
Fluch
von Aaron Elkins

Eine Chronik in zweiundzwanzig Stücken, die mit einer Fahrt der Straßenbahnlinie Zwei durch eine Stadt beginnt, die es so nicht mehr gibt: Hochöfen über dem Bankhaus, die Marienkirche zentimeterdick unter Eisenhüttenstaub, der Obere Markt, auf dem einmal die Synagoge stand. Oma Erna, die Oma zweiter Klasse, erhitzt ihre Brennschere auf der Ofenplatte. Der Großvater, Jahrgang 1889, Setzer und Preußenhasser, geht zu Fuß nach Luxemburg und weiter nach Paris, Wien, Prag und Dresden, wo er 1914 für den Frieden auf die Straße geht. Seine Tochter Lisbeth wird ins Stahlwerk dienstverpflichtet und heiratet Ende vierundvierzig. Zwei Vettern fallen 1944 bei Stalingrad und am Monte Cassino.