlich kam so ein Macho zu mir:" Na, Schönheit, wisst du dich neben mich setzten?" Ich verzog das Gesicht doch plötzlich sprach Embry:"Sorry, aber sie sitzt schon neben mir." Mein Retter in der Not. Der Typ schaute Embry sauer an und ging dann wieder. Noch bevor ich mich bedanken konnte, kam auch schon unser Physiklehrer."Wer ist denn hier Anna ...Ähhhh...Summer?" Fragte er. Ich hab die Hand."Gut, einen Platz hast du ja schon gefunden. Willkommen in der neuen Schule. Ich bin Mr. Goodale"- Ich zwang mir ein nettes Grinsen ins Gesicht. Embry lachte leise in sich hinein und mir war das so peinlich. Die Physikstunde hätte sich noch mehr gezogen, wenn ich und Embry nicht Zettel geschrieben hätten. Und da war er auch schon, der Gong. Ab in die nächste Stunde. Englisch, Super, das einzige Fach was ich einigermaßen mochte. Renesmee wartete schon vor dem Physiksaal, sie sagte wir hätten jetzt gemeinsam Englisch. In Physik erfuhr ich außerdem von Embry, dass Renesmee auch ein Halbvampir ist. Ich glaube sie weiß, dass ich auch einer bin. In Englisch war es vergleichsweise ruhig. Die anderen Stunden verflogen n Windeseile. Ich sitze eigentlich immer neben Renesmee und Embry, da wir fast alle Fächer gemeinsam haben. Die ganze Truppe wartete schon vor dem Klassenzimmer. Mit lautem Gelächter und Freuderufen begrüßten sie mich und Renesmee. Natürlich setzte ich mich zu ihnen. Ich glaube das war die lustigste Mittagspause die ich je hatte. Im Gang schauten mich alle an und nuschelten:" Die Neue hängt mit der La Push Gang ab. Voll Krass." Zum Glück hab ich so gute Ohren, tja ich bin halt ein Halbvampir. Ich wurde plötzlich aus den Gedanken gerissen. Es war Jessica die plötzlich vor mir stand:"Hi, ich bin Jessica. Ich wollte dich nur warnen. Die la Push Jungs gehören mir!" Jungs? Plural? -"Seth gehört mir verstanden?"- "Tja da mach dir mal keine Sorgen, er ist nämlich mein Stiefbruder also."-"Und halt dich auch von den anderen fern. Wir alle haben uns schon einen ausgesucht, wir müssen nur noch zuschnappen!" Ich riss die Augen auf vor Entsetzten. Plötzlich kam das Rudel." Gibts hier ein Problem?", fragte Jake mit einem verdutzten Gesicht."Nein, alles Bestens", antwortete Jessica und stolzierte davon."Wow, was war das denn?" Alle waren erstaunt und ich warf Jessica einen bösen Blick hinterher."Wo ist Paul?" fragte ich. Nur leider klang das gerade falsch, so als wäre ich in ihn verliebt oder so."Der kommt gleich", entgegnete Nessie. Plötzlich spürte ich zwei Finger die in meine Taille stochen. Es kitzelte und war überrascht, sodass ich einen "huch" herausbrachte. ich drehe mich um und da stand Paul hinter mir. Zum ersten Mal schaute ich ihm in die Augen. Er strahlt so eine Wärme aus. Ich wand die Augen ab, als ich bemerkte, dass er etwas in der Hand hatte." Hier für dich. Ein Willkommensgeschenk. Von uns allen." Ich konnte mir ein Lachen nicht unterdrücken und machte es auf. Alle starrten mich erwartungsvoll mit einem Grinsen im Gesicht an. Ich öffnete die längliche Box die in schönes Geschenkpapier eingewickelt war, bevor ich es runter riss. Es war ein wunderschönes Lederarmband mir einem silbernen Symbol in der Mitte. "Es ist das Zeichen der Quileute" sagte Seth. Ich machte den Mund auf doch konnte voller Freude kaum etwas sagen außer "Wow!" Ich umarmte alle und Paul am längsten. Ich spürte Blicke auf mir. Als mich Paul dann losließ schaute ich mich um und sah Jessica lästern. Embry bemerkte es und sagte:" Mach dir nichts draus. Die ist schon immer so eine Lästerschwester gewesen. Komm wir gehen." Ich folgte den anderen Gedankenverloren, als sich plötzlich Pauls Arm um meine Schultern legten. Es fühlte sich gut an also weigerte ich mich nicht. "Jetzt haben wir Mathe" sagte Paul und ich folgte ihm ins Klassenzimmer. Wie immer das übliche Schema. Stille, anstarren, Angebaggert werden, gerettet werden, vom Lehrer begrüßt werden und dann Langeweile.

"Na?", fragte mein Vater als wir nach Hause kamen."Wie wars?"-"Schön" sagte ich. " ich geh jagen, hab wieder mal Lust auf Tierblut. Seth, Leah? Kommt ihr mit?" beide lehnten ab also ging ich alleine.

Nachdem ich ein Reh erlegt hatte, begegnete ich Nessie. Sie lud mich zu sich ein, wo ich natürlich nicht ablehnte. Ich rief Sue noch schnell an und folgte ihr dann.

 

Kapitel 3

Nach ein paar Minuten hörte ich plötzlich große, schwere Schritte hinter mir. Ich blickte kurz um und sah Jacob als Wolf der uns folgte. Als ich mich wieder umdrehte sah das Haus. Es war groß, mit Fassaden aus Glas. Ich fühlte mich fehl am Platz doch ich folgte Nessie hinein. Sofort waren alle Augen auf mich gerichtet."Willst du uns deine Freundin nicht vorstellen?", fragte der blonde nach einer Ewigkeit des Schweigens."Oh Entschuldigung wie unhöflich von mir. darf ich vorstellen, dass ist Anna. Sie ist neu und ihr Vater ist bei Sue Clearwater eingezogen!"Sie grinste und alle kamen her und umarmten mich. Plötzlich bemerkte ich wie Alice auf dem Sofa saß und das Gesicht verzog. Edward und Jasper blickten fragend doch sagten nichts.

