There's a reason
Kapitel 7
Sie nahm mich in den Arm und versuchte mich zu trösten. Sie schaffte es auch einigermaßen und wir überstanden den Gottesdienst zusammen. Als wir dann wieder zu Hause waren, gab es Essen und dann Geschenke*-* Mein Dad hatte Anne etwas gegeben für mich und ich konnte es kaum glauben was ich sah: Es war ein Brief mit einem Gutschein. In den Brief stand:
Meine kleine Julie,
zuerst wollte ich sagen, dass es mir unendlich leid tut, dich an Weihnachten alleine zu lassen. Ich dachte es ist für dich vielleicht gar nicht so schlecht wenn du deine „Familie“ kennen lernst, doch da lag ich wohl falsch. Ich kenne dich seit deiner Geburt und ich weiß, dass du mir bei deinem Abflug nicht richtig Tschüss sagen wirst, aber mach dir keine Gedanken, ich bin dein Dad ich verkrafte das. Ich denke auch nicht, dass das die letzte Möglichkeit für ein gemeinsames Weihnachtsfest sein wird. Du bist stark und du hältst das durch. Deine Mom, ja ich meine Max, wird dich von oben unterstützen und auch ich werde immer für dich da sein. Du bist doch mein kleines Julchen-Schätzchen. Ich hab gedacht, wenn ich schon an Weihnachten nicht bei dir sein kann, dann sollst du wenigstens ein ganz tolles Geschenk bekommen! Also ich hoffe dir gefällt der Gutschein für eine Woche Power-Shopping in New York mit deinen besten Freundinnen! Wir werden das sofort machen, wenn du wieder da bist, das verspreche ich dir! Ich hoffe dein Weihnachten ist nicht ganz zerstört dadurch, dass dein geliebter Dad nicht da ist.
Frohe Weihnachten, kleine Maus
Dein dich liebender Dad
Mir kamen die Tränen. Dad… Ich vermisste ihn verdammt nochmal! Woher wusste er, dass ich ihm am Flughafen nicht Tschüss sagen würde? Ich freute mich natürlich rießig über das Geschenk, doch ich freute mich noch viel mehr darüber, dass mein Dad an mich glaubte und mir nicht böse war. Eigentlich war dieses Weihnachten gar nicht so schlecht. Ich unterhielt mich noch mit Gemma und den Anderen, die noch da waren und am Abend lies ich mich geschafft in mein Bett fallen.
Harry POV
Es war der 1. Weihnachtfeiertag und ich war gerade aufgestanden. Ich stand jetzt unten, wo auch schon meine Mom auf mich zu kam.
Mom: „Also du musst Julie heute sagen, dass sie dich für die nächste Woche mit nach London zu deinen Freunden begleiten wird!“
Harry: „Aber ich will gar nicht, dass sie mich begleitet! Siehst du nicht, dass wir uns nicht verstehen??“
Mom: „Weißt du was Harry? Ihr seid Geschwister, ihr müsst euch verstehen! Du kommst darum nicht herum! Bitte was ist daran so schlimm sie mitzunehmen? Es ist eine Woche und die anderen Jungs sind doch auch noch da?“
Harry: „Ey, wenn’s dir so wichtig ist, dann nehm ich sie halt mit, aber glaub nicht, dass wir deshalb beste Freunde werden!“
Meine Mom konnte so nerven! Julie und ich stritten uns nur. Ich weiß nicht warum! Jetzt kam sie gerade die Treppe runter und meine Mom schuckte mich auf sie zu, was sollte das denn jetzt bitte?
Julie: „Morgen, Harry!“
Das sagte sie schon in diesem Ton, echt das Mädchen regte mich auf!
Harry: „Julie ich muss mit dir reden!“
Julie: „Was Mr Ich –bin-so-cool will mit mir reden?“
Julie POV
Ach Harry wollte also mit mir reden?? Mal was ganz neues. Eigentlich hatte ich echt kein Bock mit ihm zu reden. Meine Niere machte mich total fertig und ich hatte auch nicht wirklich gut geschlafen. Trotzdem trottete ich ihm hinterher ins Wohnzimmer, wo wir uns auf die Couch setzten.
Harry: „Also ich flieg morgen wieder nach London zu meinen Kumpel in unsere WG.“
Julie: „Zu One Direction?“
Harry: „Ja zu denen. Bist du so nen verrückter Fan?“
Ehrlich dachte der echt ich wäre irgend so nen verrückter Fan??!!
Julie: „Sieht es so aus als ob ich ein besonders großer Fan von dir wäre?“
Fragte ich halt mal dumm zurück.
Harry: „ Nein, also hör mal jetzt zu. Meine Mom besteht darauf, dass du mit kommst, damit wir uns vielleicht etwas besser verstehen und außerdem veranstalten wir dieses Jahr ein Silversterparty in unserem Haus.“
Waaaaaas? Die wollten, dass ich mit dem mit nach London gehe??? Niemals!
