Reise in die Aequinoctial-Gegenden des neuen Continents: Vierter Band

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1. Die drei letztgenannten Arten sind neu. ↩

2. Zwei spanische Worte, die, entsprechend einer lateinischen Form,

Palmwälder (palmetum) und Fichtenwälder (pinetum) bedeuten.↩

3. Ich nenne hier die zwei von Ost nach West streichenden Bergketten, welche

zwischen dem 3°30′ nördlicher und dem 14° südlicher Breite die Thäler

oder Becken des Cassiquiare, Rio Negro und Amazonenstroms

begrenzen.↩

4. S. Bd. III. Seite 198.↩

5. S. Bd. III. Seite 390.↩

6. Es ist auffallend, daß der blaue Nil (Bahar el azrek) bei manchen

arabischen Geographen der grüne Nil heißt, und daß die persischen Dichter

zuweilen den Himmel grün (akhza), sowie den Beryll blau (zark) nennen.

Man kann doch nicht annehmen, daß die Völker vom semitischen Stamm in

ihren Sinneseindrücken grün und blau verwechseln, wie nicht selten ihr Ohr

die Vokale o und u, e und i verwechselt. Das Wort azrek wird von jedem

sehr klaren, nicht milchigten Wasser gebraucht, und abirank (wasserfarbig)

bedeutet blau. Abd-Allatif, wo er vom klaren grünen Arm des Nils spricht,

der aus einem See im Gebirge südöstlich von Sennaar entspringt, schreibt

bereits die grüne Farbe dieses Alpsees »vegetabilischen Substanzen zu, die

sich in den stehenden Wassern in Menge finden.« Weiter oben (Bd. III.

Seite 266) habe ich die gefärbten, unrichtig aguas negras genannten Wasser

ebenso erklärt. Ueberall sind die klarsten, durchsichtigsten Wasser gerade

solche, die nicht weiß sind.↩

7. Eine Hütte aus einem angebauten Grundstück, eine Art Landhaus, wo sich

die Eingeborenen lieber aufhalten als in den Missionen.↩

8. En el monte. Man unterscheidet zwischen Indianern, die in den Missionen,

und solchen die in den Wäldern geboren sind. Das Wort Monte wird in den

Colonien häufiger für Wald (bosque) gebraucht als für Berg, und dieser

Umstand hat auf unsern Karten große Irrthümer veranlaßt, indem man

Bergletten (sierras) einzeichnete, wo nichts als dicker Wald, monte

espesoso, ist.↩

9. Einige Fälle, wo von Negern auf Tuba Kinder geraubt wurden, gaben in den

spanischen Colonien Anlaß zum Glauben, als gebe es unter den

afrikanischen Völkerschaften Anthropophagen. Einige Reisende behaupten

solches, es wird aber durch Barrow’s Beobachtungen im innern Afrika

widerlegt. Abergläubische Gebräuche mögen Anlaß zu Beschuldigungen

gegeben haben, die wohl so ungerecht sind als die, unter denen in den

Zeiten der Intoleranz und der Verfolgungssucht die Juden zu leiden

hatten.↩

10. Cardinal Bembo sagt: »Insularum partem homines incolebant feri

trucesque, qui puerorum et virorum carnibus, quos allüs in insulis bello aut

latrocinüs coepissent, vescebantur; a feminis abstinebant, Canibales

appellati.« Ist das Wort Cannibale, das hier von den Caraiben auf den

Antillen gebraucht wird, aus einer der Sprachen dieses Archipels (der

haitischen) oder hat man es in einer Mundart zu suchen, die in Florida zu

Hause ist, das nach einigen Sagen die ursprüngliche Heimath der Caraiben

seyn soll? Hat das Wort überhaupt einen Sinn, so scheint es vielmehr

»starke, tapfere Fremde« als Menschenfresser zu bedeuten. Garcia in seinen

etymologischen Phantasieen erklärt es geradezu für phönikisch. Annibal

und Cannibal können nach ihm nur von derselben semitischen Wurzel

herkommen.↩

11. Abd-Allatif, Médecin de Bagdad, Relation de l’Égypte, trad. par Silvestre

de Sacy. —- »Als die Armen anfingen Menschenfleisch zu essen, war der

Abscheu und das Entsetzen über so gräßliche Gerichte so groß, daß von

nichts als von diesen Greueln gesprochen wurde; man gewöhnte sich aber

in der Folge dergestalt daran und man fand so großen Geschmack an der

entsetzlichen Speise, daß man reiche und ganz ehrbare Leute sie für

gewöhnlich genießen, zum Festessen machen, ja Vorräthe davon anlegen

sah. Es kamen verschiedene Zubereitungsarten des Fleisches auf, und da

der Brauch einmal bestand, verbreitete er sich auch über die Provinzen, so

daß aller Orten in Egypten Fälle vorkamen. Und da verwunderte man sich

gar nicht mehr darüber; das Entsetzen, das man zu Anfang darob

empfunden, schwand ganz und gar, und man sprach davon und hörte davon

sprechen als von etwas Gleichgültigem und Alltäglichem. Die Suche,

einander aufzuessen, griff unter den Armen dergestalt um sich, daß die

meisten auf diese Weise umkamen. Die Gierenden brauchten alle

möglichen Listen, um Menschen zu überfallen oder sie unter falschem

Vorgeben zu sich ins Haus zu locken. Von den Aerzten, die zu mir kamen, 17. Hänge, die in entgegengesetzter Richtung gegen den Horizont geneigt

