Herzen auf Eis

Anika Schmidt · Kapitel 1 von 1 · Teil 2/4

PDF-Seiten

Herzen auf Eis

Herzen auf Eis

Dieses Kapitel ist lang und deshalb in 4 Teile geteilt.

„Es würde aufjedenfall nicht schaden“

„Also gut, ich war eifersüchtig, aber nur ein kleines bisschen“ fügte er schnell hinzu als er ihren triumphierende Gesichtsausdruck bemerkte.

„Na dann will ich mal nicht so sein, ich vergebe dir“ „Ach wie großzügig“ er dehnte jede Silbe bis zur Erschöpfung aus. „Ja, so bin ich .Jetzt steig ein, sonst wird das nichts mehr mit dem Kaffee.“

 

XXXXXXXXXXXXXXXX

Sie gingen in ein kleines Cafe außerhalb des städtischen Trubels. „Erzähl mir was von dir“ Brian sah Jo fest in die Augen. „Was soll ich dir den erzählen? Es gibt nichts was es sich zu erfahren lohnt“

„Erzähl mir von deinem Vater, wie war er so?“ „Er war unglaublich ,immer für mich da und stets drauf bedacht das es mir an nichts fehlt, er gab sich die größte mühe mir eine Liebevolle Familie zu sein .Er wollte mir nie die Mutter ersetzen ,doch er sorgte mit seiner Art dafür das es mir nie so stark nach einer verlangte.“

„Also gab es nur euch zwei“

„Ja, wir standen uns aber gerade deswegen auch so nah“ „Und was ist mit deiner Mutter?“

„Ich weiß es nicht“ Sie zuckte die Schultern „sie verließ mich und meine Vater als ich noch ein Baby war, sie ging ins Ausland, zumindest hat mein Vater mir das so erzählt.“ „Hast du nie versucht sie zu finden?“

„Nein, wie hätte ich den auch, ich kenne gerade einmal ihren Namen, sie könnte überall auf der Welt sein, und um ehrlich zu sein habe ich auch überhaupt nicht den Wunsch sie zu finden“ Brian blickte sie ungläubig an“ Das kann doch nicht dein ernst sein, immerhin ist sie deine Mutter“

„Die mich im stich gelassen hat und von meinem Bruder trennte“ sie schlug mit der Faust auf den Tisch.

„Du hast einen Bruder?“

„Ich hatte einen, bevor sie ihn mir genommen hat, ich kenne noch nicht einmal seinen Namen Brian“ ihre Stimme wurde wieder ruhiger und er konnte den Schmerz in ihren Augen lesen. Er nahm ihre Hand “weder ein Bild noch sonst irgendwas hab ich von ihm, ich kann nicht mal mit Sicherheit sagen ob er noch lebt“ „Er fehlt dir, das ist ganz normal “er wollte sie etwas aufheitern. „Nein du verstehst das nicht, obwohl ich ihn nie kennen gelernt habe ist er trotzdem ein Teil von mir ,ich kann es dir nicht anders erklären ,es fühlt sich für mich einfach so an. Und dieser teil fehlt mir, ich fühl mich einfach nicht komplett“

Er verstand sie, er stand seinem Bruder auch sehr nahe. „Und was ist mit deinem Vater, der muss doch gewusst haben was mit seinem Sohn geschehen ist, oder zumindest wie er heißt?“ „Ich weiß es nicht, wahrscheinlich schon, er hat aber darüber nie zu mir gesprochen er ist mir immer ausgewichen wen ich ihn gefragt habe, und irgendwann hab ich es dann sein lassen. Und jetzt kann er mir nichts mehr sagen“

„Ja aber irgendwo muss es doch Aufzeichnungen geben, Geburtsurkunden, oder so was in der art.“ „Wen dann sind sie bestimmt im Schreibtisch meines Vaters eingeschlossen, den hab ich nämlich noch nicht ausgeräumt, aber daran hab ich noch gar nicht gedacht. Mensch Brian, das könnte die Lösung sein“ sie fiel ihm um den Hals und drückte ihm einen Kuss auf die Wange „Danke“

„Ich helfe doch immer gern. Willst du nicht sofort nachsehen? Wen du magst geh ich auch mit und helfe dir beim suchen bis um 13:00 Uhr hab ich sowieso nichts zu tun“

„Das würdest du wirklich tun für mich?“

„Natürlich, nach deiner kleinen Ansprache eben las ich dich bestimmt nicht alleine suchen“

„Danke ,ich kann dir gar nicht sagen was mir das bedeutet“ „Das brauchst du auch nicht, ich hab’s in deinen Augen schon längst gesehen. Und jetzt komm“ Hand in Hand verließen sie das Cafe.

 

3 Kapitel

Das Zimmer war schlicht eingerichtet, ein schmales Bett, ein Schrank, und ein alter Schreibtisch der unterm Fenster stand. „Viel hatte er ja nicht“

„Wart mal ab bis du in den Schreibtisch geblickt hast, was ihm an Möbeln und Deko gefehlt hatte ,das hat er dafür an Papier und Unterlagen ,wen ich nur wüsste wo ich den verdammten Schlüssel hingepackt habe“

„Meinst du vielleicht den der da an der Wand hängt?“ er konnte sich ein grinsen noch verkneifen

„Bingo, wen ich dich nicht hätte“

„Ja, für irgendwas ist jeder gut“

„Na dann wollen wir mal loslegen“ Jo öffnete die Schubladen des Schreibtisches und eine ganze Wagenladung von Papier kam zum Vorschein.

