Love around the World

Anne Tomlinson · Kapitel 2 von 9

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Love around the World

Niam (last first kiss)

gehört zu 'They don't know about us

*Niall

Ich sitze hochrot vor Liam, als Harry einfach abhaut.

Wieso erzähle ich eigentlich Harry immer wieder etwas, wenn es ich weiß, dass es in einer Katastrophe endet?

„Was meinte er?“, fragt Liam mich dann irgendwann.

Ich schlucke und zucke mit den Schultern.

Irgendwie ist der Boden grad sehr interessant. Eins. Zwei. Drei. Vier. Fünf. Sechs. Sieben. Acht. Neun. Steine zählen macht Spaß. Zehn. Elf..

„Niall...“

„Zwölf. Dreizehn. Vierzehn..“, zähle ich laut weiter.

Ich merke wie Liam mich verwirrt anguckt.

„Neunzehn. Ich zähle Steine! Zwanzig. Einundzwanzig“, erkläre ich.

Liam schnauft und hält mir dann den Mund zu. „Ich hab dich was gefragt.“

„Echt? Ich hab Hunger“, sage ich, als Liam die Hand wegnimmt und will aufstehen, aber Liam hält mich fest und ich falle.

Kurz bevor ich dann auf dem Boden liegen, fängt mich Liam und ich bin nur noch ein paar Zentimeter von seinem Gesicht entfernt.

Mir kommt es so vor, als wären nur noch wir beide da und alles andere würde verschwinden. Mein Herz klopft so laut.

Diese braunen Augen, ich kann einfach nicht weggucken und mein Atem wird schneller und meine Wangen warm. Wieso werde ich immer rot?

Liam zieht mich hoch und ich sitze wieder neben ihm, immer noch total rot.

„Du willst es mir wirklich nicht sagen, oder?“, fragt Liam und ich schüttel den Kopf, während ich weiter Steine zähle.

„Schade“, sagt Liam.

Wieso schade? Ich gucke ihn verwirrt an, aber er steht auf.

Ich atme erleichtert auf, ich hatte echt Angst, dass er weiter nach fragt.

„Jungs ihr müsst rein!“, ruft Paul, der in der Tür zur Arena steht.

Ich lache erstmal Zayn aus, der einen Sonnenbrand auf der Brust hat.

„Na warte“, murmelt Zayn und fängt im nächsten Moment an mich zu jagen, während die anderen schon mit dem Soundcheck anfangen.

Danach machen wir uns einen Spaß daraus die Directioner zu erschrecken, indem wir uns ans Fenster stellen.

Es ist einfach immer wieder Hammer mitzubekommen, wie die Fans alle direkt angelaufen kommen und los kreischen.

Ich liebe unsere Fans, aber sie sind echt verrückt.

Vor lachen lasse ich mich mit meinen Gummibärchen auf den Boden fallen.

Wir machen uns wieder auf den Weg zur Umkleide. Weil es wieder eine mit sehr wenig Privatsphäre ist, kann ich Liam gut beobachten, wie er sich umzieht.

Ich schlucke schwer und drehe mich um. Wieso muss er so gut aussehen?

Um mich abzulenken, gehe ich fies grinsend zu Zayn.

„Was?“, fragt Zayn, der mich kommen sieht.

Ich grinse unschuldig und mache ihm dann seine hart erarbeitete Frisur kaputt.

Zayn kreischt auf und wir fangen wieder an uns zu jagen.

Als Liam und ich uns kurz in die Augen gucken, verliere ich fast sofort das Gleichgewicht und falle hin, genau auf mein Knie.

„Oh nein Niall“, schreit Liam und kommt angerannt, während Zayn mich schon im Arm hält und ich mich in seinem T-Shirt vergrabe.

Wieso muss auch ausgerechnet ich was am Knie haben?

*Liam

Niall!

„Geht es dir gut?“, frage ich und streiche Niall über die Schulter.

Wieso macht er auch immer noch scheiße, wenn der Arzt ihm sagt, dass es seinem Knie schadet?

Und Zayn soll die Finger von ihm lassen!

Ich ziehe Niall zu mir und merke, dass er leicht weint, anscheinend ist er wirklich auf sein Knie gefallen.

Zayn guckt mich merkwürdig an und setzt sich dann vor den Spiegel um an seinen Haaren rum zu fummeln, während Larry sich mit Lux beschäftigt.

Gut hab ich Niall für mich.

Ich streichel ihm weiter den Rücken.

„Niall, du willst es mir immer noch nicht sagen, oder?“, frage ich. Es ist zwar nicht der richtige Zeitpunkt, aber ich muss es wissen.

Ich habe mich doch extra von Danielle getrennt...

Er schüttelt den Kopf und steht auf.

„Schade, ich habe gehofft, dass du mich meinen könntest“, sage ich leise und schlage mir im nächsten Moment die Hand vor den Mund und hoffe Niall hat es nicht gehört.

Niall guckt mich mit weit aufgerissenen Augen auf.

Wieso habe ich bitte so Pech?

„Wa-a-as?“, stottert Niall, der rot geworden ist.

Ich schüttel schnell den Kopf. „Nichts“, sage ich schnell.

Bevor Niall noch was sagen kann, stehe ich auf uns gehe raus. Ich kann nur hoffen, dass Niall mir nicht nach kommt.