verfielen drei diesem Loos, und ein Buchhändler, der Bücher an mich

verkaufte, ein alter, sehr fetter Mann, fiel in ihre Netze und kam nur mit

knapper Noth davon. Alle Vorfälle, von denen wir als Augenzeugen

berichten, sind uns zufällig vor Augen gekommen, denn meist gingen wir

einem Anblick aus dem Wege, der uns mit solchem Entsetzen erfüllte.«↩

12. »Es gibt Regen, weil man die Gießbäche näher rauschen hört,« heißt es in

den Alpen wie in den Anden. Deluc hat die Erscheinung dadurch zu

erklären versucht, daß in Folge eines Wechsels im barometrischen Druck

mehr Luftblasen an der Wasserfläche platzen. Diese Erklärung ist so

gezwungen als unbefriedigend. Ich will ihr keine andere Hypothese

entgegenstellen, ich mache nur darauf aufmerksam, daß die Erscheinung

auf einer Modifikation der Luft beruht, welche auf die Schallwellen und

auf die Lichtwellen zumal Einfluß äußert. Wenn die Verstärkung des

Schalls als Wetterzeichen gilt, so hängt dieß ganz genau damit zusammen,

daß man der geringeren Schwächung des Lichts dieselbe Bedeutung beilegt.

Die Aelpler behaupten mit Zuversicht, das Wetter ändere sich, wenn bei

ruhiger Luft die mit ewigem Schnee bedecken Alpen dem Beobachter auf

einmal nahe gerückt scheinen und sich ihre Umrisse ungewöhnlich scharf

vom Himmelsblau abheben. Was ist die Ursache, daß in den vertikalen

Luftschichten der Mangel an Homogeneität so rasch aufgehoben wird?↩

13. Simia chiropotes, eine neue Art.↩

14. Zu 950 Toisen.↩

15. Orellana hat auf dem Amazonenstrom dieselbe Beobachtung gemacht.↩

16. Es ist dieß eine 80 Meilen breite Oeffnung, die einzige, durch welche die

vereinigten Becken des obern Orinoco und des Amazonenstroms mit

dem Becken des untern Orinoco oder den Llanos von Venezuela in

Verbindung stehen. Wir betrachten diese Oeffnung geologisch als ein

détroit terrestre, als eine Land-Meerenge, weil sie macht, daß aus einem

dieser Becken in das andere Gewässer strömen, und weil ohne sie die

Bergkette der Parime, die, gleich den Ketten des Küstenlandes von Caracas

und denen von Mato-Grosso oder Chiquitos, von Ost nach West streicht,

unmittelbar mit den Anden von Neu-Grenada zusammenhinge. (S. Bd. II.