„Du hast nicht übertrieben“

„Ja, also ich nehme die linke und du die rechtes Seite, wen wir schnell genug sind können wir es in einer Stunde schaffen“ Doch nach 2 Stunden saßen sie immer noch da. „Und schon irgendwas gefunden ?“

„Nichts von Bedeutung und du?“

„Nur Rechnungen, Quittungen und jede menge Belege“ die Enttäuschung war ihr deutlich anzumerken. Sie saß regelrecht gequält auf ihren Stuhl .Es tat ihm so leid das er ihr nicht helfen konnte, er wollte sie trösten ,wusste aber das es keinen für sie gab und so beschränkte er sich auf ein Aufmunterndes lächeln ,das er aber nicht erwidert bekam.“ Kopf hoch, wir haben doch noch einen ganzen Stapel vor uns“

„Ja ich weis, aber es scheint alles so hoffnungslos, wir haben jetzt schon mehr als die Hälfte durch, wie groß ist wohl die Chance dass wir noch irgendwas finden“

„Du darfst nicht aufgeben Jo“ ihre Verzweiflung zerriss ihm fast das Herz „du hast jetzt schon so lange durchgehalten, da kommt es doch jetzt auf ein paar Tage mehr nicht an“

„Du verstehst das nicht Brian, wen ich hier nicht finde, dann find ich überhaupt nichts mehr zu meinem Bruder .Mein Vater hat mir nichts erzählt, er hat immer nur vage Andeutungen gemacht“ „Was für Andeutungen?“

„Es war nicht konkretes, ich vermute halt dass es irgendwas mit dem Sport oder deinem Team zu tun hat“

„Und wie kommst du darauf?“

„Nunja er hat mich praktisch schwören lassen das ich mich weiter damit auseinandersetze, das muss doch einen Grund haben, sonst hätte er das nie von mir Verlangt, er hätte mit nie etwas ohne Grund aufgezwungen ,das hat er nie getan, außer diese eine mal“ „Das kann aber auch einen ganz anderen Grund haben“ „Ich bin mir dessen durchaus bewusst, und trotzdem, es ist einfach so ein Gefühl“

„Also gut nehmen, wir mal an das dein Gefühl stimmt, dann könntest du ihm theoretisch schon begegnet sein, oder ihn zumindest gesehen haben“

„Da ich erst ein mal im Stadion war ist die Chance relativ gering, aber theoretisch ist das schon möglich“ Jo begann zu überlegen. Brian hatte recht woher wollte sie eigentlich wissen wer ihr Bruder war? Sie hatte ja nichts von ihm .Und gerade deshalb war es so wichtig das sie hier fündig wurden, wen sie nichts finden würden ,dann wäre alles vorbei und sie würde allein bleiben ,sie hatte sonst keine Familie mehr ,oder einen Partner der die Freuden des Lebens mit ihr teilte sie war Mutterseelen allein!

Und diese Feststellung schnürte ihr die Kehle zu, es nahm ihr die Luft zum Atmen und Jo spürte wie sie langsam in Panik geriet. „Jo!“ jemand rief ihren Namen, doch sie konnte die Stimme nicht zuordnen, dann wurde sie auf einmal an beiden Armen gepackt und kräftig geschüttelt.

 

XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

 

Sie war auf einmal weiß die Wand geworden und hatte sich verkrampft, er hatte ihren Namen mehrmals gerufen, doch ihre Augen blickten weiter starr ins Leere. Da hatte er es mit der Angst zu tun bekommen, was ihn selbst wiederum erschreckte. Und da Brian sich nicht anders zu helfen wusste ging er zu ihr, ergriff ihre Arme und schüttelte sie.

Was allerdings auch nicht den gewünschten Effekt erbrachte. Er wusste auch nicht was sie so plötzlich verstört hatte, er wusste nur das er sie schnellstmöglich beruhigen und wieder zu sich bringen musste, da sie ihm sonst wahrscheinlich Bewusstlos werden würde. „Jo, du musst Atmen!“ er sprach nun sanfter zu ihr „du hältst die Luft an Jo. Hey hörst du mich, Atmen, du vergisst das Atmen“ er war vor ihrem Stuhl in die Hocke gegangen, so dass er ihr direkt in die Augen schauen konnte, doch sie erwiderten seinen Blick nicht. Jetzt bekam er richtig Angst, es waren jetzt bestimmt schon 2min vergangen und Jo hatte noch nicht wieder Luftgeholt. Langsam begann sich ihre Gesichtsfarbe von Schneeweiß in gefährlich Rot abzuändern. Er musste sie zum Atmen bringen, sonst würde sie ihm hier jeden Moment umkippen, und da er sonst keine andere Lösung wusste küsste er sie.

Und endlich kam wieder etwas leben in sie, es war nicht viel doch immerhin bewegten sich ihre Lippen unter seinen und sie hatte wieder Luft geholt.

Er löste sich von ihr und blickte ihr erneut in die Augen. „Jo? Alles in Ordnung? Geht es dir gut?“ die Erleichterung war ihm deutlich anzuhören.

„Nein, Ja, Nein …………… ach ich weiß auch nicht“ ihre stimme war dünn und zittrig

„Was ist da eigentlich gerade passiert? Du standest völlig neben dir, irgendwas muss doch der Auslöser dafür gewesen sein“ „Ich bin ganz alleine Brian, verdammt noch mal, ich habe niemanden“ sie spürte wie die Panik wieder in ihr Aufstieg. Doch sie schluckte sie wieder hinunter und kämpfte gegen die Tränen die in ihren Augen brannten an.

„Du bist doch nicht alleine “er nahm sie sanft in den Arm. „Doch das bin ich, alles was ich an Familie hatte war mein Vater, und Freunde hab ich fast keine“

„Du hast mich“

„Das ist nicht dasselbe, aber trotzdem Danke“ „Gern geschehen“ Sie wussten beide nicht wie sie damit umgehen sollten.

