A. Mai

„Vollmond im Juni“ beginnt leise, mit einer Frau am offenen Fenster, Anfang März, schmelzender Schnee in der oberhessischen Vulkanlandschaft. Der Mond über dem Nachbarhaus bringt eine Nacht zurück, die fast fünf Jahre her ist: damals wurde sie mit 36 Witwe, und ihr Sohn stand mit einem Satz in der Tür, den man nicht mehr los wird. A. Mai erzählt weniger die Tat als das, was danach kommt, den Anruf, die Fahrt, den weinenden Vater, das Weiterleben.

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