Herzen auf Eis

Anika Schmidt · Kapitel 1 von 1 · Teil 4/4

PDF-Seiten

Herzen auf Eis

Herzen auf Eis

Dieses Kapitel ist lang und deshalb in 4 Teile geteilt.

„Ja und warum fragst du mich dann überhaupt wenn du ja doch schon alles weist?“

„Ich möchte es eben gerne aus deinem Mund hören und nicht über dritte erfahren was mein Bruder so treibt, außerdem hab ich Augen im Kopf und das Haus hat Fenster“

„Na dann hast du ja alles gesehen was du wissen wolltest oder“ „Nein, noch nicht ganz, aber das klären wir später“ und dieses mal war es Brian der verdutzt stehen blieb während sein Bruder die paar Stufen zu Jo hinab stieg und ihr die Hand entgegen streckte. „Hi, ich bin Devin, Brians Bruder“ er lächelte sie auf die gleich art an wie Brian es immer tat wenn er irgendwas im Kopf Plante. „Hallo, ich bin Jo, naja eigentlich heiß ich Johanna aber so nennt mich schon seit dem Kindergarten keiner mehr“ sie war so nervös das ihre Hand zitterte als sie die seine ergriff und schüttelte. Doch Devin lächelte sie einfach nur weiter an und hielt ihre Hand mit seinen Händen fest.

„Freut mich sie kennen zu lernen, Brian bringt sonst nie jemanden mit nach Hause, kommen sie ich stell ihnen den Rest der Familie vor ja?“

Jo hatte überhaupt keine Zeit um zu antworten den er hatte sie bereits hinter sich ins Haus gezogen und überlies es Brian die Tür zu schließen. Es ging alles so schnell das sie sich noch nicht einmal umschauen konnte. Und dann stand sie auf einmal in Mitten von Brians Familie. Und wahrscheinlich wäre sie einfach zusammen geklappt wenn nicht Brian genau in diesem Moment hinter sie getreten und ihr eine Hand auf die Schulter gelegt hätte. Mit einemmal war alle Nervosität verschwunden. Nun war sie ganz ruhig, jetzt fühlte sie sich Sicher. Und Jo war ehrlich genug ums ich selbst einzugestehen das dass nur an Brian lag, sie wusste selbst am besten wie sehr sie ihn jetzt brauchte. Dankbar griff sie nach seiner Hand und drückte sie.

„Jo, das sind meine Eltern. Mum,Dad das ist Jo“ Schüchtern, blickte Jo auf und sah zuerst Brians Mutter an. Sie war kleine und zierlich. Ihr blondes Haar viel ihr Elegant bis zu den Schultern, und man konnte bereits erste graue Strähnen erkennen, auch in ihrem Gesicht sah man erste Fältchen, doch das tat ihrer Schönheit keinen Abbruch. Ihre klassischen Züge verliehen ihr ein Zeitloses , ja fast aristokratisches aussehen. Ihre Augen waren heller Als Brians, doch es lag der selbe warme Ausdruck darin.

Jo lies ihren blick weiter zu Brians Vater wandern. Er war größer als seine Frau und doch kam er nicht an Brians Größe heran. Sein Gesicht war sehr markant, Und in seinen Haaren konnte man nur noch vereinzelt erkennen das es wohl einmal von einem satte Braun gewesen sein musste, Jetzt war es fast komplett grau, wodurch er allerdings ein sehr freundliches aussehen verliehen bekam. Er erinnerte Jo an einen Opa, oder einen gutmütigen Onkel, den man Mittags besuchte um ihm sein Herz auszuschütten, oder einen Rat zu hohlen.

„Freut mich sie kennen zu lernen Mr und Mrs McAllen , sie haben wirklich ein sehr schönes Haus“ Jo hoffte nur, das sie überhaupt verstanden worden war, und ihr Englisch nicht all zu schlecht war. Brians Mutter kam mit ausgestreckten armen auf sie zu und küsste sie auf die Wange.

„Herzlich Willkommen, Jo. Sie wissen ja gar nicht wie sehr ich mich freue sie kennen zu lernen. Aber bitte nennen sie mich Caren, die Mrs macht mich immer so alt.“

„Gerne Mrs ….. Caren, ich freu mich wirklich hier zu sein“ und es entsprach dieses mal der Wahrheit. Es war schwer sich nicht wohl zu fühlen wenn Brians Mutter einem die Hände hielt, und sein Vater sie so nett und vertraut anlächelte. Jo fühlte sich aufgenommen.

„Kommen sie Jo, ich zeig ihnen ihr Zimmer, dann können sie sich einwenig frisch machen vor dem Abendessen“ „Ja, danke schön“ und Jo folgte Caren aus dem Wohnzimmer und die Treppe hinauf.

 

„Jetzt erzähl schon Brian“ sein Bruder schaute ihn ungeduldig an. Und Brian ergab sich, was hatte es auch für eien Sinn, Devin hatt schließlich recht, er bekamm immer alles raus, musst vermutlich am Zwillingsgen oder so liegen, Brian hatte keine Ahnung woran es lag, es war aber nuneinmal schlicht und ergreifen eien Tatsache da er und sein Bruder kein geheimnisse voreinander hatten, bzw haben konnte.

„Also gut, was willst du den wissen“

„Zum Beispiel wo du auf einmal ein Mädchen hergebracht hast, und was es zu bedeuten hat das ich erst jetzt davon erfahren und warum sie bitte hier ist.“

„Devin ,jetzt lass deinen Bruder doch erst mal richtig zu Hause ankommen, und überfall ihn nicht gleich. Er wird uns schon alles erzählen wen er es für richtig hält, du bist immer viel zu neugierig“ Dankbar blickte Brian seinen Vater an. Er war schon immer der ruhende Pol in ihrer Familie gewesen. Und derjenige der am besten erkannte wan es Zeit war den Mund zu halten.Aber Brian wusste auch das es keinen Sinn hatte es herauszuzögern ,sein Bruder würde sowieso keine Ruhe geben. Also konnte er es genausogut gleich hinter sich bringen.