„Geht es jetzt wieder?“

„Ich denke schon“ es gefiel ihm nicht sie alleine zu lassen, doch er musste langsam los, den er wollte vor dem Training noch einen klaren Kopf bekommen, sonst konnte er sich wieder nicht konzentrieren und müsste dann nur wieder dumme fragen von Nick beantworten, worauf er überhaupt keine Lust hatte. „Ich muss langsam los“

„Ja ich weiß“

„Kann ich dich hier allein lassen ohne mir sorgen machen zu müssen das du mir erstickst?“

„Ich hab mich jetzt wieder im Griff und so was wie gerade passiert mir bestimmt nicht noch mal, ich mach einfach den Rest hier fertig und dann muss ich auch los“

„Das wirst du ganz bestimmt nicht tun“

„Ach nein ?“sie sah ihn herausfordernd an „und warum bitte nicht?“ „Was ist wenn du wirklich was findest? Passiert dann das alles noch einmal? Ich glaube kaum das du noch eine Panikattacke wegsteckst“

„Wer sagt den bitte dass ich eine Panikattacke hatte“ sie wurde langsam wütend.

„Das war wohl offensichtlich“ dieses Gespräch Zerrte an seinen Nerven, die sowieso schon bis zum zerreißen gespannt waren, doch jetzt war es nicht mehr die Angst sonder die Wut auf sie und ihren Leichtsinn. Er verstand ja das es ihr wichtig war etwas zu finden, aber es gab für alles eine grenze und an der war Jo gerade eben offensichtlich angelangt, warum sah sie das bloß nicht ein? „Ich werde jetzt gehen“ ihn seinen Augen stand der Zorn, doch sein Stimme blieb mühsam kontrolliert, was auch Jo nicht entging und sie bekam ein schlechtes gewissen schließlich tat er das alles nur ihr zu liebe und sie hatte nichts Besseres zu tun als ihn anzuschnauzen. „Es tut mir leid Brian, das war nicht nett von mir ich bin dir unglaublich dankbar das du das mit mir gemacht hast und dir sorgen um mich machst“

„Ist schon ok, ich weis wie wichtig es dir ist, aber tu mir bitte den gefallen und lass es für heute gut sein ja“ Sie seufzte und ergab sich „Also gut“.

„Danke schön“ er drückte ihr einen Kuss auf die Stirn „Und jetzt muss ich wirklich los, wir sehn uns Sonntag“ „Sonntag?“

„Ja ich nehme doch mal an das du zum Spiel kommst oder“

„Äh …………ja klar“

„Na dann bis Sonntag“ und breit grinsend ging er.

XXXXXXXXXXXXXXXXXX

Brian konnte es nicht leugnen, er empfand etwas für sie, und er wusste nicht wie er damit umgehen sollte was ihn mal wieder in unglaublich schlechte Laune versetzte die auch nicht besser wurde als der Doc ihm gesagte hatte das er am Sonntag wieder spielen durfte. Den das hieß für ihn das er Jo nicht sehen konnte, und das betrübte ihn so sehr das er sich nicht einmal richtige über seine Rückkehr freuen konnte. Und dies war wiederum ein Punkt mit dem er erst einmal fertig werden musste bevor er sie wieder sehen durfte. Doch Brian wusste nicht wie er das bewerkstelligen sollte, wie sollte er Gefühle entschlüsseln wen er überhaupt nicht genau wusste was er empfand oder noch besser wieso er so empfand. Er wusste nichts mehr.

Du Hast mich hatte er gesagt und war mindestes so überrasch über diese Aussage wie sie gewesen. Hatte sie ihn wirklich? Er kannte die antwort darauf, JA sie hatte ihn, doch ob er das auch wollte war eine andere Frage, auf die er auch die Antwort wusste, JA er wollte es, er wollte es viel zu sehr. Wie konnte das alles sein? Wie konnte er sich so schnell verlieben?

Verlieben!! Oh Gott, hatte er das gerade wirklich gedacht? Nein das konnte nicht sein, dazu war er gar nicht fähig es musste ein Streich sein den sein Gehirn ihm spielte er konnte sie nicht liebe, das war schlichtweg unmöglich. Und doch war da das kleine Stimmchen in seinem Kopf, das ziehen in seinem Magen und das Klopfen seines Herzen wen er an sie dachte was ihm sagte das es stimmte. „Scheiße!“

„Wie bitte?“

„Ich bin verliebt“ es war nicht seine Stimme die da Sprach oder zumindest glaubte er das.

„Ja, das hätte ich dir auch sagen können“ Nick blieb stehen und grinste ihn breit an. Schweißperlen saßen ihm auf der Stirn, ebenso wie Brian doch bei ihm kamen sie vom Joggen, bei Brian sicherlich auch zum teil, aber das was jetzt auf seiner Stirn glänze war der kalte Angstschweiß. Und als Nick das sah musste er noch breiter grinsen.

„Was?“

„Ich hab gesagt dass ich dir das auch hätte sagen können“ „Wieso?“ er guckte so verdattert das Nick zu lachen anfangen musste, als er sich wieder beruhigt hatte blickte Brian ihn böse an. „Mensch Brian jetzt sieh mich nicht schon wieder so an, langsam geht mir deine Schlechte Laune auf den Zeiger. Ich kann doch nichts dazu das du dich verliebt hast und ganz offensichtlich ein Problem damit hast. Ich will gar nicht erst so tun als ob ich es nicht hätte kommen sehen, dass du es zugibst wundert mich allerdings. Das ist sonst gar nicht deine art.“

„Willst du mich jetzt verarschen?“

„Nein, guck dich doch mal an! Du Läufst wie ein Irrer, ich komme kaum hinterher und normalerweise lauf ich dir davon. Außerdem ist deine Laune seit Tagen so schlecht wie schon seit Ewigkeiten nicht mehr und als der Doc dich wieder einsatzfähig erklärt hat hast du nicht mal mit der Wimper gezuckt. Und als sie dich neulich abgeholt hat hättest du mir fast eine runter gehauen, nur weil ich ein bisschen mit ihr geflirtet hab.“

„Das konnte man wohl kaum ein bisschen nennen! Ich versteh es einfach nicht Nick. Wieso?“

„Das kann ich dir doch nicht sagen schließlich hast du dich doch in sie verliebt und nicht ich, da musst du doch wissen was dir so an ihr gefällt“

