
Ecce homo, Wie man wird, was man ist
In Voraussicht, dass er über Kurzem mit der schwersten Forderung an die Menschheit herantreten muss, hält Nietzsche es für unerlässlich zu sagen, wer er ist, denn er lebe, wie er schreibt, auf seinen eigenen Credit hin, und es sei vielleicht bloß ein Vorurteil, dass er lebe. Er sei durchaus kein Popanz, kein Moral-Ungeheuer, sondern eine Gegensatz-Natur zu jener Art Mensch, die man bisher als tugendhaft verehrt habe, ein Jünger des Philosophen Dionysos, der eher ein Satyr als ein Heiliger sein wolle. Das Letzte, was er versprechen würde, sei, die Menschheit zu verbessern: Von ihm würden keine neuen Götzen aufgerichtet, die alten aber sollten lernen, was es mit ihren tönernen Beinen auf sich habe, denn Götzen umzuwerfen gehöre schon eher zu seinem Handwerk.






