
Die Leiden des jungen Werther
von Johann Wolfgang von Goethe

Zerbin, oder die neuere Philosophie, erzählt von der wachsenden Verstrickung zwischen Zerbin, Altheim und Hohendorf: Altheim wird mitleidig, dann neugierig, lüstern und schließlich verliebt in eine Frau, deren nächtliche Seufzer ihn nicht mehr loslassen, während der Stolz, sowohl Zerbin als auch Hohendorf ihre vermeintliche Eroberung streitig zu machen, seine verliebte Bekehrung beschleunigt. Zerbin bemerkt dies mit dem geschärften Blick eines Liebhabers und lernt, seine Verzweiflung hinter einer lachenden Miene zu verbergen. Lenz seziert in dieser Erzählung mit psychologischer Schärfe die Mechanik von Eifersucht und gesellschaftlichem Rivalentum.