Herzen auf Eis
Herzen auf Eis
Dieses Kapitel ist lang und deshalb in 4 Teile geteilt.
Anika Schmidt
Für Mundi Dafür das du meine größtes Hobby mit mir teilst
Das letzte mal, dies ist das letzte Mal das ich hier sitze. Allein dieser Satz erhielt Brians gute Laune .Er hatte jetzt aufgrund einer Verletzung 1 Monat pausiert. Am Training nahm er bereits wieder Teil .Doch dass eigentliche Spiel hatten die Ärzte ihm noch untersagt die erneute Verletzungsgefahr war einfach zu groß. Brian wusste es, und verstand es auch schließlich war er kein Anfänger mehr. Er war Profieishockeyspieler in der DEL und das nun schon seit 5 Jahren .In der NHL hatte er keine Chance gehabt und so kam ihm das Angebot der Adler Mannheim gerade recht. Anfangs war es nur ein Probevertrag gewesen doch das hatte sich geändert und so war er Mittlerweile Mannschaftskapitän und als dieser war es für ihn noch viel schwerer hier oben auf der Tribüne zu sitzen und seinen Teamkollegen beim Spielen zusehen zu müssen. Eishockey war nicht nur sein Hobby bzw., Beruf, es war sein Leben. Er tat nichts lieber als zu Spielen und nun konnte er nur zusehen und analysieren.
Er saß allein, keine Frau oder Freundin war bei ihm, anders wie bei seinen Kollegen hatte er nicht eine Freundin oder Affäre nach der anderen.
Keine Frau hatte es lange mit ihm ausgehalten er war ständig unterwegs, zog oft um und verbrachte viel zeit auf dem Eis, für die meisten war das zu viel gewesen. Doch dann hatte Brian tatsächlich jemanden gefunden. Sara war anders gewesen, sie hatte sich nicht beschwert wen er mal wieder das ganze Wochenende keinen Moment Zeit für sie gehabt und mehr Zeit als eigentlich nötig gewesen wäre mit seinem geliebten Eishockey verbrachte. Er hatte wirklich geglaubt dass das immer so bleiben würde. Doch sein Hoffnung wurde zerstört ,als er die Entscheidung zu treffen hatte ob er nach Deutschland ging um dort wieder Profieishockey spielen zu können. Er hatte geglaubt das Sara mit ihm gehen würde ,doch das hatte sie nicht getan. “Ich oder das Eishockey“ hatte sie gesagt und so hatte Brian sich entschieden für das Eis und gegen die Liebe. Liebe? War es wirklich Liebe gewesen? Ja er hatte sie gern gehabt und war gerne mit ihr zusammen gewesen doch hatte er sie geliebt? Brian wusste es nicht und auch deshalb hatte er sich gegen sie entschieden, er hatte immer geglaubt das die 1 für die er sogar sein geliebtes Hockey aufgeben würde eines Tages erscheinen würde. Sara Field war es nicht gewesen und Brian zweifelte dran dass es jemals wieder eine Frau sein würde. Und wenn es so wäre lag es nur an ihm .
Als Kapitän eines der besten Eishockeyteams Deutschlands hatte er genug Chancen und eindeutige Angebote .Doch er wollte nicht, seine Kollegen zogen ihn deswegen auf, doch das machte ihm nichts aus. Er war nun mal nicht der Typ für schnellen unbedeutenden Sex. Er wollte etwas dauerhaftes und das hatte er noch immer nicht gefunden .Er hatte es wirklich versucht, er war mit den unterschiedlichsten Frauen ausgegangen doch sobald herauskam wer er war ,oder besser gesagt was er tat hatten sich selbst die vielversprechensten von ihnen sich in kleine Groupies verwandelt.
Und so konzentrierte er sich jetzt nur noch auf seine Karriere und den Sport .Er war 28 Jahre alt und Top in Form er stand in der Blüte seines Eishockeylebens, und das würde er in vollen Zügen genießen.
Er blickte sich noch einmal im Stadion um. Das Spiel würde erst in 10 min angepfiffen werden und trotzdem war das Stadion bereits gut gefüllt .Er schaute um sich und sah sich seine nähere Umgebung genauer an. Es waren alles bekannte Gesichter, bis auf eines! Und dieses eine war völlig untypisch .Es blickte nicht voller Vorfreude auf das kommende Spiel auf den Monitor oder schaute freudig erregt um sich . Nein es war traurig und die Person zu der das Gesicht gehörte weinte und saß ganz allein.
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Sie hatte gegen die Tränen angekämpft seit sie ihr Auto auf den Parkplatz der Eishalle abgestellt hatte. Eishockey war etwas das sie nie Interessiert hatte und es vermutlich auch nie hätte wäre es nicht der letzte Wunsch ihres Vaters gewesen .Er hatte diesen Sport geliebt selbst als er schon todkrank war ging er immer noch auf jedes Heimspiel der Adler ,er hatte sich schonen und jegliche Aufregung unterlassen sollen. Doch er hatte weder auf den Doktor noch auf sie gehört. Vor jedem Spiel hatte sie ihn angefleht nicht zu gehen, er hatte jedes Mal nur gelächelt ,ihr übers Haar gestrichen und gemeint „Johanna liebes 1Tages wirst du es verstehen“ .Doch sie hatte es bis jetzt nicht verstanden wie man sein Leben für etwas gegeben hatte das nur ein Hobby oder besser gesagt ein Zeitvertreib gewesen war. Und, oder gerade deshalb konnte sie ihrem Vater nicht verzeihen das er ihr diese versprechen abgenommen hatte“ Führe mein Hobby weiter, setzt dich mit Eishockey auseinander ,lass meine Leidenschaft zu deiner werden „hatte er gesagt und sie konnte es anfangs nicht ,doch als er auf dem Totenbett gelegen ,ihr in die Augen gesehen hatte und sie diese Verzweifelte Bitte in seinen Augen gelesen hatte konnte sie es ihm und sich selbst nicht mehr Verweigern und so waren seine Letzten Worte „Danke! Ich liebe dich“ bevor er in ihren Armen starb. Sie hatte nicht geweint, sie hatte es nicht gekonnt und so hatte sie sich als Zeichen ihrer Trauer die Haare abschneiden und Kohlrabenschwarz färben lassen. Alle hatten gemeint sie stünde einfach unter Schock und bräuchte noch etwa Zeit zum Trauern. Die Ärzte hatten ihr sogar eine Therapie vorgeschlagen doch sie lagen alle falsch ,Ja sie war traurig das ihr Vater gestorben war doch gleichzeitig Empfand sie auch eine große Wut ihm gegenüber .Wie hatte er sie einfach so allein lassen können .Warum hatte er sich nicht geschont? Hätte er das Eishockey an den Nagel gehängt hätte er vielleicht noch länger zu leben gehabt .Die Ärzte hatten es ihm vorausgesagt, die kleinste Aufregung konnte ihn Töten ,und Aufregung blieb in einem Sportstadion einfach nicht aus,1Tor oder eine ungerechte Entscheidung des Schiris ließ einen echten Fan nicht kalt und so erlitt ihr Vater den Tödlichen Infarkt auch im Stadion.
