Alexis
Der Wecker fliegt gegen die Wand, der Traum ist vorbei, und auf dem weißen Laken liegen frische Erdklumpen. Geträumt hatte Alexis von einer Wiese voller Sonnenblumen und blauer Lilien, über die ein Schatten wächst, bis ein Anwesen daraus hervortritt und an einem Verandapfosten ein Fremder lehnt, dessen Zähne zu spitz sind. So setzt »Göttin der Nacht« ein.
Lex, wie sie genannt wird, ist die Tochter des Königs der White Tigers. Ihr Stamm verwandelt sich in weiße sibirische Tiger, sie selbst bleibt Mensch, und von ihrer Mutter kennt sie nur ein Foto aus den Unterlagen ihres Vaters. Also verlässt sie Kanada und reist in die Ukraine, in die Gegend der Krim, mit falschem Nachnamen als Tarnung und einer Kawasaki Ninja, von der ihr Vater nichts weiß. Der erste Schultag führt an einem kleinen geflügelten Torwächter vorbei in eine gemischte Schule, in der Engel, Trolle und Dämonen nebeneinander sitzen, und in eine Klasse, deren Lehrer sie auf mindestens ein Jahrhundert schätzt.
Der Name auf dem Buch und der Name der Heldin sind derselbe. Verlag und Erscheinungsjahr nennt der Text nicht, er beginnt unmittelbar mit Kapitel 1.
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