Albrecht Dürer

Zehn Blätter und ein Begleittext: Deutsche Landschaften erschien 1922 bei Wilhelm Andermann in Königstein im Taunus und Leipzig und zeigt Dürer von der Seite, die neben der Apokalypse und den Meisterstichen leicht übersehen wird. Abgebildet sind unter anderem Nürnberg, die Häusergruppe von St. Johann, das Dorf Kalkreuth, die Drahtziehmühle, das alte Schloß in den Dolomiten, Trient und die Ansicht von Innsbruck. Oswald Götz fragt im Begleittext, warum ein Künstler, dessen Werk um den Menschen kreist, zur Landschaft ohne Menschen greift, und antwortet: Es sind Studien und Reisebelege, keine fertigen Bilder.

Dürer kam 1471 in Nürnberg zur Welt, als Sohn eines aus Ungarn eingewanderten Goldschmieds, und lernte bei Michael Wolgemut. Nach Wanderjahren am Oberrhein heiratete er 1494 Agnes Frey und brach noch im selben Jahr nach Italien auf; eine zweite Reise führte ihn 1505 bis 1507 nach Venedig, 1520 folgte die Fahrt in die Niederlande. Die Holzschnittfolge der Apokalypse machte ihn 1498 in ganz Europa bekannt, später kamen die drei Meisterstiche Ritter, Tod und Teufel, Hieronymus im Gehäus und Melencolia I dazu, 1526 die Vier Apostel. Daneben schrieb er Lehrbücher über Messkunst und menschliche Proportion. Er starb 1528 in Nürnberg.

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