„Das weiß ich auch, ich begreife nur nicht warum mir das alles so gefällt und warum ich mich deswegen gleich in sie verlieben muss. Scheiße! Ich war noch nie verliebt. Was soll ich den jetzt machen? Kannst du mir das mal sagen.“

„Das mach mal schön selber, ich hab genug mit meiner Frau zu tun, da kann ich mich nicht auch noch mit deiner rumschlagen“ „Na du bist mir ein schöner Freund“

„Was erwartest du den von mir? Das ich dir genau sagen was du jetzt tun musst damit du das bekommst was dich am Ende glücklich macht? Ne mein lieber ,so einfach ist das nicht, du musst schon selber wissen was das richtige für dich ist, und wie du es bekommst“ „Wie war das bei dir? Was hast du getan als du gemerkt hast das du Felicia liebst?“

„Das war bei uns was ganz anderes, wir kannten uns schon ewig vorher, ich musste nur erst erkennen wie wichtig sie mir war, du dagegen hast es gerade eben erst festgestellt. Aber um auf deine Frage zu antworten, ich habe mir einfach überlegt wie das Leben ohne sie sein würde und ich merkte schnell wie Sinnlos für mich alles wäre wen ich es nicht mit ihr teilen konnte. Ich hatte Glück, das gehört immer dazu, du kannst jemanden lieben Brian, aber du kannst nicht erwarten das du deswegen automatisch auch geliebt wirst das musst du dir verdienen, das weißt du allerdings alles selbst, das musst du nicht von mir erfahren du musst es dir nur eingestehen!“

„Ja ich weiß es, aber es hilft mir etwas klarer zu sehen wenn ich es von jemand anderem gesagt bekomme“ er ließ den Kopf hängen „Ich bin ein komplette Niete auf dem Gebiet“ „Lauf noch eine Runde Brian, dabei kriegst du den Kopf frei und danach hast du genügend Zeit zum nachdenken“ er klopfte ihm aufmunternd auf die Schulter. Und dann liefen sie in verschiedene Richtungen davon, der eine glücklich und zufrieden und er andere niedergeschlagen und nachdenklich.

 

Es half wirklich, auch wenn er mehr als das Doppelte seiner Normalen strecke laufen musste um endlich an nichts mehr denken zu können, und das konnte er auch nur weil er sich so aufs Atmen konzentrieren musste, er war total erledig aber wenigsten gedankenlos als er bei sich zuhause ankam. Leider hielt dieses Gefühl nur so lange an bis sein Körper sich wieder einigermaßen regeneriert hatte.

Vor dem Fenster begann der Himmel sich zu verdunkeln und langsam vielen die ersten Tropfen zu Boden, es war Brian nur recht das es regnete, heller Sonnenschein und Vogelgezwitscher hätten jetzt absolut nicht zu seiner Laune gepasst, da war ihm ein schwarzer von Blitzen durchzuckter Himmel doch lieber. Da konnte er wenigstens in ruhe trübsalblasen. Wie schwachsinnig war das eigentlich, jeder normale Mensch hätte Himmelhoch gejauchzt wen er frisch verliebt war, und er stand kurz vor der Depression.

In seinem Zustand hätte er in jeder schlechten Seifenoper mitspielen können, da stand er sowohl körperlich als auch Seelisch total fertig am Fenster und starrte in den Regen. Und sah nur ihr Gesicht vor sich.

Und da wusste er was er zu tun hatte! So konnte es nicht weiter gehen das war zu viel für ihn .So konnte er nicht leben, er hatte keine Zeit für eine Frau er war viel zu sehr mit seiner Karriere beschäftigt ,und er hatte sich geschworen das ihm das wichtiger sein würde als alles sonst, er wollte noch so viel erreichen an erster stelle stand der Einzug in die Play-offs und der Titel gewinn. Das wünscht er sich für das Team ,er selbst wollte wieder zurück nach America und dazu musste er besser sein als jemals zuvor, wie sollte er das schaffen wenn er sich nicht auf sein Training konzentrieren konnte weil er lieber mit ihr zusammen wäre.

Er musste sich erneut entscheiden und dieses Mal würde es ihm nicht so leicht fallen Doch er war nicht bereit seine Träume aufzugeben noch nicht einmal für sie. Wie schlimm konnte es den werden, er hatte sich hals über Kopf verliebt, als würde er sie auch genauso schnell wieder vergessen können. Das versuchte er sich zumindest einzureden, wie es wirklich sein würde konnte er nur abschätzen, doch er glaubte fest daran dass es nicht so schlimm werden könnte. Und wen es wirklich lief wie geplant wäre er in noch nicht mal einem Jahr bereits wieder in America und dort würde er all seine Kraft aufbringen müssen um auch dort zu bleiben und spielen zu dürfen ,dass würde nicht einfach werden ,doch Brian liebte die Herausforderung .

Er hatte seine Wahl getroffen, jetzt musste er sie nur noch in die Tat umsetzen und da er am Sonntag ja wieder auf dem Eis stehen würde, würde ihm das leichter Fallen .