Von draußen hörte ich Jacob der gerade auf das Haus zulief. Ich konnte sehr gut hören und riechen. Doch an den Wolfsgestank hab ich mich schon gewöhnt."Du bist also auch ein Halbvampir. Erstaunend. Es gibt doch mehr von deiner Art als ich erwartet habe." flüsterte Edward für sich. Ich hörte weit entfernte Schritte aus dem Wald. Seth und Leah? Sie kamen immer näher und wurden immer schneller. Und da waren sie auch schon. Edward riss die Augen auf."Jacob, du sollst so schnell wie möglich ins Krankenhaus. Pauls Vater hatte einen Autounfall!" Bei dem Namen Paul wurde mir schlecht. Ich musste mitkommen. Ich kann Paul damit nicht alleine lassen. Außerdem war Pauls Vater ein guter Freund unserer Familie. "Ich komme mit!" schrie ich. Jacob stürmte nach draußen gefolgt von mir und Carlisle. Innerhalb von 10Minuten waren wir im Krankenhaus. Embry erwartete uns schon vor dem Eingang. "Anna, gut das du da bist. Er braucht dich." Was? Warum mich. Sofort folgte ich Embry. Als ich Paul sah nahm ich ihn sofort in den Arm. Er erwiderte meine Umarmung. Ich bemerkte, dass er weinte und drückte ihn noch fester. Nun lief auch mir eine Träne die Wange hinunter."Ich hab Paul noch nie weinen sehen" sagte Embry verblüfft und traurig zugleich. "Du kannst jetzt zu ihm", hörte ich Carlisle zu Paul sagen. Paul lies mich los und schaute mir in meine leuchtend hellblauen Augen. Er nahm meine Hand und wir gingen ins Zimmer. Als ich seinen Vater sah, blieb ich vor Schreck stehen. Überall hingen Schläuche und er hatte auch einen dicken Beatmungsschlauch im Mund. Ich fing zu weinen an. Auch Paul stand regungslos dar. Ich konnte genau fühlen was er gerade fühlte. Er kniete sich neben seinen Vater, der bewusstlos war, und fing an zu weinen. Es berührte mich mehr als ich gedacht hätte Paul so zu sehen. Ich ging langsam auf ihn zu. Ich hörte ihn etwas zu seinem Vater flüstern:"Bitte stirb nicht, nicht noch du auch. Ich kann nicht ohne dich. Wo soll ich den hin? Ich.....ich entschuldige für alle Streitereien, für alles was ich dir angetan habe. Aber bitte, komm zurück", jetzt mussten auch alle anderen weinen. Paul stand auf und sagte laut:"wenn ich den finde der ihm das angetan hat, dann..." Mehr brachte er nicht heraus. Er zitterte am ganzen Körper, aus seiner Kehle kam ein Knurren. Er stürmte aus dem Krankenhaus. ich versuchte ihm zu folgen ohne dabei übermenschlich schnell zu sein. Er lief in den Wald. Ich wollte hinterher doch eine Hand ergriff mich am Arm. Es war Jared. "Er muss sich abreagieren. Er braucht Zeit für sich.....Komm her", er nahm mich in den Arm und ich musste schon wieder zu weinen anfangen.

Zuhause angekommen fragte Sue mich auch schon:" Ist es war?"Ich nickte und ihr kullerten Tränen über die Wange. Ich ging in mein Zimmer, legte mich aufs Bett und schlief sofort ein.

Es war mitten in der Nacht, als ich plötzlich jemanden um unser Haus schleichen hörte. Ich beschloss mich zu erkundigen wer das war, also öffnete ich das Fenster und sprang hinaus. Ich konnte nichts erkennen, doch plötzlich sah ich einen großen grauen Wolf vor mir. "Paul...“, sagte ich so leise, dass man es kaum hören konnte. Er lief ins Gebüsch und verwandelte sich zurück. Mir standen Tränen in den Augen, und er nahm mich in den Arm."Es tut mir so leid mit deinem Vater...“, sagte ich. "Wenn ich diesen Typen finde..."-"Schsch, nicht zu schnell handeln. Vielleicht war keiner Schuld. „flüsterte ich. Ich konnte es einfach nicht begreifen, warum ich so mit ihm mitfühlte. Er drückte mich ein wenig von sich weg und schaute mir in die Augen. Nachdem er mit einem Finger mein Kinn hochgehoben hatte, küsste er mich zärtlich. Ich erwiderte seinen Kuss. das Feuer brannte in mir, es fühlte sich alles so richtig an. Ich hörte Wolfsgeheul und Paul schaute auf und hauchte mir ins Ohr:"Ich muss jetzt los." Sein Atem war so süß. Er küsste mich ein letztes Mal auf die Stirn und verschwand dann wieder im Wald. Der Abschied tat so weh auch wenn er nur von kurzer Dauer ist.

 

APRIL

MAI

JUNI

JULI

AUGUST

Kapitel 4

Ich und Paul waren jetzt ein Paar. ich wusste, dass er auf mich geprägt ist und ich fand es wunderschön. Er war einfach immer für mich da, wenn Jessica versuchte mich vor der ganzen Schule bloßzustellen. Paul fing mich immer auf.

Heute hatten wir beschlossen mit Jared und Kim ein "Doppeldate" zu machen. Ich und Paul waren nicht so begeistert doch Kim überredete uns doch noch dazu. Am Strand angekommen, quatschten wir über alles Mögliche bis Jared sagte:"Paul ich muss dir was gestehen...“, ich und Paul sahen verdutzt aus, und Jared fiel es sichtlich schwer dies zu sagen, " Der Unfall mit deinem Dad, da.....da bin ich Schuld. Ich bin über die Straße gerannt ohne zu sehen ob ein Auto kommt, und da fuhr gerade dein Vater. Er bremste und das Auto geriet ins Schleudern und. und knallte gegen den Baum." Paul brachte vor Wut kein Wort heraus. Als er versuchte auf ihn loszugehen hielt ich ihn zurück."Du...du hast es mir die ganze Zeit über verschwiegen und erst jetzt erzählst du es?!" Ich spürte, dass er zu wie wild zu Zittern anfing. Ein Knurren kam ihm in der Kehle hoch. " Schsch Paul. Tu es nicht!" versuchte ich ihn zu beruhigen. Ich schlang die arme um seinen heißen und zitternden Körper. "Anna nicht!" schrie Jared.Ich bemerkte, dass ich ihn nicht mehr zurückhalten konnte, doch als ich gerade zurücksprang verwandelte sich Paul auch schon. Als ich am Boden angelangt war, schrie ich vor Schmerz laut auf und legte die Hand rechts in meine Taille. Ich spürte das Blut an meinen Händen und schrie nochmals auf. Dort zogen sich von der Wirbelsäule bis zum Bauchnabel drei tiefe Wunden. Nun schrie und strampelte mit den Beinen vor Schmerz. Jared und Kim kamen auf mich zugerannt und beugten sich über mich."Alles wird gut Anna, bleib bei uns! Kim, ruf sofort Dr. Cullen und Sue an!" schrie Jared. Ich starrte auf den großen silbernen Wolf der mich anstarrte. Noch ein letzter gequälter Blick und er lief davon. "Paul!" schrie ich so gut ich konnte und im nächsten Moment fielen mir die Augen zu.

Im Zimmer hörte ich Carlisle sagen:" Ich hab ihr Morphium gegeben. Die Wunden sind ziemlich tief doch sie wird schon wieder." Das erklärt auch warum ich meine Augen nicht aufbekomme. Es ist das Morphium. Ich spürte eine Hand auf meiner. im ersten Moment dachte ich es sei Paul, doch sie war zu klein für Paul. Es war Seth. "Es wird alles gut Schwesterchen. Ich liebe dich." Etwas Kaltes tropfte auf meine Hand. Er weinte. Im Hintergrund nahm ich Embry, Quil,Jared,Jacob,Renesmee und die Cullens wahr. Die Wölfe schluchzten leise. Ich glaube auch Emily ist da, sie ist mir sehr ans Herz gewachsen. Und im nächsten Moment war ich auch schon wieder weg.