Doch er hatte gekämpft bis sie an seinem Krankenbett gestanden und ihm ihr Versprechen gegeben hatte.
Seit diesem Tag hatte sie sich nicht mehr mit dem Thema Eishockey beschäftigt den sie warf dem Sport den Tod ihres Vaters vor, obwohl sie wusste das dass lächerlich war ,doch es half ihr besser mit ihren Gefühlen umgehen zu können .Als sie allerdings das Zimmer ihres Vaters ausgeräumt und sein geliebtes Trikot und die Dauerkarte gefunden hatte wusste sie das sie ihr Versprechen einhalten musste da sie nur so über den Tod hinweg kommen konnte. Und Johanna hatte Recht behalten .
So saß sie nun auf dem Stammplatz ihres Vaters und weinte die Tränen die solange nicht hatten fließen wollen. „Alles in Ordnung mit ihnen ?“
„Was?“ erschrocken blickte Johanna nach Rechts neben ihr saß auf einmal ein Mann .Der wie ihr auf den zweiten Blickt auffiel äußerst Attraktiv war .Er hatte ein markantes Kinn und sein Junges Gesicht wurde durch die kurzen dunkelblonden Haare die a la David Beckham gestylt waren noch besser zur Geltung gebracht. Seine Augen waren von so einem dunklem Blau das sie fast Schwarz wirkten und im Moment schauten sie etwas irritiert drein. „Äh…………Ja, mir geht’s gut, Danke“ erst jetzt wurde ihr bewusst das ihr immer noch Tränen übers Gesicht liefen. „Ja da sehe ich“ mit einem lächeln auf den Lippen wischte er sie ihr weg .
„Sie sind das erste Mal hier oder?“ Johanna starrte ihn nur an bis sie begriff dass er sie etwas gefragt hatte .
„Sieht man mir das so an?“
„Wenn ich ehrlich sein soll………………ja, sogar ziemlich stark“ „Ach wirklich“ sie musste schlucken doch dann brachte sie sogar ein Lächeln zustande“ Und warum?“
„Naja nehmen sie es mir nicht übel aber kein Mensch der sich ernsthaft hierfür interessiert „ er machte ein ausschweifende Handbewegung „würde 10 min vor Anpfiff auf seinem Platz sitzen und weinen“
„Das würde ich auch nicht tun wen es mein Vater nicht so gewollt hätte“
„Ihr Vater?“ er sah sie unglaubwürdig an erst jetzt begriff sie wie blöd sich ihre Erklärung für ihn anhören musste „ Ja ,es war sein letzter Wunsch gewesen das ich mit seinem geliebten Sport weiter mache “sie wusste nicht warum sie einem völlig Fremden davon erzählte, sie hatte vorher noch nie darüber gesprochen ,noch nicht einmal mit ihrer besten Freundin und jetzt vertraute sie sich gerade diesem Mann hier an ,was war bloß los mit ihr.
„Das tut mir leid“ sie sah dass er es ernst meinte „Schon in Ordnung, ich komme mir ja selbst lächerlich vor“ „Wieso?“ er sah sie schon wieder so verständndisslos an “Also ich find es nur normal das man um einen geliebten Menschen Trauert und weinen gehört da meiner Meinung nach einfach zu“ Er hatte Recht dieser Fremde Mann hatte sie auf etwas aufmerksam gemacht das ihr selbst nie in den Sinn gekommen ist. „Danke“
„Gern geschehen“
„Kann ich sie mal was fragen?“
„Natürlich“
Sie holte noch einmal tief Luft, Johanna gab nicht gerne zu das sie schwächen hatte aber jetzt wo sie schon geweint hatte konnte sie eigentlich nicht mehr, mehr Schwäche Zeigen. „Kenne sie sich mit dem Sport hier aus?“ sie vermied das Wort Eishockey absichtlich.
Der unbekannte musste Grinsen „Ja, ich denke schon“ „Würden sie mir helfen? Ich hab nämlich nicht die leiseste Ahnung, und ich habe das Gefühl das ich mir selbst nicht besonders viel beibringen kann“
„Klar“
„Aber nur wenn es keine Umstände macht“ „Nein es wäre mir ein Vergnügen“ er lächelte sie wieder an „Danke, sie sind mein Retter!“ diesmal erwiderte sie sein lächeln.