XXXXXXXXXXXX

 

Doch Brian hatte sich gewaltig unterschätz, bereits am Freitag vermisste er sie mehr als er sollte und als er am Sonntag zum Aufwärmen aufs Eis kam ,konnte er es sich nicht Verkneifen einen Blick nach oben zu ihrem Platz zu werfen, er konnte ihr Gesicht nicht erkenne, doch er sah das sie da war, was ihm einen Stich versetzte. Er hätte bei seinem ursprünglichen Plan bleib und sie einfach ignorieren sollen jetzt wurde er sich ihrer Nähe erst richtig bewusst und der Schmerz traf ihn Hart, es kam nicht unerwartet, doch das es so stark sein würde hätte er nicht gedacht, es zerriss ihm das Herz in der Brust und hinterließ ein tiefes blutendes Loch. Brian wusste dass dies der Anfang noch größerer Qualen sein würde. Nun, da musste er durch und von jetzt an würde er sich jeden weiteren Blick nach oben ersparen. Daran hielt er sich auch streng zumindest das erste Drittel lang, und das kostete ihn schon seine gesamte Selbstbeherrschung. Gott sei dank bekam er reichlich Eiszeit so das er weniger Möglichkeiten hatte in die besagte Richtung zu schauen, doch im zweiten Drittel konnte er nicht anders zumindest einen Blick konnte er sich erlauben wenn es sonst schon nichts für ihn gab .Diesen Moment würde er nutzen und zwar immer und immer wieder solange bis sein Herz endlich schwieg, Jo nicht mehr kommen oder er letztendlich von hier weggehen würde. Er hoffte das sein Herz gewinnen würde war aber nicht sehr Optimistisch, da er ihre Gedanken nicht kannte war auch die zweit Möglichkeit eher gering, also musste er sich selbst um die Dritte Möglichkeit kümmern, das würde wenigstes die Zeit und ihn beschäftigen.

XXXXXXXXXXXXXXXX

Jo kam ins Stadion ,und dieses mal viel es ihr nicht so schwer ,zum einen weil sie sich damit abgefunden hatte das sie es für ihren Vater tun musste und zum anderen weil sie Brian wieder sehen würde es waren nur ein Paar Tage gewesen ,aber er hatte ihr gefehlt. Doch er kam einfach nicht, sie war schon sehr früh da gewesen ,so das es sie nicht wunderte das er noch nicht da war ,doch als dann die Mannschaft zum aufwärmen aufs Eis kam hatte sie eigentlich gedacht das er bis dahin auf seinem Platzt sitzen würde, schließlich hatte er sie ja sozusagen hierher eingeladen, doch er wollte einfach nicht auftauchen. Und als dann die Spieler zu beginn des Spiels aufgerufen wurde war sie schon davon überzögt das er sie versetzt hatte und dementsprechend war sie auch Sauer. Das legte sich allerdings wieder als die seinen Namen hörte und er unter riesigem Beifall aufs Eis gefahren kam. Sie hatte mal wieder aus einer Mücke einen Elefanten gemacht, das sie selbst nicht darauf gekommen war das er wahrscheinlich wieder spielen würde wenn er nicht hier oben saß. Natürlich war es schade für sie das sie nun alleine das ganze Spiel anschauen musste ohne wesentlich mehr Ahnung zu haben als beim ersten mal doch für Brian freute sie sich, es war ihm deutlich anzusehen gewesen wie schwer es ihm gefallen war nur untätig auf der Bank sitzen zu können. Und Jo bekam so die Gelegenheit ihn in seinem Element sehen zu können und sie war gespannt wie er sich dort wohl verhalten würde. Die ganze Spielzeit über konnte sie die Augen nicht von ihm lassen, und es fasziniert sie mit welcher Leichtigkeit er sich auf dem Eis bewegt und wie selbstverständlich er seine Gegenspieler umcheckte und in die Bande drückte. Sie hatte es vorher nicht ganz verstanden ,doch jetzt sah sie warum ihr Vater diesen Sport so geliebt hatte, es war so völlig anders als das was die breiteren Massen kannten, Fußball war bei leibe nicht so schnell und energiegelanden, sie hatte immer gedacht das die Spannung in einem Fußballstadion unerträglich sein musste, doch im vergleichen hierzu war das höchstwahrscheinlich nichts. Die Spieler bewegten sich so schnell und der Puck wurde mit einer Geschwindigkeit gespielt das Jo große Probleme hatte ihn überhaupt zu sehen .Von einem auf den andern Augenblickt konnte das Spiel komplett gedreht werden ,gerade noch war Brians Mannschaft vor dem gegnerischen Tor gewesen und jetzt lagen sie 0:1 hinten was allerdings niemanden groß zu erschüttern schien den bereits 5 min Später war es wieder unentschieden. Und es sollte nicht bei diesem Spielstand bleiben. Viel Toren waren hier bei weitem keine Seltenheit und oft wurden die Spiel erst in den Letzten beiden Minuten entschieden was natürlich das doppelte an Spannung für alle bedeutetet.

Jo begann mit zufiebern und ließ sich von den Fans anstacheln ,als Brian allerdings in eine Schlägerei verwickelt wurde und sich auch bereitwillig darauf einließ feuerte sie ihn nicht an ,das war ihr einfach nicht geheuer, sie hatte ja gewusst das es ein rauer und Körperbetonter Sport ist doch damit hatte sie nicht gerechnet und sie machte sich ernsthaft sorgen um Brian. Was allerdings total unnötig war wie sie keine 2 Minuten später feststellen musste, im Gegenteil es schien ihm sogar äußerst gut zu tun

,er wirkte äußerst zufrieden. Jo verstand es zwar nicht ganz doch schließlich war sie auch kein Mann.

Sie würde hier oben auf ihn warten schließlich hatte Brian ja gesagt das sie sich heute sehen würden ,also nahm sie mal an das er das letzte Drittel mit ihr zusammen sehen würde. Doch Jo sollte sich irren, Brian kam nicht weder wären der Drittelpause noch danach, auch als das Spiel bereits geendet hatte kam er nicht zu ihr herauf, und als das Stadion bereit fast vollständig leer war begriff sie das sie ich heute überhaupt nicht mehr sehen würden.

Naja was machte das schon, ein Tag mehr oder weniger, darauf kam es nicht an.

Oktober

 

November

 

Dezember

 

3 Monate! Es war jetzt 3 Monate her seit Brian seinen Entschluss gefasst und auch durchgezogen hatte. Seitdem war er keinen Moment mehr richtig glücklich gewesen.

Er hatte versucht sie zu vergessen und hatte es auch ein paar mal geschafft sie aus seinen Gedanken zu verbannen ,doch seine ganzen Bemühungen wurden bei jedem Heimspiel wieder zunichte gemacht.