Ich spürte einen stechenden Schmerz an meiner rechten Körperhälfte. Ich schätze mir wird gerade der Verband gewechselt. Ich versuchte meine Augen zu Öffnen. langsam wurde alles schärfer. "Sie wacht auf!", schrie Leah voller Begeisterung. Alle stürmten an meine Bettkante. "Sssssss, nicht so laut, sie wird bestimmt schreckliche Kopfschmerzen haben!", ermahnte die Krankenschwester sie. Jetzt sah ich alles deutlich und verdammt hab ich Kopfschmerzen. Nun war auch die Krankenschwester fertig."Hey", flüsterte ich mit leiser und rauer Stimme. Ich sah mich um, jeder war da außer einer."Wo...wo ist Paul?" Alle wichen meinem Blick aus. "Was ist passiert?", fragte ich jetzt energischer."Paul, naja, das wissen wir selber nicht so genau. Wir haben ihn auch das letzte Mal vor zwei Wochen gesehen, als das passierte."-" Warte. Zwei...Wochen? So lange?" Embry nickte. "Aber warum ist Paul...?“Mehr brachte ich nicht raus. Ich hatte einen Kloß im Hals."Tut mir Leid", flüsterte Sam, den ich gar nicht bemerkt hatte. Mir liefen nach und nach mehr Tränen über die Wange bis ich letztendlich ganz weinte. ich hielt mir die Hände vors Gesicht. Renesmee setzte sich neben mich auf die Bettkante und nahm mich in den Arm. Nun hörte ich Carlisle vor der Türe. Er kam herein nickte den Wölfen zu und sagte zu mir:" Hallo Langschläferin! Du warst zwei Wochen bewusstlos. Die Wölfe waren die ganze Zeit hier."Kaum war Carlisle im Raum war, lockerte sich die Stimmung. Da konnte sogar ich mir ein Lachen nicht verkneifen. "Ich seh mir die Wunde mal an." Erst jetzt bemerkte ich die Schmerzen wieder. Niemand wollte hinsehen. Ich auch nicht, also schloss ich die Augen. "Sieht gut aus, aber eine Narbe können wir nicht vermeiden."Ich nickte und öffnete wieder die Augen. Er gab mir noch eine neue Infusion und sagte dann zu mir, dass ich schlafen solle und ich schon in ein paar Tagen wieder gehen kann. Die Jungs gingen und ich schlief ein.

Als ich aufwachte kam auch schon die Schwester mit meinem Frühstück herein. Ich aß ein bisschen, doch eigentlich hatte ich keinen Hunger, ich musste ständig an Paul denken. Er nannte mich immer Süße. Ich fing zu Grinsen an. Plötzlich klopfte es an der Tür. Bevor ich antworten konnte kam auch schon Jake herein. "Hey ", sagte er mit seinem schiefen Grinsen. Er saß sich zu mir."Wie gehts dir so?", fragte er. "Besser", erwiderte ich leise. "Hey ähm tut mir leid wegen Paul und so, ich wusste, dass Jared...."Er stoppte als er sah, dass ich meine Hand vor Schmerzen an meine Wunde hielt und keuchte." Oh, tut mir Leid ich wusste ja nicht"-" Alles Gut, du wusstest ja nicht..." Mehr brachte auch ich nicht heraus."Hey", sagte er tröstlich und nahm mich in den Arm. Ich presste mein Gesicht an seine heiße Brust. Schon wieder eine Erinnerung an ihn, so oft hatte mir seine Wärme gespürt. Ich fing an zu weinen. Jacob drückte mich noch fester." Ich muss wieder gehen..ich komme später wieder. Versprochen." Er gab mir einen Kuss auf die Stirn und verschwand aus dem Zimmer. Nun war ich wieder alleine. Alleine. Wie ich dieses Wort hasse.

"Schaffst du es alleine aus dem Auto?" hörte ich Embry fragen. "Passt schon", entgegnete ich. Es schmerzte sehr aber es war auszuhalten, und es war nichts im Vergleich zu den Schmerzen die ich psychisch aushalten musste. Sue und Dad kamen auf mich zugerannt. Dad war die ganze Zeit über auf Geschäftsreise in China." Oh Gott, Schätzchen", sagte er " wenn ich ihn.."-" Nein!" schrie ich."Ok", sagte er leise. Als ich in mein Zimmer ging legte ich mich sofort ins Bett. Ich dachte nach. Über Paul. Über das was passiert war. Da war er schon wieder. Der Schmerz. Ich holte das Schmerzmittel aus meiner Tasche und schluckte eine Tablette. Die Wirkung war so stark, dass ich gleich einschlief, es war sowieso schon 8Uhr.

"Aufstehen!“, sagte Leah sanpft als sie mich weckte. Ich stampfte ins Bad, zog mich aus, und da sah ich sie. Die große Wunde die sich an meiner Seite zog. Jetzt schmerzte sie wieder. Schnell wand ich den Blick ab und duschte mich. Nachdem ich mir die Haare geföhnt hatte machte ich wieder einen hohen Pferdeschwanz, zog mir eine schwarze enge Hose an, meine Air Max Thea und ein weißes zugeknöpftes Hemd. Noch ein bisschen Make-up und fertig."Ich fahre heute alleine in die Schule!", schrie ich Sue zu als ich das Haus verließ. Ich zog mir den Helm an und stieg auf mein matt-blaues Motorrad, welches mir Paul geschenkt hat. Und wieder der Schmerz, es fühlte sich an als hätte mir jemand alles herausgerissen. Ich startete es und fuhr los. Schneller als Erlaubt, aber größere Schmerzen kann man mir nicht mehr zufügen. Als ich auf den Parkplatz fuhr, starrten mich alle an. Ich ignorierte sie, doch als ich an Jessica vorbeiging stellte sie mir den Fuß und ich fiel Auf meine rechte Seite, auf meine Wunde. Obwohl noch ein verband über ihr war schmerzte es als hätte man mir ein Messer in die Seite gestochen. Schon klar, ich landete natürlich auf einem dicken Buch. Ich keuchte vor Schmerzen."Na, wo ist denn dein lieber Paul?" fragte sie verächtlich. "Spinnst du Jessica? Sie hat eine Wunde an der Seite und du stellst ihr den Fuß? Wie behindert muss man den sein?! Alles O.K?", sagte Embry der sich neben mich hinkniete. Ich brachte vor Schmerzen kein Wort raus. In meinen Augen sammelten sich Tränen. Jetzt waren auch die anderen da. "Was ist denn hier los?", hörte ich den Schulleiter sagen."Jessica hat Anna ein Bein gestellt und ist mit ihrer Wunde auf ein Buch gefallen das zufällig dalag." Embry sah Jessica wütend an."Jessica sofort in mein Büro. Bring sie bitte ins Krankenzimmer und ruf den Doktor an." Sie begleiteten mich ins Krankenzimmer und riefen Carlisle an.