Seite 379.) ↩

sind. ↩

18. Eine Oberfläche zehnmal größer als Frankreich.↩

19. Es gibt 1) oceanische Deltas, wie an den Mündungen des Orinoco, des Rio

Magdalena, des Ganges; 2) Deltas an den Ufern von Binnenmeeren, wie

die des Oxus und Sihon; 3) Deltas von Nebenflüssen, wie an den

Mündungen des Apure, des Arauca und des Rio Branco. Fließen mehrere

untergeordnete Gewässer in der Nähe der Deltas von Nebenflüssen, so

wiederholt sich im Binnenland ganz, was im Küstenland an den

oceanischen Deltas vorgeht. Die einander zunächst gelegenen Zweige

theilen sich ihre Gewässer mit und bilden ein Flußnetz, das zur Zeit der

großen Ueberschwemmungen fast unkenntlich wird.↩

20. Südöstlich von Bornou und dem See Nou, in dem Theile von Soudan, wo,

nach den letzten Ermittelungen meines unglücklichen Freundes Ritchie, der

Niger den Shary aufnimmt und sich in den weißen Nil ergießt.↩

21. Der Sutledge, der Gogra, der Gunduk, der Arun, der Teesla und der

Buramputer laufen durch Querthäler, d. h. senkrecht auf die große Achse

der Himalayakette. Alle diese Flüsse durchbrechen also die Kette, wie der

Amazonenstrom, der Paute und der Pastaza die Cordillere der Anden. ↩

22. S. Bd. III. Seite 359. ↩

23. Pater Caulin, der im Jahr 1759 schrieb, obgleich sein wahrheitgetreues, sehr

werthvolles Buch (Historia corografica de la Nueva Andalusia y vertientes

del Rio Orinoco) erst 1779 erschien, bestreitet mit vielem Scharfsinn die

Vorstellung, daß eine Bergkette jede Verbindung zwischen den Betten des

Orinoco und des Amazonenstroms ausschließe. »Pater Gumillas Irrthum,«

sagt er, »besteht darin, daß er sich vorstellt, Von den Grenzen von Neu-

Grenada bis Cayenne müsse sich eine Cordillere ununterbrochen, wie eine

ungeheure Mauer fortziehen. Er beachtet nicht, daß Bergketten häufig von

tiefen (Quer-) Thälern durchschnitten sind, während sie, aus der Ferne

gesehen, sich als contiguas ò indivisas darstellen.«↩

24. S. Bd. III. Seite 86.↩

25. Von rescatar, loskaufen.↩

26. Lepidamente, al suo solito, sagt der Missionär Gili.↩

27. General Ituriaga, der zuerst in Muitaco oder Real Corona, später in Cabruta

krank lag, wurde schon im Jahr 1760 vom portugiesischen Obristen Don

Gabriel de Sousa y Figueira besucht, der von Gran-Para aus gegen 900

Meilen im Canoe zurückgelegt hatte. Der schwedische Botaniker Löfling,

der dazu ausersehen war, die Grenzexpedition auf Kosten der spanischen

Regierung zu begleiten, häufte in seiner lebhaften Phantasie die

Verzweigungen der großen Ströme Südamerikas dergestalt, daß er

überzeugt war, er konnte aus dem Rio Negro und dem Amazonenstrom in

den Rio de la Plata fahren.↩

28. Die Karte von la Cruz liegt allen neuen Karten von Amerika zu Grunde.

(Mapa geografica de America meridional por D. Juan de la Cruz Cano y

Olmedilla. 1775.) Die Originalausgabe, die ich besitze, ist desto seltener,

als, wie man allgemein glaubt, die Kupferplatten auf Befehl eines

Colonialministers zerbrochen worden sind, weil derselbe besorgte, die

Karte möchte allzu genau seyn. Ich kann versichern, daß sie diesen Vorwurf

nur hinsichtlich weniger Punkte verdient.↩

29. In großen Dingen (bei außerordentlichen Naturerscheinungen) gehen

Neuheit und Unglauben Hand in Hand.↩

30. Dorf in der Provinz Jaen de Bracamoros.↩

31. Schon Oviedo rühmt das Seewasser als Gegengift gegen vegetabilische

Gifte. In den Missionen verfehlt man nicht, den europäischen Reisenden

alles Ernstes zu versichern, mit Salz im Mund habe man in Curare

getauchte Pfeile so wenig zu fürchten, als die Schläge des Gymnotus, wenn

man Tabak kaue. Ralegh empfiehlt Knoblauchsaft als Gegengift gegen das

Ourari (Curare).↩

32. Kurz nach unserer Rückkehr nach Europa kam in Deutschland nach einer

geistvollen Zeichnung Schicks in Rom ein Kupferstich heraus, eines

unserer Nachtlager am Orinoco vorstellend. Im Vordergrund sind Indianer

beschäftigt einen Affen zu braten.↩

33. Schon die glatte Oberfläche der Blaserohre beweist, daß sie von keinem

Gewächs aus der Familie der Schirmpflanzen kommen können.↩ 34. Der Caricillo del Manati, der an den Ufern des Orinoco in Menge wächst,