Julie: „Was? Wollen die, dass wir Selbstmord begehen?“
Jetzt sah er geschockt aus. Hm.. das hätte er wahrscheinlich nicht von mir gedacht.
Harry: „Hey wir könne dagegen nichts machen also sei einfach vernünftig und geh mit und mach kein Scheiß!“
Meinte der das jetzt ernst? Ich sollte mich vernünftig benehmen?? Ich war echt nicht anstrengend und auch nicht unvernünftig!!Aber damit nicht noch mehr Stress entstand meinte ich einfach nur: „Okay.“
Also kam es, dass ich am nächsten Tag mit gepacktem Koffer mal wieder am Flughafen stand. Diesmal mit Harry, Gemma und Anne. Ich verabschiedete mich von Anne und ging dann zu Gemma. Ich würde sie echt vermissen, ich hatte mich echt mit ihr angefreundet. Wahrscheinlich würde ich sie nie wieder sehen. Ich verabschiedete mich noch von ihr und dann mussten Harry und ich schnell ins Flugzeug bevor wir von lauter Directionern über den Haufen gerannt werden würden! Das war echt schlimm mit einem Star! Im Flugzeug schlief ich sofort ein. Da mein Dad ja auch nicht arm war, kannte ich die Sitze in der 1. Klasse schon und ich liebte sie. In ihnen konnte man soo gut schlafen. Als mich jemand grob am Arm anfasste und sagte: „Ey wach auf wir sind in London!“ Wachte ich auf und schaute direkt in Harrys Gesicht. Hätte ich mir ja denken können. Wir gingen raus aus dem Flugzeug und holten erst mal unsere Koffer.
Julie: „Wo müssen wir denn jetzt hin?“
Harry: „Niall wollte uns vom Flughafen abholen.“
Julie: „Achso.“
Niall war auch einer von One Direction, aber ich kannte die gar nicht nur von Erzählungen von El. Wir gingen also durch den Flughafen zum Ausgang. Dort war eine ganze Horde von lauter Mädchen, was mich darauf schließen ließ, dass irgendwo in diesem Gewirr Niall Horan stehen würde. Super. Die hatten auch nichts Besseres zu tun, als am 2. Weihnachtsfeiertag hier herum zu stehen und auf One Direction zu warten!!
„Hey, du musst Julie sein.“ Sagte plötzlich ein blondhaariger Junge neben mir. Das musste Niall sein.
Julie: „Hey ja das bin ich wohl. Und du bist Niall?“
Niall: „Ja soll ich dir deinen Koffer abnehmen?“
Wie nett er doch war. Ganz anders als Harry. Ähm ja Harry wo war der denn?
Julie: „Ja danke. Wo ist den Harry hin?“
Niall: „Der sitzt schon im Auto und wartet.“
Na toll lässt der mich einfach hier stehen! Als wir zum Auto kamen saß dort echt Harry drin. Ich motzte ihn erst mal an, dass er mich allein gelassen hätte und so eben.
Niall: „Ach das nennt man dann wohl Geschwisterliebe!“
Bitte was? Alter langsam muss ich das glaub ich zurücknehmen mit dem Niall ist ja schon ganz nett. Nach einer etwas längeren Fahrt hielten wir vor einer ziemlich großen Villa. Es war irgendwie schon komisch, dass ich sagen konnte, ja diese Villa gehört meinem Bruder. Naja egal. Als ich aussteigen wollte, knallte Harry mir einfach die Tür vor der Nase zu.
Julie: „Alter du Idiot! Du wusstest genau, dass ich auch noch aussteigen muss!“
Harry: „Sorry, hab dich nicht bemerkt.“
Ey, will der Junge mich verarschen? Mich nicht bemerkt? So ein Idiot ehrlich dem würde ich es zeigen! Inzwischen waren wir im Haus angekommen.
Julie: „Mich nicht gesehen, willst du mich verarschen? Du weißt ganz genau, dass ich neben dir saß! Was kann ich den dafür, wenn deine Mutter mich zwingt hierher mitzukommen! Glaubst du ich wollte das?“
Harry: „Ich weiß nicht. Vielleicht hast du sie ja überredet, dass sie mir einreden soll, dass ich dich mitnehmen soll, weil es bei dir zu Hause nicht so cool ist wie in London?“
Das ist ja echt die Höhe mit dem! Kalifornien ist um einiges cooler als London. Inzwischen hatten sich schon Niall und zwei weitere Jungs um uns herum gestellt und beobachteten unseren „Fight“ gespannt.
Julie: „Pah, ich soll deine Mom überredet haben, dass ich hierher mitkommen kann?“
Harry: „Sie ist ja auch deine Mom!“
Julie: „Meine Mom ist immer noch Max! Und kannst du mich nichtmal ausreden lassen?“
Harry: „Max ist aber tot. Also war das wahrscheinlich alles so geplant damit deine Familie wieder ganz wird, indem ihr euch meine Mom schnappt, nachdem dein Bruder auch abgehauen ist.“