 

Kapitel 5

Als ich nach Hause kam lief ich sofort in mein Zimmer. Zurzeit war ich oft allein. Seth und Leah waren beim Rudel und suchten Paul. Vergebens. Dad war in der Arbeit. Sue versuchte mit mir zu reden, doch ich blockte völlig ab, also probierte sie es nach einer Zeit nicht mehr. Als ich in mein Zimmer kam, konnte ich meinen Augen nicht trauen. Auf meinem Bett lagen ein Brief und ein Foto. Ich schaute mich in meinem Zimmer um. Niemand. Dann aus dem Fenster. Niemand. Langsam ging ich zu meinem Bett. Den Blick immer auf den Brief gerichtet. Zuerst das Foto.....es war Paul. Warum von ihm? Ich erkannte einen Wassertropfen darauf. Hatte er etwa geweint? Ich öffnete den Brief. Er hatte sich echt Mühe mit der Schrift gegeben. Langsam las ich.

Liebe Anna,

Du weißt ich liebe dich, ich habe mich auf dich geprägt. Es fällt mir schwer das zu sagen, aber ich kann nicht mehr bei dir sein. Ich kann dich nicht beschützen, nicht mehr.

Ich verstehe nicht wie

Du bist einfach viel zu gut für

Ich will dich nicht noch

Ich habe dich verletzt und deshalb musste ich gehen. Ich liebe dich, Süße, aber ich will dich nicht in Gefahr bringen. Nicht noch mal. Es fällt mir schwer aber es muss sein.

Leb wohl. Dein Paul

 

Ich ließ den Brief fallen, und sank zu Boden. Wie versteinert saß ich auf meinen Knien. Mir stiegen die Tränen in die Augen, ich berührte meine Wunde, die jetzt noch mehr schmerzte und pochte. Ich fing zu weinen an, ich glaube ich habe noch nie so geweint. Die andere Hand verdeckte mein Gesicht und fing die Tränen auf. Plötzlich spürte ich wie sich jemand seitlich hinter mir hinkniete. Ich konnte die Wärme spüren die von ihm ausging. Es war Seth. Er nahm den Brief der noch immer neben mir am Boden lag. Auch ihm stiegen die Tränen auf. "Komm her", sagte er und nahm mich in den Arm. Jetzt fing ich richtig an zu weinen. "Aber..aber, wenn er auf mich geprägt ist, wie kann er dann...?" Mehr brachte ich nicht raus, denn Seth drückte mich noch mehr zu sich. Plötzlich hörten wir ein Heulen von draußen. Seth wurde bleich und sein Gesicht veränderte sich plötzlich in einen beängstigten Ausdruck."Scheiße", sagte er-"Was ist los?"- "Komm schnell mit!", schrie er. Er stürmt aus dem Haus, ich hinterher. Noch im Laufen verwandelte er sich und preschte los. Es war schwer ihm zu folgen, wegen der Wunde. Ich kannte den Weg. Wir liefen zu den Cullens. Dort angekommen wurde mir auch schon die Türe aufgehalten. "Was ist los?“, fragte ich. -"Es ist ein Notfall. Wir warten bis die anderen des Rudels hier sind." sagte Carlisle. Ich nickte und einen Moment später kam auch schon das Rudel. Ohne Paul. Ich zuckte vor Schmerz zusammen. "Alles okay?", fragte Jared. "Ja", flüsterte ich. "Ich muss euch etwas sagen", begann Carlisle " Heute durchstreifte ein anderes Rudel unser Gebiet."-"Unseres auch", fügte Sam hinzu. " Was wollen sie?" fragte ich voller Entsetzten. "Das wissen wir nicht, aber sie kreisen um dein Haus". Alle standen wie angewurzelt da. " Wir werden sie abwechselnd bewachen. „sagte Carlisle abrupt. Alle nickten und ich stand immer noch wie angewurzelt da und schaute zu Boden. Ich musste an Paul denken, der gesagt hat er wird mich immer beschützen und jetzt? Ich keuchte schon wieder vor Schmerz und dies Mal sank ich zu Boden. Mir liefen Tränen über die Wangen und ich legte wieder die Hand um meine Wunde. Ich bemerkte wie sich die Wölfe um mich knieten und mich besorgt anstarren. "Es geht mir gut...es ist nur..." Ich hatte einen Klos im Hals. "Schon verstanden" sagte Leah. Sie half mir auf und stützte mich sonst wäre ich noch umgefallen. Es wäre besser du kommst zu uns ins Reservat, genauso wie Sue und dein Vater", sagte Leah. "Gute Idee, Leah" entgegnete Edward. Ich gehe zu ihr nach Hause, packe ihre Sachen und nehme deinen Dad und Sue auch gleich mit. " Ich nickte kaum beachtlich auf Alice Äußerung.“Dein Dad und Sue können im Haus vom Paul wohnen und sich um seinen Vater kümmern. Anna du schläfst bei Embry", sagte Jacob. Ich war froh nicht in Pauls Haus zu wohnen, denn der Schmerz wäre unerträglich. Embry war mein bester Freund. Es war auch besser bei ihm zu wohnen, denn er hatte sich noch nicht geprägt und war also die ganze Zeit für mich da."Super. Wir werden bestimmt viel Spaß haben", sagte er mit einem Grinsen im Gesicht. Jetzt mussten alle lachten, sogar ich ein bisschen. Ich fahre dich nach Hause!" sagte Ness.