wird 8 bis 12 Fuß lang. ↩

35. Diese Völker, die noch roher waren, ais die Eingeborenen am Orinoco,

dörrten geradezu die frischen Fische an der Sonne. Bei ihnen hatte der

Fischteig die Form von Backsteinen, und man setzte zuweilen den

aromatischen Samen des Paliurus (Rhamnus) zu, gerade wie man in

Deutschland und andern nördlichen Ländern Kümmel und Fenchel in das

Brod thut.↩

36. S. Bd. I. Seite 330↩

37. S. Bd. III. Seite 389. ↩

38. Die dunkelfarbigsten (man könnte fast sagen die schwärzesten) Spielarten

der amerikanischen Race sind die Otomaken und die Guamos, und sie

haben vielleicht zu den verworrenen Vorstellungen von amerikanischen

Negern, die in der ersten Zeit der Eroberung in Europa verbreitet waren,

Anlaß gegeben. Was waren die Negros de Quareca, die Gomara auf

denselben Isthmus von Panama versetzt, woher uns zuerst die albernen

Geschichten von einem Volk von Albinos in Amerika zugekommen? Liest

man die Geschichtschreiber aus dem Anfang des sechzehnten Jahrhunderts

mit Aufmerksamkeit, so sieht man, daß durch die Entdeckung von

Amerika, wodurch auch eine neue Menschenrace entdeckt worden war, die

Reisenden großes Interesse für die Abarten unseres Geschlechts gewonnen

hatten. Hätte nun unter den kupferfarbigen Menschen eine schwarze Race

gelebt, wie auf den Inseln der Südsee, so hätten die Conquistadoren sich

sicher bestimmt darüber ausgesprochen. Zudem kommen in den religiösen

Ueberlieferungen der Amerikaner in ihren heroischen Zeiten wohl weiße

bärtige Männer als Priester und Gesetzgeber vor, aber in keiner dieser

Sagen ist von einem schwarzen Volksstamm die Rede.↩

39. Don Manuel Centurion, Governador y Comendante general de la Guayana

von 1766—1777.↩

40. Dieß ist der indianische Name des obern Orinoco. S. Bd. III. Seite 286.↩

41. S. Bd. III. Seite 320. ↩

42. Diese drei Punkte liegen auf den Grenzen der Missionen am Rio Carony,

am Rio Caura und am obern Orinoco.↩

43. Daß die großen Jaguars in einem Lande, wo es kein Vieh gibt, so häufig

sind, ist ziemlich auffallend. Die Tiger am obern Orinoco führen ein

elendes Leben gegenüber denen in den Pampas von Buenos Ayres, in den

Llanos von Caracas und auf andern mit Heerden von Hornvieh bedeckten

Ebenen. In den spanischen Colonien werden jährlich über 4000 Jaguars

erlegt, von denen manche die mittlere Größe des asiatischen Königstigers

erreichen. Buenos Ayres führte früher 2000 Jaguarhäute jährlich aus, die bei

den Pelzhändlern in Europa »große Pantherfelle« heißen. ↩

44. Gmelin zählt dieses Thier unter dem Namen Felis discolor auf. Es ist nicht

zu verwechseln mit dem großen amerikanischen Löwen, Felis concolor, der

vom kleinen Löwen (Puma) der Anden von Quito sehr verschieden ist.↩

45. S. Bd. III.↩

46. Am 18. April 1749. Nicolaus Hortsmann schrieb Tag für Tag an Ort und

Stelle auf, was ihm Bemerkenswerthes vorgekommen. Er verdient um so

mehr Zutrauen, da er, höchst mißvergnügt, daß er nicht gefunden, was er

gesucht (den See Dorado und Gold- und Diamantengruben), auf Alles, was

ihm unterwegs vorkommt, mit Geringschätzung zu blicken scheint.↩

47. Es ist dieß das Atonatiuh der Mexicaner, das vierte Zeitalter, die vierte

Erneuerung der Welt.↩

48. S. Bd. III. Seite 61.↩

49. S. Bd. III. Seite 61.↩

50. Creuzer, Symbolik, III. 89.↩

51. S. Bd. III. Seite 254. ↩

52. S. Bd. III. Seite 281, 300.↩

53. Es ist dieß nicht Cuviers Ourax (Crax Pauxi, Lin.), sondern der Crax

alector. ↩

54. S. Bd. III. Seite 267. ↩

55. S. Bd. III. Seite 104. ↩

56. S. Bd. III. Seite 232. ↩

57. S. Bd. III. Seite 219. ↩

58. S. Bd. III. Seite 221. ↩

59. S. Bd. II. Seite 81. ↩

60. S. Bd. II. Seite 61. ↩

61. S. Bd. III. Seite 41.↩

62. Diese Berechnung gründet sich auf den Quint, der in den Jahren 1576 und

1592 an das Schatzamt (caxas reales) von Truxillo bezahlt wurde. Die

Register sind noch vorhanden. In Persien, in Hochasien, in Egypten, wo

man auch Gräber aus sehr verschiedenen Zeitaltern öffnet, hat man, so viel

ich weiß, niemals Schätze von Belang entdeckt.↩

63. S. Bd. III. Seite 380. ↩

64. Eine Art Mumien und Skeletie in Körben wurden vor Kurzem in den

Vereinigten Staaten in einer Höhle entdeckt. Sie sollen einer Menschenart

angehören, die mit der auf den Sandwichsinseln Aehnlichkeit hat. Die

Beschreibung dieser Gräber erinnert einigermaßen an das, was ich in den

Gräbern von Ataruipe beobachtet. — Die Missionäre in den Vereinigten

Staaten beklagen sich über den Gestank, den die Nanticokes verbreiten,

wenn sie mit den Gebeinen ihrer Ahnen umherziehen. ↩

65. S. Bd. III. Seite 172. ↩

66. S. Bd. III. Seite 20.↩

67. S. Bd. III. Seite 132. ↩

68. S. Bd. III. Seite 44.↩

69. S. Bd. IV. Seite 47.↩

70. S. Bd. III. Seite 82.↩

71. Der Nil hat von Cairo bis Rosette auf einer Strecke von 59 Meilen nur 4

Zoll Fall auf die Meile.↩

72. Diese Steinbutter ist nicht zu verwechseln mit der Bergbutter, einer

salzigten Substanz, die aus der Zersetzung des Alaunschiefers entsteht.↩

73. Bucaro, vas fictile odoriferum. Man trinkt gerne aus diesen Gefäßen wegen

des Geruchs des Thons. Die Weiber in der Provinz Alemtejo gewöhnen sich

an, die Bucaroerde zu kauen, und sie empfinden es als eine große

Entbehrung, wenn sie dieses abnorme Gelüste nicht befriedigen können.↩

74. Maypurisch Nupa; die Missionäre sagen Nopo. ↩

75. S. Bd. III. Seite 356. ↩

76. Das Wort Tabak (tabacco) gehört, wie die Worte Savane, Mais, Cazike,

Maguey (Agave) und Manati (Seekuh), der alten Sprache von Haiti oder St.

