
Der Runenberg
Ein junger Jäger saß im innersten Gebirge nachdenkend bei einem Vogelherde, indem das Rauschen der Gewässer und des Waldes in der Einsamkeit tönte, beginnt Tiecks Erzählung: Er bedachte sein Schicksal, wie er so jung sei, und Vater und Mutter, die wohlbekannte Heimat und alle Befreundeten seines Dorfes verlassen hatte, um eine fremde Umgebung zu suchen. Er stieg langsam den Berg hinunter und setzte sich an den Rand eines Baches nieder, der über vorragendes Gestein schäumend murmelte, und es schien ihm, als sagten ihm die Wogen in unverständlichen Worten tausend wichtige Dinge, die er sich innig betrüben musste, nicht verstehen zu können. Wieder sah er dann umher und ihm dünkte, er sei froh und glücklich, fasste neuen Mut und sang mit lauter Stimme einen Jägergesang: Froh und lustig zwischen Steinen geht der Jüngling auf die Jagd, seine Beute muss erscheinen in den grünlebendigen Hainen, sucht er auch bis in die Nacht.