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Brian hatte noch nie ein Eishockeyspiel so genossen wie die ersten 2 Drittel dieses. Sie hatte nicht untertrieben, sie hatte wirklich keine Ahnung, doch sie war wissbegierig und wollte alles genau erklärt haben. Obwohl seine Jungs hinten lagen hatte er so gute Laune wie schon lange nicht mehr seit seiner Verletzung“ Sie lernen wirklich schnell“
„So kompliziert wie ich dachte ist es eigentlich gar nicht“ „Es scheint ja fast so als ob sie Spaß daran finden“ „Ich könnte mich daran gewöhnen, wobei mir wohl auch nichts anderes übrig bleibt wenn ich mein Versprechen einhalten will“ Hatte sie das gerade wirklich gesagt, konnte es wirklich sein das sie innerhalb von 50 min ihre komplette Meinung zum Thema Eishockey überbord geworfen hatte? Erst hatte sie es ihrem Vater nicht versprechen können und nun sprach sie schon wie er? Weil es ihr wirklich gefallen hatte. Und das Lag nicht nur an ihrem attraktiven Lehrer .Aber das hatte ihr Vater nicht gemeint sonst hätte er sie ja schon vorher einmal mitnehmen können, das wusste sie ,es musste etwas anderes sein warum er so darauf bestanden hatte das sie sich damit beschäftigte .Sie würde es noch herausfinden.
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Sie kam ihm so bekannt vor, ihr Gesicht hatte er schon einmal irgendwo gesehen, doch er konnte sich nicht erinnern wo das gewesen sein sollte .Und offensichtlich kannte sie ihn nicht, den sie war äußerst irritiert gewesen als er sie angesprochen hatte . Natürlich hätte er auch einfach fragen können, doch das hätte sich dann wie eine billige Anmache angehört .Also blieb er weiter im dunkel was es aber umso spannender für ihn machte .Da er nicht wusste woher er sie kannte musste er sie eben kennen lernen und das hatte er sowieso vorgehabt ,was ihn selbst überraschte .Doch er sollte sich etwas beeilen da die Drittelpause fast vorbei war und während des letzten Drittels musste er wieder Lehrer spielen was ihm allerdings sehr viel Spaß machte bei so einer reizenden Schülerin.
Sie war angenehm groß ca 1.75m schätzte er was ihm bei eigener Körpergröße von 1.86 sehr entgegen kam .Die Schwarzen Haare waren hinten mit Kunst Zerzaust worden so das sie in alle Richtungen abstanden ,der Pony war schräg abgeschnitten worden so das er auf einer Seite über die Augen hing ,was sie allerdings zu stören schien da sie ihn immer wieder genervt hinters Ohr schob .Alles in allem war sie eine nette Erscheinung ,nicht überwältigend schön aber hübsch konnte man sie durchaus nenne .Es würde ein angenehmes Schlussdrittel werden.
Plötzlich kam von irgendwo her ein piepsendes Geräusch .Bevor er jedoch Rätseln konnte woher das Geräusch kam und was die Ursache dafür war hatte seine Nebensitzerin bereits ihr Handy aus der Tasche gezogen und eine Nachricht gelesen .Darauf hin stand sie eilig auf „War wirklich nett sie kennen zu lernen ,aber ich muss jetzt los“ sie drehte sich und ging ein paar Schritte. Dann drehte sie sich noch einmal um, “ Kommen sie doch mal im Pearl vorbei ,dann revanchiere ich mich für die Unterrichtsstunde. „ und weg war sie.
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Es war merkwürdig und auch total absurd, doch Brian konnte nicht aufhören an die ihm eigentlich unbekannte Frau zu denken. Selbst während des Trainings schweiften seine Gedanken immer wieder zu ihr, was eigentlich total untypisch für ihn war, da er normalerweise an nichts anders dachte als an das Spiel und seine momentane Aufgabe auf dem Eis. Doch heute gelang ihm das nicht und so hatte er ziemlich schlechte Laune als das Training beendet und er mit seinen Kollegen in der Dusche stand.
„McAllen was glotzt du denn so?“ Nick Artes, Brians bester Freund und Goalie des Teams klopfte ihm auf die Schultern „Lass mich doch zufrieden.“
„Oh, Oh, da scheint aber einer Richtig schlechte Laune zu haben „ „Ja und es hat eben jeder mal so seine Launen“ „ Aber du bist eigentlich nur so mies drauf wenn wir ein Spiel verloren haben oder das Training für dich nicht so lief und da das beides nicht der Fall ist kann eigentlich nur eins hinter deiner Schlechten Laune stecken. „
„Ach ja und das wäre?“ seine Stimme triefte nur so vor Sarkasmus „Eine Frau!“
„Eine Frau? Nick wie lange kennst du mich jetzt schon?“ „5 Jahre wieso?“
„Hast du mich in dieser Zeit schon einmal wegen einer Frau schlecht bzw. gut gelaunt gesehen?“
„Nein, wie denn auch du lässt ja keine an dich ran. Wen ich es nicht besser wissen würde hätte ich gesagt das du Schwul bist“
„Na Gott sei Dank weißt du es ja besser“
„Weiß ich das wirklich?“ Nick zog fragend die Brauen nach oben „Wen ich jemals aufs andere Ufer wechseln sollte wärst du auf jeden Fall der erste wo es erfahren würde „
„Ach wirklich“
„Na was glaubst du wohl wer dann das Objekt meiner Begierde wäre?“ in Gespielt Theatralischer Gestik war er zu seinem Kumpel hinüber gegangen und hatte ihm den Arm um die Schulter gelegt und warf ihm einen vielsagenden Blick zu . Dieser boxte ihm daraufhin freundschaftlich in die Seite. „McAllen du hast wirklich schwer was an der Waffel“ „Ja das kann schon sein, aber gerade deshalb magst du mich ja so“ „Nein ich steh einfach auf deinen sexy Hintern“ Brian guckte ihn verdutzt an, dann begriff er .
„Ihr seid beide schwer gestört!“ Giovanni De Santis sah sie mit seinem typischen Italiener grinsen an“ da muss man ja Angsthaben sich nach der Seife zu bücken“.
Da brachen sie alle in schallendes Gelächter aus, als sie sich wieder einigermaßen beruhigt hatten ergriff Brian das Wort „Es gelingt euch doch immer wieder mir die schlechte Laune zu vertreiben, dafür gebe ich heute einen aus .Na wie wär’s? Wir ziehen mal wieder um die Häuser?
„Wär echt cool, aber ich hab für morgen früh ein Sondertraining aufgehalst bekommen“.
