Anette Strohmeyer

Schnee fällt in einen Wald, hinter dem Mann liegen die rauchenden Trümmer seiner Heimat, und ein ganzes Volk wartet darauf, dass er die Schlacht entscheidet. So setzt der zweite Teil von Raen - Das Siegel des Orakels ein, der den eigenen Titel „Ichor - Heimatlos“ trägt. Danach springt die Erzählung zurück in die Handelsstadt Borgossa, wo Raen Shari auf seiner schwarzen Stute Jakori durch die Gassen reitet. Er stammt aus Hy, einem abgeschotteten Volk, das man hier nur aus Erzählungen kennt, und der Clanrat hat ihn an die Universität geschickt, um Wissen zu holen. Mitgegeben wurden ihm Gold und ein Pergament mit den gängigsten Wörtern des Graçenischen. Zu Hause blieben Suneka zurück und der Ruf des Grenzgängers, den ihm ein unerlaubter Grenzübergang im Krieg eingetragen hat. Die fremde Welt entsteht über Einzelheiten: die Kanäle Borgossas, die Vorstadt Antemuras, Zeitangaben in Usui-Stunden, Schimpfwörter wie Schweinehirt und Waldmännchen, mit denen die Städter den Fremden empfangen. Daneben stehen leichte Szenen, etwa die Rangelei mit dem stets fröhlichen Manoen auf der Galerie des Gehöfts vor der Stadt.

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