Aldric A.
Sonnfeld ist eine kleine Stadt mit ertragreichen Feldern und zwei Familien, die alles beherrschen: Die Rothes stellen meist den Bürgermeister, die Banduls sitzen im Stadtrat, und ihre ältesten Söhne, Vincas Rothe und Valin Bandul, tragen den Streit mit blanken Klingen auf dem Marktplatz aus, vor einem Publikum, das jedes Mal zusieht. In Überzeugung, Sonnfelder Friede endet ein solches Duell mit einer gebrochenen Nase, kurz darauf hebt ein jüngerer Bandul das Schwert gegen den elfjährigen Fallan Rothe, und ausgerechnet Valin verhindert den tödlichen Stoß. Vincas begreift dabei etwas über die Zuschauer: Sie hätten auch gejubelt, wenn Blut geflossen wäre. Am Ende sitzt ein Söldner mit breitkrempigem Hut an seinem Tisch und isst sein Frühstück auf, Onkel Sal.
Umbruch, legendäre Zeiten setzt ein Jahr später ein. Die beiden leben inzwischen bei Sal, werden von Waffenmeistern des Ordens der Doppelklingen ausgebildet, und Vincas liest sich durch die Gesetzbücher fremder Städte. Der Prolog gehört dem königlichen Astronomen, der in seinem Turm bei Weißthron feststellt, dass die Sterne erstmals seit vierhundert Jahren gewandert sind. Kurz darauf ruft der König erfahrene Offiziere an die Nordwacht, die Feste vor dem einzigen Pass zu den Nordhöhen.
- Bücher
- 2