Domingo an. Es bedeutete eigentlich nicht das Kraut, sondern die Röhre,

das Werkzeug, mittelst dessen man den Rauch einzog. Es muß auffallen,

daß ein so allgemein verbreitetes vegetabilisches Produkt bei benachbarten

Völkern verschiedene Namen hatte. ↩

77. Die Spanier lernten den Tabak am Ende des sechzehnten Jahrhunderts auf

den Antillen kennen. Ich habe oben bemerkt (Bd. II. Seite 320), daß der

Anbau dieses narcotischen Gewächses um 120 bis 140 Jahre älter ist als die

segensreiche Anpflanzung der Kartoffel. Als Ralegh im Jahr 1586 den

Tabak aus Virginien nach England brachte, gab es in Portugal bereits ganze

Felder voll davon.↩

78. Die merkwürdige Stelle lautet bei Camden, Annal. Elizab. p. 143. (1585)

wie folgt: »Ex illo sane tempore (tabacum) usu cepit esse creberrimo in

Anglia et magno pretio, dum quamplurimi graveolentem illius fumum per

tubulum testaceum hauriunt et mox e naribus afflant, adeo ut Anglorum

corpora in barbarorum naturam degenerasse videantur, quum iidem ac

barbari delectentur.« Man sieht aus dieser Stelle, daß man durch die Nase

rauchte, während man am Hofe Montezumas in der einen Hand die Pfeife

hatte und mit der andern die Nase zuhielt, um den Rauch leichter schlucken

zu können.↩

79. Sie hocken im Kreise umher; zuerst heult einer allein und dann fallen die

andern im selben Tone ein. Gerade so heulen die Rudel von Alouatos, unter

denen die Indianer den »Vorsänger« herauskennen, (vgl. Bd. III. Seite 360).