„Und ich war so blöd und hab mich als Schussmaschine zur Verfügung gestellt “Giovanni grinste entschuldigend „Ach kommt schon Jungs jetzt seit mal nicht solche Waschlappen, ich mach euch nen Vorschlag ,ihr geht heute Abend mit mir aus und dafür Trainiere ich morgen mit ,dann wird das ganze auch etwas Spannender für Nick wenn er nicht nur diese laschen Dinger von dir halten muss ,und du könntest dir mal einen richtigen Schuss ansehen“ er grinste Gioavanni herausfordernd an und sah wie er mit sie rang.
„Also gut Brian, aber nur damit ich dir mal dein Große Klappe stopfen kann ,von wegen lasche Dinger und richtigen Schuss ansehen ,du Angeber ich werde es dir schon zeigen dann kannst du von mir noch was lernen “
„Und was hab ich von der ganzen Sache?“ wollte Nick wissen „Für mich bedeutet das ganze eigentlich nur noch mehr Arbeit „ „Also wenn das ganze für dich zu viel werden sollte brauchst du es nur sagen ,du bist ja schließlich nicht mehr der Jüngste ,dann halten wir uns selbstverständlich zurück“ Brian wusste genau wo er seinen Freund anstupsen musste um ihn zudem zu bewegen was er wollte. Und wie sonst auch hatte die Andeutung auf sein alter wundergewirkt er konnte es in seinem Gesicht sehen. „Von wegen, also mit euch 2 werd ich noch fertig wenn ich Ü 40 bin „ „War das jetzt ein ja?“
„Ja, Giovanni hat nämlich recht, dir gehört wirklich mal eins auf die große Klappe“ er hat es ernst gesagt doch Brian sah das Lächeln das in seinen Augen stand.
„Also wenn wir uns jetzt schon darauf eingelassen haben, könntest du und wenigsten sagen wohin es geht“
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Es war kurz nach 10 als die drei im Pearl ankamen .Es war ein großer Club der in 2 Etagen aufgeteilt war. Unten fand man eine riesige Bar die nur aus Plexiglas zu bestehen schien und eine große Tanzfläche auf der Sich bereits viele Leute tummelten. Da ihnen allen nicht der Sinn nach Tanzen stand schlugen sie den weg zum oberen Loungebereich ein. Er war mit gemütlichen Polstermöbeln ausgestattet die alle in kleine Nischen unterteilt waren, da alles belegt war setzten sie sich an die Mahagonibar. Brian hatte seit sie den Club betreten hatten nach der Unbekannten die ihm nicht mehr aus dem Kopf ausschaut gehalten, sie aber noch nicht entdeckt. Es war auch eine blöde Annahme von ihm gewesen hierher zu kommen und zu erwarten das er sie sofort sehen würde, wahrscheinlich Arbeitete sie heute gar nicht ,und da er ihren Namen nicht kannte konnte er auch niemanden nach ihr fragen .Wahrscheinlich war es besser so ,es wäre doch nur so wie die ganzen male zuvor gewesen ,er würde sich mit seinen beiden Freunden einen schönen Abend machen und das Sondertraining konnte ihm nur gut tun. Und trotzdem ließ ihn das Gefühl nicht los das er sie finden musste, er wusste nicht warum ,doch so fühlte es sich für ihn einfach an ,er glaubte sich selbst nicht das es mit ihr genauso gewesen wäre. Doch jetzt konnte er sowieso nichts mehr daran ändern.
„Patrick“ diese Stimme kam ihm bekannt vor „Ja“
„Ich weiß das du Morgen eigentlich frei hast, aber Caroline ist krank und ich hab niemanden der ihre schicht übernehmen kann. Könntest du vielleicht einspringen?“
„Kein Problem Chef „
„Danke du bist mein Retter, ich werd auch nicht vergessen das ich dir noch was schuldig bin, und nenn mich bitte nicht Chef du weiß das ich das nicht mag „
„Alles klar Boss“ er grinste sie an
Brian schaute ungläubig nach vorne, da stand sie doch tatsächlich und unterhielt sich mit dem Barkeeper, und wen er ihr Gespräch richtig mitbekommen hatte war er mit seiner Annahme das sie nur hier arbeitete total daneben gelegen, den so wie sich das anhörte musste ihr Wohl der Club gehören.
In diesem Moment schaute sie nach links und blickte ihm direkt in die Augen „Hey Hallo“ sie lächelte ihn an „Sie sind tatsächlich gekommen. Wow“
„Na es wäre doch ziemlich unhöflich gewesen eine so nette Einladung nicht anzunehmen. Und haben sie ihre Horizont schon erweitert?“ Sie sah ihn verwirrt an „also ich meine jetzt im Sportlichen Sinn“
„Achso! Nein“ sie lachte „ich hatte noch keine Zeit, aber keine Angst dazu komm ich schon noch, ich will sie ja schließlich nicht andauernd belästigen „
„Das haben sie gar nicht getan“ beeilte er sich schnell zu sagen .Dann wurde ihm auf einmal bewusst das sie ja nicht alleine wahren „Das sind übrigens meine beiden Kollegen ,die hier so unhöflich lauschen „
„Hey“ sie schenkte ihnen ein Lächeln und ein kurzes winken, dann kam schon wieder das Piepsende Geräusch und wieder blickte sie auf ihr Handy „Ich muss kurz weg, aber laufen sie mir nicht davon ja „ „Ich würde nicht mal im Traum daran denken“ versicherte er ihr mit Toternster Miene
„Bis gleich dann“ und so plötzlich wie sie aufgetaucht war, war sie auch wieder verschwunden.
„Also doch eine Frau !“ Nick grinste Triumphierend „Ich hab’s ja gewusst, und woher kennst du sie?“
Brian zuckte kurz mit den Schultern „Ich hab sie im Stadion kennen gelernt“
„Wie? Das musst du uns jetzt schon genauer erklären wollte sie ein Autogramm oder was?“
„Nein, um Gottes Willen sie hat keine Ahnung wer ich bin bzw. was ich tue“ seine beiden Freunde starrten ihn verwirrt an .Und da Brian wusste sie würden keine Ruhe geben bevor sie nicht alles wussten erzählte er ihnen die ganze Geschichte.