Er hatte vor jedem Spiel gebetet das sie nicht da sein, und er es so einfacher haben würde ,doch es war alles vergeblich gewesen. Sich selbst konnte er es nicht untersagen zumindest einen kurzen Blick nach oben zu werfen, das ließ ihn die Qualen die drauf folgen würden halbwegs erträglich erscheinen.

Rein sportlich gesehen konnte er seine Entscheidung nicht bereuen, er war besser als je zuvor, was auch kein Wunder war bei seinem neuen Lebensstil.

Er trainierte Tag und Nacht wie ein Irrer und ruhte nur wenn er musste, selbst an den freien Tagen fand man ihn auf dem Eis oder im Kraftraum es war das einzige was ihn noch interessierte, und seine Freunde machten sich bereits ernsthaft sorgen um ihn . Er ließ sie jedoch immer abblitzen, was sollten sie auch groß sagen sein Erfolg gab ihn schließlich Recht.

Doch Menschlich war er einfach nur noch am Ende, er war ein emotionales Wrack geworden und das alles in nur 3 Monaten.

 

XXXXXXXXXXXXX

Auch Jo hatte die 3 Monate überlebt doch mit weitaus weniger Wunden und Schmerzen als Brian sie hatte erleiden müssen. Sie hatte sich ebenfalls in die Arbeit gestürzt und war dabei ebenso erfolgreich gewesen wie Brian .Sie hatte ihren 2 Club gekauft und ließ ihn im Moment renovieren, körperlich war sie allerdings weit von seiner Hochform entfernt .

Jo hatte erheblich an Gewicht verloren und ihre Haare war nun wieder länger, sie fielen ihr in weichen Wellen über die Schultern auch ihre Naturfarbe hatte sie langsam wieder einen Weg durch das dichte Schwarz gebahnt so das sie nun wieder hellbraun schimmerten.

Doch emotional war sie genau so fertig wie er. Jo hatte erst gemerkt dass sie ihn geliebt hatte als er nicht mehr aufgetaucht war.

Gott sei Dank war sie nun über diese lächerlichen Gefühle hinweg. Es war von Anfang an nicht realistisch gewesen sie hatte das immer gewusst und trotzdem hatte sie nicht verhindern können dass sie sich in ihn verliebte.

Letztendlich musste sie Brian sogar dankbar sein das er sie einfach sitzen gelassen hatte, was wäre den gewesen wenn sie sich irgendwann ihrer Gefühle bewusst geworden wäre und sie ihm gesagt hätte das sie ihn liebte. Natürlich hätte sie erwartet das es für ihn genau so sein musste, was es natürlich niemals war oder auch nur im Ansatz hätte werden können.

Sie war für ihn nie mehr als ein amüsanter Zeitvertreib gewesen. Und als sie das erkannt hatte war es ihr bedeuten leichter gefallen wieder ins Stadion zu gehen. Am Anfang hatte es ihr jedes Mal wieder das Herz gebrochen wenn sie ihn da unten so völlig emotionslos und gelassen spielen sah. Offenbar hatte es ihm nicht im geringsten etwas ausgemacht sich von ihr zu trennen, doch warum hätte es das auch sollen? Schließlich war ja sie diejenige mit den überschwänglichen Gefühlen und dem gebrochenem Herzen. Doch das war vorbei, nun war sie mit ihm und ihren Gefühlen fertig.

XXXXXXXXXXXXXXXX

 

Allerdings war sie nicht darauf gefasst gewesen ihn auf einmal vor ihrer Tür stehen zu haben und das an einem Donnerstag morgen um 8.00 Uhr. Jo rieb sich mehrmals über die Augen um sicher zu gehen das sie nicht Träumte oder eine Halluzination hatte, doch das wäre auch bescheuert gewesen den normalerweise klingelten Halluzinationen nicht und sie hatte noch nie Schlaf gewandelt. „Was willst du hier Brian?“ er starrte sie einfach nur an, erst jetzt bemerkte Jo den Schweiß auf seiner Stirn und seinen unregelmäßigen Atem .

„Geht’s dir gut?“ er starrte sie immer noch an, mit einer Hand an der Wand abgestützt, als ob er jeden Moment umfallen würde. Jo wusste nicht ob er ihre Frage überhaupt gehört hatte und da sie ihn ja schlecht zu einer Antwort zwingen konnte beschränkte sie sich drauf die Arme vor der Brust zu verschränken und ihn missbilligend anzuschauen während in ihr alles tobte.

Schließlich hielt sie es nicht mehr aus „Brian? Was machst du hier?“ ihr Ton war abweisende.

„Ich weiß es nicht?“ er klang erschöpft.

„Na dann kann ich dir auch nicht helfen. Leb Wohl.“ Und damit wollte sie ihm die Tür vor der Nase zuschlagen doch er hielt sie mit einer Hand davon ab.

„Nein, Warte! Bitte!“

„Warum? Wozu soll das den gut sein?“

„Hör mich bloß bitte einen Moment an danach verschwinde ich auch sofort wieder wenn du willst. Gib mir bloß bitte einen Moment um dir einiges zu erklären.“

Er klang so verzweifelt das sie es ihm nicht abschlagen konnte. „Also gut, dann komm rein. Ich brauch jetzt erst mal einen Kaffee ,willst du auch einen ?“

Sie ging schnurstracks in die Küche und überließ es ihm die Tür zu zumachen und ihr zu folgen. Sie ließ grad die Zweite Tasse aus ihre Hightech Kaffeemaschine als Brian herein kam. „Hier“ sie reichte ihm eine Tasse „Milch und Zucker sind dort drüben im Schrank“. Jo trank ihren Kaffee für gewöhnlich mit viel Milch und Zucker doch heute brauchte sie ihn schwarz wie die Nacht ,das würde ihre Nerven hoffentlich etwas beruhigen und sie erst mal richtig wach machen ,den bevor Brian an ihre Tür geklopft hatte war sie noch im tiefsten Delirium geschwebt ,nachdem sie wieder eine ganze Nacht lang durchgearbeitet hatte.