Wir stiegen in ihren schwarzen Audi und fuhren los. Sie fuhr schnell, aber das war ich bereits gewohnt. "Hey..mach dir keine Sorgen, wir finden sie und was sie wollen.", sagte Ness in die Stille hinein. Erst jetzt bemerkte ich, dass ich besorgt aussah. Krank aussah. "Ich weiß, aber das ist es nicht...." -"´Verstehe"´, erwiderte sie bevor ich fertigsprechen konnte. " Es tut mir so leid. Ich halte es nicht mal durch, wenn ich Jacob nicht einen Tag sehe. Da sind wir " sagte Renesmee. Ich fand das Haus schon von Anfang an gemütlich. Es war eine Art Bungalow. Nur ein wenig mysteriös. Alte Bretter zierten die Fassade und überall hing Moos. Davor war noch eine Veranda wo ein Tisch und zwei Stühle standen. "Hallo Mrs. Call. Das ist Anna. Sie haben doch schon gewiss von ihr gehört?"-"Natürlich. Willkommen in unserem bescheidenen Heim." Ich grinste "Embry hat mir schon alles erzählt. Er kommt gleich, in der Zwischenzeit zeig ich dir dein Zimmer." Ich folgte ihr durchs Haus, das von innen größer war als es von außen scheint. Ich schaute mich nicht sonderlich um. Plötzlich standen wir in Embrys Zimmer. "Du schläfst in Embrys Zimmer. Er schläft sowieso nicht sonderlich viel und er bestand darauf, dass du ein weiches Bett bekommst"-"Embry", sagte ich mit einem Grinsen im Gesicht. Die ging ins Nebenzimmer." Das ist das Badezimmer. Du und Embry müsst euch eins teilen, aber ich glaube das schafft ihr schon." Sie zwinkerte mir zu. Plötzlich erschrak mich jemand. Embry. Ich drehte mich um und versuchte böse auszusehen, was mir aber nicht gelang. Ich nahm ihn in den Arm. Er war wie immer ohne T-Shirt und nur mit braunen Shorts bekleidet. "Hey. endlich bist du da", sagte Embry. Im Hintergrund hörte ich Alice die gerade herlief. Sie klopfe an die Tür und ging herein. "Ich hab dein Zeug dabei" sagte sie lächelnd. "Hast du etwa ihren gesamten Kleiderschrank eingepackt?" fragte Embry mit einem schiefen Lächeln. Alice hatte 4 große Taschen dabei und noch 2 kleine."Nein wirklich Alice?" fragte ich sie verblüfft. "Ich muss sagen du hast einen guten Kleidungsgeschmack. Ich konnte mich nicht entscheiden, also nahm ich rund Dreiviertel mit"-"Oh Alice" sagte ich mit Ironie. "Ach das geht schon.", erwiderte Embrys Mom. Ich lass euch mal allein. Was willst du den zu essen?"-"Ach, das soll Embry entscheiden."Ich grinste ihm zu. Er flüsterte ihr irgendetwas ins Ohr worauf sie grinste und in die Küche ging. Ich starrte Embry verdutzt an und brach nach 10Sekunden in Gelächter aus. Bei Embry war es genauso. Nachdem wir uns beruhigt hatten packte ich mein Zeug aus. Als er den Schrank aufmachte war der fast komplett leer."Hast du etwa nichts zum anziehen?"-"Nicht so viel wie du." Ich grinste, bei ihm ging es mir besser. Er packte meine Sachen in den Schrank während ich mich im Bad ausbreitete. "Was hast den du für teure Sachen? ist ja der Wahnsinn"-"Schaust du dir sie etwa an?"-"Ähhhh nein, nur zufällig" Ich musste lachen. Er hatte ein großes Badezimmer. Ich öffnete die Tasche mit den Sachen. Schminke, Haargummis, Deo, Parfum, alles war da, sie hatte wirklich an alles gedacht. Ich glaube ich hätte die Hälfte vergessen. "Also ich bin fertig", schrie er -"Ich auch" erwiderte ich -"Ich auch" Das war seine Mutter."Ja Essen." Ich hörte Embrys Magen knurren. Es gab Burger. In der XXL-Version. Aber wirklich, das war ja ein riesen Berg an Burgern. Mir lief das Wasser im Mund zusammen, zum ersten Mal seit Wochen aß ich richtig. Bevor ich überhaupt ganz in der Küche drin stand, war Embry schon am futtern. Ich setzte mich neben ihm, nahm einen Burger und aß ihn. ich schaute zu Embry der glaube ich schon den fünften Burger aß. der Burger war richtig sättigend. Aber ich nahm mir noch einen, denn ich hatte richtig Hunger. Leider konnte ich nur die Hälfte essen "Und du bist am verhungern oder was?" Ich schaute Embry an der immer noch aß. "Bin ich immer" Er grinste mich an. "Oh Mann." Ich lehnte mich zurück und stöhnte. Ich war definitiv satt. Jetzt war auch Embry fertig. "Gehen wir raus?" Ich nickte. Draußen schien ausnahmsweise mal die Sonne. Es war nun ein herrlicher Tag. Als mich das Sonnenlicht anschien sah Embry mich mit großen Augen an. Meine Haut glitzerte ein wenig, aber nicht wie bei meinem Vater, sondern dezenter. ich sagte immer in den anderen Schulen wo ich war, dass das eine Krankheit ist. Die fragten auch nicht weiter nach. "Wow", mehr brachte er nicht raus. Verlegen schaute ich zu Boden. er schüttelte den Kopf um die Gedanken zu ordnen. "Komm mir, ich will dir was zeigen." Ich folgte ihm lautlos in den Wald. Wir kamen an einem kleinen Teich an, er war wunderschön. Ein kleiner Bach speiste ihn und die Sonne lies das Wasser glitzern. Der besser gesagt kleine See war umgeben von mysteriösen Bäumen anderen Blättern kleine rosa Blüten waren. Wir setzten uns ans Ufer. Immer noch lautlos. Ich musste an Paul denken, der mich immer umarmte, wenn es mal nicht so gut lief und mich tröstete. Plötzlich begann die Wunde wieder zu Schmerzen. Ich wurde steif und hielt die Luft an um es zu unterdrücken. Ich schlang meine Arme um meinen Körper, was auch Embry auffiel. "Ist etwas?" fragte er lieb. "Es ist nur..."-" Verstehe...es ist Paul. ich sehe wie du leidest. Es ist fast nicht zu ertragen." Während er das sagte rückte er näher und legte seine Hand über meine Schulter und ich lehnte meinen Kopf an seine Brust. "Es tut so weh", sagte ich leise und mir lief eine Träne über die Wange."Oke, ich kann das nicht weiter ertragen. Wir werden dich jetzt ablenken." Er nahm mich und ich wusste auf was er hinaus wollte. "Embry das wirst du nicht tun" und schon landete ich im eiskalten Wasser. "Embry", schrie ich, doch da sprang er gerade ins Wasser. Als er wieder auftauchte schrie ich:" Du Idiot!" Wir mussten lachen und ich tauchte ihn unter. Nachdem er wieder aufgetaucht war spitze er mir Wasser ins Gesicht. Wir lachten und hatten Spaß als plötzlich noch jemand ins Wasser sprang und noch 2 weitere. Es waren Jake, Quil und Jared. "Hey du lachst ja endlich wieder", sagte Jared spöttisch. Ich konnte darauf nichts erwidern und spritzte ihm Wasser ins Gesicht. "Quil? Willst du Schiedsrichter sein?"-"Bei was?" fragte ich. "Wasserschlacht. Jeweils einer sitzt sich auf die Schultern des anderen und die oberen kämpfen während die unteren navigieren." -"Bin dabei" Ich grinste auf dem ganzen Gesicht."Oke. Jake und Anna, Jared und Embry“, rief Quil. "Uuuuuuund LOS!" Jake rannte auf die anderen zu, na ja so gut es halt im Wasser ging und ich stieß Embry mit einem Satz runter, worauf der mit dem Bauch ins Wasser klatschte."Yeah...wir sind unbesiegbar", brüllte Jacob. Inzwischen war Embry hinter uns aufgetaucht und was machte er sofort nachdem Jacob das geschrien hatte? Na klar mich runter schubsen. Als ich im Wasser landete war ich erstaunt, dass das Wasser so warm war, jetzt wo die Werwölfe darin waren. Aber ist schon klar. Jeder hat 42 Grad Körpertemperatur.