„Ich will mich ja nicht einmischen Brian, aber glaubst du nicht das sie es wissen will, oder sollte „
„Nein .Warum den auch? Was spielt es den für eine Rolle? Ich kenne noch nicht einmal ihren Namen geschweige den das sie meinen kennt „
„Weil du sie magst Brian! und wen ich das Richtig gesehen haben bist du ihr auch nicht gerade unsympathisch „ „Eben deswegen will ich auch nicht das sie es weis, ihr wisst selbst wie die meisten Menschen drauf reagieren, woher soll ich den wissen das sie an mir als Mensch interessiert ist?“ „Du weiß es doch längst ,wen sie dich nicht mögen würde hätte sie dich wohl kaum so angestrahlt wie gerade eben ,und so darauf beharrt das du auf sie wartest „Brian überleget kurz an Nicks Worten war durchaus etwas wahres dran ,doch er wusste nicht wie viel. „Also wirklich Brian so beschränkt kann man doch gar nicht sein, du weiß dass Nick Recht hat.“ Er wusste es wirklich auch wen ein kleiner teil sich noch unsicher war was er davon halten sollte. „Also gut Jungs ich will euch jetzt mal glauben schenken und das ganze so hinnehmen, aber wann ich es ihr sage, liegt immer noch in meinen Ermessen.“ Nick schnaubte verächtlich sagte aber nichts mehr.“ und deswegen schlage ich vor wirr lassen das Thema jetzt beiseite da sie nämlich wieder zurück kommt „Also gut, dann machen wir uns mal besser aus dem Staub Nick, aber McAllen du weiß das du Morgen auf dem Eis zu stehen hast!“ es war keine Frage sondern eine Feststellung gewesen. „Danke Giovanni, es wäre mir beinahe entfallen, und jetzt Macht Das ihr weg kommt! Bis Morgen dann.“
„Ciao“ und schon waren die beiden verschwunden. „Wo wollen ihre Beiden Freunde den auf einmal hin?“ „Ach die hatten noch was zu erledigen. Ich hoffe ich halte sie jetzt nicht von der Arbeit ab.
„Nein! Garantiert nicht.“ sie legte ihr Handy auf den Tresen „Gehen sie auch mal ohne diese Ding aus dem Haus?“ „Niemals, doch ab und zu wäre es schon ganz schön mal nicht immer erreichbar zu sein „meinte sie mit einem erschöpften Blick auf ihr Handy was schon wieder angefangen hatte zu Piepsen. „Wollen sie den gar nicht ran?“
„Nein, für heute reicht es, und wen es wirklich wichtig wäre kommen sie sowieso persönlich zu mir“
„Sie haben wirklich einen Tollen Job, wie kommt man dazu?“ „Es hat sich einfach so ergeben, nach meinem Studium hab ich hier lange gearbeitet, und eines Tages hat man mir die Leitung angeboten und später dann den ganzen Club „ „Und ist der Name von ihnen oder hieß er schon vorher so?“ „Das war meine Freundin ,sie war so begeistert von Fluch der Karibik ,und deshalb wollte sie und bedingt Black Pearl als Namen für den Club, das war mir aber etwas zu düster ,und so haben wir es halt einfach noch ein wenig abgeändert.“
„Wo wir gerade bei Namen sind, wie heißen sie eigentlich? „Johanna Tamara Mertens, aber nennen sie mich Jo, das tun alle“ „Brian McAllen“
„Sie sind sicht von hier“ das war eine Feststellung. „Nein, obwohl ich schon seit 5Jahren hier Wohne aber sie haben recht ,ich bin Amerikaner“
„Das merkt man ihnen gar nicht an. Sie sprechen sehr gut Deutsch“ „Meine Mutter war Lehrerin ,sie hat immer sehr viel wert drauf gelegt das wir ,also mein Bruder und ich , uns überall verständigen können also wurden wir auf eine Sprachschule geschickt, und ich hatte schon immer ein Talent dafür warum mir ausgerechnet Deutsch mir so liegt weiß ich auch nicht“ er zuck mit den Schultern „,es war schon immer so gewesen“
„Und was sprechen sie noch für Sprachen?“ Jo war fasziniert „Französisch, Spanisch, und Russisch „
„Wow ich bin beeindruckt, das muss doch ziemlich viel gewesen sein was sie damals zu lernen hatten „
„Naja wenig war es nicht, aber wie gesagt, ich hab Talent dafür und also ich dann kapiert habe das es sehr nützlich ist wen man viel Sprachen spricht war es mehr Vergnügen als Last aber würden sie bitte aufhören mich zu siezen ,das macht nämlich keiner sonst ,und Irgendwie ist mir das unangenehm „
„Kein Problem, aber würden sie ……..äh ich meine würdest du das dann bitte auch.“
„Natürlich“ er grinste sie an.
„Sag mal was machst du eigentlich?“ diese frage hatte er befürchtete und Trotzdem würde er sie beantworten, es musste ja nicht gleich ganz so genau sein.
„Ich bin Sportler“ er rang mit sich vielleicht wollte sie ja gar nicht mehr wissen, als er allerdings Ihren Fragenden blick sah gab er sich geschlagen “Ich spiel Eishockey bei den Adlern“ er wartete gespannt auf ihre Reaktion.
„Jetzt lügst du mich aber hoffentlich an?“ sie blickte ihn ungläubig an.
„Nein, das ist mein voller ernst“ jetzt war er verwirrt, er wusste nicht worauf sie hinaus wollte.
„Und warum bist du dann da oben gesessen?“ „Verletzung, ich hab schon seit 1 Monat nicht mehr gespielt“ „Das ist wirklich dein ernst“
„Das hab ich doch gesagt“ er wusste immer noch nicht was er von all dem hier halten sollte.