Wieso denke ich nicht nach bevor ich sowas sage?

Ich will doch unsere Freundschaft nicht kaputt machen...

„Liam, komm rein“, sagt jemand hinter mir und ich drehe mich um.

Zayn steht da und guckt mich besorgt an.

„Was?“, frage ich leicht bissig.

Zayn seufzt und setzt sich neben mich. „Niall macht sich Sorgen. Er ist da drin am heulen, weil er nicht weiß was los ist.“

Niall weint wegen mir?

Ich schüttel den Kopf. Das kann doch alles nicht sein.

Zayn steht auf und geht wieder rein, kurz danach setzt sich Niall neben mich.

„Ich will jetzt wissen was los ist“, sagt er und ich muss bei seiner kindlichen Unsicherheit direkt wieder lächeln.

Ich gucke ihn an und sehe, dass er immer noch weint, deswegen nehme ich in ohne Kommentar in die Arme.

Niall weinen zu sehen ist der Horror!

„Nicht weinen Nialler“, flüster ich und Niall beruhigt sich etwas.

Er löst sich und wischt sich die Tränen weg. „Hab ich was falsch gemacht?“

Ich schüttel den Kopf.

„Es ist nicht deine Schuld, sondern meine“, sage ich und schlage mir im nächsten Moment lachend mit der Hand gegen die Stirn. Dieser Satz ist einfach so sinnlos.

Niall grinst mich schief an. „Aber... wieso? Ich verstehe es nicht.“

„Aber du musst mich verstehen! Es geht einfach nicht mehr, ich kann das alles nicht“, sage ich weiter und wir beide grinsen uns an.

Nur irgendwie stimmt der ganze Scheiß den wir da erzählen irgendwie für mich.

„Heißt das du willst mich verlassen?“, fragt Niall und wir beide fangen an laut zu lachen.

Wenigstens weint mein kleiner Nialler nicht mehr.

„Ja, versteh es bitte“, mache ich weiter und halte mich am Bauch, der leicht weh tut.

Niall schüttelt den Kopf. „Aber ich liebe dich doch, bitte tu es nicht.“

Ich gucke ihm in die Augen und merke wie dieser Satz mich aufwühlt. Wir sagen sowas zwar oft aus Spaß, aber jedes mal spüre ich dieses Ziehen.

„Manchmal bekommt man aber leider nicht das, was man will“, sage ich etwas leiser, immer noch von seinen Augen gefesselt.

„Aber es ist schlimm, nicht das zu bekommen was man will“, antwortet mir Niall auch fast flüsternd.

Wir kommen uns irgendwie näher.

„Aber manchmal kann man nichts daran ändern, weil man weiß, dass es nie klappen wird“, erzähle ich und bin schon lange nicht mehr bei dem Gespielten von eben.

Niall lächelt mich vorsichtig an. „Dann denkt man sich, man muss kämpfen und im nächsten Moment bemerkt man, dass dann alles kaputt wäre.“

„Aber woher weiß man das den?“, frage ich.

Ich spüre seinen Atem auf meiner Haut.

„Weil es das Bauchgefühl es sagt?“, fragt Niall eher als er sagt.

Ich rücke noch näher. „Aber das hat nicht immer Recht.“

„Ich hoffe es“, sagt Niall, mit leicht roten Wangen und schließt die Augen.

Im nächsten Moment beugt er sich vor und küsst mich.

Wow. Das.... ist einfach wow. Wow ist nicht sehr aussagekräftig, aber mir fehlen die Worte.

Ich gucke Niall danach leicht verwirrt an.

*Niall

Oh nein! Er meinte gar nicht uns?

Ich merke wie mir wieder die Tränen kommen.

„Niall..“, fängt er an, aber ich unterbreche ihn.

„Ist schon gut, es war ein Fehler. Tut mir leid“, sage ich schnell und mache die Augen zu, um die Tränen daran zu hindern laufen, ohne Erfolg.

„Nein war es nicht“, höre ich Liam neben mir und dann küsst er mich.

Meine Hand wandert in seine Haare und mir ist es ziemlich egal, dass uns irgendwann der Sauerstoff ausgeht. Ich könnte hier und jetzt sterben und wäre glücklich.

„Boy what would you do? Would you wanna stay if I would say? I wanna be last yeah Baby let me be your, let me be your last first kiss I wanna be first yeah Wanna be the first to take it all the way like this And if you only knew I wanna be last yeah Baby let me be your last, your last first kiss“, singt Liam, als wir uns dann doch getrennt haben.

Ich falle ihm um den Hals.

„Du weißt gar nicht, wie lange ich hier drauf gewartet habe“, erklärt er mir und küsst mich nochmal.

„Und ich erst“, gebe ich zu.

„Jungs kommt ihr?“, fragt Paul, der plötzlich grinsend in der Tür steht.

Wir nicken und gehen rein.

Bevor wir dann auf die Bühne gehen, drehe ich mich nochmal zu Liam.

„Ach und ja!“

Liam guckt verwirrt. „Was ja?“

„Ich möchte dass du mein letzter erster Kuss bist“, erkläre ich grinsend.

Liam grinst mich an und wirbelt mich einmal in der Luft rum, bevor er mich küsst.