„ Also um auf deine erste Frage zu antworten, ich weis ja nicht wie du das mit den Frauen Handhabst aber, ich lerne sie normalerweise einfach kenne. So wie mit Jo auch , wir haben uns zufällig kennengelernt“

„Und weiter“

„Was und weiter“

„Naja,ich weis ja nicht wie du das Handhabst“ er grinste ihn verschmitz an „ aber ich binge normalerweise mein Date nicht gleich zu Weihnachten mit nach Hause“

„Ach das meinst du. Das wird wohl daran liegen das du wie gerade eben ja gesagt ,nur ein Date hast, ich liebe Jo, und auserdem hat sie niemanden mehr, ihr Vater ist tot, und ihre Mutter kennt sie überhaupt nicht. Ich wollte sie einfach an Weihnachten nicht alleien zu Hause lassen“ das warum verschwieger er lieber. „ Und da ich vorhabe den Rest meines Lebens mit ihr zu verbringen kann ich sie euch genauso gut jetzt vorstellen „

Als Brian geendet hatte erfüllte Stille den Raum. Und seine Mutter blieb verdutzt im Türrahmen stehen , als sie wieder kam. „Was ist den hier los, habt ihr euch etwa gestritten, da ist die ganze Familie kaum 1 Stunde versammelt und schon gibt’s den ersten Streit……….“

„Mum ganz ruhig, hier hat sich niemand gestritten“ Brian war zu seiner Mutter getreten und hatte sie zu einem Sessel geführt. „Und was ist hier dann bitte los?“

„Nichts ist los, dein 2 Sohn war mal wieder zu neugierig, und jetzt kämpft er grad mit der Antwort.“

Caren sah Devin strafend an, als ihn diesen wieder Leben kam. „ Wow, ich mein Wow“ Er schüttelte den kopf „Mensch Brian ,das ging ja verflucht schnell, meist du nicht das du etwas zu schnell bist?“

Sein Bruder war so verwirrt das Brian sich das lachen nur schwer verkneifen konnte.

„Ich weis ja selber das dass alles ganz schön schnell ging, und glaub mir ich war am Anfang alles andere als begeistert. Aber ich habe erkennen müssen das so was nun mal passiert. Es mag sich vielleicht kitschig anhören, aber es war liebe auf den ersten Blick. Du kennst mich besser als jeder andere Devin. Du weist das ich eigendlich überhaupt nicht der Typ für so etwas bin.“ „Ja, genau deswegn bin ich ja auch so verwirrt. Woher kommt das aufeinmal“

Brian zuckte mit den Schultern, „Ich habe nicht die geringste Ahnung. Aufeinmal war es so. Gott weis was für eine Angst es mir gemacht hat. So wollte ich nicht sein, ich kenne, oder nein, ich kannte mich so selbst ja gar nicht. Und es war alles andere als leicht mir das einzugestehen was ich euch jetzt grade erzählt habe“ „Könnte mich mal bitte jemand auf den neusten Stand bringen“ Brians Mutter hatte sich zu Wort gemeldet, und war nich sehr erfreut darüber das sie überhaupt nicht wusste worum es im Augenblick ging. Schnell und leise erklärte ihr ihr Mann umwas sich die Unterhaltung gerade drehte.

„Oh Brian“ seine Mutter war aufgestanden und zu ihm getreten , sie hatte Tränen in den Augen „ ich freu mich ja so für dich, du weist gar nicht was ich mir für Sorgen gemacht habe seit das mit Sara damals in die Brüche gegangen ist„ Sie umarmte ihn fest. „Ich dachte schon du würdest nie mehr jemanden finde“. „Ach Mum, ich bin gerade 28 warum solch eine Eile. Und das mit Sara war doch etwas völlig anderes. Ich habe sie nie geliebt. Das ist mir erst klar geworden seit ich Jo kenne. Das was ich für sie empfinde ist so viel stärker und realer als das was ich damals für Sara gefühlt habe. Wir hatte uns einfach aneinander gewöhnt, und es war bequem so wie es war. Doch es war keine Liebe. Es hat gedauert bis mir das bewusst wurde, doch jetzt bin ich froh darüber das es mit uns 2 nicht funktioniert hat.“ er hielt seine Mutter immer noch im Arm, er wusste das sie sich immer Sorgen um ihn gemacht hatte weile er so lange alleine war.

Nun meldete sich auch sein Vater zu Wort „ Ich will ja die allgemeine Stimmung nicht trüben , aber was sagt Jo eigentlich zu der ganzen Sache ?“

Brian zuckte wieder die Schultern , doch er hatte einen härteren Zug um den Mund herum bekommen.

„Sie weis es“ jetzt war seine Stimme völlig emotionslos. „Das klingt nach einem großen Aber“

„Was wir aber jetzt wohl besser nicht weiter erörtern , da ich sie die Treppe runterkommen höre“

Den Rest des Abends drehten sich die Gespräche um wesentlich leichtere Dinge.

Und trotzdem konnte Brian noch lange nachdem die anderen im Bett waren nicht schlafen. Die Hände im Nacken verschränkt starrte er an die dunkle Decke.

