
Die Geburt der Tragödie: Versuch einer Selbstkritik
Diese Ausgabe trägt die späte Vorrede mit, den Versuch einer Selbstkritik, und darin erzählt Nietzsche, wo das Buch entstand: in der aufregenden Zeit des deutsch-französischen Krieges von 1870/71, während die Donner der Schlacht von Wörth über Europa weggingen und der Verfasser in einem Winkel der Alpen saß und seine Gedanken über die Griechen niederschrieb. Wenige Wochen später stand er selbst unter den Mauern von Metz. Die Fragen, die er sich damals stellte, stehen noch da. Hatten gerade die Griechen, die zum Leben verführendste Art der bisherigen Menschen, die Tragödie nötig? Gibt es einen Pessimismus der Stärke? Ist Wissenschaftlichkeit vielleicht nur eine Furcht und Ausflucht vor dem Pessimismus? Sein eigenes Buch nennt er ein Erstlingswerk in jedem schlimmen Sinne des Wortes.