Jetzt wurde es dunkel und ich und Jake hatten schon 5 von 6 Wasserschlachten gewonnen. Ich ging raus und war verwundert wie kalt es schon war. Ich zitterte wie wild und natürlich kamen die Jungs und machten einen engen Kreis um mich. "Wir sind halt heiß", spottete Jared und mir wurde es gleich viel wärmer. Wir gingen rauf zu Embrys Haus, wo seine Mutter schon auf uns alle wartete. "In 20 Minuten ist das Essen fertig. Ich hab für die anderen auch gekocht." Ich ging noch schnell in die Dusche, föhnte meine Haare, legte meine nassen Sachen in den Wäschekorb und zog mir eine schwarze Adidas Jogginghose und einen schwarzen engen Pullover. Die Haare ließ ich offen. Ich ging in die Küche wo schon alle auf mich warteten und vor allem auf das Essen. Es gab Hörnchennudeln mit Tomatensoße und Hackbällchen. Die waren richtig lecker und nachdem ich einen Teller gegessen hatte war ich satt. Die anderen aßen immer noch und ich schaute ihnen zu.

 

Kapitel 6

 

"Ich geh in den Wald. Komm später wieder", teilte ich den anderen mit. Keiner traute sich aufzustehen und mit zu gehen. Ich wollte allein sein. Es war schon dunkel und er Vollmond schien hell in dieser ach so schwarzen Nacht. Ich strebte den Teich an, auf dem sich der Mond wiederspiegelte. Bei dem Teich waren viele kleine Lichter aufgestellt, was schön aussah. Ich setzte mich ans Ufer, zog meine Knie zum Kinn, und schlang die Arme um sie. Ich dachte nach. Über Paul,, warum er verschwunden war, obwohl ich dachte man kann ohne die Person auf die man geprägt ist nicht leben. Ich glaube da steckt mehr dahinter. Aber was kann es sein? Ich wechselte wieder das Thema und versuchte meine Gedanken neu zu ordnen. Ich wünschte ich hätte eine besondere Fähigkeit wie Nessie. Vielleicht habe ich ja eine und weiß es nur nicht? Ich wünsche mir das jeden Tag. Ich fühle mich so durchschnittlich, so normal, so grau und trostlos in letzter Zeit. Ich will meinen Paul wieder, der mich immer an der Taille fasste und mich sanft auf die Lippen küsste. Bei mir war er anders, erzählen mir die anderen immer. Ich dachte an meine Wunde, ich vermied es sie anzusehen, es tat so weh. Ich traute mich und zog meinen Pulli an der rechten Seite hoch. die Narben sahen aus wie die von Emily, nur noch breiter. Ich fuhr einmal mit den Fingerspitzen drüber. Zum Glück verheilt das bei Halbvampiren schnell. Meine Finger waren eiskalt und ich merkte erst jetzt, dass ich fror. ich zog den Pulli runter und bemerkte, dass mir jemand gerade eine Decke um die Schultern legt. Ich saß immer noch wie versteinert da, den Blick auf den Teich gerichtet und die Person entfernte sich wieder. Ich wollte alleine sein, aber wiederum auch nicht. Alleine war ich zu oft. ich lauschte und hörte entfernt jemanden sagen:" Sie sitzt am Ufer des Teich und weint. Ich lasse sie lieber alleine. ich glaub das ist das Beste. Ich hab ihr eine Decke gebracht. Echt gruselig wie sie wie eine Statue dahockt." Es war Embry. Wie er sich um mich Sorgen machte, fand ich echt süß. Ich glaube Jake und Jared sind gegangen, auf Patrouille oder so. Und ich bemerkte, dass mir Tränen runter flossen. Ich legte den Kopf in die Knie und schloss die Augen. Ich fing zu Schluchzen an, über Paul, über den Tod meiner Mutter, dass ich sie umgebracht hab. Nachdem ich fertig war ´, wurden meine Augen schwer und fielen zu.

Ich erwachte in Embrys Bett, jemand musste mich gestern nach Hause getragen haben. Ich hörte jemanden atmen, es war Embry, der neben mir im Bett lag. Mein Kopf war zu seiner Brust gerichtet und ich zählte seine Atemzüge

50

199

456

789

Er schnarchte leise und es war schön mollig warm, während es draußen in Strömen regnete und eiskalt war. Ich wollte nie wieder aufstehen. Plötzlich hörte das Schnarchen auf. Ich schaute zu ihm hoch, während er die Augen öffnete:"Morgen. Hab ich dich geweckt?"-"Nein. Ich war schon länger wach. Hast du mich gestern ins Bett gebracht?"-"Ja, und dann hab ich gesehen wie du gefroren hast und da hab ich mich zu dir gelegt. Ist das ein Problem für dich?" Ich schüttelte den Kopf. "Es ist schön wieder jemanden zu haben." Er nahm mich in den Arm und drückte mich ganz fest. Er war so warm. "Oh schon 9Uhr. Die Jungs kommen gleich. Willst du zuerst ins Bad?" fragte er mit sanfter Stimme. "Nein, du darfst auch mal als erster." Ich grinste ihn an, stieg aus dem Bett und dann ins Bad. Ich wollte nicht aufstehen und drehte mich um, um auf mein Handy zu sehen. 1 neue Nachricht, stand auf dem Display.

Hey, Wir kommen heute mal vorbei um zu schauen wies dir geht. Dad

Dad hielt sich immer sehr kurz und bündig, und in letzter Zeit war er immer viel auf Geschäftsreise. Er fehlte mir sehr, deshalb freute ich mich umso mehr, dass er kam. Ich hörte wie Embry aus der Dusche stieg und sich abtrocknete. Seine Haare brauchte er nicht föhnen und schminken auch nicht, also noch fünf Minuten. Ich zog die Bettdecke weg und sofort war es kalt. Er hatte die Heizung nie an, denn er fror ja nicht. Jetzt kam er aus dem Bad und schaute mich an. "Ich sollte wohl mal die Heizung einschalten. Sorry, ich merk das ja nicht mehr." Ich nickte und grinste dabei. "Sue und Dad kommen heute vorbei." sagte ich urplötzlich. Embry lachte und sagte er wüsste das schon. Ich nahm mir Sachen aus dem Kleiderschrank mit und ging ins Bad. Duschen wollte ich erst am Abend, also wusch ich mein Gesicht, putzte mir die Zähne, schminkte mich und zog einen schwarzen Pulli mit einem gemusterten Schal und Lederjeans an. Die Haare machte ich wieder zu einem hohen Pferdeschwanz zusammen. Als ich wieder das Bad verlies, war Embry schon fertig umgezogen. Heute hatte er mal ein schwarzes Hemd an und Jeans. Ich folgte ihm in die Küche und wir aßen das Frühstück. Plauderten über dieses und jenes und dann kamen auch schon die Jungs. "Hey Anna, oder sollte ich sagen Mrs. Call?"-" WAS HAST DU DA GERADE GESAGT!" schrie und sprang auf nachdem Jared dies gesagt hatte. Ich schaute Embry wütend an, und schaute dann wieder zu Jared. "Arschloch!" schrie ich. "Was ist denn mit deinen Augen los. Die sind ja ganz rot... und du bist ja ganz kalt?" Was hatte er da gerade gesagt? Rote Augen und ich bin ganz kalt? Egal. Ich stieß ihn in den Bauch worauf er durch die Tür 10 Meter nach draußen flog. Wow...seit wann habe ich solche Kräfte? Ich lief nach draußen und blieb fünf Meter vor ihm stehen. "Ich liebe Paul noch immer! Außerdem hat sich Embry nicht auf mich geprägt und er ist mein bester Freund. Glaubst du wie sehr ich leide seit Paul weg ist und was machst du? Du machst Witze darüber, dass ich von dem verlassen wurde der mir am meisten bedeutet hat!"Meine Wut schien eigentlich nicht nachvollziehbar aber ich war gerade mitten in einem Wutanfall. "Anna, beruhige dich", sagte er. Er lag noch immer auf dem Boden. Ich fing zu weinen an und sank zu Boden auf meine Knie. Ich nahm meine Hände und legte sie vor mein Gesicht um die Tränen aufzufangen. Ich weinte heftig und alle standen da wie angewurzelt. "Ich liebe Paul doch. " sagte ich eigentlich für mich selbst aber die anderen konnten es auch hören. Jared stand auf und kam langsam näher. Er kniete sich vor mir runter und nahm mich in den Arm. "Hey, ist schon gut. Das wird schon wieder." flüsterte er leise als mit seiner Hand meinen Kopf streichelte."Es war meine Schuld. Ich hatte die Sache mit Paul ganz vergessen. Komisch...“ er machte eine Denkpause:" Jetzt bist du wieder warm und deine Augen sind wieder hellblau. Was war da los?" Er stand auf und ich folgte ihm."Stoß mich nochmal in den Bauch wie vorher." ich schaute ihn qualvoll an doch er sah mir ernst in die Augen. Ich ging einen Schritt auf ihn zu und stieß ihn in den Bauch. Er flog nur 2 Meter nach hinten, obwohl ich genau so fest gestoßen habe wie vorher. "Wir gehen zu Carlisle. Komm schnell, ich hab da so eine Vermutung."