Irgendetwas hielt ihn vom schlafen ab, doch er konnte nicht genau definieren was. Eigentlich hätte er im Moment vollkommen zufrieden sein müssen. Er war bei seiner Familie und hatte die Frau seine Herzens dabei. Doch es wurmte in das er keine Gewissheit über die Zukunft hatte, er wusste was er wollte, und wie er weiter leben wollte, doch er wusste nicht genau wie er das erreichen sollte. Genervt schwang er die Beine über die Bettkante und stand auf. Leise ging er durch den dunklen Flur bis er vor Jos Tür stand. Er starrte lange die Tür an unentschlossen was er eigentlich tun sollte. Er wusste noch nicht einmal warum er überhaupt aufgestanden war. Doch Tatsache war das er jetzt hier stand. Langsam drückte er die Klinke nach unten und schlüpfte ins Zimmer. Brian setzte sich ans Fußende des Bettes. Jo rührte sich nicht. Er saß lange da und betrachtet sie einfach. Vor ihm lag alles was er wollte , er musst nur die Hand ausstrecken um sie zu berühren. Und doch war sie für ihn unerreichbar. Es war frustrierend. Langsam begann es ihn auch zu nerven. Er fühlte sich wie Romeo oder ein anderer kitschiger Roman Held, und das war ein Image das er nicht akzeptieren konnte. Sein Leben lang hatte er zu den harten Jungen gehört , es war nie seine Art gewesen sich von Gefühlen leiten zu lassen. In seinem Job konnte er sich das nicht leisten , und er wollte eigentlich auch nicht das es in seinem Privatleben so stark dazu kam.

Auf der anderen Seite wollte er aber auch Jo. Er konnte nicht wie bisher weiter Leben , sein Leben hatte sich verändert, er hatte sich verändert, und das machte ihm Angst. Doch Brian kannte dieses Gefühl bereits, genau so hatte er sich an jenem Tag Gefühlt als er mit Nick Laufen war und ihn die Erkenntnis plötzlich wie ein Blitz getroffen hatte. Doch dieses mal würde er nicht überstürzt handeln. Er würde sich seiner Angst stellen , und sie bezwingen, nur dann, das wusste er konnte er bekommen was er wollte. Und was er wollte das wusste er ganz genau.

 

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Jo fühlte sich großartig als sie am nächsten Morgen die Augen aufschlug. Zum ersten mal seit Wochen ,war sie nicht von Alpträumen geplagt worden und hatte sich auch nicht die ganze Nacht unruhig hin und her geworfen. Ausgeruht und gut gelaunt lief sie die Treppe hinunter. Doch das Haus war leer . Jo sah in jedem Zimmer nach fand jedoch niemanden. Es war ihr nicht geheuer, allein in diesem riesigen Haus zu sein. Jo fühlte sich nicht wohl in ihrer Haut. Sie befand sich in einer Millionenstadt, in einem riesigen, wahrscheinlich ziemlich teuren Stadthaus, das noch dazu Brians Eltern gehörte. Nicht nur das es unheimlich war so allein hier zu sein , wen sie genau darüber nachdachte kam sie sich auch ziemlich fehl am Platz vor. Sie hatte hier nichts verloren. Dies war nicht ihre Welt. „Guten Morgen Jo.“ die sanfte Stimme ließ sie erschrocken zusammen zucken , und beinahe hätte sie geschrieen. Im letzten Moment riss sie sich allerdings noch zusammen . Caren leget ihr eine beruhigende Hand auf die Schulter“ Es tut mir leid, ich wollte dich wirklich nicht erschrecken“

„Kein Problem Caren, ich war nur gerade etwas in Gedanken versunken“ Ihr Herz pochte immer noch heftig doch langsam lies der Schreck nach

„Trinken sie einen Kaffee mit mir so lange ich die Einkäufe einräume ?“

„Oh ja gerne“ Sie folgte Caren in die Küche „ Setzt dich doch bitte, ich schaff das hier schon“ „Aber ich kann dir doch helfen“ Jo griff nach der 2 Tüte doch Caren zog sie aus ihrer Reichweite

„Nein, kommt überhaupt nicht in Frage.“ widersprach Caren energisch.

Jo war verwirrt , hatte sie etwa was falsch gemacht. Sie hatte gewusst das sie hier fehl am Platz war.

„Du sollst dich hier erholen liebes. Aber ich freu mich sehr darüber das du mir helfen willst.“ Caren hatte das Einräumen einen Moment unterbrochen.

Jo war zwar erleichtert das das es nicht an ihr lag, doch sie konnte es noch immer nicht ganz nachvollziehen, da es komplett lächerlich war.

„Das ist doch Blödsinn, mir geht es super, ich brauch mich doch nicht erholen.“

„Liebes, nimm es mir nicht übel, aber du siehst furchtbar aus. Du hast ganz offensichtlich die letzten Monate viel zu viel gearbeitet und auch nicht sonderlich viel und wahrscheinlich auch nicht gut geschlafen.“ Caren nahm ihre Hände und schaute ihr in die Augen. Jo seufzte auf was hätte sie darauf auch noch sagen sollen , erst Brian und jetzt auch noch seine Mutter. Gegen einen hätte sie ja noch argumentieren können doch beiden musste sie sich wohl oder übel geschlagen gegeben. Es hatte auch keinen Sinn mehr sich etwas vor zu machen . Sie fühlte sich zwar nach dieser Nacht besser doch da war dieses Gefühl in ihrem Kopf das sie Tag und Nacht begleitete das ihr sagte das die zwei recht hatten. „Also gut“ Jo gab sich geschlagen. „ Es mag wohl sein das ich die letzten paar Tage zu viel gearbeitet habe, aber ich kann doch jetzt nicht einfach nur noch tatenlos herum sitzen. Ich kann das nicht,ich brauche was zu tun, sonst werde ich wahnsinnig“ „Und genau da liegt das Problem. Wieso fällt es dir so schwer einfach mal nichts zu tun ?“

Jo zuckte hilflos mit den Schultern obwohl sie die Antwort genau wusste. Doch war sie auch bereit darüber zu reden? Caren hielt immer noch ihre Hände fest umschlossen, und sah sie auf eine Art und Weise an die Jo bis jetzt noch nie gesehen hatte. Sie sah sie an wie…………..wie eine Mutter die sich sorgen um ihre Tochter machte. Unwillkürlich stiegen ihr Tränen in die Augen . Aus Carens Blick sprach all das was sie sich als Kind gewünscht hatte. Und wie sie sich eingestehen musste, auch noch immer wünschte. Sie hatte nie eine Mutter, und hatte sich immer einzureden versucht das sie auch keine brauchte. Doch in diesem Augenblick bekam sie die Wahrheit deutlich zu spüren, und das war zu viel für Jo. Die Tränen die die ganze Zeit in ihren Augen gestanden hatten, brachen nun hervor.