In Mexico wurde der stumme Hund (Techichi) verschnitten, damit er fett

werde, und dieß mußte zur Veränderung des Stimmorgans des Hundes

beitragen.↩

80. S. Bd. III. Seite 67.↩

81. S. Bd. II. Seite 412. III. 81.↩

82. S. Bd. III. Seite 399. ↩

83. S. über den Rio Caura Bd. III. 158. IV. 117. 133. 142. ↩

84. S. Bd. III. Seite 114, 125.↩

85. Die Hauptkirche von Santo Thome de la Nueva Guayana, gemeiniglich

Angostura, oder der Engpaß genannt, liegt nach meinen Beobachtungen

unter 8°8′11″ der Breite und 66°15′21″ der Länge.↩

86. Trapiche, Eigenthum von Don Felix Fereras.↩

87. Daß es eine Stadt Angostura gebe, erfuhr man in Europa durch den Handel

der Catalonier mit der China vom Rio Carony, welche die heilkräftige

Rinde der Bonplandia trifoliata ist. Da diese Rinde von Nueva Guayana

kam, so nannte man sie corteza oder cascarilla del Angostura, cortex

Angosturae. Die Botaniker wußten so wenig, woher diese geographische

Benennung rührte, daß sie Anfangs Angustura und dann Augusta

schrieben.↩

88. Ich fand denselben 889 Toisen breit. S. Bd. III. Seite 83.↩

89. S. Bd. III. Seite 25.↩

90. Die Frucht der Carica Papaya.↩

91. Man sollte es kaum glauben, daß während meines Aufenthalts in Angostura

die Gesammtvertheidigungsmittel der Provinz aus 7 lanchas canoneras und

600 Mann aller Farben und Waffengattungen bestanden, eingerechnet die

sogenannten Garnisonen der vier Grenzforts, der destacamentos von Nueva

Guayana, San Carlos del Rio Negro, Guirior und Cuyuni.↩

92. Von Süd nach Nord auf 22 Breitegrade.↩

93. Von West nach Ost auf 13 Längengrade. ↩

94. Im Jahr 1768 hatte Angostura nur 500 Einwohner. Eine im Jahr 1780

vorgenommene Zählung ergab 1513 (nämlich 455 Weiße, 449 Neger, 363

Mulatten und Zambos, 246 Indianer). Im Jahr 1789 war die Bevölkerung

auf 4590 und 1800 auf 6600 Seelen gestiegen. Der Hauptort der englischen

Colonie Demerary, die Stadt Stabrock, liegt nur 50 Meilen südostwärts von

der Mündung des Orinoco. Sie hat, nach Bolingbrok, gegen 10,000

Einwohner.↩

95. S. Bd. III. Seite 3.↩

96. S. über diese Deltas von Nebenflüssen gegenüber den oceanischen Deltas

Bd. III. 6. IV. 47. 163.↩

97. Das nahrhafte Satzmehl oder farine médullaire der Sagobäume findet sich

vorzugsweise bei einer Gruppe von Palmen, die Kunth Calameen nennt; es

kommt indessen auch in den Stämmen von Cycas revoluta, Pheni

farinifera, Corypha umbraculifera und Caryoa urens vor und wird im

indischen Archipel von diesen Bäumen gesammelt und in den Handel

gebracht. Der ächte asiatische Sagobaum (Sagus Rumphii, oder Metroxylon

Sagu, Roxburgh) gibt mehr Nahrungsstoff als alle andern nutzbaren

Gewächse. Von einem einzigen Stamm gewinnt man im fünfzehnten Jahr

zuweilen 600 Pfund Sago oder Mehl, (denn das Wort Sagu bedeutet im

amboinischen Dialekt Mehl). Crawfurd, der sich so lange auf dem

indischen Archipel aufgehalten hat, berechnet, daß auf einem englischen

Acre (4029 Quadratmeter) 435 Sagobäume wachsen können, die über

8000 Pfund Mehl jährlich geben. Dieser Ertrag ist dreimal so hoch als beim

Getreide, und doppelt so hoch als bei der Kartoffel in Frankreich. Die

Bananen geben auf derselben Bodenfläche noch mehr Nahrungsstoff als der

Sagobaum.↩

98. S. S. 70. ↩

99. Simeon Sisanites, ein Syrier, war der Stifter dieser Sekte. Er brachte in

mystischer Beschaulichkeit 37 Jahre auf fünf Säulen zu, von denen die

letzte 36 Ellen hoch war. Die Säulenheiligen, sancti columnares, wollten

auch in Deutschland, im Trierschen, ihre luftigen Klöster einführen, aber

die Bischöfe widersetzten sich einem so tollen, halsbrecherischen

Unternehmen.↩

100. S. Seite 47.↩

101. S. die oben entwickelte Theorie Bd. III. Seite 13. ↩

102. In Asien laufen der Ganges, der Buramputer und die majestätischen

indisch-chinesischen Flüsse dem Aequator zu. Die ersteren kommen aus

der gemäßigten Zone in die heiße. Der Umstand, daß die Flüsse

entgegengesetzte Richtungen haben (dem Aequator oder den gemäßigten

Erdstrichen zu), äußert Einfluß auf den Eintritt und die Größe der

Ueberschwemmungen, auf die Art und die Mannigfaltigkeit der Produkte

längs der Ufer, auf die größere oder geringere Lebhaftigkeit des Handels,

und, darf ich nach dem, was wir über die Völker Egyptens, Meroes und

Indiens wissen, wohl sagen, auf den Gang der Cultur die Stromthäler

entlang.↩

103. S. Bd. III. Seite 370.↩

104. Strabo, Lib. XVII. Diodorus Siculus Lib. I. c. 5.↩

105. Etwa 40 bis 50 Tage nach dem Sommersolstitium. ↩

106. Etwa 80 bis 90 Tage nach dem Sommersolstitium. ↩

107. Der Apure für sich hat einen Fall von 13 Zoll auf die Seemeile. S. Bd. III.

Seite 49.↩

108. S. Seite 113.↩

109. Von Benedikt XIII. zum Bischof für die vier Welttheile (obispo para los

quatro partes del mundo) geweiht. ↩

110. Kleine Hochebenen zwischen den Bergen bei Upata, Cumamu und

Tupuquen scheinen über 150 Toisen Meereshöhe zu haben.↩

111. El Dorado, d. h. el rey ó hombre dorodo. S. Bd. III. Seite 398.↩

112. S. Bd. I. 329. II. 245. III. 366.↩

113. S. Seite 194. ↩

114. S. Bd. III. Seite 352 ff.↩

115. S. Seite 73.↩

116. Dieß ist auch Walkenaers und Malte Bruns Ansicht. ↩

117. Carte de l’Amérique, dressé sur les observations de Mr. de Humboldt, par

Fried. Wien 1818.↩

118. Diese periodischen Ueberschwemmungen des Rio Paraguay haben in der

südlichen Halbkugel lange dieselbe Rolle gespielt wie der See Parime in

der nördlichen. Hondius und Sanson ließen aus der Lugano de los Xarayes

den Rio de la Plata, den Rio Topajos (einen Nebenfluß des

Amazonenstroms), den Rio Tocantinos und den Rio de San Francisco

entspringen.↩

119. Survilles See, der für den See Amucu steht. ↩

120. Der See, den Surville Laguna tenida hasta ahora por la Laguna Parime

nennt. ↩

121. S. Bd. III. Seite 392 ff. ↩

122. S. Seite 189 ff.↩

123. S. Bd. III, Seite 356.↩

124. Gerade wie im alten Reiche Meroe, in Tibet, und wie« der Dairi und der

Kubo in Japan.↩

125. S. Bd. I. Seite 233↩