„Man komm ich mir dämlich vor“ sie schlug sich mit der flachen hand an die Stirn.“ Du musst dich kaputt gelacht haben, so blöd wie ich gefragt hab“
„Ach ich fand es eigentlich eher süß“ er lächelte, jetzt wusste er auf was sie hatte hinaus wollen
„Süß? Wohl eher unglaublich doof“
„Naja ,für mich vielleicht ,aber du kannst mich ja nicht als Maßstab nehmen, für mich ist das alles ja alltäglich und du hast es zum ersten mal gesehen, da hätte jeder so reagiert ,also war es im großen und ganzen schon eher süß .
„Du hättest es mir auch gleich sagen können“ „Du hast nicht gefragt“ antwortete er schlicht „Ja komisch, das gehört normalerweise auch nicht zu meinen Standart fragen“
„Ich kannte noch nicht mal deinen Namen, oder du meinen außerdem ist das etwas womit ich mir schwer tue.“ Jo war verblüfft “Warum?“
Er verzog das Gesicht“ Weil ich bis jetzt damit nur schlechte Erfahrungen gemacht habe“ Jo hatte es immer noch nicht verstanden, doch sein Tonfall ließ keinen Zweifel daran dass das Thema für ihn beendet war.
Und dann traf es sie wie ein Schlag, er spielte selbst! Das wurde ihr erst jetzt bewusst, das bedeutete das ihr Vater auch wegen ihm weiter ins Stadion gefahren und letztendlich gestorben war .Auf einmal war sie unglaublich wütend auf ihn obwohl sie wusste das es lächerlich war was sie sich da gerade eingeredet hatte .Sie musst weg hier, weg von ihm ,der Schmerz hatte sie mit einem mal wieder erfasst ,und ihre Augen füllten sich mit Tränen, was auch Brian nicht entging.
Er verspürte das Bedürfnis sie in die Arme zu nehmen und zu trösten, was bei ihm bisher nie der fall gewesen war. Tränen ließen ihn normaler weiße völlig kalt, da viele Frauen sie meisten Total berechnend einsetzen und er hatte sie einfach schon viel zu offt gesehen. Doch ausgerechtet jetzt trafen ihn diese, damit musste er erst einmal fertig werden und einen klaren Kopf bekommen und das konnte er am besten beim Sport. Er musste weg hier, doch er konnte sie hier ja schlecht alleine sitzen lassen, so völlig neben sich stehend.
„Jo? Soll ich dich nach Hause bringen?“
Sie nickte nur, da ihre Stimme ihr höchstwahrscheinlich weg gebrochen wäre.
„Na dann komm“ sanft nahm er ihre Hand und führte sie nach draußen.
2 Kapitel
„Man Brian jetzt lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen“ Obwohl sie bereits seit 1 ½ Stunden trainierten war Brian immer noch nicht erschöpft. Seine beiden Trainingspartner allerdings schon, was auch völlig Normal war. Normalerweise wäre auch er angenehm erschöpft gewesen, doch heute wollte dieses Gefühl einfach nicht eintreten und so stand er immer noch auf dem Eis als sein beiden Freunde aus der Dusche kamen. „McAllen jetzt lass es mal gut sein, wir haben heut noch Krafttraining falls du es vergessen haben solltest“
„Danke Nick, aber ich weiß es „
„Dann hör jetzt gefälligst auf, du tust keinem einen Gefallen wen du dich wieder verletzt, komm her und erzähl uns lieber wie es gestern Abend noch so lief“
Er sah es ein, und da er es sich selbst und Team schuldig war gesund und unverletzt zu bleiben fuhr er auf die Bank.“ Da gibt es nicht viel zu erzählen“ er nahm einen großen Schluck aus der Wasserflasche“ wir haben uns unterhalten und dann hab ich sie nach Hause gebracht“ das er sie vor ihrer Tür einfach an sich gerissen und geküsst hatte behielt er lieber für sich. Es war aus einem Impuls heraus geschehen völlig spontan und überraschend für sie beide.
Überraschend war allerdings auch seine Reaktion gewesen .Es hatte ihn wie einen Schlag in den Magen getroffen was er auf einmal alles Gefühlt hatte .Dieses so schnell hochkommende verlangen ,und gleichzeitig das Gefühl sie beschützen und ewig halten zu müssen als sie sich halt suchend an ihn geklammert hatte. Als er dann ihre Tränen geschmeckt hatte wollte er sie am Liebsten auf die Arme nehmen und so lange zärtlich küssen bis all ihre Tränen versiegten.
„Brian………………….Hallo wo bist du den gerade?“ Giovanni wedelte ihm mit der Hand vor dem Gesicht herum „Ja was ist den“ er klang leicht genervt
„Ihr habt also nur geredet was“
„Wen ichs euch doch sage“ langsam wurde er böse „Und warum verfällst du dann in Tagträume“ Nick grinste ihn von der Bande aus an.
„Ich glaub unser Romeo braucht eine kleine Abkühlung „er nickte Giovanni kurz zu der Brian sofort die Komplette Wasserflasche ins Genick kippte.
„So ist es doch schon viel besser nicht“ aufmunternd klopfte Giovanni ihm auf den Helm.
„Also gut ihr habt es so gewollt“ blitzschnell hatte er sich umgedreht und Giovanni am Arm gepackt und ihn ihm auf den Rücken gedreht .Er versuchte sich noch zu wehren ,doch da Brian gute 10 cm größer und 15kg schwerer war als er erwies sich das als Ziemlich nutzlos. Und so schleifte Brian ihn in voller Montur in die Dusche drehte den Kaltwasserhahn voll auf und hielt ihn darunter, sorgfällig darauf achtend das er selbst nicht Nass wurde .Nick stand an den Türrahmen gelehnt da und lachte.