„Kindchen , geht’s dir gut?“ Caren senkte den Kopf um Jo weiter in die Augen blicken zu können.

Doch Jo war nicht in der Lage zu antworten. Sie wurde von heftigen Weinkrämpfen geschüttelt. Ihre Beine trugen sie nicht mehr, und so ließ sie sich kraftlos zu Boden sinken. Caren setzte sich neben sie auf den Boden, legte ihr den Arm um die Schulter und zog sie an ihre Brust. Sie stellte kein Fragen , ließ sie einfach nur weinen und hielt sie fest.

 

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

 

Brian hatte keine Ahnung was sich bei seinen Eltern zu Hause abspielte. Er war viel zu sehr damit beschäftigt den Fragen seines Bruders auszuweichen.

Er hatte geahnt das Devin ihm auf den Zahn fühlen würde. Das es allerdings so schlimm werden würde, damit hatte er nicht gerechnet. „Jetzt erzähl mir doch mal ein bisschen was ,Wie, Weshalb, Wann Wieso ,Warum.“

„Devin, wir joggen, das ist nicht gerade die beste Zeit zum quatschen, findest du nicht“ Nicht das es Brian etwas ausgemacht hätte während des Laufens zu reden , aber er hatte einfach keine Lust seinem Bruder alles zu erzählen. Doch Devin lies sich einfach nicht ab wimmeln

„Na gut, dann machen wir eben eine Pause“ Devin bliebt sofort stehen. So das Brian ein paar Schritte rückwärts laufen musste. „Nein, wir machen keine pause, ich muss Fit bleiben“ er lief weiter auf der Stelle

„Du bist Fit wie ein Turnschuh, da kann eine kleine Pause bestimmt nicht schaden“

Brian seufzte genervt auf„ Ich will aber keine Pause machen, und ich will dir auch nichts erzählen. Und außerdem haben wir das ganze doch schon gestern Abend besprochen , also was willst du noch“ „Naja, ich verstehe es halt immer noch nicht ganz. Ich meine Jo ist ja recht hübsch und auch ganz nett, aber im Vergleich zu Sara...........“ Devin lies den Satz offen im Raum stehen „Das ist jetzt nicht dein Ernst“ Brians Miene verfinsterte sich und in seinen Augen zuckten Blitze

„Nur weil du jeden Tag eine neue Freundin hast ,und rein nach der Optik deinen neusten Zeitvertreib auswählst muss ich das ja nicht auch tun“

„Jetzt mach aber mal langsam, wer sagt den bitte das ich meine Freundinnen nur nach der Optik auswähle.“ Devin sah ihn beleidigt an.

„Ich soll langsam machen“ Brian´s Stimme wurde gefährlich leise „ Du beleidigst meine Freundin und ich soll langsam machen. Sag mal hast du sie noch alle,du bist mein Bruder , du solltest mich unterstützen , dich mit mir freuen und nicht an mir herum kritisieren“ „Mensch Brian , das wollte ich doch auch gar nicht. Ich mach mir halt einfach Sorgen um dich , immer hin bist du mein Bruder“ Devin zuckte lässig mit den Schultern

„Und welchen Anlass gibt es bitte um dir Sorgen zu mache . Ich bin schon ein großer junge Devin , und kann auf mich selbst aufpassen“ Brian war immer noch wütend, was bildete Devin sich eigentlich ein. Er hat nie irgendetwas zu seinen Freundinnen gesagt oder auch nur irgendwelche Andeutungen gemacht und jetzt musst er sich so etwas anhören, das konnte doch nicht wahr sein. „Das hab ich doch auch gar nicht gemeint, ich will bloß nicht das du unglücklich bist. Das würde Mum nicht ertragen“ „Mum würde das also nicht ertragen was“ obwohl Brian eigentlich noch sauer sein müsste und auch wollte konnte er sich ein grinsen nicht verkneifen.Es war typisch für Devin ihre Mutter vorzuschieben. Er würde nie zugeben das er sich selbst so große Sorgen um ihn machte.

„Ja,du weist ja gar nicht was sie sich für Sorgen um dich gemacht hat. Montags trennst du dich von Sara, und Dienstags bist du schon in Deutschland, und dann hört man 3 Monate nichts mehr von dir. 5 Jahren haben wir dich nur im Sommer und an Weihnachten gesehen, und selbst da warst du so auf dein Training fixiert das wir dich kaum zu Gesicht bekamen und wen dann warst du irgendwie nur körperlich anwesend“ hilflos zuckte er mit den Schultern „Jetzt mach aber mal einen Punkt, du übertreibst doch maßlos“ Brian hatte seinen Zorn mittlerweile komplett vergessen „Nein ich übertreibe nicht, du warst eine Leere Hülle, bestandest nur noch aus deinem Körper , und jetzt…………naja“ Devin zuckte mit den Schultern und vergrub seien Hände in den ausgebeulten Taschen seiner Jogginhose „ bist du wieder du, aber irgendwie auch nicht, du hast dich verändert,und ich weis noch nicht so recht ob mir das gefällt“

Brians blick wurde weich und er legte seinem Bruder die Hände auf die schultern „ Devin, jetzt schau mich mal bitte an“ er wartete bis sein Bruder ihm in die Augen schaute „ Es ist ganz normal das Menschen sich verändern, es wäre doch auch ziemlich langweilig wen alles so bliebe wie es ist, wir entwickeln uns alle weiter,du,ich,Mum,Dad…….. aber das ist doch kein Grund sich Sorgen zu machen“