126. Im Peruvianischen oder dem Oquichua (*Lengua del Inga) heißt Gold Cori,

woher Chichicori, Goldstaub, und Corikoya, Golderz ↩

127. S. Bd. III. Seite 61.↩

128. S. Seite 222ff. ↩

129. S. Seite 226↩

130. S. Bd. II. Seite 12.↩

131. Gestorben im Jahr 1512, wie Munnoz aus Urkunden in den Archiven von

Simancas erwiesen hat.↩

132. Auf den Karten, die dem Ptolemäus von 1506 beigegeben sind, sieht man

noch keine Spur von den Entdeckungen des Columbus. ↩

133. S. Seite 54.↩

134. Es ist dieß der mexicanische Dorado, wo man auf den Küsten Schiffe voll

Waaren aus Catayo (China) gefunden haben wollte, und wo Fray Marcos

(wie Hutten im Lande der Omaguas) die vergoldeten Dächer einer großen

Stadt, einer der Siete Ciudades, von weitem sah. Die Einwohner haben

große Hunde, en los quales quando se mudan cargan su menage. Spätere

Entdeckungen lassen übrigens keinen Zweifel, daß dieser Landstrich früher

ein Mittelpunkt der Cultur war.↩

135. Die große Achse des eigentlichen Sees Parime war von Ost nach West

gerichtet↩

136. Im Werth von 65,878,000 Francs.↩

137. Billarica liegt 650 Toisen hoch, aber das große Plateau der Capitania Minas

Geraes nur 300. ↩

138. S. Bd. II. Seite 366ff.↩

139. S. Seite 192. ↩

140. Combretum guayca↩

141. S. Bd. III. Seite 331.↩

142. S. Bd. I. Seite 198, 216. II. 87, 389. ↩

143. Zu welcher Gattung gehören die Würmer (arabisch Loul), welche Capitän

Lyon, der Reisebegleiter meines muthigen, unglücklichen Freundes Ritchie,

in der Wüste Fezzan in Lachen gesunden, die von den Arabern gegessen

werden und wie Caviar schmecken? Sollten es nicht Insekteneier seyn,

ähnlich dem Aguautle, den ich in Mexico auf dem Markt habe verkaufen

sehen und der an der Oberfläche des Sees Tezcuco gefischt wird? ↩

144. Nuestra Señora del Socorro del Cari, gegründet im Jahr 1761.↩

145. Diese Missionäre nennen sich Padres Missioneros Observantes del Colegio

de la purissima Conception de propaganda fide en la Nueva Barcelona. ↩

146. S. Bd. III. Seite 95.↩

147. S. Bd. III. Seite 275, 378.↩

148. Diese Skelette wurden im Jahr 1805 von Cortes gefunden. Sie sind in einer

Madreporen-Breccie eingeschlossen, welche die Neger sehr naiv maçonne

bon Dieu nennen, und die, neuer Formation wie der italienische Travertin,

Topfscherben und andere Produkte der Menschenhand enthält. Dauxiou

Lavaysse und Dr. König machten in Europa zuerst diese Erscheinung

bekannt, die eine Zeit lang die Aufmerksamkeit der Geologen in Anspruch

nahm↩

149. Cicero de oratore. Lib. III. c. 12. ↩

150. Ich gebe hier einige Beispiele von diesem Unterschied zwischen der

Sprache der Männer (M) und der Weiber (W): Insel oubao (M), acaera

(W); Mensch ouekelli (M), eyeri (W); Mais ichen (M), atica (W).↩

151. Karte des Hondius von 1599, die der lateinischen Ausgabe von Raleghs

Reisebeschreibung beigegeben ist. In der holländischen Ausgabe heißen die

Llanos von Caracas zwischen den Gebirgen von Merida und dem Rio Pao

»Caribana.« Man sieht hier wieder, was so oft in der Geschichte der

Geographie vorkommt, daß eine Benennung allmählig von West nach Ost

gerückt wurde.↩

152. Vespucci sagt: Se eorum lingua Charaibi, hoc est magnae sapientiae viros

vocantes.↩

153. Wilhelm von Humboldt: »Urbewohner Hispaniens«, Seite 167. ↩ 154. Wenn ich das Wort Autochthone brauche, so will ich damit keineswegs

aussprechen, daß die Völker hier geschaffen worden, was gar nicht Sache

der Geschichte ist, sondern nur so viel sagen, daß wir von keinem andern

Volke wissen, das älter wäre als das autochthone.↩

155. S.Bd. III. Seite 261. 275. 278. IV. 218.↩

156. Ich führe als Beispiel nur eine vom berühmten Pater Camper gezeichnete

Tafel an: Viri adulti cranium ex Caraibensium insula Sancti Vicenti in

Museo Clinii asservatum, 1785. ↩

157. Dati erant in preaedam Caribes ex diplomate regio. Missus est Johannes

Poncius, qui Caribum terras depopuletur et in servitutem obscoenos

hominum voratores redigat. Anghiera, Decas. I. Lib. 1. Dec. III. Lib. 6. ↩

158. Wilhelm von Humboldt, ȟber das vergleichende Sprachstadium in

Beziehung auf die verschiedenen Epochen der Sprachentwicklung.« (S. 13).

S. auch Bd. II. Seite 28—47.↩

159. S. Bd. III. Seite 275. 378. 393. ↩

160. Die Quippos oder Schnüre der Völker im obern Louisiana heißen

Wampum. Anghiera (Dec. III. Lib. 9.) erzählt einen sehr merkwürdigen

Fall, aus dem hervorzugehen scheint, daß die umherziehenden Caraiben mit

gebundenen Büchern, wie denen der Mexicaner und den unsern, nicht ganz

unbekannt waren. Der interessanten Entdeckung von Bilderheften bei den

Panos-Indianern am Ucayale habe ich anderswo gedacht (Vues des

cordilleres; T. I. pag. 72). Auch die Peruaner hatten neben den Quippos

hieroglyphische Malereien, ähnlich den mexicanischen, nur roher. Bemalter

Blätter bedienten sie sich seit der Eroberung zum Beichten in der Kirche.

Vielleicht hatte der Caraibe, der, nach Anghieras Erzählung, tief aus dem

Lande nach Darien kam, Gelegenheit gehabt in Quito oder Cundinamarca

ein peruanisches Buch zu sehen. Ich brauche, wie die ersten spanischen

Reisenden, das Wort Buch, weil dasselbe keineswegs den Gebrauch einer

Buchstabenschrift voraussetzt.↩

161. Bei den Huronen (Wiandots) und Natchez vererbt sich die oberste Würde in

der weiblichen Linie; nicht der Sohn ist der Nachfolger, sondern der Sohn

der Schwester oder der nächste Verwandte von weiblicher Seite. Bei dieser

Erbfolge ist man sicher, daß die oberste Gewalt beim Blute des letzten

Häuptlings bleibt; der Brauch ist eine Gewähr für die Legitimität. Ich habe

bei den königlichen Dynastien auf den Antillen alte Spuren dieser in Afrika

und Ostindien sehr verbreiteten Erbfolge gefunden. »In testamentis autem

quam fatue sese habeant, intelligamus: ex sorore prima primogenitum, si

insit, reliquunt regnorum haeredem; sin minus, ex altera, vel tertia, si ex

secunda proles desit: quia a suo sanguine creatam sobolem eam certum est.