„Du brauchst gar nicht so zu lachen, dich krieg ich auch noch „ „Das mag schon sein, aber heute nicht mehr“ „Ach ja und wieso nicht?“
„Weil du mich wohl kaum mit den Schlittschuhen an den Füßen einholen wirst „
„Ich nicht“ er grinste Triumphierend „aber Giovanni garantiert“ und so ließ er seinen Kameraden los welcher sich sofort auf Nick stürzte „Ja Kumpel mit gehangen mit gefangen“ und so schubste er ihn zu Brian der ihn ebenfalls unter die Dusche stellte. „So das wäre geschafft und wen es euch jetzt nichts ausmacht würde ich gern mal aus den Schlittschuhen raus, weil mit den Kufen ist es verdammt wacklig auf den Fließen“ und kaum waren die Worte raus saß er auch schon auf dem Hintern „Au“
„Tja kleine Sünden bestraft der Liebe Gott eben sofort“ schadenfroh lächelte reichte Nick ihm die Hand und zog ihn hoch. „Von wegen Sünde, ich bin wohl eher das Opfer „ „Geh duschen Brian du stinkst nach schweiß und ich glaub nicht das du so deiner neuen Freundin gegenübertreten willst“ „Was?“ überrascht blickte er seinen Freund an „Sie sitzt draußen und wartete auf dich, aber jetzt mach bloß keinen Stress ich unterhalte mich mit ihr solange du dich herrichtest“ und schon war er verschwunden.
„War das jetzt sein ernst?“ fragend blickte er Giovanni an. „Ich denke schon, aber ich kann’s dir jetzt nicht sagen, da du mich ja unter der Dusche ersäufen wolltest, aber ich würde mal sagen das du besser schnell duschen solltest“ und damit war auch er verschwunden.
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Johanna hatte sich wieder gefangen, nachdem sie die ganze Nacht nicht geschlafen hatte weil ihr Kopf so voll war, Brian hatte ihr genug zum Nachdenken geben, was sie wach gehalten hatte. Als erstes hatte sie sich einmal selbst für ihre kurz aufschäumende Wut bestraft ,es war nicht gerecht das sie ihm die Schuld gab ,oder irgend jemand sonst ,auch wenn es für sie vielleicht so aussehen mag das es der Sport war der ihren Vater umgebracht hatte ,in Wirklichkeit war es sein Schwaches Herz und seine Sturheit gewesen .Das Hatte Jo sich schon während der heimfahrt klar gemacht, und Brians belangloses Geplapper hatte ihr dabei geholfen. Ihr war klar das er versucht hatte sie abzulenken ,für ihn musste es so ausgesehen haben als wäre sie grundlos zusammengebrochen ,was im weitesten sinne auch stimmte. Doch wenigsten hatte sie sich wieder in der Gewalt gehabt als er sie zur ihrer Tür gebracht hatte, auf den Kuss war sie allerdings nicht gefasst gewesen .Halt suchend hatte sie sich an ihn geklammert wie ein hilfloser Teenanger und dabei hatte sie sich so fest vorgenommen sich nicht zu leicht herumkriegen zu lassen, wegen des Rufs den Eishockeyspielern im allgemeinen hatten, sie hatte zwar absolut keine Ahnung von dem Sport ,doch selbst sie wusste ,das die meisten Spieler alles Flachlegten was nicht bei drei auf den Bäumen war ,und sie wollte nicht eine weiter Kerbe in seinem Bettpfosten oder Schläger - oder wie auch immer man das in diesen Kreisen nannte sein. Doch sie kannte sich selbst gut genug um zu wissen das sie ihm Nachgegeben hätte wen er sie noch einen Moment länger im Arm gehalten hatte.
„Na da scheint wohl noch jemand in Tagträume versunken zu sein“ erschrocken blickte Johanna auf vor ihr stand Brians Kollege, triefend Nass und lächelte sie an.
„Hallo“
„Hey erinnern sie sich noch an mich“
„Natürlich, sie sind einer von Brians Mitspielern oder?“ „Genau, Nick Artes“ er reichte ihr die Hand. „Johanna Mertens.“ sie nahm die angebotene Hand und drückte sie. „Sah ziemlich anstrengend aus was sie da unten getrieben haben, so hab ich mir ein Hockeytraining immer vorgestellt“ Nick wusste dass sie auf die kleine Wasserattacke anspielte und antwortete betont ernsthaft
„Das ist auch verdammt anstrengend und nicht ganz ungefährlich wie man sieht“ er blickte an sich hinunter. „Na wen ein Profi das sagt, dann muss es wohl stimmen“ gab Jo mit dem gleichen ernst zurück.
„Sie haben Sinn für Humor, das gefällt mir, ich muss sie trotzdem etwas fragen und ich möchte das sie mir ehrlich darauf antworten, und glauben sie mir ich merke wenn jemand lügt“ „Das klang ja fast wie eine Drohung“
„Das mag schon sein“
„Also gut dann fragen sie was Sie so brennend zu interessieren scheint“
„Was wollen sie von Brian“
„Wie bitte?“ sie sah ihn ungläubig an.
„Sie haben mich schon verstanden, also“ „Ich wüsste nicht was sie das angeht“ ihre Stimme klang abweißend. „Oh doch! Es geht mich sogar eine ganze Menge an, ich bin sein bester Freund und ich lass bestimmt nicht zu das sie ihn nur ausnutzen und ihm das Herz brechen“
„Ausnutzen! Herz brechen! “ihre Stimme wurde gefährlich leise wie immer wen sie kurz davor stand die Beherrschung zu verlieren “ich bin weder auf sein Geld noch auf sonst irgendwas von ihm aus, und was das Herz brechen angeht wir kennen uns noch nicht einmal 48 Stunden wie kann man da bitte von einem gebrochenem Herzen sprechen. Außerdem glaube ich kaum das Brian sehr begeistert wäre wenn er von diesem Gespräch hier wüsste den er ist bestimmt durchaus in der Lage selbst auf sich aufzupassen und braucht nicht ihre Hilfe dazu“ sie hatte sich jetzt so in Rage geredet das sie Nicks zufriedenes Grinsen erst jetzt bemerkte .
„Was grinsen sie jetzt auch noch so?“ Johanna war jetzt endgültig mit den Nerven am ende und hätte ihm wahrscheinlich eine geklebt wen er nicht zu weit weg gewesen wäre.
