Der Tod in Venedig

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Der Tod in Venedig
Gustav Aschenbach, seit seinem fünfzigsten Geburtstag amtlich von Aschenbach, verläßt an einem Frühlingsnachmittag seine Wohnung in der Prinz-Regentenstraße zu München und geht allein spazieren. Die Arbeit des Vormittags hat ihn überreizt, der entlastende Schlummer ist ausgeblieben, und so sucht der Schriftsteller das Freie. Es ist Anfang Mai, nach naßkalten Wochen ein falscher Hochsommer, und der Englische Garten liegt dumpf wie im August. Am Nördlichen Friedhof, wo er auf die Tram wartet, steht ein Fremder, und über dem Anblick fällt Aschenbach eine Reiselust an, die er lange nicht gekannt hat. Sie führt ihn nach Venedig.
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