„Also ich höre“ sie hatte sich an die Anrichte gelehnt und sah ihn fragend an.

„Wo soll ich bloß anfangen?“ er sprach mehr zu sich selbst als zu ihr. „Ich würde sagen am Anfang“

„Als erstes muss ich mich wohl bei dir entschuldigen dafür das ich dich einfache habe sitzen lassen und praktisch von heute auf morgen verschwunden bin.“

„Das ist schon OK , du warst ja nicht wirklich verschwunden ich hab dich ja noch oft genug von weitem gesehen.“ Sie wollte sich nicht anmerken lassen wie sehr seine Worte sie trafen und verletzten doch sie konnte nicht verhindern das ihre Stimme einen Sarkastische unterton am Ende erhielt.

„Nein, das war nicht OK und ich möchte dass du verstehst warum ich das getan habe.“

„Das ist völlig unnötig Brian, ich brauch das alles nicht zu wissen, und ich will es auch gar nicht mehr , ich bin mit der ganzen Sache fertig, ich hab damit abgeschlossen“

„Ich will aber dass du es weißt, und ich bin im Gegensatz zu dir noch lange nicht fertig damit.“ Seine Stimme klang mühsam beherrscht. „Ach ja“ Sie hob eine Augenbraue „ich hatte das Gefühl das du sehr wohl fertig mit mir warst“ sie funkelte ihn zornig an. „Ich war nie auch nur Ansatz weiße fertig mit dir, wie hätte ich das auch sollen du warst, Nein, du bist in all meinen Gedanken. Egal was ich tue, egal was ich mache du bist immer da.“ „Ach wirklich?“

„Natürlich, ich meine wer den sonst?“ er bemerkte zu spät das er die falschen Worte gewählt hatte.

„Wer den sonst?“ sie spie ihm die Worte regelrecht ins Gesicht „Was weiß ich den schon darüber was in deinem Kopf vor sich geht oder besser gesagt wer, aber ich kann dir mit Sicherheit sagen das ich es nicht bin oder jemals war“ jetzt schrie Jo, lange hatte sie sich beherrscht doch jetzt konnte sie nicht mehr ,wie konnte er es wagen. Ihre Hände zitterten, so fest hielt sie die Kaffeetasse umklammert. „Ach und woher willst du das so genau wissen“ komischerweise wurde auch er langsam zornig, doch er wusste auch das er dazu nicht das Recht hatte und deswegen riss er sich mühsam zusammen. Die Kaffeetasse stellte er aber vorsichtshalber auf die Anrichte.

„Du hast mich verlassen Brian, einfach sitzen gelassen ohne ein Wort bist du einfach gegangen, wenn ich dir auch nur einen Bruchteil von dem bedeutet hätte was du mir gerade eben weiszumachen versuchst, hättest du das nicht getan“ Ihre Stimme brach weg ,und Jo schämte sich doch sie konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten und so liefen sie ihr über die Wangen. Was sie noch mehr in Rage versetzte. „Ich bin dir doch vollkommen egal gewesen, ich bedeute dir nichts“

„Soll ich dir zeigen wie wenig du mir bedeutest“ er war jetzt ganz dich bei ihr und ihre Lippen waren nur noch Millimeter von einander entfernt.

„Nicht“ Jo drehte den Kopf zurseite.

„Oh doch“ und damit legte er seine Lippen auf ihre er war nicht sanft wie er es eigentlich hätte sein sollen, in diesem Kuss lag die gesamte Verzweiflung und Frustration der letzten Monate.

 

XXXXXXXXXXXXXX

 

Sie hatte sich kurz gewehrt als er sie geküsst hatte, der ganze Schmerz kam wieder hoch, und alles in ihr schreckte davor zurück. Als sie allerdings seine Verzweiflung, und Schmerzen geschmeckt und sie auch in seinen Augen gesehen hatte gab sie einfach auf,lies die Tasse fallen und schlang die Arme um ihn und zog ihn dichter an sich. Ihr Verstand hatte für den Moment die Arbeit aufgegeben sie wollte nur noch fühlen was ihr Herz verlangte doch da ließ er sie schon wieder los.

„So wenig bedeutest du mir“ er hielt ihr Gesicht in den Händen und blickte ihr in die Augen.

Jo konnte nicht sprechen, dafür tobte es in ihr viel zu sehr. All diese Dinge die sie im Moment fühlte waren Teil ihr Vergangenheit und wie sie mit schrecken feststellte auch ihrer Gegenwart. Doch das hieß ja nicht dass sie ihnen Automatisch nachgeben musste. „Und was soll mir das jetzt genau beweißen? Du hast mich schon einmal geküsst Brian, und ich weiß noch wie das geendet hat, nur das du mir da vorher nicht weiß machen wolltest das ich dir etwas bedeute.“ Sie sah ihn nicht an, das hätte sie nicht über sich gebracht, stattdessen schaute sie aus dem Fenster. „Jetzt lügst du“

„Nein das tu ich nicht, wieso sollte ich den?“ „Dann schau mich an, schau mir in die Augen und sag mir dass dir das gerade eben nichts bedeutet hat“

Sie drehte ihm den Kopf zu und schaute im in die Augen. „Ich habe nicht gesagt dass es mir nichts bedeutet hat, ich habe gesagt dass es mir nichts beweist. Ich habe dir schon mal vertraut Brian und sieh wohin uns das geführt hat, ich werde denselben Fehler bestimmt nicht noch einmal machen.“ Ihr Gesicht wirkte Traurig.