„Beruhigen sie sich erstmal ihr Gesicht läuft schon rot an „ „Ich soll mich beruhigen, nennen sie mir mal eine Grund warum ich mich beruhigen sollte wen sie mich hier so unverschämt angrinsen und mich beleidigen“
„Ja ich weiß und es tut mir auch leid, aber ich wollte eine ehrliche Antwort, und die bekommt man nicht durch höfliche Konversation“, „Na da bin ich aber froh das sie nun zufrieden gestellt sind“ gab Jo Sarkastisch zurück.
„Jetzt seien sie mal nicht so nachtragen, wenn es sie beruhigt, ihre kleine Ansprache hat mich voll überzeugt“ „Ach wirklich“ spöttisch zog sie eine Braue nach oben. „Ja, wollen wir nicht Frieden schließen?“
„Können sie ihn den auch halten?“
„Ich schwöre es, außerdem will ich nicht das sie Brian was hiervon erzählen, der würde mir nämlich so in den Hinter treten das ich 3 Wochen nicht mehr sitzen kann.“
„Also gut, aber nur weil ich heute meinen Freundlichen Tag habe und wenn sie sich nicht dran halten sollten habe ich ja immer noch unser kleines Gespräch in der Hinterhand“.
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Als Brian aus der Kabine kam spürte er zum ersten mal einen Anflug von Eifersucht, den er sah seinen besten Freund hemmungslos mit Jo flirten, oder es kam ihm zumindest so vor. Die Hände in den Hosentaschen zu Fäusten geballt und mit einem Blick der so manchen starken Kerl Angst eingeflößt hätte ging er auf die beiden zu. Doch bevor er bei den beiden ankam und auch nur die geringste Chance bekam seinem Unmut Luft zu machen da Nick ihm bereits entgegen kam.
„Na das scheint ja einen Riesen Spaß zu machen“
„Mensch Brian du bist doch sonst nicht so empfindlich, jetzt reg dich wieder ab, wir haben uns nur Unterhalten glaubst du etwa ich würde dir deine Freundin ausspannen“
„Sie ist nicht meine Freundin“ antwortete er Knapp. „Was nicht ist kann ja noch werden, und jetzt geh zu ihr, aber mach ein Freundlicheres Gesicht dabei mit dem Gesichtsausdruck schlägst du ne ganze Armee in die Fluch“. Nick klopfte ihm noch einmal aufmunternd auf die Schulter „Wir sehn uns später“
Er zwang sich zur Ruhe und ging die letzten paar Schritte sehr langsam.
„Hey“ sie strahlte ihn an.
„Hallo“
„Na da hat aber einer gute Laune“ ihre stimme Triefte nur so vor Sarkasmus.
„Ja Sorry. Aber was machst du hier?“
„Ich war gerade auf dem weg dich wegen Sexueller Belästigung anzuzeigen ,aber dann hab Ichs mir doch anders überlegt und da hab ich gedacht ich komm vorbei und lad dich auf einen Kaffee ein ,den du bestimmt brauchen kannst nachdem ich dich Gestern vom schlafen abgehalten habe und du heute Morgen schon wieder so früh Trainiert hast. Falls du allerdings schon was anders vorhast“ sie erhob sich „will ich dich natürlich nicht stören“ „Jetzt mach doch mal langsam“ er ergriff ihren Arm „ich kann so nicht denken“
„Ich hab dich auf den Kaffee eingeladen, was gibt’s den da groß zu überlegen?“
„Gib mir mal ne Minute ja, ich muss mein Zeug noch aus der Kabine holen“
„Ok ich wart dann draußen“
Und so gingen sie in unterschiedliche Richtungen davon.
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Was stellte er sich eigentlich so an? Brian verstand sich selbst nicht wirklich .Er hatte doch sowieso vorgehabt sie wieder zusehen und jetzt war sie hier und er benahm sich so als ob er sie nicht sehen wollte, dabei belog er sich selbst am meisten .Er hatte sich gefreut als er gehört hatte das sie da war ,das hatte sich auch nach seinem kleinen Eifersuchtsanfall nicht geändert .Warum sollte er den Vormittag mit ihr nicht einfach genießen ? Da ihm kein guter Grund einfiel schulterte er seine Tasche und ging pfeifend Richtung Ausgang.
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Jo lehnet an der Beifahrertür ihres Wagens, hatte die Arme vor der Brust verschränkt und wartete auf Brian obwohl ihr im Grunde die Lust auf ihn gründlich vergangen war. Sie hatte eigentlich mit einer etwas freundlicheren Begrüßung gerechnet wie immer eben ,es war ja nie anders gewesen .Immer hatte sie zu viele erwartete und war am ende enttäuscht worden, weil diese Erwartungen nie jemand hatte erfüllen können.
Dann würde sie eben ihre Erwartungen herunterschrauben müssen, denn sie machte sich etwas aus Brian und war nicht gewillt einfach bei der ersten Kleinigkeit gleich aufzugeben und den Rückzug anzutreten.
Und so setzte sie ihr bestes Lächeln auf als Brian auf sie zukam, fest entschlossen sich nicht von seiner miesen Laune abschrecken zu lassen. Doch das er sie einfach an sich ziehen und küssen würde das ihr Hören und sehen vergingen überraschte sie dann doch etwas.
„Wo für war der den?“ fragte sie nicht ohne Verwunderung als sie wieder einigermaßen zu Atem gekommen war. „Ich hab mir gedacht, dass ich dir besser noch einen kleinen Denkanstoß gebe bevor du mich ins Gefängnis werfen lässt“ „Bei dir ändern sich die Launen auch im Minutentakt oder hast du gerade noch einen Schluck aus der Freundlichkeitsflasche genommen?“
„Ja ich wollte mich auch entschuldigen dass ich gerade eben so unfreundlich zu dir war, du hast mich eben einfach eben überrascht“ „Ach was, Nick hat gemeint du wüsstest bescheid das ich da wäre“ „Muss ich den wirklich zugeben dass ich eifersüchtig war?“