Nachkommenschaften von Adalbert Stifter, Buchcover
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Nachkommenschaften

Erstveröffentlichung
1864
Seiten
70

Über dieses Buch

So bin ich unversehens ein Landschaftsmaler geworden, beginnt Stifters Erzählung: Es ist entsetzlich, klagt der Ich-Erzähler, wenn man in eine Sammlung neuer Bilder gerät, welch eine Menge von Landschaften gibt es da, und wenn man alle Landschaften, welche von allen Landschaftsmalern unserer Zeit gemalt werden, ausstellte, welch allergrößte Menge von Landschaften würde man da finden. Er distanziert sich ausdrücklich von den Landschaften verschämter Töchter, die in Wasserfarben heimlich eine Trauerweide malen, unter welcher ein bekränzter Krug steht, von den Erinnerungsbildern reisender Frauen, die sie vom Dampfschiff aus in ihr Handbuch eintragen, und von den Zeichnungen der Fräuleinschulen, unter denen sich Landschaften mit Bäumen befinden, auf denen Handschuhe wachsen. Nun, es sind der in Ölfarben gemalten und mit Goldrahmen versehenen Landschaften schon genug, schließt er, und doch will er nun auch noch so viele malen, als in ihm liegen.

Über den Autor

Adalbert Stifter

Adalbert Stifter (1805-1868) wurde in Oberplan im Böhmerwald geboren und arbeitete als Hauslehrer, Maler und später als Schulrat in Linz. Seine Erzählungen, gesammelt vor allem in den Bänden Studien und Bunte Steine, sowie sein Bildungsroman Der Nachsommer prägten mit ihrer ruhigen, genauen Naturbeschreibung den literarischen Realismus Österreichs.

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Angaben zum Buch

Erstveröffentlichung
1864
Seiten
70
Sprache
Deutsch
Formate
PDF, EPUB, Online lesen