Carlisle erwartete mich schon und nachdem Jared ihm alles erzählt hatte sah er mich prüfend an. "Hmmmmm", machte er nur und das immer wieder. "Ist das schon mal zuvor passiert?" Ich schüttelte den Kopf. "Hattest du schon mal so einen Wutanfall?" Ich schüttelte wieder den Kopf. "Carlisle, das ist ihre Gabe. Sie kann die Kräfte eines Vampires haben, wenn sie wütend wird", sagte Alice plötzlich. Alle sahen sie verwundert an. " Aber das konnte ich zuvor auch noch nie!" schrie ich. "Manche Fähigkeiten entdeckt man erst später, wenn sich die passende Gelegenheit ergibt." Ich schaute, immer noch entsetzt, Carlisle an. Ich spürte eine Hand auf meiner Schulter. Es war Embry. Ich blickte mich um und sah, dass auch er vor entsetzten die Augen aufriss. Ich war froh darüber, auch eine Gabe zu haben, aber so eine? Ich weiß nicht, ob ich mich damit anfreunden kann. "Vielleicht kannst du deine Gabe weiter ausbauen, damit du diesen Zustand auch so hervorrufen kannst." Plötzlich hörte ich draußen schnelle große Schritte die auf das Haus zukamen. Alle schauten aus der rieseigen Glasfassade, wo gerade Sam herbeieilte. Er stürmte in das Haus und sah mich an. Wusste er davon? "Anna." Er sah mich traurig an, „Leah und Seth wurden angegriffen und verletzt. Sie sind in Pauls Haus. du musst so schnell kommen wie nur möglich." Ich machte den Mund auf doch konnte nichts sagen. Alle stürmten nach draußen und verwandelten sich. Ich lief hinterher. Warum das auch noch? Warum Seth und Leah? Warum? Ich wurde wütend und merkte, dass ich im ganzen Körper brannte. Plötzlich wurde ich schneller, was auch Embry und Jared merkten. Sie blickten einmal kurz zu mir rüber und dann wieder geradeaus. Ich hatte wahrscheinlich wieder rote Augen. Ich lief so schnell ich konnte und rannte sogar schneller als Embry. Als wir ankamen stürmt Carlisle schon ins Haus und deutete uns, wir sollen draußen bleiben. Die Jungs kamen in Menschengestalt aus den Büschen und direkt zu mir. Quil nahm mich sofort in den Arm und presste mich an sich. Ich weinte, doch Quil sah mich an, mit einem Lächeln im Gesicht. Er versuchte das alles runter zu spielen. Aus dem Haus waren Schreie zu hören. Qualvolle Schreie von Seth und Leah. Sam kam heraus und erzählte mir, dass das feindliche Rudel angegriffen hat und sie in der Unterzahl waren, doch sie sie in die Flucht geschlagen haben. Wir standen noch eine gefühlte Ewigkeit draußen, und schwiegen. Es waren nur die qualvollen Schreie hier und da von Leah und Seth zu hören. Plötzlich kam Carlisle heraus, er hatte diesen qualvollen Blick im Gesicht. "Ich habe sie verarztet, aber die Wunden werden noch etwas länger brauchen um zu verheilen. beide haben schwere Knochenbrüche. Sie haben nach die gefragt" Carlisle schaute mir in die Augen. Ich erkannte ein bisschen Mitleid in seinem Blick und ging langsam rein. Ich schaute mich gar nicht um, denn es würde mich alles an Paul erinnern, so oft waren wir hier, wir haben gelacht, uns gegenseitig beleidigt, dann wieder vertragen. Ich kannte das ganze Haus in und auswendig. Ich suchte nach dem Geräusch von schwerem Atmen und die enorme Wärme die von den Wölfen ausging. Ich ging zuerst zu Seth, er in Pauls Zimmer lag und versuchte mich nur auf ihn zu konzentrieren. Er lag da, schweißgebadet und überall Verbände und Schienen. es war unerträglich. Ich blieb circa 3 Meter vom Bett entfernt und schaute ihn entsetzt an. Er hingegen meinte nur mit einem Grinsen im Gesicht:"halb so wild", und zeigte mit der noch komplett gesunden Hand neben sich auf die Bettkante. In kleinen Schritten näherte ich mich dem Bett, den Blick stur auf ihn gerichtet. Langsam setzte ich mich auf die kuschelige Schaumstoffmatratze, wo ich und Paul immer gelegen haben und diskutiert haben wer das größere Pizzastück kriegt.

