Alessia Saberi
Eine Beerdigung bei strahlendem Sonnenschein steht am Anfang von Dreizehn Mädchen, und die Erzählerin findet das falsch. Paula legt eine rosa Orchidee auf das Grab ihrer besten Freundin Kira, wenige Wochen vor dem Abitur, und glaubt kein Wort von dem Selbstmord, den alle annehmen. Auf ihrem Handy liegen Kiras letzte Nachrichten, in denen die Freundin schreibt, sie fühle sich verfolgt. Paula hatte das damals auf den Prüfungsstress geschoben und macht sich seither Vorwürfe.
Der Roman bleibt ganz in Paulas Sicht und dicht am Alltag: die kleine Schwester Lena, vier Katzen, der Reiterhof, auf dem Kiras Pflegepferd Philomena jetzt ohne Reiterin steht, die Einbruchserie im Stadtteil, die Weltkarte über dem Bett mit den Pins für Reisen, die zu zweit geplant waren. Am Friedhofstor wartet Jonathan, Kiras Freund, und drückt ihr einen Zettel mit seiner Nummer in die Hand. Dass die Polizei weiter ermittelt, nimmt Paula als Bestätigung, dass sie recht hat. Der Titel nennt eine Zahl, die über diesen einen Todesfall hinausweist.
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