„Da kann ich nichts drauf erwidern, doch ich werde auch nicht den gleichen Fehler noch einmal machen, ich werd bestimmt nicht einfach wieder gehen. Ich hab dein Vertrauen nicht verdient das weiß ich, doch ich werde mir alle mühe geben es mir wieder zu verdiene, das sollst du wissen.“ Jetzt war Jo verwirrt, sie verstand nicht was er meinte, wieso sollte er sich die mühe machen? „Wieso? Ich versteh dich nicht Brian“

„Nein, das kannst du wohl auch kaum“ er lächelte sie an „dazu müsstest du erst einmal wissen warum ich einfach gegangen bin“ „Und warum bist du?“

„Ich liebe dich. Das ist eine blöde Entschuldigung, ich weiß aber es ist die einzige die ich habe ,ich liebe dich ,und deswegen bin ich gegangen. Ich hatte einfach Angst davor. Ich empfand auf einmal so viel was ich nicht hatte empfinden wollen, das war alles so neu für mich, vorher war mir nichts wichtiger als mein Job, und dann warst du auf einmal da. Ich war einfach noch nicht bereit dafür, ich hatte Pläne und Träume, die wollte ich nicht aufgeben. Doch das alles hat die Bedeutung für mich verloren. Ich hab eine weile gebraucht um das zu erkennen. Ich habe gedacht das meine Gefühle für dich irgendwann schwächer werden würden, und das es ganz einfach sein müsste dich zu vergessen. Doch das war es nicht, für mich wurde jeder Tag zur Hölle, ich hab mich nur noch auf mein Training konzentriert um dich zu vergessen, zumindest in dieser Zeit war mir das möglich. Doch bei jedem Spiel habe ich dich wieder da oben sitzen sehen und alles kam wieder rauf. Und heute hatte ich überhaupt nicht vor hierher zu kommen, es hat mich selber überrascht ich habe an nichts gedacht und auf einmal stand ich vor deiner Tür. Und da wurde mir bewusst das ich nicht weiter ohne dich sein kann.“

Sie schlug ihn .Sie schlug ihn mit aller kraft die sie aufbringen konnte ins Gesicht, und er ließ es geschehen. Doch als sie erneut ausholte hielt er ihr die Hände fest.

„Lass mich los“ sie brüllte ihn an .

„Nicht wenn ich mir nicht sicher sein kann nicht wieder geschlagen zu werden“ seine Stimme war vollkommen ruhig .Jo schloss die Augen und atmete ein paar Mal tief durch. „OK, du kannst mich los lassen, ich hab mich wieder einigermaßen in der Gewalt“

„Ach wirklich?“ er sah an ihrem zitternden Körper hinab. „Zumindest so viel das ich dich nicht mehr schlagen werde“ er ließ sie los und sofort drehte sie sich von ihm weg und brachte ein paar Schritte abstand zwischen sie beide.

„Es tut mir leid“

„Was tut dir leid?“

„Das ich dich geschlagen habe“ sie funkelte ihn zornig an. „Die physische Gewalt tut dir Leid, aber nicht die Bedeutung die dahinter stand“ verbesserte Brian Jo.

„Ja, du hattest es verdient“

„Das werde ich wohl haben“ stimmte er ihr zu, er war immer noch gelassen während sie ihn immer noch anbrüllte. „Wie kannst du es bloß wagen hier einfach nach 3Monaten aufzukreuzen, mir zu sagen das du mich liebst und annehmen damit ist die ganze Sache wieder in Ordnung ist. Wie kann man bloß so selbstherrlich sein?“

„Ich habe nicht gesagt das damit wieder alles in Ordnung ist ,ich habe bloß versucht dir zu erklären warum alles so weit gekommen ist .Und ich habe dir gesagt was ich für dich empfinde ,es war nicht mehr als die Wahrheit auch wenn ich dir recht geben muss ,es war ganz schön dreist von mir hier einfach so wieder aufzutauchen und dir all das vor den Kopf zu knallen .Und ich versteh auch wenn das für dich alles etwas unglaubwürdig klingen mag.“ „Etwas unglaubwürdig“ jetzt überschlug sich ihre Stimme „du lügst mir ins Gesicht und nennst das etwas unglaubwürdig. Du hast doch noch nie etwas für mich empfunden und wirst es auch nie tun, ihr seid doch alle Gleich! Ihr erzählt einer Frau alles nur um sie rumzukriegen. Doch mit mir wirst du das nicht mehr machen .Vor 3 Monaten hätte ich dir nur allzu bereitwillig alles geglaubt, doch jetzt nicht mehr, ich bin nicht mehr so naiv. Such dir jemand anderen mit dem du spielen kannst Brian ich fall auf dich nicht mehr herein.“ Jetzt war er es der zitterte, Brian musste sich anstrengen um sich zu kontrollieren, sonst hätte er sie wahrscheinlich gepackt und dann hätte er für nichts mehr garantieren können. Er hatte nie gedacht dass ihm mal jemand so wehtun könnte ohne ihn zu berühren. Doch jedes ihrer Worte war für ihn wie ein schlag in den Magen. Es tat einfach nur weh.

Doch was hatte er eigentlich erwartet? Das sie ihm einfach so glauben würde und sie den Rest ihres Lebens gemeinsam glücklich verbringen würden? Die Wahrheit war das er absolut nicht wusste warum er es ihr überhaupt gesagt hatte oder was er damit bezwecken wollte. Er hatte es einfach getan ohne über die Folgen nachzudenken .Doch jetzt musste er mit den Konsequenzen umgehen und er wusste beim besten willen nicht wie er das anstellen sollte. Er war wütend, das konnte er nicht verleugnen, sie hatte ihn verletzet und ihm seine Liebeserklärung einfach ins Gesicht gespuckt.

Doch er hatte sie zuerst verletzt, und er hatte nicht das recht wütend zu sein, doch er war es nun mal. Was sollte er jetzt tun, Brian hätte alles für einen Rat gegeben, doch da musste er jetzt selber durch, hierbei würde ihm nie jemand helfen können. Er wartetet einen Moment bis er sich sicher sein konnte das seine Stimme ruhig bleiben würde.

Weiter: Teil 3 von 4