„Das ist ja auch nicht das Problem, natürlich hast du dich verändert, wäre auch echt scheiße wen das nicht so wäre, das würde ja heißen das du immer noch der gleiche Trottel bist der du auf der High School warst“ dafür fing er sich einen klaps auf den Hinterkopf ein und Devin musste unweigerlich grinsen, dann wurde seine meine allerdings wieder ernst“ Doch früher wusste ich was mit dir los ist, ich konnte nachvollziehen warum du dich so verhalten hast, aber jetzt,…………… naja es kommt mir irgendwie so vor als kenn ich dich nicht mehr. Ich suche meinen Bruder,aber ich kann ihn nicht finde, und das macht mir eine scheiß Angst“ Brian wusste nicht was er sagen sollte, so hatte er Devin noch nie erlebt. Natürlich standen sie sich sehr nahe, Devin war sein Zwillingsbruder und bester Freund, sie hatten zusammen so einiges gemeistert aber das Devin so offen über seine Gefühle sprach hatte Brian in den gesamten 28 Jahren erst 1 mal erlebt und damals war seine College Freundinn bei einem Autounfall ums Leben gekommen.

„Devin,! Hast du mir irgendwas zu sagen!!!!“ Brians Ton war hart und verlangte nach einer Antwort

“Wie kommst du den jetzt darauf das ich dir irgendetwas zu sagen hätte“ Devin zog beide Augenbrauen so weit in die Höhe das sie unter seinem zerzausten Haar komplett verschwanden. “Du brauchst gar nicht so tun als wüsstest du nicht wo von ich spreche. Irgendetwas stimmt nicht,und ich will es lieber gleich wissen“

“Glaub mir,das willst du nicht!“ Devin hatte sich auf eine Parkbank fallen lassen und fuhr sich mit den Händen durch sein ohnehin schon total zerzaustes Haar. Die Geste schien ihn ungeheuer viel Kraft zu kosten. Brian sah seinen Bruder an. Erst jetzt vielen ihm die dunklen Ringen unter seinen Augen und die feinen Linien auf seiner Stirn und um seinen Mund herum auf. Sein Bruder sah fertig aus. Jetzt machte Brian sich ernsthaft sorgen .Er setzte sich neben ihn auf die Bank.

„ Devin was ist los? Irgendetwas stimmt nicht mit dir“ “Es ist nichts, zumindest nichts was dich im Moment zu interessieren braucht. Du hast Urlaub und ich werde dir den nicht vermiesen“ “Verdammt noch mal Devin, für nichts siehst du echt beschissen aus. Und es ist mir ganz egal ob ich Urlaub habe oder nicht. Du bist mein Bruder natürlich hat mich zu interessieren was mit dir los ist, und das tut es auch. Glaubst du etwa das ich das ganze jetzt einfach so vergessen und weiter mach als ob nichts gewesen wäre. Man ich mach mir Sorgen um dich und das hört nicht einfach auf nur weil du das willst“ seine Stimme war scharf und schneidend , sie verlangte nach einer Antwort

Devin reagierte wie erwartet mit Zorn

„ Wen ich dir sage das es nichts ist , dann ist das auch so, und dann hast du das verdammt noch mal zu akzeptieren. Du bist nicht mein Vater und ich bin dir keine Rechenschaft schuldig also halt dich bloß zurück“ Devin brüllte ihn an, doch das machte Brian nichts, den er wusste genau das sein Bruder ihm unfreiwillig alles erzählen würde wen er ihn noch etwas mehr reizen würde. „Na gut, wen du mit mir nicht sprechen willst dann ruf ich eben Mum an und sag ihr das ihr jüngster Sohn etwas verheimlicht und das ich der Meinung bin das es eventuell gefährlich sein könnte. Was glaubst du wohl wie lange du dann noch schweigen kannst. Oder würdest du es wirklich fertig bringen Mum anzulügen wen sie sich Sorgen um dich macht?“ Brian sah sofort das er ins schwarze getroffen hatte, Devins Augen wurde zu so schmalen Schlitzen das man kaum noch die Pupillen sehen konnte und er hatte angefangen zu zittern, seine Schultern bebten vor unterdrücktem Zorn „ Ach und du würdest es fertig bringen Mum den Schock ihres Lebens zu verpassen? Du würdest ihr die Sorgen zu muten die sich zweifellos um mich machen würde wen sie wüsste das ich Leukemie haben, würdest du das?“

Brian brauchte einem Moment bis er seine Stimme wieder gefunden hatte

„Leukämie? Du …….. Du hast Leukämie?“ Brian musste ein paar mal schlucken.

„Ja hab ich“ gab Devin patzig zurück.

„Wie lange? Wie lange weißt du schon bescheid?“ „Erst seit ein paar Tagen, ich bin zum Arzt gegangen weil ich mich immer so müde und schlaff fühlte, der hat mir dann Blut entnommen und jede Menge Tests mit mir angestellt.“ „Und warum sagst du kein Ton? Bist du vielleicht mal auf die Idee kommen das Ich oder Mum und Dad das vielleicht wissen sollten“ „Wozu den? Damit ihr euch jede menge Sorgen um mich macht? Nein Brian, das will ich niemandem zu muten.Ich schaff das schon“. Auf einmal klang Devin unglaublich müde. Er ließ den Kopf und die Schulter hängen, als hätte er bereits aufgegeben. Brian schnürte es die Kehle zu. Wen Devin starb………….. Nein, das durfte er noch nicht einmal denken. Sein Bruder war stark und gemeinsam würden sie das schaffen. Sie würden das hinbekommen. Brian legte Devin die Hand auf die Schulter. „Und was haben die Ärzte gesagt? Wie geht es weiter“ „Chemo- und Strahlentherapie, aber wirklich gute Chancen bestehen nur durch eine Transplantation. Doch bis ein geeigneter Spender gefunden wird können Jahre vergehen.“

