Weiße Leinwände von Aenne Brielmann, Buchcover
Erzählung PDF EPUB

Weiße Leinwände

Erstveröffentlichung
2008
Seiten
7

Über dieses Buch

Fünfhundertsiebenundreißig Menschen sind vorbeigelaufen, so beginnt dieser kurze Text, und der Zähler bleibt bei seinem Kaffee sitzen. Die Gesichter erscheinen ihm leer, einer wie der andere einer Schaufensterpuppe gleich, die feinen Einzelheiten verdeckt von Einheitsmode und Schichten von Make-Up. An guten Tagen stellt er sich die anderen als unbemalte Leinwände vor, aus denen noch etwas werden kann. Sich selbst erlebt er als überladen mit Farbe, als hätten sich alle prägenden Ereignisse literweise über ihm ergossen. Also geht er entgegen der Fahrtrichtung, fort von den Betonsilos und den Neonröhren, die keine Wärme spenden, hinaus in ein Niemandsland. Ich will nicht in einer Lüge leben, so lautet sein Grund.

Über den Autor

Aenne Brielmann

Kurze Texte aus der Stadt, oft an Orten des Wartens. Adam sitzt mit zwei verschnürten Bündeln an einer Londoner Bushaltestelle, weil er ein Bett gegen seinen Computer tauschen muss. An einer anderen Haltestelle sitzt eine alte Frau neben einer Taube, zwei Paar müde Augen, beide nicht freiwillig dort.

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Angaben zum Buch

Erstveröffentlichung
2008
Seiten
7
Sprache
Deutsch
Formate
PDF, EPUB, Online lesen