Alena

Zwei Stimmen wechseln sich in Der Schein trügt ab. Die eine schreibt in ein Tagebuch und trauert um ein Mädchen, das eine Woche zuvor gestorben ist, legt weiße Rosen auf das Grab und findet keine Worte für den Verlust. Die andere gehört Anthony Prestone, sechzehn Jahre alt: Das Radio weckt ihn, seine achtjährige Schwester Jen springt ihm aufs Bett, und auf dem Weg ins Bad läuft er in George, den Freund seiner Mutter. Anthony stürzt die Treppe hinunter und wacht mit gebrochenem Bein und Gehirnerschütterung im Krankenhaus auf, an dem Ort, den er von allen am wenigsten mag.

Erzählt wird in der Gegenwart, umgangssprachlich und mit vielen Abschweifungen, die der Erzähler selbst kommentiert. Zwischen Krücken, Gips und Familienfrühstück steht die Musik: Anthony spielt seit seinem sechsten Jahr Klavier und schreibt seit dem zwölften eigene Lieder, eines davon ist Jens Einschlaflied. Die ersten Kapitel enden damit, dass sich alle in der Küche zusammensetzen, weil die Mutter und George etwas mitzuteilen haben. Die beiden Stränge stehen dabei nebeneinander, ohne dass der Anfang verrät, wie sie zusammengehören.

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