„Was ist mit mir“

Devin hob den Kopf „Was soll mit dir den sein ?“

“Devin , wir sind Zwillingen, bist du schon mal auf die Idee gekommen das meine Zellen passen könnten ?“ Devins Aufgabe, den Unwillen den er im Moment an den Tag legte machten ihn unglaublich wütend. Sein Bruder würde nicht sterben, und er würde nicht so einfach aufgeben, dafür würde er Sorgen. “Soll ich ehrlich sein, so weit habe ich noch überhaupt nicht gedacht. Ich hab noch gar nicht großartig darüber nachgedacht. Ich konnte es einfach nicht.“

Brian hatte wirklich vorgehabt ruhig zu bleiben. Doch Devin machte es ihm verdammt schwer. Am liebsten hätte er ihm jetzt eine verpasst. Mühsam riss er sich allerdings zusammen. “Du kannst das doch nicht einfach verdrängen, du kannst doch nicht einfach so tun als wäre nichts. Verdammt noch mal , bis du den Wahnsinnig, du könntest sterben, ist dir das eigentlich bewusst ?“ “Natürlich ist mir das bewusst, ich bin ja schließlich nicht blöd. Ich kann aber einfach nicht mehr“

“So ein Schwachsinn, willst du leben oder sterben ? „ „Natürlich will ich leben, was ist den das für eine bescheuerte Frage“ Brian viel ein rießen Stein vom Herzen, in Devins Augen hat er Kampfgeist erkannt und den Willen nicht aufzugeben. „ Na dann kannst du auch weiter machen. Du bist nicht alleine Devin , Mum, Dad, Ich , Wir sind alle für dich da und das weist du auch. Wir stehen das gemeinsam durch , ob du nun willst oder nicht“ Devin nickte zustimmend.“ Also gut, dann lass uns gehen, ich glaube ich habe Mum und Dad ein bisschen was zu erzählen " Brian stand auf und reichte Devin eine Hand. "Das glaube ich allerdings auch "

 

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

 

Jo hatte sich gerade erst wieder beruhigt als Brian die Haustür aufschloss, so blieb ihr keine Zeit die Tränespuren von ihrem Gesicht zu entfernen oder die trübselige Stimmung aus der Küche zu vertreiben bevor die Geschwister darin aufkreuzten . Bei Brian schrillten sofort alle Alarmglocken. Es musst auch immer alles aufeinmal kommen.

Fragend blickte er seine Mutter an.

Die schüttelte allerdings nur den Kopf und sah ihn vielsagend an. Also ließ Brian die Sache vorerst auf sich beruhen, er lies es sich allerdings nicht nehmen Jo an seine Seite zu ziehen und ihr einen Kuss aufs Haar zu geben. Er konnte nicht anderst, er musste sie einfach spüren. Es gab ihm die Kraft die er brauchte um Devin beistehen zu können.

"Wo ist Dad?"

"Dein Vater ist beim Zahnarzt, aber er müsste bald zurück sein "

"Gut! Devin hat euch nämlich was zu sagen" Devins wütenden Blick ignorierte er einfach. Auf der Stirn seiner Mutter bildeten sich sofort Sorgenfalten und auch Jo verkrampfte sich an seiner Seite merklich. Beruhigend streichelte er ihren Oberarm.

Brian war froh das genau in diesem Moment sein Vater durch die Tür kam, er wollte seiner Mutter unnötige Sorgen ersparen.Was ihm allerdings nicht sonderlich gelang wie er nach einem Blick in ihr von Sorgenfalten durchzogenes Gesicht feststellte. Sobalt sein Vater die Küche betreten hatte legte seine Mum auch schon los.

" Also gut, was ist los"

Devin blickte Brian an, dieser nickte ihm bestärkend zu. "Naja also, die Sache ist die...." Devin schluckte schwer ....... ich war beim Artzt und....." er legte erneute eine Pause ein und fuhr sich mit der Hand duch sein ohnehin schon zerzaustes Haar.Er machte allerdings keine Anstalten weiter zu sprechen. "Devin? Was hat der Arzt gesagt ?" Die Stimme seiner Mutter zitterte und sie hatte sich schwer an seinen Vater gelehnt.Doch Devin reagierte nicht auf die Frage sondern starrte auf den Küchenboden.Deshalb blickte seine Mutter nun Brian hilfesuchend an. Doch dies war nicht sein Kampf, das musste Devin selbst tun,allerdings regte er sich noch immer nicht. Doch nun ergriff sein Vater das Wort "Devin,du weist das du uns alles sagen kannst und wir gemeinsam alles durchstehen. Du brauchst dir keine Sorgen machen egal was es ist,wir schaffen das." Wie immer erzielten die Worte seines Vater die gewünschte Wirkung.

Devin hob den Kopf und blickte seiner Eltern an "Ich hab Leukämie"

Darauf folgete betretenes Schweigen, und Devin ließ wieder den Kopf und die Schultern hänge. Man konnte ihm die Resignation und Hoffnungslosigkeit deutlich ansehen. Brian wollte gerade den Mund öffnen um etwas zu sagen als wieder Leben in seine Eltern kam. Erstaunlicherweiße war seine Mutter ganz ruhig und beherscht. "Seit wan weist du das schon ?"

"Erst ein paar Tage, ich konnte euch nichts sagen, ihr hättet euch nur unnötig Sorgen gemacht "

" Wir machen uns doch immer Sorgen um dich und deinen Bruder, das liegt nunmal in unserer Natur, aber ihr wisst auch das ihr immer zu uns kommen könnte"

Caren war zu Devin getreten und hatte ihn in die Arme geschlossen. Brian zog Jo mit sich aus der Küche und ins Wohnzimmer. Dort drehte er sie zu sich herum und nahm ihr Gesicht in seine Hände.