"Na wie geht es dir?", fragte Seth. "Du warst halb am Sterben und fragst mich wie es mir geht? Typisch", sagte ich mit einem Lächeln. "Aber jetzt geht es mir ja besser ,nachdem mich Carlisle mich verarzet hat." Ich schaute ihn prüfend von Kopf bis Fuß an und schütteklte nur mit dem Kopf, über diese Untertreinung. "Werd ja wieder gesund hast du mich verstanden?", flüsterte ich leise mit Tränen in den augen, und beugte mich vor um ihn zu umarmen. "Ich versuchs", hauchte er mit ins Ohr. Ich ließ ihn los, stand auf, schaute ihn noch ein letztes mal an und ging dann aus dem Zimmer, undzwar direkt ins Nebenzimmer zu Leah. Sie genau so schlimm aus wie seth. Ein mehrmals gebrochenes Bein und eine zertrümmerte Hand, eine große Wunde am Kopf aber immer noch ein Lächeln im Gesicht als sie mich sah. "Ich habe schon gezweifelt, dass du kommst."-"Wie kommst du denn darauf?" fragte ich sie. "Ich und seth hatten in den letzten tagen nicht so viel Zeit für dich und.." ich unterbrach sie,denn es war ja nicht ihre Schuld. "Ist schon gut. Ich weiß ja, dass ihr das wegen mir Tut." ich setzt mich ebnfalls auf die Bettkante. Dieses Bett war härter und größer, es war das von Pauls Dad. Ich schaute sie an :" Und das alles nur wegen mir." ich ließ den Blick auf das Bild an der Wand schweifen, auf dem Paul und sein Dad abgebildet sind, lachend. Sein Dad wurde gestern wieder ins Krankenhaus eingeliefert, er ist zu Hause zusammengebrochen. Sue und Dad schliefen im Gästezimmer. "Ich muss jetzt wieder gehen. Hab dich lieb" , sagte ich und umarmte sie ganz fest. ich verließ das Haus und sah wie die Jungs mich anstarrten, als ich draußen stehenblieb. Ich glaube sie erwarteten , dass ich etwas sage, doch ich blieb ganz Still und schaute wie benommen in den dunklen Wald. Ich atmete einmal tief durch, denn ich spürte wie meine Gabe wieder einsetzte. Ein, Aus, Ein, Aus immer wieder. Plötzlich öffnete ich die Augen und alle schauten mich wie Statuen an und bewegten sich nicht. Ich hatte wieder rote Augen, Verdammt, wie konnte das schon wieder passieren. Plötzlich lief ich loß, einfach gerade aus in den Wald, so schnell ich konnte. Ich hörte hinter mir vier schwere Pfoten traben. Ich erkannte, dass es Embry war, klas, er war der schnellste. Vielleicht hatten sie Angst, dass ich einen Menschen töte oder so, nur weil ich rote Augen habe heißt das noch lange nicht, dass ich urplötzlich Menschenblut trinke. Jetzt hörte ich die Pfoten nicht mehr. Hatte er aufgegeben? Bei einer Lichtung stoppte ich. Sie war groß und in der Mitte war ein großer schwerer stein, der einfach nicht dorthin passte. Einfach nicht bestimmt für diesen Ort. Ich ging auf den Stein zu und schlug einmal kräftig dagegen. Er zerbrach einmal in der Mitte. "WARUM! WARUM AUSGERECHNET ICH? ICH KANN NICHT MEHR!" , schrie ich mit Tränen in den Augen und schlug ein paar Mal fest gegen den Stein. Dieser zerbrach nun völlig in einzelne Teile, und ich stand da und begutachtete mein Werk. Plötzlich legte jemand seine warme Hand auf meine Ich drehte mich um. Es war Embry. "Hör auf ", flüsterte er. Ich nahm ihn in den Arm, und er erwiderte meine Umarmung. Ich spürte, wie seine Finger meinen Kopf streichelten. "Es wird alles Gut ", hauchte er mir ins Ohr. Er drückte mich weg von sich und sah mir in die Augen. "Lass und gehen." Embry nahm meine Hand und wir gingen wieder zurück zu den anderen, doch kurz bevor wir ankamen ließ er meine Hand los. Das war auch richtig so, ich liebe paul noch immer und werde auch niemals damit aufhören. Nur Sam stand noch draußen, die anderen sind wahrscheinlich bei Seth und Leah. Ich wusste, dass ihre Wunden und Brüche schnell wieder verheilen werden aber trotzdem war ich besorgt um sie.Aber was noch wichtiger ist, wo sind William und Sue "Dein Dad und Sue sind bei Pauls Dad im Krankenhaus. Seinem Dad geht es wirklich schlecht, nachdem sein einziger Sohn ihn auch noch verlassen hat.." Und das alles nur wegen mir, fügte ich in Gedanken hinzu. Von drinnen war plötzlich schrilles Gelächter zu hören. "Komm, gehen wir nach Hause", sagte Embry zu mir und machte eine auffordernde Handbewegung. Ich nickte leicht und folgte ihm dann.

 

Kapitel 7

 

Es war schon spät, als wir zu Hause ankamen, ich ging noch schnell ins Bad und zog mich um, um zu schlafen. Plötzlich stand Embry in der Tür :"Frierst du?" Ich nickte leicht und schlang die Arme um meinen Körper, Gott, wie ich fror. Embry legte sich schon ins Bett ,das eigentlich relativ groß war, weil er sonst im Schlaf immer rausfällt, und ich folgte ihm. Es war so warm und kuschelig unter der Bettdecke. "Ich hoffe das ist für dich okay, ich meine wegen Paul und so." Ich schaute ihm in die Augen, während ich mich an seine Brust kuschelte, und nickte leicht. Ich schloss die Augen und im nächsten Moment schlief ich schon.

Es war mitten in der Nacht, als ich plötzlich aufwachte. Embry lag im Bett, Hände und Füße in alle Richtungen ausgestreckt, nur sein linker Arm lag um meine Schulter. Mir war so übel und ich stürmte ins Bad und übergab mich in die Kloschüssel. Ich hasse es mich zu übergeben, und spülte sofort runter. Ich drehte mich um und stand auf um mir meinen Mund mit Wasser auszuspülen. Mein Hals war ganz rau und das Wasser brannte in meiner Kehle als ich gurgelte. Schnell rannte ich wieder zur Toilette und übergab mich noch einmal. Nachdem ich zum zweiten Mal runtergespült habe sah ich in Richtung Bett, und bemerkte erst jetzt, dass Embry mit verschränkten Armen am Türrahmen lehnte. Er sah mich mit besorgtem Blick an. "Es geht mir gut ", sagte ich so gut es mit einer trockenen Kehle ging , während ich ihn ansah. "Seh ich aber anders", erwiderte er und zog die Augenbraue hoch. "Warte, ich hole dir eine Tablette." Ich kniete immer noch auf dem kalten gefliesten Boden und starrte auf den Boden. Ich atmete tief durch um mich nicht noch einmal zu übergeben und , zu meiner Verwunderung, klappte es auch. Embry kam ins Bad und füllte einen Becher mit Wasser auf und gab ihn mir, während er in seiner anderen Hand mir die Tablette hinhielt. Ich legte die Tablette auf die Zunge und nahm einen guten Schluck Wasser um sie hinunter zu spülen. "Danke ", sagte ich mit piepsiger Stimme und schaute ihn schuldig an. "Schon gut, geht es dir schon besser?" fragte er während er sich neben mich hinkniete. Ich nickte und er machte eine Kopfbewegung Richtung Bett. Ich stand auf und er sagte er komme gleich nach. Ich legte mich ins Bett und einen Moment drauf kam er auch schon, mit einem Eimer in der linken Hand und einem Glas Wasser in der linken Hand. Den Eimer stellte er auf Kopfhöhe neben das Bett und das Glas Wasser auf den Nachttisch, danach legte er sich auch wieder ins Bett und flüsterte mir ins Ohr:" Schlaf jetzt ein bisschen."

Weiter: Teil 2 von 3