Alexander Lipschütz

Der Tod als Frage der Zelle, nicht als Schicksal: So legt „Warum wir sterben“ sein Thema an, 1914 erschienen bei Kosmos, Gesellschaft der Naturfreunde, in der Franckhschen Verlagshandlung in Stuttgart, mit 36 Abbildungen und einem Motto aus Nietzsches Zarathustra. Der Verfasser, 1883 in Riga geboren, war Physiologe; das Vorwort datiert er auf Zürich im Mai 1914 und dankt darin der Bibliothek des dortigen Zoologischen Instituts. Die zwölf Kapitel handeln vom sterbenden Zellenstaat, von Jugend und Alter der Nervenzellen, vom Pantoffeltierchen, von der Eintagsfliege und von der Unvollkommenheit des Stoffwechsels. Das erste Kapitel nimmt die verbreitete Bazillenfurcht aufs Korn und schildert, wie Metschnikoff in Paris sein Besteck ausglüht und Bananen brüht. Im Vorwort erklärt Lipschütz auch seine Sprache: Er wolle nicht im „Sonntagsdeutsch“ schreiben, sondern so, wie er spricht. Die ausführliche Fassung kündigt er als „Allgemeine Physiologie des Todes“ an. Später lehrte er in Dorpat, ging 1926 nach Chile und forschte dort als Alejandro Lipschütz weiter bis zu seinem Tod 1980.

Bücher
1

Bücher von Alexander Lipschütz

1 von 1
    • PDF
    • EPUB

Mehr in Philosophie

Alle ansehen

Genres von Alexander Lipschütz

Ähnliche Autoren