"So und nun zu dir. Was war da vorhin los bevor wir in die Küche gekommen sind?"

" Es war nichts.Wirklich !"

Brian sagte nichst,er schaute ihr nur tief in die Auge. " Also gut, ich hab ein bisschen geweint , mehr aber auch nicht. Gibst du jetzt endlich Ruhe?"

Brian holte tief Luft

"Ich will dich nicht nerven Jo, ich mache mir nur Sorgen um dich" Ihr Blick wurde sofort weicher und sie fuhr ihm mit der Hand über die Wange. "Du musst dir keine Sorgen um mich machen. Mir geht es gut. Mach dir lieber Sorgen um deinen Bruder" Brian zog sie in seine Arme und legte sein Kinn auf ihr Haar. "Über Devin reden wir später, jetzt geht es um dich. Du warst traurig Jo, sogar sehr traurig.Und das sag ich jetzt nicht nur weil ich deutlich gesehen habe das du geweint hast. Man hat es gespürt als man in die Küche kam. Ich möchte nur wissen wieso.Lass mich teilhaben an deinem Leben, deinen Gefühlen"

Jetzt standen ihr wieder Tränen in den Augen ,und ihr Herz machte einen Satz "Es liegt an deiner Mutter" noch bevor Brian etwas sagen konnte sprach Jo weiter. "Ich meine , ich habe nunmal vorhin erst bemerkt wie schön es sein kann eine Mutter zu haben . Verstehts du ? Ich hatte nie eine Mutter und vorhin als deine Mutter mich so angeschaut hat, da ist mir erst richtig bewusst geworde wie sehr mir das eigendlich gefehlt hat. Immer noch fehlt" Brian zog sie noch enger an sich und drückte ihr einen Kuss aufs Haar. "So und jetzt sprechen wir über Devin. Ich sollte wieder nach Hause fahren" Brian schob sie wieder von sich und blickte ihr ins Gesicht.

"Wie kommst du den jetzt auf diese bescheuert Idee ? Du bleibst natürlich hier"

Jo schüttelte den Kopf.

"Dein Bruder ist krank, da sollte deine Familie sich voll und ganz auf ihn konzentrieren und ich wäre da nur im Weg und würde stören" Brian verzog das Gesicht und fuhr sich, mit der für ihn so typischen Geste durchs Haar.

"Jo,das Thema hatten wir doch schon.Du gehörst zu mir und damit auch zur Familie. Selbstverständlich bleibst du hier"

"Das will ich aber auch meinen" Devin stand in der Tür und blickte sie an. Jo nickte. was sollte sie auch noch sagen.

6 Kapitel.

Es dauerte nicht lange bis Devin auf sie zu kam. Es hätte Jo auch gewundert wen er nichts zu ihr gesagt hätte, dazu waren er und Brian sich einfach viel zu ähnlich.

Jo saß im Wohnzimmer und laß als Devin sich neben sie auf die Couch fallen ließ.

"Na " er grinste sie so breit an das sie gar nicht anderst konnte als sein Lächeln zu erwiedern "Hey" sie legte das Buch aus der Hand und wante sich ihm zum.

" Ich wollte mit dir reden"

Jo nickte "Ok, schieß los" wohl fühlte sie sich nicht gerade aber sie würde das jetzt durchstehen.

" Also die Sache ist die, ich weiß das du denkst du solltest nicht hier sein , weil ich krank bin ." er hielt kur inne um sich die Lippen mit der Zunge zu befeuchten "Ich wollte dir nur sagen das das absoluter Blödsinn ist. Mein Bruder braucht dich , es ist gut das du hier bist, das hilft ihm mit der ganzen Sache besser fertig zu werden.Er macht sich sowieso immer so viele Sorgen, und das will ich nicht, er soll nicht Tag und Nacht nur daran denken das ich Leukämie habe. Das soll keiner hier. Du hilfst ihm sich zu entspannen,gibts ihm halt und einen Grund mich nicht so viel zu bemutter. Also mach dir keine Sorgen das ich irgendein Problem damit hätte das du hier bist. Das stimmt nicht. Ich bin froh das Brian dich hat" Jo lächelte ihn an und nickte.

"Danke Devin,ich weiß das wirklich zu schätzen" Jo konnte einfach nicht anders, sie nahm ihn in den Arm uns drückt ihn kurz ansich, und Devin erwiederte die Umarmung auch bereitwillig.

 

Brian hielt inne, er wollte gerade ins Wohnzimmer gehen um Jo und Devin zum essen zu rufen. Was er allerdings sah ließ ihn stehen bleiben . Einen kurzen Moment lang, für den er sich wirklich hasste keimte Eifersucht in ihm auf. Doch dieses absolut lächerliche Gefühl verschwand im Bruchteil einer Sekunde bereits wieder. Das hier war schließlich sein Bruder und Devin und er würden sich niemals gegenseitig die Frau auspannen, das war ein ungeschriebenes Gesetzt das sie bereits seit der High School pflegten. Brian wusste das auch und deshalb hielt diese lächerliche Eifersucht auch nicht mehr als 1-2 Sekunden und wurde dann durch ein Gefühl von Frieden ersetzt. Das war es was er wollte, und es wärmte ihm das Herz Jo und Devin so innig miteinader zu sehen. Er war froh das Devin seine vorbehalte gegenüber Jo abgelegt hatte, es wäre ihm unerträglich gewesen wen er und Jo nicht miteinander zurechtgekommen wären. Sie waren beide ein so großer Teil von ihm das er nicht wusste wie er ohne einen von ihnen überhaupt weiter machen sollte.