Filios autem uxorum suarum pro non legitimis habent. Uxores ducunt

quotquot placet. Ex uxoribus cariores cum regulo sepeliri patiuntur.

(Anghiera, Decas III. Lib. 9.)↩

162. Diodorus Siculus. Lib. V. §. 56.↩

163. »Die Caraiben sind ziemlich hübsch gewachsen und fleischigt; sie sind aber

nicht sehr liberal, denn sie essen gern Menschenfleisch, Eidechsen und

Krokodile.« (Description générale de l’Amérique par Pierre d’Avity,

Seigneur de Montmartin, 1660).↩

164. Mithridates, Bd. III. Seite 685. ↩

165. Epistolae Lib. VIII. 8. Clitumnus non loci declivitate, sed ipsa sui copia et

quasi pondere impellitur.↩

166. S. Bd. II. Seite 410.↩

167. Im Jahr 1754 hatte das Dorf nur 120 Seelen. ↩

168. S. Bd. II. Seite 414.↩

169. Mit diesem nicht gebräuchlichen Ausdruck bezeichne ich Linien, welche

durch die Punkte laufen, die mittelst Uebertragung der Zeit bestimmt

worden und somit von einander abhängig sind. Von der zweckmäßigen

Richtung dieser Linien hängt die Genauigkeit einer rein astronomischen

Aufnahme ab. ↩

170. Fray Jose de las Piedras.↩

171. Kleine Plateaus, Bänke, die etwas höher liegen als die übrige Steppe.↩

172. Eine Art Hof, bestehend aus Schuppen, wo die hateros und peones para et

rodeo wohnen, d. h. die Leute, welche die halbwilden Pferde- und

Viehheerden warten oder vielmehr beaussichtigen.↩

173. »Los Llanos son como un mar de yerbas.«↩

174. S. Bd. I. Seite 51 ff.↩

175. Die Fächerpalme, der guyanische Sagobaum. ↩

176. Berechnungen nach Karten in sehr großem Maßstab haben mir Folgendes

ergeben: Die Llanos von Cumana, Barceiona und Caracas vom Delta des

Orinoco bis zum nördlichen Ufer des Apure umfassen 7900 Quadratmeilen;

die Llanos zwischen dem Apure und dem obern Amazonenstrom 21,000;

die Pampas nordwestlich von Buenos Ayres 40,000; die Pampas südwärts

vom Parallel von Buenos Abtes 30,000. Der Gesammtflächenraum der

grasbewachsenen Llanos in Südamerika beträgt demnach 98,900

Quadratmeilen (20 auf den Grad des Aequators). (Spanien hat 16,200

solcher Quadratmeilen.) Die große afrikanische Ebene, die sogenannte

Sahara ist 194,000 Quadratmeilen groß, die verschiedenen Oasen dazu

gerechnet, aber nicht Bornu und Darfur. (Das Mittelmeer hat nur 79,800

Quadratmeilen Oberfläche).↩

177. S. Bd. III. Seite 54. 80. 83. 126. 145. 256. 303. IV. 148. 159.↩

178. Kommen in Nordamerika nordwärts von den großen Seen Blöcke vor? ↩

179. S. Bd. II. Seite 90.↩

180. La milagrosa imagen de Maria Santissima del Socorro, auch Virgen del

Tutumo genannt.↩

181. S. Bd. I. Seite 212. IV. 350. ↩

182. S. Bd. II. Seite 298 ff. 318. ↩

183. Langsdorf (Wetterauisches Journal. Th I. Seite 254) hat diese sehr

merkwürdige physiologische Erscheinung zuerst bekannt gemacht. Ich

beschreibe sie hier, doch lieber lateinisch. — Coriaecorum gens, in ora

Asiae septentrioni opposita, potum sibi excogitavit ex succo inebriante

Agarici muscarii, qui succus (aeque ut asparagorum), vel per humanum

corpus transfusus, temulentiam nihilominus facit. Quare gens misera et

inops, quo rarius mentis sit suae, propriam urinam bibit. identidem;

continuoque mingens rursusqne hauriens eundem succum (dicas, ne ulla in

parte mundi desit. ebrietas) pauculis agaricis producere in diem quintum

temulentiam potest.↩

184. S. Bd. I. Seite 62.↩

185. Casa de Don Pasqual Martinez, nordwestlich vom großen Platz, an dem ich

vom 28. Jan bis 17. November 1799 beobachtet hatte. Alle astronomischen

Beobachtungen, so wie die über die Luftspiegelung, nach dem 29. August

1800 sind im Hause Martinez angestellt. Ich erwähne dieses Umstands, da

er von Interesse seyn mag, wenn einmal Einer die Genauigkeit meiner

Beobachtungen prüfen will. ↩

186. S. Bd. I. Seite 252 ff.↩

187. S. Bd. I. Seite 276. ↩

188. S. Bd. I. Seite 402. ↩

189. Croton argyrophyllus und C. marginatus↩

190. S. Bd. I. Seite 203. ↩

191. S. Bd. II. Seite 187 ff.↩

192. Observations astronomiques. T. I. p. XLIII. T. II. p. 7—10.↩

193. Christoph Columbus hatte im Jahr 1503 den Caymanseilanden den Namen

Penascales de las tortugas gegeben, wegen der Seeschildkröten, die er in

diesem Striche schwimmen sah.↩

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