 

Jo entließ Devin aus ihrer Umarmung. Im Augenwinkel nahm sie eine Bewegung war und wendete den Kopf. Brian stand mit vor der Brust verschränketen Armen im Türrahmen und lächelte sie an. Im ersten Moment hatte sie kurz Angst bekommen das Brian etwas falsches denken könnte. Doch in seinen Augen stand nicht eine Spur von Ärger oder Missgunst,ganz im Gegenteil. Er sah glücklich aus. Als er eine Hand nach ihr ausstreckte sprang Jo sofort auf und ließ sich von ihm in die Arme nehmen und ausgiebg küssen.Das fühlte sich so gut,so richtig an,das Jo nicht einmal einen Gedanken an die Zukunft verschwendete.

Das hier war richtig,sie und Brian zusammen, wie konnte etwas falsch sein das sich so gut anfühlte. Jo wusste das es nichts falsches gab, aber sie war nicht bereit ihr Herz erneut aufs Spiel zu setzen. Zu viel war bereits geschehen, auch wen sie sich gesagt hatten das sie nur im Moment leben wollten. Jo konnte das nicht riskieren, ihr Kopf musste immer einen Schritt schneller sein als ihr Herz, den der Preis den sie zahlen würde wen ihr Herz gewann war sie nicht bereit zu zahlen.

Er war einfach viel zu hoch.

Also befreite sie sich aus Brians Umarmung und brachte ein paar Schritte Abstand zwischen sie beide. Brian quittierte das lediglich mit einem zucken der Augenbraue und ergriff einfach ihre Hand um seine Finger mit ihren zu verschränken.

"Also kommt ihr, das Essen wird kalt "

Die Stimmung bei Tisch war gut. Alle unterhielten sich angeregt und Jo hatte nicht einmal das Gefühl das sie nicht dazu gehörte. So sollte Weihnachten und die Vorweihnachstzeit ablaufen. Geborgen,im Schoß der Familie.

Jo kämpfte gegen die Tränen an die erneut in ihr aufzusteigen drohten.

Das war absolut nicht der richtige Zeitpunkt um in Tränen auszusbrechen.

Also kämpfte sie Sie erfolgreich nieder.

Und hoffte nur das niemand es bemerkt hatte. Es war schon schlimm genug das sie heute morgen in der Küche zusammengebrochen war , was sollte Brians Familie von ihr denken .

Das sie eine hysterische Heulsuse war die wegen jeder Kleinigkeit losheulte.

Nicht das es von Bedeutung gewesen wäre, wahrscheinlich war das hier sowieso das einzige mal das sie diese Leute sehen würde. Aber sie wollte trotz allem einen guten Eindruck hinterlassen.

Also beteiligte sie sich rege an der Unterhaltung und versuchte so ihren kurzen Fauxpas zu kaschieren.

Als die Teller dann geleert waren zog Jo sich mit einem Glas Wein in den Garten zurück. Es war zwar eisig kalt doch Jo wollte einfach einen Moment für sich und die Ruhe genießen. So weit das in einer Stadt wie New York möglich war.

"Hey"

Zwei Arme schlangen sich von hinten um sie und Brian legte seinen Kopf auf ihre Schulter.

"Hey" Jo konnte nicht anderst, drehte den Kopf und hauchte ihm einen Kuss auf die Wange.

"Alles Ok ?"

"Klar, mir gehts gut."

"Und was war das vorhin beim Essen?"

Jo lösste sich aus seiner Umarmung.

"Ich weiß nicht was du meinst "

"Ach komm schon Jo.Beim Essen war irgendetwas nicht in Ordnung.Ich mach mir einfach Sorgen um dich " Jos Blick wurde wieder weich und sie schmiegte sich an seine Brust. "Ich hab dir schonmal gesagt das du dir um mich keine Sorgen machen musst. Es ist wirklich nicht nötig "

"Dann sprich mit mir. Ich weiß nicht was in dir vorgeht.Und Jo...." er hob ihr Kinn an um sie ansehen zu können " ich will es wissen" Jo konnte nur nicken,zu intensiv war der Ausdruck in seinen Augen. Sie brauchte ein paar Minuten bis sie sprechen konnte. Brian hielt sie einfach nur fest und strich ihr beruhigend über den Rücken. "Also eigentlich weist du es sowieso schon. Es ist schließlich der Grund warum du mich mit hierher genommen hast. Diese familiäre Atmosphäre die hier herscht hat mich einfach getroffen." Brian nickte bloß.

Er wusste genau das es nichts gab was er hätte sagen können. Das Thema hatten sie schon einmal gehabt und da hatte Jo plötzlich aufgehört zu Atmen.Also nahm er sie einfach in die Arme und hielt sie fest. War für sie da, gab ihr etwas wo sie sich festhalten konnte. Als seine Mutter den Kopf durch die Gartentür steckte brauchte er sie blos anzublicken. Sie verstand sofort und zog sich diskret wieder ins Haus zurück. Erst als Jo vor kält zu zittern began löste er sich von ihr.

"Wir sollten wieder rein gehen. Es ist kalt" Jo nickte. " Deine Eltern fragen sich bestimmt schon wo wir bleiben"

"Ach die wissen das man frisch verliebte alleine lassen sollte " Und bevor sie wiedersprechen konnte verschloss er ihr den Mund mit seinen Lippen.

Im 1 Stock trat Devin vom Fenster zurück. Die kleine Träne die ihm über die Wange lief wischte er schnell fort. Es war richtig gewesen seiner Familie die gesamte Geschichte zu erzählen.Er fühlte sich erleichtert und seinen Bruder so verliebt zu sehen gab ihm Hoffung und Kraft zu gleich. Er wollte Brians Hochzeit erleben. Wollte sehen wie seine Bruder vorm Al

Texte: Anika Schmidt

Alle Rechte vorbehalten.

Tag der Veröffentlichung: 23.11.2018

https://www.bookrix.de/-eagle43

Sie haben Herzen auf Eis zu Ende gelesen

Anika Schmidt

Bücher wie dieses